Monatsarchiv für November 2007

Einfache Hausmittel – große Wirkung für die Gesundheit

Jede Familie hat ihre Hausmittel für alle möglichen Eventualitäten. Manche sind über Generationen hinweg überliefert. Sie haben selten, wenn überhaupt einmal, Nebenwirkungen gezeigt. Ihre Wirkung hingegen ist so frappierend, dass es Generationen ein Bedürfnis war, sie weiterzureichen. Langsam beginnt auch die Wissenschaft, so manches uralte Hausmittel auf seine Wirkungsweise und seinen Wirkmechanismus hin zu überprüfen. Meine Großmutter hätte gesagt: „Wozu Geld ausgeben und Zeit investieren? Wenn es hilft, reicht mir das aus.“

Hausmittel sind günstig und helfen

Ich liebe Hausmittelchen. Seit ich chemikaliensensibel bin und mir ohne chemische Medikamente und ohne Chemie im Haushalt behelfen muss, bin ich noch froher, einen richtigen „Geheimtipp“ zu bekommen. Hausmittel sind fast immer kostengünstig, oft hat man die Zutaten im Haus. 

Schade nur, dass durch die Flut von Medikamenten, chemischen Superputzmitteln und anderen Produkten so manches Hausmittel in Vergessenheit gerät. Aber vielleicht fällt Euch noch ein, was Omi sagte. Es wäre toll, hier ein paar Geheimtipps auszugraben und preiszugeben. Und im Gegenzug bekommt Ihr gleich einen wissenschaftlich belegten Geheimtipp von mir.  

Heißer Tee, aber bitte nicht ohne…
Wenn es einem richtig mies geht, eine Grippe im Anzug ist oder man total durchgefroren ist vom klammen Wetter, hilft ein heißer Tee. Klare Sache, dass wissen wir doch alle. Stimmt, aber es gibt wichtige Besonderheiten, die Ihr wissen müsst. Es sollte grüner Tee sein, und jetzt kommt’s: Gebt ein paar Spritzer Zitrone hinein. Die Zitrone sorgt dafür, dass die im grünen Tee enthaltenen besonderen Antioxidantien, Katechine genannt, in den säurearmen Regionen unseres Körpers überleben. Im Darm beispielsweise können die hilfreichen Katechine fünfmal besser überleben, als wenn man den Tee pur oder mit Milch trinkt. Ascorbinsäure oder Vitamin C, das in manchen Fertigtees zur Konservierung enthalten ist, hilft den Katechinen um das zwei- bis sechsfache in säurearmen Körpermilieus zu überleben. Wenn man den Tee völlig „ohne“ trinkt, haben nur etwa 20% der wertvollen Katechine eine Überlebenschance, dass ist schade, denn diese Superantioxidantien sind dafür bekannt, das Risiko für Krebs, Herzinfarkt und Schlaganfall zu senken. Keine schlechte Idee also, regelmäßig grünen Tee mit Zitrone zu genießen.
Autor: Silvia K. Müller, CSN, November 2007 

Literatur:

Mario Ferruzzi, Citrus juice, vitamin C give staying power to green tea antioxidants, Purdue University, Molecular Nutrition and Food Research, Nov. 2007

Unbequemer Umweltmediziner aus Trier erhielt Zivilcouragepreis

Am vergangenen Samstag erhielt der Trierer Neurologe Dr. Peter Binz in Bodenwerder bei Hameln den Zivilcouragepreis der Solbach- Freise Stiftung. Der jährlich vergebene Ehrenpreis wurde an Dr. Binz für sein langjähriges, herausragendes und tapferes Engagement für chemikaliengeschädigte Menschen aus allen Lebensbereichen vergeben. Seit Jahrzehnten setzt der Arzt von der Mosel sich insbesondere für Arbeiter ein, die in Betrieben durch Chemikalien zu Schaden kamen. Mancher Betrieb verbesserte durch seinen Einfluss die Arbeitsbedingungen und sorgte so nachhaltig für gesündere Arbeitsplätze. Menschen aus ganz Deutschland waren zu der Vergabe des Ehrenpreises angereist und wohnten der harmonischen, musikalisch untermalten Preisverleihung bei.

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Letztendlich Ehrung für unbequeme Wahrheit
Es hat sich viel bewegt durch den gerechtigkeitsbewussten Trierer Arzt, der es nicht akzeptieren kann, dass ausgerecht die Menschen, die die Arbeit in unserem Land verrichten, im Schadensfall leer ausgehen und oft auf das Schlimmste schikaniert werden. Durch seine Einstellung bekam Dr. Binz in den vergangenen zwei Jahrzehnten immer wieder härteste Repressalien durch Verursacher, Versicherungen, Behörden und sogar Standeskollegen zu spüren. Für die Solbach- Freise Stiftung war er, insbesondere wegen seiner unbeugsamen Selbstverpflichtung seinen Patienten gegenüber, der richtige Kandidat für den mit 4.000€ dotierten Zivilcouragepreis in diesem Jahr. In ihrer Laudatio stellte die Gründerin der Stiftung, Anne Solbach- Freise, diese Beweggründe umfassend dar.

Die Zeit liefert die unwiderlegbaren Beweise
Arztkollegen, Wissenschaftler, Selbsthilfegruppenleiter für Chemikaliengeschädigte, Patienten und gerechtigkeitsbewusste Menschen, sie alle waren aus ganz Deutschland angereist, um der Vergabe des Zivilcouragepreises „Demokratie wahren – Zivilcourage zeigen“ an Dr. Peter Binz beizuwohnen.

Tief betroffen folgten die Anwesenden den Worten des Preisträgers, der von seinen Patienten und den Ereignissen der vergangenen Jahrzehnte berichtete. Mancher Zweifel seiner Gegner ist durch erschütternde Tatsachen widerlegt worden. Wenn fast alle Arbeiter eines Werkes, manchmal sogar alle, durch bestimmte Chemikalien verstorben sind, gibt es keine plausible Basis mehr für Zweifel an den Aussagen oder Negieren der Feststellungen des fachlich hochkompetenten Arztes. Das einstige Unterstellen von Simulantentum, Gefälligkeitsgutachten gegen die Opfer, Fehlen von epidemiologischen Studien und dass es so gut wie nie behördlichen Nachforschungen gab, erscheint bei diesem Hintergrund unentschuldbar.

Statt Zweifel an der Glaubwürdigkeit – Solidarität
Für die Patienten selbst gab es nie einen Zweifel an der Glaubwürdigkeit von Dr. Peter Binz. Sie gingen sogar mehrfach auf die Strasse für ihren Arzt, der vielen von ihnen das Leben gerettet hatte. Während der Feierlichkeit in Bodenwerder wurde hierzu sinnbildlich eine Filmdokumentation aus dem Jahr 1997 gezeigt. Damals hatten die Gegner mit vereinten Kräften versucht, zu erwirken, dass Dr. Binz die Approbation entzogen würde. Mehrere Hundert Patienten aus allen Teilen Deutschlands waren nach Mainz angereist, um gegen das Unrecht gegenüber ihrem Arzt zu demonstrieren und ihre Solidarität zu bekunden. Einige der damaligen Demonstranten sind zwischenzeitlich an ihren schweren Chemikalienschädigungen verstorben. Der Filmbeitrag rührte daher manche der anwesenden Betrachter zu Tränen.

Verfolgung ist der Alltag für Überbringer unliebsamer Botschaften
Damals entschied das Gericht, dass Dr. Binz für seine Patienten eingetreten sei und keine Absicht bestand, jemandem Schaden zuzufügen. Dennoch verhalten sich die Kostenabwehrer eher so, wie die Stifterin, Frau Solbach Freise, es treffend formulierte: „Nicht die Botschaft ist das Übel, sondern ihr Überbringer“, und der soll büßen. Einfach ist eine solche Verfolgung über mehrere Jahrzehnte nicht zu erdulden, dass kann die ganze Familie Binz bekunden. Allen Familienmitgliedern sitzt es noch in den Knochen, wie auf Intension der KV Trier eine überfallartige Durchsuchung der Praxis- und Wohnräume von Dr. Binz erfolgte und alle Patientenakten beschlagnahmt wurden. In der Laudatio wurden daher auch der hohe Einsatz von Frau Binz und der große Zusammenhalt der Familie besonders hervorgehoben, ohne die der widerständige Arzt die ehrverletzenden und existenzbedrohenden Vorwürfe der Kassenärztlichen Vereinigung Trier im vergangenen Jahr hätte nicht durchhalten können.

Ein Leben für Patienten und Aufklärung
Im Leben des Dr. Binz gibt es neben Ehrlichkeit zwei wichtige Dinge: Seine große Familie und seine Patienten. Auch zukünftig wird sich der in der Umweltmedizin weltweit geschätzte Arzt der Aufklärung von Gesundheitsschäden durch Chemikalien widmen und, wenn er aus dem Berufsleben aussteigt, darüber schreiben. Ganz gemäß seiner Lebensphilosophie: „Allem voran der Patient“, wird das Preisgeld des Zivilcouragepreises den Opfern von Chemikalienschädigungen zugute kommen.

Autor:
Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 20.11.2007

Presseinformation:
Weitere Informationen, Bild- und Videomaterial können bei CSN – Chemical Sensitivity Network, csn.deutschland@gmail.com angefordert werden.

Photoalbum – Verleihung Zivilcouragepreis an Dr. Peter Binz: http://picasaweb.google.de/silvia.mueller/ZivilcouragePreisDrBinz?authkey=OKvAHDRaJ7o (Diaschau anklicken)

Frühstück auf der Straße, in der U-Bahn, im Auto?

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Städte sind interessant, man spürt das Leben mit jedem Augenblick. Ich mag Städte am liebsten wenn sie aufwachen, ganz früh am Morgen. Die Menschen haben sich noch nicht völlig unter Kontrolle und man kann interessante Szenerien erleben. Letztens war ich recht früh in der Stadt. Vor acht Uhr am Samstagmorgen sind dort noch fast alle im Tiefschlaf, gute Gelegenheit also ihr „aufwachen“ zu erleben. Das leichte Nieselwetter mit seiner Tristesse steuerte zur schläfrigen Atmosphäre bei.

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Manche sind schon sehr emsig. Vorallem die Geschäfte rüsten sich für die hoffentlich kommenden Käuferschar. Samstags legt man sich besonders ins Zeug.

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Schaufensterscheiben werden nochmals geputzt, Firmenschilder auf Hochglanz poliert, …

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Und schnell noch einmal der Bürgersteig vor dem Laden gefegt. Ein letzter fachmännischer Griff an der Dekoration – es kann losgehen.

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Bei Starbucks stimmte ich mich, einen riesengroßen Cafe Latte mit Sojamilch schlürfend, auf meine Photoexkursion „Aufwachende Stadt“ ein. Gut das dieser Coffee Shop bereits seit langem Rauchverbot hat und auch noch auf Allergiker eingeht. Ich kenne sonst kein Cafe, in dem man einen Milchkaffee mit Sojamilch bekommt.

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Andere nervt das Rauchverbot, weil es sie zwingt ihren Kaffee draußen einzunehmen. Aber was soll’s, Raucher müssen sich zukünftig die Flexibilität angewöhnen, die wir Menschen mit Problemen mit Zigarettenrauch bisher immer zeigen mussten. Ausgleichende Gerechtigkeit, wenn man das so nennen darf in diesem Zusammenhang. Was mir von meinen gemütlichen Sessel im Cafe auffiel, war mir vorher nie aufgefallen.

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Viele Menschen scheinen nicht Zuhause zu frühstücken, sondern nehmen ihr Frühstück auf der Straße ein.

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Manche im Laufschritt, andere beim Schwatz vor der Arbeit.

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Der dampfende Kaffee im Pappbecher gehört zum Straßenbild der erwachenden Stadt dazu.

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Auch die Zeitung wird schnell noch auf der Strasse gelesen, statt am Frühstückstisch.

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Eine große Stadt ist schon anders, denn bei uns im Ort würde es nie jemand einfallen mit einem Becher Kaffee auf der Straße gehen. Ich schätze wenn doch, würde man wohl sehr merkwürdig beäugt werden. Das Frühstück wird mit der Familie und der Tageszeitung am Küchentisch oder im Esszimmer eingenommen, nicht im Laufschritt. Wie ist es bei Euch, wo und wie frühstückt Ihr?

Putzmittel: Bei sachgemäßer Verwendung keine Gefahr?

Alltag bei Giftnotrufzentralen: Ein Kind hat einen Haushaltsreiniger oder Spülmittel getrunken. Die Eltern sind in Panik, denn das Kind schnappt nach Luft oder hat schwere Krämpfe.

Warum sind Reinigungsmittel selbst im normalen Haushalt überhaupt mit gefährlichen Chemikalien vollgestopft?  Mir geht es gewaltig auf die Nerven, dass heute jedes banale Haushaltsprodukt bis zur Oberkante mit nicht abschätzbaren Chemikaliengemischen vollgestopft ist. War es denn bei unserer Großmutter, die nur Scheuersand und Schmierseife hatte, nicht sauber? Es war sauber, meistens sogar blitzblank.  Was mich noch sehr stört, sind Hinweise auf Verpackungen wie. „Bei sachgemäßer Anwendung…ist unser Produkt ungefährlich“. Tja, aber was ist sachgemäße Anwendung? Und wie verhindert man „unsachgemäße Anwendung“, beispielweise das Trinken eines Spülmittels durch Kinder? Nur aufpassen reicht nicht, dass weiß jeder der selbst Kinder hat.  Warum geht man nicht einfach hin und verbietet giftige Chemikalien in Haushaltsreinigern generell? Schmutziger wäre es nicht, die Hausfrau wäre gesünder, die Kinder nicht in Gefahr und unsere Wohnräume schadstofffreier. Welche Gründe sprechen dagegen?

Olympische Spiele: Umweltverschmutzung beeinflusst Leistung

Die Vorbereitungen für die Olympischen Spiele in Beijing laufen auf Hochtouren. Noch ist nicht alles so, wie es sein soll, vor allem nicht die Umweltbedingungen. China hat riesige Umweltprobleme und Beijing nimmt eine Spitzenposition dabei ein. Ist es der richtige Ort für Olympische Spiele – Hochleistungssport? Mich macht es richtig wütend zu sehen, dass Sportler aus aller Welt, die oft von Kindesbeinen an trainieren, um einmal dabei zu sein, verbraten werden.  

Nicht, dass man nichts wüsste

Selbst an einem normalen Tag sind die Umweltbedingungen in Beijing alles andere als optimal. An einem normalen Tag wie gesagt. Höchst bedenklich wird es, wenn Smog herrscht, und das ist nicht selten, vor allem nicht im feucht heißen Augustmonat. Die Luft ist dann zum Schneiden, die Feinstaublast steigt noch weiter in den gesundheitsschädlichen Bereich als sonst, und das Tragen einer Maske ist dringend angeraten. Fracksausen bekommen daher langsam auch die Ausrichter der Spiele. Sie teilen bereits jetzt schon mit, dass einige Olympische Ereignisse sich verschieben könnten wegen zu hoher Luftverschmutzung.  

Augenwischerei

Man hatte es gut vor, versprach, Autofahrverbote durchzuführen, ja sogar Industrie umzusiedeln und die Betriebe stillzulegen, die als die schlimmsten Dreckschleudern bekannt sind. Daraus wird wohl nichts, wie die letzten Meldungen bekunden. Das größte Stahlwerk, Capital Steel, das die Luft der Millionenmetropole verdreckt, bleibt. Es wird auch nicht abgeschaltet, was technisch wohl auch kaum möglich ist. Lediglich die Leistung soll herab gefahren werden. Reicht das aus, damit Spitzensportler Marathon laufen können und Höchstleistung dabei erzielen? Eher zweifelhaft.   12 Milliarden hat Beijing bereits für Clean-up Maßnahmen ausgegeben, doch das ist nur ein winziger Tropfen auf einen glühend heißen Stein, denn die Metropole wächst mit jeder Sekunde. Allem voran sprengt der Autoverkehr das Vorstellbare: 40.000 Autos kommen monatlich hinzu. Ein Kampf, gegen den mit Geld alleine nichts auszurichten ist. Und der Countdown läuft.  Auch die nach Außen sichtbaren „grünen Maßnahmen“ werden verpuffen, wenn das Olympische Feuer übergeben wird. Es wird dann kaum mehr einen Zuschauer und noch viel weniger einen Sportler interessieren, ob die Sportanlagen und das Olympische Dorf Solarzellen auf den Dächern haben, wenn die Sonne nie sichtbar ist. Genau im August ist es in Beijing feucht heiß und alles grau in grau und die Sonne an den allermeisten Tagen nur zu erahnen.  

Athleten äußern begründete Bedenken

Einige der Olympischen Athleten äußern jetzt schon sehr kritisch ihre massiven Bedenken und bitten um einen neuen Entschluss. Sie haben Recht, wenn sie sagen, dass solche Umweltbedingungen abscheulich sind und kaum dazu dienen, Hochleistung zu erbringen. Und während sie sich äußern, werden täglich neue Mitteilungen über das furchtbare Ausmaß der Verschmutzung von Umwelt und Wasser, sowie deren Folgen aus der Industriemetropole bekannt. Drastische Meldungen wie die, die vor zwei Tagen bekannt wurden: Jedes zweite Kind hat einen Geburtsdefekt durch die Umweltverschmutzung.

Sport bedeutet Fairness – wo bleibt die Fairness gegenüber Sportlern?

Dass Beijing kein Luftkurort ist und nie einer werden kann, schon aufgrund der hochgradigen Kontaminierung der Umwelt durch Chemikalien und Schwermetalle, ist bei der Auswahl des Ortes für die Olympischen Spiele ohne Ausnahme bekannt gewesen. Warum wurde dieser Hot Spot für Umweltverschmutzung überhaupt ausgewählt? Damit man wirtschaftliche Interessen fokussieren kann? Auf Kosten der Athleten? Vielleicht braucht die Welt vor Augen geführt, was Umweltverschmutzung wirklich bedeutet und welchen Einfluss sie auf Gesundheit und Leistungsfähigkeit nimmt. Vielleicht muss es wirklich so kommen, damit wir alle weltweit ohne rosa Brille sehen, welchen hohen Preis es in Realität hat, giftige Billigprodukte zu kaufen, und wie teuer der Tribut ist, den wir Menschen dafür bezahlen. Es bleibt auch zu hoffen, dass es mutige Journalisten geben wird, die ihre Anwesenheit vor Ort nutzen, um uns allen das grausame Ausmaß der Verschmutzung von Luft, Umwelt und Wasser zu übermitteln und vor allem welche Folgen sie für die Menschen hat.   Aber, ganz gleich was passiert, fair gegenüber den Athleten ist es nicht, sie regelrecht auf eine riesige Sondermülldeponie zu locken und dort Höchstleistungen und Ehre für ihr Land erbringen zu lassen. Viele werden Schaden nehmen bei Einatmen des Chemikalien- Feinstaubcocktails, der ihnen zum Atmen bei höchster körperlicher Anstrengung angeboten wird.  Fair ist das nicht! 

Autor: Silvia K. Müller