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Höheres Asthmarisiko durch Antibiotika

Studie legt Zusammenhang nahe




Forscher der Universität von British Columbia in Vancouver sehen eine Verbindung zwischen frühkindlichem Antibiotika-Einsatz und Asthma. Demnach sollen Kinder, die im ersten Lebensjahr mit Antibiotika behandelt werden, möglicherweise ein zweifach erhöhtes Asthmarisiko haben.

Die Mittelohrentzündung (Otitis media) ist die häufigste Indikation von Antibiotika. Viele Kinder erkranken bereits im ersten Lebensjahr und aus Angst vor den Komplikationen einer chronischen Mittelohrentzündung werden die Antibiotika sehr freizügig eingesetzt, obwohl die Ärzte wissen, dass die meisten Infektionen in diesem Bereich viraler Natur sind.

Auch wenn bei den einbezogenen Daten systematische Fehler zum Teil nicht ausgeschlossen werden, nehmen die Wissenschaftler ihre Meta-Analyse zum Anlass, Kinderärzte zu einer zurückhaltenden Verordnung von Antibiotika zu ermahnen. Nicht jede Infektion erfordere solche Medikamente. Häufig geht der Wunsch zu einer Antibiotika-Behandlung auch von den Eltern aus, hier wird die Bereitschaft zu einer größeren Gelassenheit empfohlen.


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PureNature-Redaktion, 21.3.06
Quelle: Newsletter Deutsches Ärzteblatt vom 14.3.2006

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