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Apfelgenuss <auch> für Allergiker

Apfelgenuss für Allergiker





Äpfel haben zwar das ganze Jahr Saison. Doch im Herbst und Winter sind sie besonders beliebt, zumal aromatische Bratäpfel und heißer Apfelpunsch gut zur kühlen Witterung passen. Nur Apfelallergiker haben das Nachsehen – sofern sie nicht wissen, wie sich Rachenreizung und Asthma vermeiden lassen.

Allergie vom Arzt kontrollieren lassen.
Etwa ein Fünftel der Menschen hierzulande leidet an einer Nahrungsmittelallergie. Besonders unter den Erwachsenen finden sich Apfelallergiker. Herzhaft zubeißen können bei ihnen Juckreiz, Schwellungen in Mund und Rachenraum oder Hustenreiz und Atemnot auslösen. Oft trifft es Menschen, die allergisch auf Pollen von Birken, Haselnuss oder Erle reagieren. Der Grund ist eine so genannte Kreuzreaktion. Denn Pollenallergene gleichen in ihrer Struktur Eiweißen in Lebensmitteln. Reagiert das Immunsystem auf eine Pollenart sensibel, kann es sich auch bei Kontakt mit strukturähnlichem Eiweiß anderer Pflanzen so verhalten. Wer eine Allergie bemerkt, sollte sie in jeden Fall ärztlich kontrollieren und behandeln lassen, um zu verhindern, dass sie sich zu Asthma auswächst. Für Asthmatiker gilt: Eine auf die individuellen Bedürfnisse angepasste medikamentöse
Therapie und ein vorsichtiger Umgang mit Nahrungsmittel, auf die man allergisch reagiert, ermöglichen ein beschwerdefreies Leben.

Auf die Apfelsorte kommt es an!
Eine gute Nachricht: Allergiker und Asthmatiker brauchen nicht in jeden Fall auf den Genuss von Äpfeln verzichten. Entscheidend ist zunächst, welchen Apfel sie wählen. Es hat sich nämlich gezeigt, dass verschiedene Sorten unterschiedliches allergenes Potenzial besitzen. So sollten Apfelallergiker die Finger von Golden Delicious, Granny Smith, Jonagold und Braeburn lassen. Sie sind stark allergen. Geeigneter sind Sorten wie Boskop, Gravensteiner, Altländer, Hammerstein, Berlepsch oder Goldparmäne, denen gemeinsam ist, dass es sich um heimische Sorten handelt. Des Weiteren werden reife Früchte in der Regel besser vertragen als unreife. Schlau ist es, wenn Allergiker Äpfel vorm Essen schälen. Denn viele Allergene befinden sich direkt unter der Schale. Außerdem aktiviert zusätzliches Raspeln fruchteigene Enzyme, die Allergene schachmatt setzen können.

Kochen macht Allergen den Garaus
Eine andere Möglichkeit Äpfel verträglich zu machen, ist sie zu bearbeiten. Hitze verändert die Anordnung der Eiweiße in einem Nahrungsmittel, die für eine Allergie verantwortlich ist. Daher erleben die meisten Apfelallergiker keine Probleme, wenn das Obst gekocht ist. Kompott, Mus, Aufläufe, Kuchen – aus Äpfeln lässt sich allerhand zubereiten. Ein legendärer Wintergenuss ist:

Bratapfel mit Vanillesauce
Dazu am besten eine säuerliche feste Sorte wie Boskop verwenden und für die Vanillesauce ein Pulver ohne Kochen nehmen.
Das Rezept im Einzelnen:
3 Äpfel gut abwaschen, abtrocknen und Kerngehäuse, Blüte und Stiel entfernen. Äpfel von innen mit 1 Teelöffel (TL) Zitronensaft beträufeln und in eine gefettete Auflaufform setzen. Für die Füllung 40 Gramm (g) gehackte Haselnüsse mit 90 g Johannisbeergelee verrühren und die Bratäpfel damit füllen. Auf jeden Bratapfel ein kleines Stückchen Butter legen. Backofen auf 175 Grad Celsius vorheizen. Bratäpfel auf der mittleren Schiene etwa 40 Minuten backen, bis die Schale leicht aufplatzt. In der Zwischenzeit ein Päckchen Vanillesaucenpulver mit ¼ Liter Milch verrühren. 100 g Mascarpone darunter mixen, bis eine glatte Sauce entsteht. 1 Vanilleschote der Länge nach aufritzen, das Mark herauskratzen und mit der Vanillesauce verrühren. Auf einen Teller gießen und Bratäpfel darauf setzen.

Zum Aufwärmen nach einem Schneespaziergang hat sich Apfelpunsch bewährt:
1 Liter Apfelsaft mit 1/2 Liter starkem Tee und 2 TL Zucker in einen Topf geben. Jeweils 1 ungespritzte Zitrone und Orange waschen, schälen, entsaften und zugeben. Außerdem 1/2 Zimtstange und 2 Nelken zufügen, bei schwacher Hitze erwärmen und 2½ Schnappgläser Calvados unterrühren. Nicht kochen! Den Punsch abschmecken, durch ein Sieb gießen und sofort servieren.

Äpfel haben es in sich
Äpfel sind übrigens der Deutschen liebstes einheimisches Obst: Jeder isst im Schnitt rund 30 kg Äpfel im Jahr. Es sind über 20.000 Sorten bekannt, aber nur etwa 70 gelangen in den Handel. Äpfel schmecken nicht nur gut, sie enthalten mehr als 30 Mineralien und Spurenelemente sowie wichtige Vitamine. Auch sonst haben sie es in sich: Fruchtsäuren arbeiten wie biologische Zahnbürste; die Apfelsäure ist ein natürliches Mittel gegen Rheuma oder Gicht; seine Farb- und Gerbstoffe schützen vor Herz- und Kreislauferkrankungen sowie Krebs. Außerdem stecken in Äpfeln viele Ballaststoffe. Apfelpektin ist sehr quellfähig, regt es die Verdauung an und sorgt für ein anhaltendes Sättigungsgefühl.

Kühl und nicht neben Kartoffeln lagern
Ein paar Worte zum Einkauf und Lagern: Es empfiehlt sich, einheimische Früchte zu kaufen – ihre Schale darf im Gegensatz zu Importäpfeln nicht gewachst sein. Nach der Ernte sollten Äpfel kühl, bei 6-8 Grad Celsius, aufbewahrt werden. Für lange Haltbarkeit in einen Folienbeutel legen und verschließen, nach einer Woche pro Kilogramm Äpfel ein Loch hineinstechen. Um Äpfel länger zu lagern, sie am besten mit Zeitungspapier in eine Obstkiste schichten, mit der Stielseite nach unten. Immer wieder sicherstellen, dass keine faulen Früchtchen dazwischen liegen. Und nicht neben Kartoffeln einkellern – deren Inhaltstoffe beschleunigen das Nachreifen. Je nach Sorte halten sich Äpfel bei sachgemäßer Lagerung bis zu sechs Monaten.


Impressum:
Quelle: www.luft-zum-leben.de-Newsletter (mi/BSMO, Ernährungsbrockhaus, aid-infodienst) vom 6.12.05
12.12.05

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