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Latexfreie Klinik

Latexfreie Klinik, ein Meilenstein in der Medizin

Johns Hopkins Hospital, genau die Klinik, die 1894 Latexhandschuhe entwickelte und einführte in den Operationsräumen, ist nun seit Anfang des Jahres „Latex safe“. Dies bedeutet, dass Latexhandschuhe und fast alle anderen medizinischen Gegenstände und Produkte die Latex enthalten, nicht mehr erlaubt sind. Grund: Latexallergie ist bei medizinischem Personal die am häufigsten auftretende Allergie und bringt immer wieder Patienten durch Schockreaktionen in Lebensgefahr.


Latex, ein weit verbreitetes Allergen

Ungefähr 15% des medizinischen Personals und etwa 6% der Allgemeinbevölkerung reagiert auf Latex. Die Reaktionen können sogar zu anaphylaktischen Schockzuständen führen. Gerade bei Operationen kann dies ein sehr hohes Risiko bedeuten, denn nicht immer weiß der Operateur, dass ein Patient auf Latex reagiert. Die Reaktionen sind ähnlich wie bei Erdnuss- oder Bienenstichallergie. Sie können zu Blutdruckabfall, Herzrhythmusstörungen, Schwellen der Hände und Füße, sowie Atemlähmung führen. In extremen Fällen tritt ein anaphylaktischer Schock ein, der im schlimmsten Fall binnen Minuten nach der Exposition zum Tode führen kann.


Klinik der Meilensteine

William Stewart Halsted, der erste Chefchirurg am Johns Hopkins Hospital, ist weithin dafür bekannt, dass er 1894 Latexhandschuhe entwickelte und im OP einführte. Das waren genau fünf Jahre, nachdem die Klinik geöffnet wurde. Damals ein Meilenstein in der Medizin, der viele Leben rettete und Patienten wie auch Personal vor Übertragung von Krankheiten schütze.

Johns Hopkins ist für viele wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse verantwortlich. So waren auch Immunologen dieser renommierten Universitätsklinik, Robert Hamilton und Franklin Adkinson, die Ersten, die maßgeblich herausfanden, dass natürlicher Latex ein problematisches Allergen ist. Nun ist die Klinik die Erste, die umfassende Konsequenzen daraus zieht. Latex wird abgeschafft.


Zeiten ändern sich

Anfang des Jahres 2008 wurde Johns Hopkins die erste größere Klinik weltweit, die so weit als möglich latex - safe ist. Man verzichtet vollständig auf latexhaltige Handschuhe, Aderpressen, Stethoskopschläuche, etc. Stattdessen werden Vinyl, Neopren und Polyisopren Handschuhe eingesetzt. Diese sind in der Verwendung Latex nicht unterlegen, lediglich der Preis ist etwas höher. Bis das Johns Hopkins Hospital sich latexfrei bezeichnen kann, wird es noch eine Weile dauern nach Auskunft der Mediziner, denn ständig entdeckt man noch irgendwo einen latexhaltigen medizinischen Gegenstand.


Autor:
Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, Januar 2008


Literatur:
Eric Vohr, Rubber Gloves 'Born' — and Now Banished — at Johns Hopkins,
Press Release, Johns Hopkins Medicine, Januar 2008

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