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Arztpraxis des 21. Jahrhunderts

Wie sollte eine Praxis oder Klinik ausgestattet sein?





Ökologische Umweltbedingungen in der Arztpraxis sind aufgrund der stetig steigenden Anzahl Allergiker und Chemikaliensensiblen ein aktuelles Thema. Nicht zuletzt weil auch das medzinische Personal überdurchschnittlich betroffen ist.

Der zu beobachtende drastische Anstieg von gesundheitlichen Problemen bei medizinischem Personal in Arztpraxen und Krankenhäusern erfordert dringend ein Umdenken in der täglichen Praxis. Die Zunahme von Allergien und Sensibilitäten gegenüber alltäglichen Klinikchemikalien wie Desinfektionsmitteln und Latex ist allgemein bekannt. Berufsunfähigkeit aufgrund neurologischer Krankheitsbilder (MS, Neuropathien, Myopathien, ALS, tox. Enzephalopathie, etc.), sowie Chemikaliensensibiltät und Immunschäden bei Medizinern und medizinischem Fachpersonal bedürfen Aufklärung, sowie einschneidender Änderungen in der Handhabung krankheitsauslösender Stoffe (1,2).

Ein weiterer Grund für die Erforderlichkeit umgehender einschneidener Änderungen sind Patienten, die bereits unter Krankheitsbildern leiden, bei denen bei minimalster Chemikalienexposition mit adversen Reaktionen zu rechnen ist (u.a. Kopfschmerzen, Schwindel, Black outs, Bewusstlosigkeit, Augenbrennen, Irritationen des Respirationstraktes). Hierunter fallen u.a. Patienten
mit Chemikaliensensibilität, Porphyrie, Polyallergiker, Pat. mit Ateriosklerose, exogen-allergischer Alveolitis, Pat. mit Erkrankungen des psychiatrischen Formenkreises (z.B. Depression) und Pat. mit Neuropathien (3). Alleine die Patientengruppe der Chemikaliensensiblen umfasst laut mehrerer wissenschaftlicher Studien in den USA bereits 15-30% der Bevölkerung (4,5,6,7,8,9). Deutsche Wissenschaftler gehen von einer ähnlichen Situation in Europa aus.

Um überhaupt objektivierende Diagnostik oder erfolgsversprechende Behandlung bei diesen spezifischen Patientengruppen einleiten zu können, müssen Räumlichkeiten mit Umweltbedingungen vorhanden sein. Damit können physische und psychische Reaktionen bei diesen Patienten aufgrund von Reaktionen auf Praxischemikalien ausgeschlossen werden.
Wie kann der Arzt sonst nachvollziehen, ob das Ergebnis z.B. bei inhalativen, oralen oder interdermalen Provokationstests tatsächlich objektiv sind und eine Behandlung den gewünschten Erfolg bringt? Ohne umweltkontrollierte Bedingungen in den Untersuchungs- und Behandlungsräumen wären Studien wie die "Golfkriegsstudie" mit ihren Erkenntnissen über Chemikalienexpositionen im Niedrigdosisbereich und deren gesundheitliche Spätfolgen überhaupt nicht möglich gewesen (11,12).

Verschiedene Umweltkliniken in den USA, Europa, China und Australien zeigen uns seit Jahren die Möglichkeiten in diesem Bereich. Zu nennen wären hier das Environmental Health Center-Dallas, oder die Randolph-Clinic in Chicago. Gezielte Umweltkontrolle, strikte Anweisungen und sensible Auswahl der Reinigungs- und Desinfektionsmittel, allgem. Duftstoff- und Rauchverbot und weitere Modalitäten, die nachfolgend detailliert angesprochen werden. Diese Maßnahmen sorgen in diesen medizinischen Einrichtungen und Praxen für gesunde Umweltbedingungen. Die Behandlungserfolge bei den Patienten bestätigen die Richtigkeit dieser präventiven und therapeutisch zweckmässigen Zielsetzung.

Behandlungsräumlichkeiten, die nach diesen Richtlinien gestaltet sind, tragen erheblich zur Reduzierung der Gesamtkörperbelastung des Patienten bei, welche in diesen Kliniken zusätzlich durch Kontrolle der Nahrung und des Trinkwassers, sowie der spezifischen Behandlungsmodalitäten minimiert wird. Zusätzlich wird durch diese Massnahmen dafür gesorgt, dass das Maskierungsphenomen (Adaption und die akut toxische Toleranz) eliminiert wird. (11,12,13,14,15,
16,17,18,19,20,37,38,39,40,41,42,43).

Folgende Themen werden in der 12-seitigen Komplettversion mit dem Aufzeigen von Alternativen abgehandelt:
- Bausubstanz / Innenausstattung
- Liste wenig bis stark ausgasender Baumaterialien
(11)
- Einrichtung
- Beleuchtung - Elektrosmog
- Massnahmen zur Verbesserung der Luftqualität:
- Luftfilterung - Schadstoffminimierung
- Personal
- Reinigungs- und Desinfektionsmittel
- Allergie- und sensibilitätsauslösende Stoffe
- Duftstoff- und Rauchverbot
- Kleidung, Handtücher, Laken, etc
- Aufbewahrung von Chemikalien und
Problemstoffen in Praxis und Labor
- Ernährung in der Umweltklinik

Die Ausarbeitung ist für Mediziner gedacht, die ihre Praxis Allergikern und Umweltpatienten weiterhin zugänglich machen wollen. Zu beziehen über


Impressum:
Autor: Silvia Müller
Erstellt: März 2001
Literatur/Leitlinien/EBM:
1. Linda M. Frazier, Wayne R. Thomann, George W. Jackson, Occupational Hazards in the Hospital, Doctor’s Office and other Health Care Facilities, NCMJ, Vol 56/5, 1996.
2. Toni Temple, Healthier Hospitals, O.N.F.C.I., 1996
3. Pschyrembel, 257. Auflage, 1994
4. Wallace, Nelson, Kollander, Leander, Bascom, Duntema, Indoor Air Quality and Work Environment Study. Multivariate statistical analysis of health, comfort and odor perceptions as related to personal and workplace characteristics. US Environmental Protection Agency, Vol.IV, EPA Headquarters Buildings. Atmospheric Research and Exposure Assessment Laboratory, 1991
5. Bell, Miller, Schwartz, Peterson, Amend, Neuropsychiatric and Somatic Characteristics of young adults with and without self-reported chemical odor intolerance and chemical sensitivity. Arch. Environ. Health, 1996
6. Meggs, Dunn, Bloch, Goodman, Davidoff, Prevalence and Nature of Allergy and Chemical Sensitivity in a general population. Arch. Environ. Health, 1996
7. Bell, Schwartz, Amend, Peterson, Stini, Sensitisation to early life stress and response to chemical odors in elder adults. Bio. Psychiatry, 1994
8. Bell, Walsh, Goss, Gersmeyer, Schwartz, Kanof, Cognitive dysfunction and disability in geriatric veterans with self-reported sensitivity to environmental chemicals, J. Chronic Fatigue Syndrome, 1997
9. Bell, Schwartz, Peterson, Amend, Self-reported illness from chemical odors in young adults without clinical syndroms or occupational exposures, Arch. Environ. Health, 1993
10. Bell, Schwartz, Peterson, Amend, Stini, Possible time-dependent sensitisation to xenobiotics: Self-reported illness from chemical odors, foods and opiate drugs in an older adult population, Arch. Environ. Health, 1993
11. William J. Rea, Chemical Sensitivity, Volume IV, Lewis Publishers, 1997
12. Myra B. Shayevitz, Statement, Veterans Affairs Medical Center, Northampton, 1993
13. William J. Rea, EHC-D Facility, Patient Information Flyer
14. William J. Rea, EHC-D Clinic Information www.ehcd.com
15. Breakspeer Clinic, Clinic Information
16. Grace E.Ziem, Multiple Chemical Sensitivity: Treatment and Follow up with Avoidance and Control of Chemical Exposures, Considerations for the Diagnosis of Chemical Sensitivity, Multiple Chemical Sensitivity: A Scientific Overview, p.73-86, National Academy Press, 1992
17. Johnson Medical Associates, Clinic Information, 1999
18. Sherry A. Rogers, The Scientific Basis for selected Environmental Medicine Techniques, SK Publishing, 1994
19. Environmental Health Centre Nova Scotia, Clinic Information www.mcms.dal.ca
20. Randolph Clinic Chicago, Clinic Information, www.ehcd.com
21. Anderson Laboratories, Carpet Emissions
22. Glenn Beebe, Toxic Carpet I 1987, II 1988, III 1991, Eigenverlag
23. Norma L. Miller, The Healthy School Handbook, NEA Professional Library Publication, 1995
24. David Rousseau, James Wasley, Healthy by Design, Hartley & Marks Publishers, 1997
25. Garland, F.C., et. al, „Occupational sunlight exposure and melanoma in the U.S. Navy, Archives of Environmental Health 45, 1990, 261-267
26. Kime, Z.R., Sunlight, Penryn, CA: World Health Publications, 1980
27. Ott, J. “The Effect of Colour and Light: Part III”, The International Journal of Biosocial Research 9, 1987
28. Debra Lynn Dadd, The Nontoxic Home & Office, Putnam Berkley Group, 1999
29. CSN, Parfumierte Haarsprays sind selbst für Gesunde bedenklich, 2000, Pure Nature Infobox
30. Silvia K. Müller, CSN, „Ohne Duft-bessere Luft“, Pure Nature Infobox, 2000
31. UBA, „Duft- und Aromastoffe nicht unüberlegt in Innenräumen einsetzen“, Pressemitteilung Nr. 14/00
32. Sherry A. Rogers, William J. Rea, Surgery and the E.I. Patient, Letter to surgeron, doctor and anesthesiologist, 1995
33. Cynthia Wilson, Chemical Exposure and Human Health, McFarland, 1993
34. Ruth Winter, Household, Yard and Office Chemicals, Crown Publishers, 1992
35. CSN - Chemical Sensitivity Network, Resourcen, 2000.
36. Kalin, Brooks, Systemic toxic reactions to soft plastic food containers. Double-blind study. Medical Annals of the district of Columbia, 1963


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