Monatsarchiv für Juni 2008

Test mit patienteneigenem Parfum zeigt Allergie

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Parfums enthalten oft mehrere Hundert Chemikalien

 

In einer Langzeitstudie (1998 – 2002) der Universität Erlangen

wurden Patienten mit einer Kontaktallergie auf Duftstoffe untersucht. Man nahm dazu Parfums, Deos und Aftershaves, die von den Patienten aufgrund des Verdachtes auf Unverträglichkeit mitgebracht wurden.

 

 Zusätzlich wurden einzelne Duftstoffallergene untersucht. Im Verlauf des Studienzeitraums wurden 1468 Patienten mit 2557 einzelnen Produkten (Deos – 1094, Eau de Toilette – 598, Parfums – 530, Pre- oder Aftershave – 325) getestet.

 

Positive Testergebnisse wurden bei 129 Patienten festgestellt. Bei 58 Patienten zeigte kein anderer Duftstofftest, außer der auf das mitgebrachte Produkt an. Es wurde dadurch ein starker Zusammenhang zwischen den mitgebrachten Produkten und der jeweiligen Kontaktsensibilität ermittelt.

 

Ylang-Ylang Öle, Propolis und besonders Eichenmoos stellten sich zusätzlich als absolut schwere Allergene bei den Patienten heraus, die bei Parfums positiv getestet hatten.

 

Die Wissenschaftler befanden, dass Hauttests (Patchtest) mit mitgebrachten verdächtigen Produkten eine einfache, sichere und effektive Methode sind, um eine klinisch relevante Kontaktsensibilität zu diagnostizieren. Besonders im Hinblick darauf, das Rezepturen von Produkten ständig wechseln, sind Tests mit herkömmlichen „Screening Allergenen“ meist unzureichend.

 

Anmerkung: Für Patienten mit Verdacht auf Chemikalien-Sensitivität sind solche Testverfahren nicht geeignet, da diese Patientengruppe sehr schwere, nicht vorhersehbare Reaktionen entwickeln kann.

 

Autor:

Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, Mai 2008

 

Literatur:

Uter W, Geier J, Schnuch A, Frosch P., Patch test results with patients’ own perfumes, deodorants and shaving lotions: results of the IVDK 1998-2002, J Eur Acad Dermatol Venereol. 2007 Mar; 21(3):374-9

Gesundes Bauen ist Pflichtprogramm für eine gesunde Zukunft

In der Pressemitteilung vom 10. Juni berichtet die amerikanische Umweltschutzbehörde EPA über den sich immer stärker durchsetzenden und von ihr forcierten Trend für gesundes Bauen. „Green Buildings“, wie die ökologischen Gebäude in den USA genannt werden, werden ein ganz wichtiger Teil der Zukunft unseres Landes sein, sagt Dr. Bill Sanders in einem Video, das der Mitteilung angefügt ist.

 

Die EPA hat eigens ein umfassendes „Green Building Programm” geschaffen und unterstützt intensiv Bestrebungen für ökologische und energieeffiziente Gebäude auf vielerlei Weise. Alleine über 80 Studien und Forschungsaufträge wurden vom National Center for Environmental Research ausgeschrieben. Sanders bekundet im Video, dass es wirklich enorm wichtig sei, dass Gebäude aus schadstoffarmen Materialien gebaut werden. Es sei nicht nur daran zu denken, dass Menschen in Gebäuden mit schädlichen Baumaterialien krank werden, sondern auch an die Berge von Altlasten, die durch solche Materialien produziert werden und die jetzt schon ein sehr großes, schwer zu lösendes Problem darstellen.

 

Die amerikanische Umweltschutzbehörde denkt aber nicht nur an zukünftiges Bauen, sondern ist auch dabei, Hausbesitzer generell zu motivieren, ihren Besitz in wenigen einfachen Schritten „grün” werden zu lassen. Über 90% der Zeit verbringen die Menschen in Innenräumen, und daher sei es ungeheuer wichtig, Gebäude aus schadstoffarmen Materialien zu bauen oder mit gesunden Materialien zu sanieren. Das wolle man der Allgemeinheit nahebringen und gemeinsam umsetzen.

 

Das Produzieren von Treibhausgasen kann mit den richtigen Maßnahmen stark eingedämmt werden, sagte Sanders und sei ein weiterer ganz wichtiger Aspekt bei der Schaffung grüner Gebäuden. Die Möglichkeiten, Gebäude, in denen Menschen wohnen, arbeiten und spielen, in gesunde Gebäude zu verwandeln, seien zahlreich vorhanden, sie müssten nur bekannt werden. Genau das will die amerikanische Umweltschutzbehörde EPA nun flächendeckend umsetzen, und dem Enthusiasmus von Dr. Sanders im Video nach zu urteilen, wird dieses Projekt erfolgreich werden und vielen Menschen eine bessere und gesündere Umwelt zum Wohnen und Arbeiten schaffen. Da kann man nur sehnsüchtig über den großen Teich schauen und hoffen, dass deutsche Entscheidungsträger ebenfalls beginnen, mit Enthusiasmus für die Gesundheit  der Menschen in unserem Land Projekte schaffen, die ebenfalls gesunde Gebäude hervorbringen.

 

Autor:

Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 11. Juni 2008

 

Literatur:

EPA, Green Buildings On the Rise, Press Release, 10. Juni 2008

Kinder dick füttern kann ein dickes Ende nach sich ziehen

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Setzt Ihr Euch auch manchmal an einem Spielplatz oder im Park auf eine Ruhebank und schaut einfach den Kindern zu? Ich hab riesigen Spaß daran, die quirligen Kleinen anzuschauen. Aber eins fällt mir immer mehr auf: Sie sind fast alle zu dick. Kaum einer der kleinen Racker ist normalgewichtig, obwohl sie stundenlang am rumtoben sind und keine Minute verschnaufen.

Kalorienbomben statt gesunder Nahrung
Ob es an dem ganzen Zeug liegt, dass die Mütter meinen, mitschleppen zu müssen? Die süßen „Energydrinks”, Kekse, Schokoriegel? Oder liegt es dran, dass kaum noch richtig gekocht wird so wie früher, als meine Mutter morgens mit mir über den Markt ging und wir frisches Gemüse kauften? Stattdessen biegen viele Mütter mit ihren Sprösslingen ins Fast Food Restaurant ab oder geben ihnen gleich Geld mit, damit sie mit Schulkameraden hingehen können. Keine Ahnung, ob es daran liegt, jedenfalls sind die meisten Kinder zu dick. Mir gibt das zu denken, denn gesund kann es bestimmt nicht sein. Daran können auch Sprüche von älteren Leuten, wie: „So ein bisschen Speck auf den Rippen kann nichts schaden”, nichts ändern. Dick ist ungesund!

Dicke Kinder sterben früher
Heute Morgen habe ich in den wissenschaftlichen News dann die Bestätigung gelesen. Das dick und fett füttern von Kindern ist nicht nur ungesund, es kann sie im wahrsten Sinne des Wortes umbringen:

In Norwegen wurden in den Jahren 1963 bis 1975 im Rahmen von medizinischen Reihenuntersuchungen Gewicht und Größe von 227.000 norwegischen Teenagern im Alter von 14 bis 19 Jahren bestimmt. 9.650 Teilnehmer sind bisher gestorben. Unter ihnen waren überproportional viele Norweger, die bereits im Teenageralter übergewichtig waren, berichteten Wissenschaftler vom Norwegischen Institut für Volksgesundheit (Folkehelseinstituttet) in Bergen. Da auf den Totenscheinen auch die Todesursache angegeben wird, war für die Forscher eine Aufgliederung nach unterschiedlichen Erkrankungen leicht möglich.

Wie zu erwarten lagen der höchsten Sterberate ischämische Herzerkrankungen zugrunde. Übergewichtige männliche Teenager hatten hier ein 2,9-fach erhöhtes Risiko. Bei den weiblichen Teenagern war das Risiko sogar um den Faktor 3,7 erhöht. Die mit dem Übergewicht assoziierten Stoffwechselstörungen (z.B. Metabolisches Syndrom, Typ-II-Diabetes mellitus) können in diesen Zusammenhang ebenfalls leicht erklärt werden.

Eine weitere häufige Todesursache war Darmkrebs. Auch dabei wurden von den norwegischen Forschern ernährungsbedingte Ursachen vermutet. Das Übergewicht der jungen Menschen verdoppelte das Risiko auf diese zunehmend häufiger auftretende Krebserkrankung (Sterberisiko: Jungen 2,1; Mädchen 2,0). Schwerer zu erklären dürfte sein, warum übergewichtige Jungen später 2,7-fach häufiger und Mädchen 2,5-fach häufiger an Atemwegserkrankungen sterben. Vielleicht sind hier als Ursachen ein geschwächtes Immunsystem dadurch viele Allergien oder Asthma als Ursache relevant. Erschreckend war jedenfalls, dass sich auch das Risiko eines plötzlichen Herztodes signifikant erhöhte (Jungen 2,2; Mädchen 2,7) bei den Teenagern, die zu dick waren.  

Sofortiges Handeln ist angesagt
Mir fällt dazu Prinz Charles ein, er ist nämlich gerade dabei, in englischen Schulen und Krankenhäusern gesunde Biokost Standartnahrung werden zu lassen. Lecker zubereitet versucht der seit vielen Jahren ökologisch nachhaltig handelnde Prinz den englischen Kindern und Jugendlichen gesundes Essen schmackhaft zu machen. Sogar Starkoch Jamie Oliver hilft mit und kochte kostengünstige Menüs an Schulen. Dass nenn ich vorausschauend und nachhaltig für das Volk und seine Zukunft sorgen. In Deutschland können sich die Endscheidungsträger wirklich langsam eine dicke Scheibe abschneiden von der englischen Vorgehensweise.So, genug geredet von ungesunder Ernährungsweise, jetzt lasse ich frisches Gemüse durch meinen Entsafter. Fenchel mit Zucchini ist bei den Temperaturen im Moment sehr erfrischend, und mit einem Minzezweig dekoriert sieht es so toll aus, dass man jeden zu einem Glas überreden kann.Probiert es aus und lasst mich wissen, ob der gesunde Drink geschmeckt hat. Auf Eure leckeren Kompositionen bin ich natürlich auch gespannt,
Eure

Patty Paris