Monatsarchiv für März 2008

Erneuerbare Energie, der neue Klimakiller?

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Während in Deutschland die Nachfrage nach erneuerbaren Energien rapide steigt und staatlich nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) subventioniert wird, rodet man in Südostasien immer mehr Urwaldfläche, um dort Palmölplantagen anzulegen. Laut Pressemeldungen sind fast alle deutschen Blockkraftheizwerke vom heimischen Rapsöl auf das billigere Palmöl aus Übersee umgestiegen, mit weitreichenden Folgen für die globale Umwelt.

Dadurch geraten die eigentlichen umwelt- und klimafreundlichen Blockheizkraftwerke in die berechtigte Kritik der Öffentlichkeit. Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien ist auf den ersten Blick eine wunderbare Sache, jedoch ist die besorgniserregende Zerstörung des Regenwaldes kein Kavaliersdelikt, sondern eine schwerwiegende Umweltsünde, deren staatliche Förderung dem deutschen Verbraucher auf die Stromrechnung umgelegt wird.

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Der heimische Rapsölanbau wird zurückgeschraubt, weil Rapsöl preislich im Vergleich zum günstigen Palmöl aus Südostasien nicht mehr konkurrenzfähig ist. Mir scheint, eine Überprüfung des fragwürdigen Erneuerbare-Energien-Gesetz scheint unabdingbar, hier ist schnelles Handeln von Umweltminister Gabriel gefragt. Grundsätzlich ist Palmöl ein nachhaltiger und nachwachsender Rohstoff, allerdings ist durch die Flächen zerstörende Abholzung des Regenwaldes von Umweltfreundlichkeit keine Rede mehr. Zur Plantagenvorbereitung werden breitflächige Brände angelegt, den dabei entstehenden CO²-Ausstoß kann das Palmöl als ökologischen Brennstoff nicht wieder einsparen. Daher fällt die Klimabilanz der eigentlichen umweltfreundlichen Ölpalme durch die aggressive Flächenrodung des Urwaldes, mit allen negativen Folgen für die Umwelt, vernichtend aus. 

Palmöl ist in Folge dessen kein Öko-Brennstoff und nicht mehr als klimaneutral einzustufen, im Gegenteil, der Palmölanbau leistet einen beschleunigenden negativen Beitrag zum Klimawandel. Das flächendeckende Roden der Regenwälder, die das Weltklima auf natürliche Weise regulieren, die unwiederbringliche Zerstörung von ganzen Ökosystemen in Südostasien und die unnötige Freisetzung von zig Milliarden Tonnen von CO² lassen berechtigte Zweifel an der deutschen Umweltpolitik entstehen. Fast alle gelegten Waldbrände sind das Werk der Plantagenbetreiber, die damit degradiertes Land schaffen, um darauf neue Palmölplantagen anzulegen, denn diese Variante bringen den Firmen Gelder aus den staatlichen Wiederaufforstungsfonds. Palmöl entwickelt sich zum Klimakiller im großen Stil, und das mit Unterstützung von Subventionen. Der Klimawandel und effektive Umweltschutzmaßnahmen erfordern einen ehrlichen Umgang mit der Natur, keine Umweltlügen, wie sie mit der Ölpalme praktiziert werden.

An die Umwelt denken, bedeutet an unsere Zukunft denken,

Eure Patty Paris

Antalya eröffnet großen Biomarkt

patty-mit-baum-ii.jpgAntalya gehört zu den beliebtesten Urlaubszielen der Mittelmeerregion. Wer Bionahrung suchte, hatte es jedoch bisher nicht ganz einfach. Jetzt findet jeden Sonntag ein großer Biobazar statt, der alles was das Herz begehrt anbietet. Der Bürgermeister von Antalya teilte mit, dass es das Ziel des Biobazar’s sei, die gesündesten Nahrungsmittel aus kontrolliert biologischem Anbau anzubieten und damit auch den Bio-Landbau in den umliegenden Regionen zu fördern. Man sei schon einige Jahre daran, den biologischen Landbau aktiv zu fördern und der Biobazar im großen Glaspyramide-Kulturcenter ist ein neuer Meilenstein für die Urlaubsregion.Die angebotene Produktvielfalt wird manchen Urlauber staunen lassen, denn der Biobazar wird nicht nur Lebensmittel aus kontrolliert biologischem Anbau anbieten, sondern auch ökologische Kleidung, Kosmetika, Babyprodukte, Spielzeug, Reinigungsmittel und vieles mehr. Die angebotenen Nahrungsmittel werden mit großer Sorgfalt produziert und sie schmecken völlig anders als konventionelle Produkte, weil man auch auf traditionelle Herstellungsweisen zurückgreift. Eine sehr zukunftsorientierte Entwicklung, die etwas wegrückt vom Klischee Massentourismus und vielen Familien eine gesunde Existenz bietet. Mit dieser neuen Strategie „Klasse statt Masse” und ökologischem nachhaltigen Handeln, wird Antalya für weitere Zielgruppen attraktiver werden. Vielleicht gibt es dort auch bald eine Reihe konsequenter Biohotels.Man verfällt, wenn man an die neuen Biobazar denkt, schon fast in Fernweh. Ein wenig Sonne tanken käme gerade recht nach dem verschneiten Osterfest.Mir geht’s jedenfalls so, bis baldEure Patty Paris

Oster – Tipps

Osterhasen und knallbunt gefärbte Ostereier haben diese Tage Hochkonjunktur. Ohne die farbenfrohen Begleiter wäre Ostern nicht Ostern für uns. Ostereier liegen schon lange Zeit verlockend in den vielfältigsten Ausführungen in den Regalen der Supermärkte, ob nun als Schokoladeneier, Zuckereier, Deko-Eier für den Außenbereich oder die Wohnung, für jeden Geschmack gibt es das passende Ei. Oft sind Ostereier sogar wahre Kunstwerke, eine echte Augenweide. Kennt Ihr diese wunderschönen handbemalten Enteneier? Ich stehe jedes Jahr auf unserem Kunsthandwerkermarkt davor und suche unendlich lange „das schönste Ei von allen“ aus. Dann trage ich das zerbrechliche Kunstwerk vorsichtig heim und hänge es zu meinen „Schätzen“ an einen großen Strauss Korkenzieherhaselnuss. Zauberhaft sieht das aus und ich freue mich jedes Mal darüber, wenn ich an meinem Osterstrauß in der Diele vorbeigehe.Für gelungene Ostertage sind für mich gesunde Lebensmittel unumgänglich, daher rate ich dringend beim Kauf der bunten Osternaschereien auf die Inhaltsstoffe zu achten und empfehle den Griff zu Bio-Produkten. Dann kann man auch ein paar Naschereien mehr in sich hineinstopfen, ohne es hinterher zu bereuen. Das ist bei Kindern besonders wichtig, noch wichtiger als bei Erwachsenen, denn nicht wenige Kids reagieren wie „wild gewordene Monster“, wenn sie künstliche Farbstoffe oder Aromastoffe intus haben. Da bleibt dann der Osterbesuch bei Omi in “bleibender Erinnerung”.

Verbrauchern ist oft unbekannt, dass industriell gefärbte Ostereier fast ausnahmslos aus konventioneller Käfighaltung stammen und durch die chemischen Farben und z.B. Antibiotika in den Eiern, Allergien fördern können. Die verwendeten synthetischen Lebensmittelfarben sind in der Lage, durch feinste Risse in der Schale, ins Ei gelangen und somit als Konsequenz beim Verzehr unliebsame Begleiterscheinungen hervorrufen. Mit Naturfarben wiegt man sich in dieser Hinsicht auf der sicheren und gesunden Seite. Selber färben mit Pflanzenfarben macht den Kindern gaaaanz bestimmt große Freude. Am besten kocht man dazu die Eier direkt im Farbbad, wie in z. B. in Säften, mit Gemüse z. B. Spinat, Petersilie, rote Paprika, rote Zwiebelschalen, rote Beete, Hagebutten, Karotten, Kamilleblüten, Safran, Kümmel etc. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt und macht das Eierfärben zum spannenden Erlebnis. Falls die Farbnuancen zu schwach sind, kann man die Eier im Kaltbad noch einmal nachfärben. Probiert es doch einfach einmal aus!

Mein persönlicher Oster-Tipp, achtet auch beim Dekorieren auf gesunde und umweltfreundliche Produkte, denn auch hier gilt, weniger ist mehr! Das Osternest kann man hübsch mit Moos oder Heu ausstaffieren, anstatt das überall angebotene chemisch grün gefärbte künstliche Gras zu verwenden. Ausgeschmückt mit gesunden Osterhäschen, Bio-Schokoladeneiern, selbstgefärbten Ostereiern, anstatt Plastikeiern und Ihr bereitet Eurer Familie ein gesundes, individuelles Osterfest. Bleibt der ökologischen Linie treu und führt Eure lieben Kleinen schon im Kindesalter an ein bewusstes Umweltverhalten heran. Damit seid Euren Lieben ein Vorbild und macht keine halben Sachen beim Umweltschutz und nicht zuletzt ist dann auch der Osterhase zufrieden mit Euch.

Frohe Ostern und viel Spaß bei Eiersuchen

wünscht Euch

Patty Paris

Rotlichtbestrahlung hilft Patienten mit allergischem Schnupfen

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Allergischer Schnupfen steht bei den häufigsten chronischen Erkrankungen, die erhebliche Auswirkungen auf die Lebensqualität der Patienten haben, weltweit an sechster Stelle. Allergischer Schnupfen tritt vornehmlich durch Allergien auf Pollen, Tierhaare und Hausstaubmilben ein. Kontakt zu Parfüm und Abgasen wirken sich zusätzlich verstärkend aus.Chronische Krankheit verursacht hohe Kosten
Die aktuellen Kosten von allergischem Schnupfen sind schwindelerregend, wie eine Studie aus Taiwan belegt. Sie liegen schätzungsweise jährlich bei 5.6 Milliarden Dollar, die für medizinische Kosten und weitere indirekte Kosten aufgewendet werden müssen.
Allergischer Schnupfen ist eine IgE – vermittelte Entzündung, deren Symptome vermutlich durch verstärkte Gefäßdurchlässigkeit zustande kommen. Allgemein bekannte Behandlungsoptionen wie Vermeidung des Allergens, Medikamente und Immuntherapie sind eher unbefriedigend. Viele Patienten sind dauerhaft geschwächt und auch in ihrem Alltag und Beruf nicht voll leistungsfähig.Einfaches Mittel, große Wirkung
Zwei Wissenschaftler aus Taiwan untersuchten die Wirkung von Rotlichtbestrahlung auf allergischen Schnupfen und erlangten bemerkenswerte Erkenntnisse. Infrarotlicht besteht aus unsichtbaren elektromagnetische Wellen, die eine Wellenlänge besitzen, die länger als sichtbares Licht sind. Rotlichtbestrahlung wurde früher genutzt, um die Blutzirkulation bei Gefäßerkrankungen zu verbessern.

Ziel der taiwanesischen Studie war es, die klinische Wirkung von Infrarotlicht-Therapie bei 31 Patienten mit allergischer Rhinitis zu bewerten. Es wurde eine Rotlichtlampe aus 30 cm Entfernung auf das Gesicht und speziell auf die Nasenregion der Patienten gerichtet. Diese Behandlung wurde über einen Zeitraum von einer Woche täglich durchgeführt, mit einer jeweils 40minütigen Bestrahlungszeit am Morgen. Die Studienteilnehmer mussten ihre Symptome vor Studienbeginn und während des Behandlungszeitraumes aufzeichnen. Jedes Symptom wurde auf einer Vierpunkte Skala je nach Symptomschwere einklassifiziert. Während des Behandlungszeitraumes mit Rotlicht besserten sich die Symptome wie Augenjucken, Nasenjucken, verstopfte Nase, Schnupfen und Niesen bei den Studienteilnehmern signifikant. Die mit allergischem Schnupfen meist einhergehende Beeinträchtigung des Riechvermögens verbesserte sich jedoch erst nach der letzten Anwendung. Es wurden keine Nebenwirkungen bei den Patienten festgestellt, auch nach dem Behandlungszeitraum nicht. Das Wissenschaftlerteam schloss aus seinen Beobachtungen, dass Rotlichtbehandlung die Symptomatik von allergischem Schnupfen erheblich bessern kann und vielleicht eine neuartige Behandlungsmöglichkeit darstellt, um allergischen Schnupfen zu behandeln.

Autor:
Silvia K. Müller, CSN- Chemical Sensitivity Network, März 2008

Literatur:
Hu KH, Li WT., Clinical effects of far-infrared therapy in patients with allergic rhinitis, Department of Biomedical Engineering, Chung-Yuan Christian University, Chung-Li, 32023 Taiwan, ROC., Conf Proc IEEE Eng Med Biol Soc. 2007;2007:1479-82

Umweltverschmutzung ein Trend der voll daneben ist

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An meine Kindheit und Jugend erinnere ich mich gerne zurück, ich hatte eine gute geborgene Kindheit im Kreis einer intakten Familie. Im Gedächtnis geblieben ist mir viel, natürlich auch die Worte meiner Großeltern und anderer Erwachsenen, wenn sie sich unterhielten und sich oft beklagten: „Die Jugend von heute…” aber auch an den Satz:  „Früher war alles besser.” Viele werden sich wie ich, auch an diese Worte der Erwachsenen erinnern. Wir dachten damals, so schlimm sind wir doch gar nicht. Und ich empfinde es nach wie vor, recht hatten wir. Denn würden diese Leute unsere Umwelt von heute sehen, wie wir sie achtlos, sinnlos und völlig überflüssig verschmutzen, sie könnten es nicht begreifen, dass man so etwas anrichten kann. Und ehrlich gesagt, ich verstehe es auch nicht.

Was tun wir der schönen Natur bloß an?
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Warum werfen die Menschen heute achtlos alles in den Straßengraben? Plastikflaschen, Zeitungen, Tüten, Hausmüll, Renorvierungsabfall,… bis zum Sofa oder funktionsunfähigen Computer, habe ich schon alles am Straßenrand liegen gesehen. Es wird damit doch anderen zugemutet, den sinnlos hingeworfenen Dreck aufzuheben und zu entsorgen. Als Arbeitsplatzsicherung sehe ich das nicht, damit braucht mir keiner zu kommen. Sinnlose Umweltverschmutzung und unfair ist es, im höchsten Maße!

bananenschale-ii.jpgEgoismus auf Kosten der Natur – voll Banane

Auffallend ist, dass die Tendenz „Hier habt Ihr meinen Dreck, Natur ist mir doch voll egal“ stark zunehmend ist. Kaum zu begreifen, wie kann man nur aus dem fahrenden Auto seinen gesamten Abfall entsorgen? Was geht vor in den Köpfen der Verursacher? Ist es Unwissenheit, wohl kaum, oder? Ist es eine Trotzreaktion auf die eventuelle Sinnlosigkeit durch die weit verbreitete Arbeitslosigkeit vieler Erwachsener? Unzufriedenheit kompensiert durch die Macht, dass andere nun den eigenen Müll aufheben müssen. Wurden diesen Umweltverschmutzern in der Erziehung denn keine Werte vermittelt, oder sind diese Verhaltensweisen die Früchte der antiautoritären Erziehung? Ich stelle jedenfalls fest: Rücksichtnahme und Respekt sind selten geworden.

Was ist los mit der Geiz-ist-Geil-Generation?
Sind das die Folgen dieser Mentalität oder was sind die Ursachen für derartige Müllentsorgung und Umweltverschmutzung? Kaum ist der Hamburger verspeist, fliegt die Verpackung aus dem Fenster, aber auch andere Dinge wie Plastik, Flaschen, etc. Schaut man sich während der Autofahrt die Straßengräben an, kann es einem schlecht werden. So schlimm wie heute, war es noch nie. Das denke ich jedes Mal und leider es wird immer schlimmer. Besonders fällt die Misere auf, nachdem das Gras frisch gemäht wurde. Oder jetzt, wo Straßenarbeiter schöne Narzissen und Tulpen an den Autobahnausfahrten gepflanzt haben und ringsum liegt der Abfall.

Mit dem Finger auf den eigenen Unrat zeigen
Früher empfand ich es im Urlaub im Ausland dermaßen dreckig und habe mich immer über die deutsche Sauberkeit gefreut. Leider ist davon nichts mehr zu spüren, denn heute gibt es im Vergleich zu südlichen Ländern keinen Unterschied mehr. Aber was sind die Ursachen? Ist es vielleicht, weil sich jeder selbst verwirklichen möchte, keine Pflichten bzw. Verantwortung übernehmen möchte, weil jeder nur noch frei sein will und ständig den Kick braucht, damit was abgeht? Allerdings sehe ich nach wie vor trotzdem keinen Kick darin, den Müll achtlos aus dem Auto zu entsorgen. Einen Kick kann ich mir anders geben.

Die Natur lieben und achten lernen

junge-recycling-ii.jpgIch bin ein sehr naturverbundener und tierliebender Mensch. Wenn ich all den Müll an unseren Straßen sehe, der unsere Umwelt unnötig belastet,überkommt mich ein Gefühl der Wut, aber auch der Besorgnis und Traurigkeit. Wo soll das noch hinführen? Ich kann nicht begreifen, warum man Dinge, sprich Abfall, nicht zurück nach Hause nehmen kann um dort ordnungsgemäß zu entsorgen. Mal ehrlich, wo liegt da das Problem? Umweltschutz ist heute wichtiger denn je und jeder kann einen erheblichen Beitrag dazu leisten. Seinen Abfall wieder mit heim zunehmen wäre z. B. eine Möglichkeit, die niemandem weh tut, oder?

Nachhaltig Reisen – Grüner Tourismus ist angesagt

beachhauser-ii.jpgDie Dominikanische Republik, ein beliebtes Reiseziel der Deutschen, ist das diesjährige Partnerland der weltgrößten Reisemesse. Die ITB öffnet zum 42. Mal ihre Pforten vom 5. – 9. März 2008 unter dem Berliner Funkturm. Bei der diesjährigen Internationalen Tourismusbörse präsentieren sich ca. 11.000 Aussteller aus 186 Nationen auf einer Ausstellungsfläche von etwa 150.000 Quadratmetern. Die Messeveranstalter rechnen in diesem Jahr mit 180.000 interessierten Besuchern.

Wir Deutschen sind die Reiseweltmeister schlechthin. Die weltgrößte Reisemesse gilt demnach als Magnet für Fachbesucher und Touristen zugleich. Für das Publikum sind die Messehallen am 8. und 9. März geöffnet und interessante Neuigkeiten warten für Reisesüchtige.

„Umweltverträgliches Reisen“ ist das Motto in diesem Jahr. Gut so, denn die Schönheit der Natur liegt uns allen am Herzen, schließlich möchten wir als Touristen keine umweltverschmutzten Stätten besuchen, bzw. gezielt dem Klimawandel entgegenwirken.

Die Reisebranche ist weltweit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und vielerorts, wie in den Südseeregionen, die einzige Einnahmequelle. Doch gerade diese Regionen mit ihrem fragilen Ökosystem, müssen geschützt werden. Das erkennt auch die Reisebranche zunehmend. Bedingt durch den Klimawandel sind Klimaschutz und umweltverträgliches Reisen die schwerpunktmäßigen Trends der globalen Reiseindustrie.

Grünes Reisen für unsere Umwelt
Es zeichnet sich hoffnungsvoll ab, dass jetzt neben dem auch beim Reisen eingetretenen Bio-Boom, zunehmend ein steigendes Interesse an „grünem Reisen” gibt. Viele Urlauber sind bereit, freiwillige Flugabgaben bei der Buchung zu leisten, die in ökonomische Projekte fließen. Damit beruhigen die Touristen ihr Gewissen, aber sind solche Maßnahmen ausreichend? Ich weiß nicht, mir scheint es zuwenig und nicht immer konsequent. Die Branche sollte noch bessere Projekte entwickeln, die sich nachhaltig auswirken.

Welchen Einfluss haben Billigflüge auf den Klimawandel, fragt sich mancher zu Recht. Wäre es in heutigen Zeiten nicht angebracht, auf das Fliegen mit so genannten Billig- Airlines zu verzichten? Das Greenpeace-Magazin berichtet zum Thema Flugreisen: “Eine einzige Flugreise nach New York belastet die Erdatmosphäre so stark wie ein Jahr Autofahren”. Das ist sehr bedenklich.

Schade, denken da sicher viele, genau wie ich, denn wie komme ich billiger und bequemer und genauso schnell nach Paris oder New York?

Doch die Flüge zu Dumpingpreisen sorgen für ernstzunehmendes umweltschädliches Konsumverhalten mit nachhaltigen negativen Konsequenzen. Ökologie, Klimawandel, Umweltschutz werden die kommenden Jahre weiterhin an Bedeutung zunehmen, das kann man zum heutigen Zeitpunkt mit Sicherheit vorausschauend feststellen. Jeder hat es selbst in der Hand, ob er nun mit dem Billigflieger in den Urlaub startet, ob es eine Fernreise, ein umweltschonender Urlaub im eigenen Land sein soll oder ob man sogar mit dem eigenen Auto in Urlaub fährt.

Aber was tun wenn das Reisefieber plagt? Eine Menge ist machbar, wenn man nur will und jeder von uns kann, wenn er sich bemüht, bewusst Einfluss auf die globale Ökobilanz nehmen, denn auch hier zählt jeder so kleine positive Beitrag.

Lasst uns alle umdenken
Was ich mir wünsche ist jedenfalls, dass die Masse zukünftig zwar Wert auf klimaverträgliches Reisen legt, aber nicht nur, sondern auch andere wichtige Bereiche des „Grünen Reisens” herausfordert. Allergiker, Menschen mit umweltbedingten Erkrankungen und Duftstoffallergiker gilt es ebenfalls in das weltweite Reiseangebot zu integrieren. Auf sie zu achten, kann auch eine Menge in die richtige Richtung lenken. Parfüms, duftende chemische Bodylotions, das zerstört beispielsweise die fragile Ökologie in den Südseeregionen und weil man sie überhaupt nicht braucht, sollten Reiseveranstalter darauf drängen, dass Touristen solche Umweltzerstörer und Allergieauslöser Zuhause lassen. Allergiker und Umwelt könnten aufatmen.

Ganz wichtige Aspekte sind auch umweltverträgliche Verhaltensweisen der Quartiergeber. Zu „grün“ gehört für mich unbedingt, dass in den Hotelanlagen auf Herbizide, Insektizide und Duftstoffe verzichtet wird, damit aus dem  „Grüne Reisen” keine Mogelpackung wird. Auf Airlines, die Pestizide an Bord versprühen, sollte großer Druck ausgeübt werden, denn das ist unnötig und schadet der Gesundheit von Passagieren und Personal.

Und ich als Parisfan, werde beim nächsten Mal statt dem Billigflieger den Zug nehmen.

Versprochen,

Eure Patty Paris

Leben in der Nähe einer Hochspannungsleitung ist riskant

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Letztens fuhr ich eine Strasse, die ich sonst nicht fahre. Als ich über eine Brücke kam, sah ich einen Spielplatz an einer Wohnsiedlung, der direkt unter einer Hochspannungsleitung lag. Völlig verantwortungslos, dachte ich und besann mich auf eine Studie, die im Sommer letzten Jahres publiziert wurde. 

Leukämie durch Hochspannungsleitung
Diese besagte australische Fallkontrollstudie der University of Tasmania legte dar, dass Menschen, die in der Nähe von Hochspannungsleitungen leben, ein erhöhtes Risiko tragen, an Leukämie zu erkranken. Die in die Studie einbezogenen Personen lebten in geringerer Entfernung als 300m von einer solchen Hochspannungsleitung entfernt. Es waren 854 Patienten aus Tasmanien, die mit Leukämie, Lymphoma und ähnlichen Erkrankungen diagnostiziert worden waren.Verglichen mit den Patienten, die ihr ganzes Leben lang in einer größeren Entfernung als 300m von einer Hochspannungsleitung lebten, hatten Patienten, die immer im Umkreis von 50m von einer solchen Leitung lebten, ein 2,06fach erhöhtes Risiko, an Leukämie und Lymphoma zu erkranken. Diejenigen, die zwischen 50 und 300 Meter davon lebten, hatten ein 1,30fach höheres Risiko. Erwachsene, die in ihrer Kindheit während den ersten 15 Jahren im Umkreis von 300m von einer Hochspannungsleitung entfernt lebten, hatten ein 3,23fach erhöhtes Risiko. Personen, die im gleichen Abstand während ihrer ersten fünf Lebensjahre an einer solchen Leitung lebten, hatten sogar ein fünffach erhöhtes Risiko. 

Spielplatz unter Strom
Wie kann nach solchen Erkenntnissen jemand also auf die Idee kommen, einen Spielplatz in der Nähe oder gar unter einer Hochspannungsleitung zu bauen? Genau das fragte ich auch einen Mann, der dort wohnt, der, als ich den Spielplatz photographierte, auf mich zukam. Er war stinksauer, weil ich Photos machte und fragte warum. Ich erklärte ihm, dass ich mich für Umweltmedizin interessiere und öfters Artikel schreibe. Er ging in die Luft wie eine Rakete und wollte mir weismachen, dass keine Gefahr bestünde. Ich fragte ihn, ob er selbst Kinder habe und diese hier spiele lasse. Nein, er habe keine Kinder, aber das sei nicht relevant, weil es völlig ungefährlich sei. Ich gab ihm beim Gehen noch die Idee mit auf den Weg, sich im ortsansässigen Krankenhaus die Kinder auf der Krebsabteilung anzuschauen und dann nochmals darüber nachzudenken, ob man mit Kindern so sorglos umgehen und Risiken ignorieren solle. 

Autor:
Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, März 2008

Keywords:
Spielplatz, Kinder, Hochspannungsleitung, Leukämie

Literatur:
Lowenthal RM, Tuck DM, Bray IC., School of Medicine, University of Tasmania, Hobart, Australia, Residential exposure to electric power transmission lines and risk of lymphoproliferative and myeloproliferative disorders: a case-control study, Intern Med J. 2007 Jun 2

Deutsche werden immer dicker

 hamburger-kid-ii.jpgDeutsche werden immer dicker und es scheint ihnen nicht einmal viel auszumachen, denn diese Entwicklung schreitet unaufhaltsam voran. Das Sixty Revival hat bei Kleidung und Wohnungseinrichtung zwar Einzug gehalten, bei der Figur hat es jedoch haltgemacht. An die Bohnenstange Twiggy und den Sixtykult „Schlanksein“ denkt niemand mehr. Fettleibigkeit ist stattdessen ein weltweites Problem geworden, man kann bereits von einer Epidemie sprechen, berichtet die WHO. Bei den deutschen Frauen ist jede Dritte zu dick, und bei den deutschen Männern sind es bereits zwei von drei. Internationale Studien brachten das erschreckende Ergebnis an den Tag, wonach die Deutschen das dickste Volk Europas sind. Dieser Rekord der Speckwalzen ist kein Rekord, auf den wir stolz sein können.

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