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Hausstauballergie

Hausstaubmilben mögen keine warmen Betten


Die Ärztezeitung vom 24. November 2004 berichtet: Hausstaubmilben fühlen sich in den warmen Betten von Langschläfern weniger wohl als in den kühleren von Menschen, die sich nur kurze Zeit darin aufhalten.

Britische Forscher haben entdeckt, daß die winzigen Tiere, deren Kot bekanntlich die weit verbreitete Hausstaubmilben-Allergie verursacht, zum Überleben eine kühle, feuchte Umgebung benötigen. Kuschelig warme Betten bekommen ihnen dagegen nicht gut, berichtet der Online-Dienst der Zeitschrift "Nature".

Auch eine Steigerung der Temperatur im Schlafzimmer von 16 auf 18 Grad Celsius senkt die Zahl der Milben um das Zehnfache.

Marcello Ucci vom University-College in London und seine Kollegen haben den Milben eine Art Rennstrecke gebaut. Auf der einen Seite war eine Heizung und auf der anderen ein Gefäß mit kaltem Wasser, so daß es entlang des Wegs ein Temperatur- und Feuchtigkeitsgefälle gab. Wurden die Tiere in die Mitte der Strecke zwischen beide Extreme gesetzt, eilten sie so schnell wie möglich von der warmen, trockenen Seite weg in Richtung der feuchten Kälte.


STICHWORT: Hausstaubmilben-Allergie
Hausstaubmilben sind mikroskopisch kleine Organismen,
die sich auf 15 verschiedene Spezies weltweit aufteilen.
Sie sind überall, außer in Höhen über 1600m, in Wüsten-
regionen oder in Extremkältezonen vorzufinden. Sie
stellen in Form von Milbenkot und Teilchen toter Milben
neben Chemikalien und Schwermetallen eine der größten
Allergenbelastungen im Hausstaub dar. Hausstaubmilben
sind aber nur für sensibel reagierende Menschen
gefährlich.

Sie halten sich vornehmlich in Bettmatratzen, Bettzeug,
in Polstermöbeln, Kleidung, Autositzen und Teppichen, bzw.
Teppichböden auf. Sie können auf lebender Haut nicht
überleben. Hausstaubmilben ernähren sich von den 50
Millionen Hautpartikeln, die ein Mensch täglich verliert.
Lebende Milben können aufgrund ihrer klebrigen Füße nicht
eingeatmet werden, sie haften an Oberflächen.

Es sind ihr Kot und die abgestorbenen Milben, die viel-
fältige Beschwerden verursachen können. Ihr Kot ist so
leicht, das er bei Aufwirbelung 10 Minuten in der Luft
schweben kann. Schätzungsweise 75% der Asthmatiker
sind sensibel gegen Haustaubmilben.



Impressum:
Quelle: Ärzte Zeitung vom 24.11.2004 / ddp
Erstellt: 25.11.2004
Bearbeitet von: Elke Gethmann

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