Monatsarchiv für Oktober 2011

Stearinkerzen und Bienenwachskerzen besser für Allergiker und Asthmatiker

Herkömmliche Kerzen aus Paraffin und Duftkerzen setzen Schadstoffe frei

In der Winterzeit und besonders in der Weihnachtszeit bringen Kerzen romantische Stimmung ins Haus. Die im Handel angebotenen Kerzen bestehen fast ausnahmslos aus Paraffin, ein billiges Erdölprodukt. Außer den Schadstoffen, die durch das Paraffin in die Innenraumluft freigesetzt werden, tragen Duftstoffe zur Belastung von Luft und Gesundheit bei. Neuere Studien belegen, dass Aromaöle, die Kerzen duften lassen, unter bestimmten Bedingungen Schadstoffe bilden. Wissenschaftler stellten fest, Kerzen aus Sojaöl, Bienenwachs, Pflanzenstearin brennen rückstandsfrei ab, ohne die Luft mit Schadstoffen zu belasten.

Wissenschaftler weisen auf Schadstoffbelastung durch Paraffinkerzen hin

Auf ihrem 238. Kongress trugen Wissenschaftler der American Chemical Society vor, dass handelsübliche Kerzen aus Paraffin eine bislang wenig beachtete Schadstoffquelle darstellen. Besonders in kleinen Räumen und Zimmern mit geringer Ventilation stellen sich rasch Konzentrationen ein, die gesundheitsschädlich sein können. Es handelt sich u.a. um krebserregende Stoffe.

Alternativen aus der Natur

Bienenwachskerzen und Kerzen aus Pflanzenstearin brennen nicht nur besser ab, sie sehen auch wesentlich edler aus als schadstoffbelastete Paraffinkerzen. Ein weiterer Pluspunkt: Selbst wenn sie in der Anschaffung etwas teurer sind, so haben sie auch eine erheblich längere Brenndauer. Kauft man ökologische Kerzen, kann man sicher sein, dass der Baumwolldocht bleifrei ist. Bei konventionellen Kerzen aus Paraffin hingegen ist durch den meistens bleihaltigen Docht mit Bleieintrag im Raum zu rechnen.

Zusätzliche Schadstoffbelastung

Duftstoffe und Aromaöle werden durch bestimmte Umweltbedingungen in Schadstoffe umgewandelt. Selbst natürliche Duftöle bergen diese Gefahr und können sich zusätzlich als Reizstoffe für Allergiker herausstellen.

Herkömmliche Paraffinkerzen problematisch für Allergiker, Asthmatiker, Chemikaliensensible

Kerzen aus Paraffin und solche, die mit Duftstoffen oder Aromaölen versetzt sind, sind für Menschen, die unter Allergien, Chemikaliensensitivität (MCS) oder Atemwegsbeschwerden leiden, wie bspw. Asthma, besonders bedenklich. Sie sollen bei empfindlichen Personen Asthmaanfälle, Reizungen der Atemwege und sogar Hautallergien auslösen können, bestätigten deutsche Lungenfachärzte. Bei diesen Personengruppen können Kerzen, die aus Chemikalien hergestellt wurden oder damit versetzt sind, unmittelbar zu Beschwerden führen.

Manche Personen rätseln, weshalb es ihnen in bestimmten Räumen schlecht geht und denken an eine neue Allergie. Das ist meistens falsch, sagte der Studienleiter Prof. Hamidi, es sind die Schadstoffe, auf die diese Menschen reagieren. Deshalb sollte man in Gegenwart von hypersensibilisierten Personen am besten ganz auf Kerzen verzichten. Wenn man zu feierlichen Stunden, oder in der Weihnachtszeit, nicht ganz ohne Kerzen auskommen möchte, sind Kerzen aus Pflanzenstearin die sicherste Wahl. Sie brennen geruchsneutral und rückstandsfrei ab.

Autor:

Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 25.10.2011

Literatur:

R. Massoudi Ph.D., Amid Hamidi , Romantic, candle-lit dinners: An unrecognized source of indoor air pollution, American Chemical Society, 19. Aug. 2009

Lungenärzte im Netz, Paraffin in Duftkerzen kann die Atemwege reizen und Asthma hervorrufen, 15.11.2010

Silvia K. Müller, Vorsicht bei MCS: Kerzen können zu Schadstoffbelastung in Innenräumen beitragen, CSN, 13.12.2008

Herbstliche Kürbis-Kartoffelsuppe

Leckere Kürbis-Kartoffelsuppe, leichte Zubereitung

Eine rundum gesunde Suppe, die in einem ausgehöhlten Kürbis serviert, die Familie und Gäste überraschen wird.

Zutaten:

  • 700 g Kartoffeln
  • 300 g Kürbis (Hokaido)
  • 200 g Tomaten, gehäutet
  • 1 Möhre
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 2 mittelgroße Knoblauchzehen
  • 2 Liter Gemüsebrühe
  • Pfeffer (frisch gemahlen)
  • Salz (Meersalz)
  • 2 Lorbeerblätter oder 1 Chilischote
  • 50 g Crème fraîche oder Sahneersatz „Cuisine Chef Mandeln
  • 1 Handvoll angeröstete Kürbiskerne
  • 2 EL Öl (Kürbiskernöl)

Nehmen Sie möglichst ökologische Zutaten. Bei Allergien lässt sich dieses Rezept leicht abwandeln.

Zubereitung

Der Hokaidokürbis braucht nicht geschält zu werden, nur gewaschen und gewürfelt. Kartoffeln, Tomaten, Möhre, Zwiebel und Knoblauchzehen schälen und würfeln. Zwiebeln und Knoblauch in etwas Olivenöl anbraten. Mit der Gemüsebrühe ablöschen Gemüsewürfel hinzufügen. Mit frisch gemahlenem Pfeffer, Salz und Lorbeerblättern würzen und zugedeckt 20 Minuten köcheln lassen. Die Lorbeerblätter aus der Brühe nehmen und die Suppe mit einem Pürierstab pürieren. Anstatt Lorbeer eignet sich auch eine kleine Chilischote.

Die Suppe nicht mehr kochen lassen, nur warm halten und die Creme fraiche (oder Ersatz) unterziehen. Die Kürbiskerne in der Pfanne anrösten.

Die Suppe in Tellern anrichten, mit Kürbiskernen bestreuen und etwas Kürbiskernöl auf die Suppe träufeln.

Dekorationstipp:

Füllen Sie die Suppe in kleine ausgehöhlte Kürbisse oder in einen recht großen Kürbis. Dekorieren Sie den Tisch mit bunten Herbstblättern oder Kastanien.