
Setzt Ihr Euch auch manchmal an einem Spielplatz oder im Park auf eine Ruhebank und schaut einfach den Kindern zu? Ich hab riesigen Spaß daran, die quirligen Kleinen anzuschauen. Aber eins fällt mir immer mehr auf: Sie sind fast alle zu dick. Kaum einer der kleinen Racker ist normalgewichtig, obwohl sie stundenlang am rumtoben sind und keine Minute verschnaufen.
Kalorienbomben statt gesunder Nahrung
Ob es an dem ganzen Zeug liegt, dass die Mütter meinen, mitschleppen zu müssen? Die süßen „Energydrinks”, Kekse, Schokoriegel? Oder liegt es dran, dass kaum noch richtig gekocht wird so wie früher, als meine Mutter morgens mit mir über den Markt ging und wir frisches Gemüse kauften? Stattdessen biegen viele Mütter mit ihren Sprösslingen ins Fast Food Restaurant ab oder geben ihnen gleich Geld mit, damit sie mit Schulkameraden hingehen können. Keine Ahnung, ob es daran liegt, jedenfalls sind die meisten Kinder zu dick. Mir gibt das zu denken, denn gesund kann es bestimmt nicht sein. Daran können auch Sprüche von älteren Leuten, wie: „So ein bisschen Speck auf den Rippen kann nichts schaden”, nichts ändern. Dick ist ungesund!
Dicke Kinder sterben früher
Heute Morgen habe ich in den wissenschaftlichen News dann die Bestätigung gelesen. Das dick und fett füttern von Kindern ist nicht nur ungesund, es kann sie im wahrsten Sinne des Wortes umbringen:
In Norwegen wurden in den Jahren 1963 bis 1975 im Rahmen von medizinischen Reihenuntersuchungen Gewicht und Größe von 227.000 norwegischen Teenagern im Alter von 14 bis 19 Jahren bestimmt. 9.650 Teilnehmer sind bisher gestorben. Unter ihnen waren überproportional viele Norweger, die bereits im Teenageralter übergewichtig waren, berichteten Wissenschaftler vom Norwegischen Institut für Volksgesundheit (Folkehelseinstituttet) in Bergen. Da auf den Totenscheinen auch die Todesursache angegeben wird, war für die Forscher eine Aufgliederung nach unterschiedlichen Erkrankungen leicht möglich.
Wie zu erwarten lagen der höchsten Sterberate ischämische Herzerkrankungen zugrunde. Übergewichtige männliche Teenager hatten hier ein 2,9-fach erhöhtes Risiko. Bei den weiblichen Teenagern war das Risiko sogar um den Faktor 3,7 erhöht. Die mit dem Übergewicht assoziierten Stoffwechselstörungen (z.B. Metabolisches Syndrom, Typ-II-Diabetes mellitus) können in diesen Zusammenhang ebenfalls leicht erklärt werden.
Eine weitere häufige Todesursache war Darmkrebs. Auch dabei wurden von den norwegischen Forschern ernährungsbedingte Ursachen vermutet. Das Übergewicht der jungen Menschen verdoppelte das Risiko auf diese zunehmend häufiger auftretende Krebserkrankung (Sterberisiko: Jungen 2,1; Mädchen 2,0). Schwerer zu erklären dürfte sein, warum übergewichtige Jungen später 2,7-fach häufiger und Mädchen 2,5-fach häufiger an Atemwegserkrankungen sterben. Vielleicht sind hier als Ursachen ein geschwächtes Immunsystem dadurch viele Allergien oder Asthma als Ursache relevant. Erschreckend war jedenfalls, dass sich auch das Risiko eines plötzlichen Herztodes signifikant erhöhte (Jungen 2,2; Mädchen 2,7) bei den Teenagern, die zu dick waren.
Sofortiges Handeln ist angesagt
Mir fällt dazu Prinz Charles ein, er ist nämlich gerade dabei, in englischen Schulen und Krankenhäusern gesunde Biokost Standartnahrung werden zu lassen. Lecker zubereitet versucht der seit vielen Jahren ökologisch nachhaltig handelnde Prinz den englischen Kindern und Jugendlichen gesundes Essen schmackhaft zu machen. Sogar Starkoch Jamie Oliver hilft mit und kochte kostengünstige Menüs an Schulen. Dass nenn ich vorausschauend und nachhaltig für das Volk und seine Zukunft sorgen. In Deutschland können sich die Endscheidungsträger wirklich langsam eine dicke Scheibe abschneiden von der englischen Vorgehensweise.So, genug geredet von ungesunder Ernährungsweise, jetzt lasse ich frisches Gemüse durch meinen Entsafter. Fenchel mit Zucchini ist bei den Temperaturen im Moment sehr erfrischend, und mit einem Minzezweig dekoriert sieht es so toll aus, dass man jeden zu einem Glas überreden kann.Probiert es aus und lasst mich wissen, ob der gesunde Drink geschmeckt hat. Auf Eure leckeren Kompositionen bin ich natürlich auch gespannt,
Eure
Patty Paris