Archiv der Kategorie ‘Bio mehr als ein Trend‘

Thailändische Kokossuppe – schnell, delikat – einfach eine Lieblingssuppe

Thaisuppe

Schnell zubereitet und sehr delikat ist diese thailändische Kokossuppe. Man kann sie als Vorspeise in kleinen Tässchen zu einem Thaigericht servieren oder in einer schönen großen Schale als Hauptspeise.

Zutaten möglichst in Bioqualität:

  • 2 Gläser Hühnerbrühe
  • 2 Kokosmilch (low fat)
  • 2 Esslöffel Currypaste (wahlweise grün oder rot)
  • 1 – 2 Stengel Zitronengras
  • 2-3 cm Ingwerwurzel in Scheibchen schneiden
  • Option: etwas frische Galgantwurzel und/oder Kurkumawurzel
  • Option: Ein paar frische Champignons geschnitten
  • Einige Stückchen Chilischote
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 Esslöffel Limonensaft
  • Frische Korianderblätter

Zubereitung:

Das Zitronengras, Knoblauch und die Currypaste ganz kurz in der Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen. Das Zitronengras nicht klein schneiden, Stengel nur halbieren. Zusammen mit der Hühnerbrühe, Kokosmilch und dem Limonensaft erhitzen (nicht zu stark). Ca. 4 Minuten köcheln lassen. Kurz vor dem Servieren die Korianderblätter zugeben, noch ca. 2 Minuten ziehen lassen. Fertig!

Tipps zum Dekorieren der Suppe

Einige Korianderblätter darüber streuen

In weißem Porzellan oder in einer ausgefallenen Schale servieren, diese auf einen korrespondierenden Teller stellen, einen Stengel Zitronengras quer über die Schale legen und einem chinesischen Porzellan-Suppenlöffel neben die Schale.

Ich kann Euch versprechen, wenn Ihr die Suppe serviert, werdet Ihr ein „hmmm lecker!“ von Euren Lieben ernten.

Guten Appetit,

Eure

Patty Paris

Rosmarin, ein Indikator für Schadstoffe der PCB Klasse

Rosmarin

Das Küchenkraut Rosmarin ist in erster Linie in den südlichen Ländern der Mittelmeerregion zuhause, aber auch in unseren Kräutergärten beheimatet. Für Lammgerichte ist es nahezu unendbehrlich. Wissenschaftler eines pharmakologischen Forschungsinstitutes in Italien fanden aktuell heraus, dass das beliebte Gewürzkraut Schadstoffe anreichert.

Das eigentliche Ziel der Studie, die italienische Wissenschaftler in der norditalienischen Region Mantua durchführten, war herauszufinden, ob die Bevölkerung durch Schadstoffrückstände in Obst und Gemüse erkranken kann. Die Region Mantua ist sehr industriereich und entsprechend ist die Belastung mit PCB’s und Furanen, die als Flammschutzmittel dienen. Beide Schadstoffklassen reichern sich im Körper an und gelten u.a. als krebserregend.

Die Konzentrationen der Schadstoffe, die von den Wissenschaftlern ermittelt wurden, waren gering und laut deren Einschätzung stellen sie keine direkte Gefahr für die Bevölkerung dar. Fast alle Gifte waren unter der Nachweisgrenze. Eines stellten die Forscher jedoch fest, nämlich, dass die PCB-Konzentrationen in Rosmarin viel höher waren als in jeder anderen Kultur, was darauf hindeutet, dass Rosmarin die Schadstoffklasse der PCB’s akkumuliert und dass diese Pflanze daher als “Wächter” zum Nachweis dieser Schadstoffe in der Umwelt vorgeschlagen werden kann.

Für den Verbraucher ist diese Studie eine Warnung, den Verbrauch von Rosmarin in der Küche dahingehend einzuschränken, dass man das Küchenkraut nur dann verwendet, wenn es aus schadstoffkontrolliertem Anbau kommt oder aus dem eigenen Garten, sofern man in einer unbelasteten Gegend und nicht in der Nähe von Industrie wohnt.

Autor: Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 16. Februar 2010

Literatur:

Grassi P, Fattore E, Generoso C, Fanelli R, Arvati M, Zuccato E.,(PCBs), polychlorinated dibenzo-p-dioxins (PCDDs) and dibenzofurans (PCDFs) in fruit and vegetables from an industrial area in northern Italy, Department of Environmental Health Sciences, Mario Negri Institute for Pharmacological Research, Chemosphere. 2010 Feb 10.

Die schönsten Schmetterlinge, Pfauenauge, Schwalbenschwanz und wie sie alle heißen…

 Junge auf Schmetterlingssuche

 

Aktionswochenende „Abenteuer Faltertage“: Jeder Schmetterling zählt

 

So viele Schmetterlinge wie dieses Jahr gab es schon lange nicht mehr. Überall wo es blüht, fliegen die farbenprächtige Flugakrobaten herum und erfreuen die Betrachter. Kann es sein, dass wir die vielen Schmetterlinge in diesem Jahr durch das Verbot einiger Herbizide in der Landwirtschaft beschert bekamen? Möglich wäre es und eine erfreuliche Tendenz, die für mehr ökologisch orientierte Landwirtschaft, anstatt chemieorientierter Bearbeitung von Feldern und Wiesen, spricht.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ruft bundesweit dazu auf, am Wochenende des 15. und 16. August bei Ausflügen in die Natur, im Garten oder im Park Schmetterlinge zu zählen. Vorkenntnisse seien nicht erforderlich. Der BUND stellt einen Zählbogen mit Abbildungen zur Verfügung, mit dem zehn heimische Schmetterlingsarten leicht bestimmt und erfasst werden können. Am ersten Aktionswochenende “Abenteuer Faltertage“ in diesem Frühling seien so viele Distelfalter wie seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen worden. Schmetterlinge wie der Schachbrettfalter zeigten sich jedoch erst im Sommer. Das Landkärtchen flöge bereits in der zweiten Generation.

Christiane Bohn, BUND-Schmetterlingsexpertin: „80 Prozent der heimischen Tagfalter stehen auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Aber auch viele andere Tiere und Pflanzen sind vom Aussterben bedroht. Siedlungs- und Straßenbau sowie die Pestizide der Landwirtschaft verdrängen sie aus ihren Lebensräumen. Mit der Aktion „Abenteuer Faltertage“ will der BUND mehr Bewusstsein für die bedrohte Natur um uns schaffen. Denn nur wer die Natur kennt und liebt, wird sie auch schützen.“

SchwalbenschwanzDa der BUND die Ergebnisse der Zählungen in internationale Untersuchungen über die Verbreitung von Schmetterlingen einfließen lasse, trage die Aktion “Abenteuer Faltertage” zum europaweiten Schmetterlingsschutz bei. Die Zahlen zum Vorkommen der heimischen Falter werden zum Jahresende 2009 auch im Internet auf der Webseite des BUND veröffentlicht.

Zählbögen und weitere Informationen unter BUND Faltertage oder Telefon 030 – 275 86 442.

Literatur: BUND, Aktionswochenende „Abenteuer Faltertage“: Jeder Schmetterling zählt, Pressemitteilung vom 12. August 2009

Kirsch-Eis, der pure Genuss für Kirschfan’s

Kirschen in Hülle und Fülle

Kirschen gibt es jetzt im Überfluss, nutzt es rasch, um super leckeres Kirsch-Eis herzustellen. Unser Kirschbaum im Garten hat so viele Früchte, dass sich die Äste durchbiegen. Es sind dunkle Herzkirschen, sie sind besonders aromatisch und bestens geeignet für die Zubereitung von Eis. Kauft keine Kirschen im normalen Laden, sie sind mit ziemlicher Sicherheit sehr stark mit Pestiziden belastet. Das Kirsch-Eis, das ich Euch vorstelle, soll ökologisch sein.

Kirsch-Eis – Was man dazu braucht:

500g Kirschen, die Besten, die Ihr bekommen könnt (Bio oder aus dem Garten)
500g Bio – Yoghurt
Etwas Vanille (echte Bourbon-Vanille)
Wer es süß mag, kann 4 Esslöffel Agavendicksaft beigeben

 

Zubereitung:
Kirschen waschen, entsteinen und im Mixer oder mit dem Pürierstab pürieren. Yoghurt langsam beigeben und die Vanille, nach Bedarf den Agavendicksaft.
Nun ab in die Eismaschine und schon ist Euere Sommerüberraschung für die Familie oder für Eure Freunde fertig.

 

Dekoriert das Kirsch-Eis in einer schönen Glasschale oder einem hohen Cocktailgas mit frischen Kirschen und einem kleinen Zweig Minze oder Zitronemelisse.

Lasst es Euch schmecken!!!!

Kirschen lecker, aber Vorsicht, in Kirschen stecken häufig gefährliche Pestizide

Kirschen aus dem Geschäft können Pestizide enthaltenKirschen lecker, aber Vorsicht… 

Am Wochenende war ich in der Pfalz und im Elsass. Überall standen Kirschbäume und waren schwer beladen mit roten Kirschen. Mir fiel auf, dass die wilden Kirschbäume und die Kirschbäume, die privat in Gärten standen, noch reicher behängt waren als die Bäume in Plantagen. Mancher dieser Bäume war so voller Kirschen, dass man nur noch rot und keine grünen Blätter mehr sah. Das waren Bäume um die sich niemand groß kümmerte und die keiner mit Pestiziden gespritzt hatte. Kaum Zuhause, landet die nachfolgende Pressemitteilung von Greenpeace auf meinem Schreibtisch über vergiftete Kirschen im Handel.

 

Nach einer neuen Greenpeace-Untersuchung weisen derzeit angebotene Kirschen aus Spanien und Frankreich häufig bedenklich hohe Pestizid-Rückstände auf. Erdbeeren aus Deutschland und Spanien sind dagegen kaum mit unerwünschten Agrarchemikalien belastet. Greenpeace-Mitarbeiter hatten Ende Mai bei den sechs führenden deutschen Supermarkt-Ketten bundesweit Kirschen und Erdbeeren eingekauft. Die 28 Erdbeer- und 12 Kirschproben wurden in einem Speziallabor auf 400 Pestizid-Rückstände getestet. Die in den Kirschen gefundenen Pestizide können Krebs auslösen und die Fortpflanzung beeinträchtigen. Greenpeace fordert, dass die Produzenten und Handelsketten besonders gefährliche Pestizide nicht mehr anwenden.

 

“Essen Sie Erdbeeren! Die derzeit angebotenen Früchte enthalten geringe Mengen an Pestiziden. Bei Früh-Kirschen ist aber Vorsicht angebracht”, sagt Manfred Krautter, Chemieexperte von Greenpeace. “Insgesamt setzt sich der Trend zu geringeren Rückständen bei Obst und Gemüse aus Supermärkten auch bei unserem aktuellen Test fort. Das ist ein Erfolg der Greenpeace-Pestizid-Kampagne.” Als Reaktion auf umfassende Greenpeace-Tests hatten alle großen deutschen Supermarkt-Ketten zwischen den Jahren 2006 und 2007 verschärfte Standards und Kontrollen für Pestizid-Rückstände eingeführt.

 

Im aktuellen Greenpeace-Test fand das beauftragte Labor in vier (14 Prozent) der Erdbeerproben gar keine und bei 24 (86 Prozent) geringe Spritzmittelrückstände. Dagegen stecken in fünf der zwölf Kirschproben aus konventionellem Anbau so hohe Pestizidmengen, dass Greenpeace sie als “nicht empfehlenswert” beurteilt. Diese mangelhafte Ware stammt aus Spanien und Frankreich. Sie wurde von Kaiser’s in Frankfurt, Kaufland und Real in Dresden sowie Aldi und Rewe in Hamburg verkauft. Die Kirschen enthielten zum Beispiel das die Fortpflanzung beeinträchtigende Pestizid Dimethoat sowie Imazalil, das Krebs auslösen kann. Drei der Kirschproben waren frei von Pestiziden. In keiner Probe wurden gesetzliche Grenzwerte überschritten. Das liegt jedoch auch an der Anhebung der Grenzwerte im Jahr 2008 durch die EU-Kommission.

 

“Wir haben auch bei diesem Test immer wieder Rückstände besonders gesundheitsschädlicher Pestizide gefunden, die auf den ‘Schwarzen Listen’ von Greenpeace und Edeka stehen”, sagt Krautter. Greenpeace fordert, dass die Bundesregierung den Landwirten und Handelsketten bei der Umstellung auf nichtchemische Pflanzenschutz-Alternativen unter die Arme greift. Bei der Start-Veranstaltung zum nationalen Pestizid-Aktionsplan der Bundesministerien für Landwirtschaft und Umwelt Ende Juni in Potsdam müssen dazu wirksame Programme verabschiedet werden.

 

Autor: Patty Paris, 15. Juni 2009

 

Literatur: Greenpeace, Greenpeace-Test: In Kirschen stecken häufig gefährliche Pestizide, 15. Juni 2009  

Hilfsbereitschaft – es gibt sie noch

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In meinem Blog „Mit gegenseitiger Rücksichtnahme anderen eine Freude bereiten” habe ich meinen Gedanken zum Thema vor einiger Zeit Luft gemacht. Denn mangelnde Rücksichtnahme ist ein Manko unserer Zeit. Heute möchte ich Euch kurz von meinem gestrigen Erlebnis, über das ich mich außerordentlich gefreut habe, berichten.

 

Ich war in meinem Lieblings-Ökoladen einkaufen. Mein Korb war hoch gefüllt und unheimlich schwer. Der freundliche Verkäufer fragte mich, ob ich zurechtkomme oder ob er mir behilflich sein kann. Ich meinte, das geht schon. Denn den Korb bis zu meinem Wagen zu tragen, war für mich kein unüberwindbares Problem, das packte ich schon. Aber ich freute mich über sein Angebot!

 

Frierend ging ich über den Hof zu meinem Auto, denn gestern hatten wir, wie wohl auch im restlichen Lande, den ganzen Tag eine unheimliche Kälte. Ich überlegte, wie ich es am Geschicktesten anstelle und wollte gerade meinen schweren Korb auf die Bordsteinkante abstellen, um ihn nach Öffnen des Kofferraums wieder besser greifen zu können. Da kam mir ein freundlicher Mann in meinem Alter entgegen und fragte mich: „Kann ich Ihnen helfen, soll ich Ihnen den Korb festhalten?” Ich war sichtlich überrascht, ich hätte nicht mit solch einem freundlichen Angebot gerechnet. Dankend nahm ich seinen Vorschlag an und übergab ihm meine eingekauften Schätze. Er war sogar so nett und zuvorkommend, mir den überaus schweren Korb in den Kofferraum meines Autos zu stellen. Denn ich mache, da ich relativ weit zum Bioladen fahren muss, meistens einen regelrechten Großeinkauf, wenn ich mal dort bin. Mensch, war ich froh, ich bedankte mich herzlich bei diesem freundlichen Menschen. „Besten Dank, das ist unheimlich nett von Ihnen. Jeden Tag eine gute Tat, stimmt´s?” Er antwortete mir mit einem Strahlen in den Augen „Das war schon die zweite für heute!” und setzte seinen Weg fort.

 

Das wollte ich Euch heute einmal erzählen. Es gibt sie also doch noch, freundliche und hilfsbereite Menschen unter uns. Das freut mich ganz besonders.

 

Wenn Ihr Ähnliches erlebt habt, dann freue ich mich sehr über Eure Berichte,

 

Eure Patty

Gesundes Bauen ist Pflichtprogramm für eine gesunde Zukunft

In der Pressemitteilung vom 10. Juni berichtet die amerikanische Umweltschutzbehörde EPA über den sich immer stärker durchsetzenden und von ihr forcierten Trend für gesundes Bauen. „Green Buildings“, wie die ökologischen Gebäude in den USA genannt werden, werden ein ganz wichtiger Teil der Zukunft unseres Landes sein, sagt Dr. Bill Sanders in einem Video, das der Mitteilung angefügt ist.

 

Die EPA hat eigens ein umfassendes „Green Building Programm” geschaffen und unterstützt intensiv Bestrebungen für ökologische und energieeffiziente Gebäude auf vielerlei Weise. Alleine über 80 Studien und Forschungsaufträge wurden vom National Center for Environmental Research ausgeschrieben. Sanders bekundet im Video, dass es wirklich enorm wichtig sei, dass Gebäude aus schadstoffarmen Materialien gebaut werden. Es sei nicht nur daran zu denken, dass Menschen in Gebäuden mit schädlichen Baumaterialien krank werden, sondern auch an die Berge von Altlasten, die durch solche Materialien produziert werden und die jetzt schon ein sehr großes, schwer zu lösendes Problem darstellen.

 

Die amerikanische Umweltschutzbehörde denkt aber nicht nur an zukünftiges Bauen, sondern ist auch dabei, Hausbesitzer generell zu motivieren, ihren Besitz in wenigen einfachen Schritten „grün” werden zu lassen. Über 90% der Zeit verbringen die Menschen in Innenräumen, und daher sei es ungeheuer wichtig, Gebäude aus schadstoffarmen Materialien zu bauen oder mit gesunden Materialien zu sanieren. Das wolle man der Allgemeinheit nahebringen und gemeinsam umsetzen.

 

Das Produzieren von Treibhausgasen kann mit den richtigen Maßnahmen stark eingedämmt werden, sagte Sanders und sei ein weiterer ganz wichtiger Aspekt bei der Schaffung grüner Gebäuden. Die Möglichkeiten, Gebäude, in denen Menschen wohnen, arbeiten und spielen, in gesunde Gebäude zu verwandeln, seien zahlreich vorhanden, sie müssten nur bekannt werden. Genau das will die amerikanische Umweltschutzbehörde EPA nun flächendeckend umsetzen, und dem Enthusiasmus von Dr. Sanders im Video nach zu urteilen, wird dieses Projekt erfolgreich werden und vielen Menschen eine bessere und gesündere Umwelt zum Wohnen und Arbeiten schaffen. Da kann man nur sehnsüchtig über den großen Teich schauen und hoffen, dass deutsche Entscheidungsträger ebenfalls beginnen, mit Enthusiasmus für die Gesundheit  der Menschen in unserem Land Projekte schaffen, die ebenfalls gesunde Gebäude hervorbringen.

 

Autor:

Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 11. Juni 2008

 

Literatur:

EPA, Green Buildings On the Rise, Press Release, 10. Juni 2008

Kinder dick füttern kann ein dickes Ende nach sich ziehen

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Setzt Ihr Euch auch manchmal an einem Spielplatz oder im Park auf eine Ruhebank und schaut einfach den Kindern zu? Ich hab riesigen Spaß daran, die quirligen Kleinen anzuschauen. Aber eins fällt mir immer mehr auf: Sie sind fast alle zu dick. Kaum einer der kleinen Racker ist normalgewichtig, obwohl sie stundenlang am rumtoben sind und keine Minute verschnaufen.

Kalorienbomben statt gesunder Nahrung
Ob es an dem ganzen Zeug liegt, dass die Mütter meinen, mitschleppen zu müssen? Die süßen „Energydrinks”, Kekse, Schokoriegel? Oder liegt es dran, dass kaum noch richtig gekocht wird so wie früher, als meine Mutter morgens mit mir über den Markt ging und wir frisches Gemüse kauften? Stattdessen biegen viele Mütter mit ihren Sprösslingen ins Fast Food Restaurant ab oder geben ihnen gleich Geld mit, damit sie mit Schulkameraden hingehen können. Keine Ahnung, ob es daran liegt, jedenfalls sind die meisten Kinder zu dick. Mir gibt das zu denken, denn gesund kann es bestimmt nicht sein. Daran können auch Sprüche von älteren Leuten, wie: „So ein bisschen Speck auf den Rippen kann nichts schaden”, nichts ändern. Dick ist ungesund!

Dicke Kinder sterben früher
Heute Morgen habe ich in den wissenschaftlichen News dann die Bestätigung gelesen. Das dick und fett füttern von Kindern ist nicht nur ungesund, es kann sie im wahrsten Sinne des Wortes umbringen:

In Norwegen wurden in den Jahren 1963 bis 1975 im Rahmen von medizinischen Reihenuntersuchungen Gewicht und Größe von 227.000 norwegischen Teenagern im Alter von 14 bis 19 Jahren bestimmt. 9.650 Teilnehmer sind bisher gestorben. Unter ihnen waren überproportional viele Norweger, die bereits im Teenageralter übergewichtig waren, berichteten Wissenschaftler vom Norwegischen Institut für Volksgesundheit (Folkehelseinstituttet) in Bergen. Da auf den Totenscheinen auch die Todesursache angegeben wird, war für die Forscher eine Aufgliederung nach unterschiedlichen Erkrankungen leicht möglich.

Wie zu erwarten lagen der höchsten Sterberate ischämische Herzerkrankungen zugrunde. Übergewichtige männliche Teenager hatten hier ein 2,9-fach erhöhtes Risiko. Bei den weiblichen Teenagern war das Risiko sogar um den Faktor 3,7 erhöht. Die mit dem Übergewicht assoziierten Stoffwechselstörungen (z.B. Metabolisches Syndrom, Typ-II-Diabetes mellitus) können in diesen Zusammenhang ebenfalls leicht erklärt werden.

Eine weitere häufige Todesursache war Darmkrebs. Auch dabei wurden von den norwegischen Forschern ernährungsbedingte Ursachen vermutet. Das Übergewicht der jungen Menschen verdoppelte das Risiko auf diese zunehmend häufiger auftretende Krebserkrankung (Sterberisiko: Jungen 2,1; Mädchen 2,0). Schwerer zu erklären dürfte sein, warum übergewichtige Jungen später 2,7-fach häufiger und Mädchen 2,5-fach häufiger an Atemwegserkrankungen sterben. Vielleicht sind hier als Ursachen ein geschwächtes Immunsystem dadurch viele Allergien oder Asthma als Ursache relevant. Erschreckend war jedenfalls, dass sich auch das Risiko eines plötzlichen Herztodes signifikant erhöhte (Jungen 2,2; Mädchen 2,7) bei den Teenagern, die zu dick waren.  

Sofortiges Handeln ist angesagt
Mir fällt dazu Prinz Charles ein, er ist nämlich gerade dabei, in englischen Schulen und Krankenhäusern gesunde Biokost Standartnahrung werden zu lassen. Lecker zubereitet versucht der seit vielen Jahren ökologisch nachhaltig handelnde Prinz den englischen Kindern und Jugendlichen gesundes Essen schmackhaft zu machen. Sogar Starkoch Jamie Oliver hilft mit und kochte kostengünstige Menüs an Schulen. Dass nenn ich vorausschauend und nachhaltig für das Volk und seine Zukunft sorgen. In Deutschland können sich die Endscheidungsträger wirklich langsam eine dicke Scheibe abschneiden von der englischen Vorgehensweise.So, genug geredet von ungesunder Ernährungsweise, jetzt lasse ich frisches Gemüse durch meinen Entsafter. Fenchel mit Zucchini ist bei den Temperaturen im Moment sehr erfrischend, und mit einem Minzezweig dekoriert sieht es so toll aus, dass man jeden zu einem Glas überreden kann.Probiert es aus und lasst mich wissen, ob der gesunde Drink geschmeckt hat. Auf Eure leckeren Kompositionen bin ich natürlich auch gespannt,
Eure

Patty Paris

Mediterrane Ernährung bedeutet weniger Allergien für Kinder

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Der große gesundheitliche Nutzen mediterraner Ernährung mit viel Obst und Gemüse wurde durch neueste wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigt. Kinder, die eine bodenständige mediterrane Ernährung essen, haben ein 30% geringeres Risiko an Heuschnupfen zu erkranken.

Gesunde Nahrung – weniger Allergien

Wissenschaftler aus Spanien, Griechenland und England erforschten, welche Auswirkungen mediterrane Ernährung auf Kinder hat. Sie

untersuchten hierzu 690 Kinder im Alter zwischen 7 und 18 Jahren, die auf Kreta oder in ländlichen Bereichen Griechenlands lebten. Das Ergebnis ist sehr überzeugend, denn 30% weniger Kinder litten unter

Heuschnupfen, als Kinder, die herkömmlich mit Fertignahrung und dergleichen ernährt werden. Kinder, die große Mengen von Früchten täglich zu sich nahmen, litten sogar bis zu 60% weniger

unter Heuschnupfen.

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Lachs – appetitlich und gesund?

Fisch bringt Abwechslung in den in unseren Breiten mit zuvielem Fleisch-orientierten Speiseplan. Ernährungswissenschaftler empfehlen den gesunden Eiweißlieferanten zweimal wöchentlich auf unsere Teller zu bringen. Fisch gilt durch seinen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren und seinem Gehalt an den Vitaminen D und B12 als besonders wertvolles Lebensmittel, zusätzlich leistet Seefisch einen gesunden Beitrag zur Jodversorgung. Lachs legt noch einen drauf, durch seine reichlich vorhandenen Omega-3-Fettsäuren, ist er als besonders wertvoll einzustufen.

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Die Nachfrage nach Fisch ist in den letzten Jahre tendenziell gestiegen, das Angebot an Süßwasser-fischen, sowie Edelfischen aus den Wogen des Meeres, erscheint uns an der Fischtheke abwechslungs-reich wie nie zuvor.

Aus Ernährungsgesichts-punkten eine äußerst positive Entwicklung, doch sie bleibt für Mensch und Natur nicht ohne unliebsame Folgen, denn der ungestillte Hunger der Industrieländer nach Fisch wächst unaufhaltsam und fördert den gnadenlosen Raubbau der großen Fangflotten, unterstützt mit zweifelhaften Fangmethoden mit Treib- und Schleppnetzen.

Die weltweite Überfischung bringt neue Methoden auf den Plan
Weltweit werden die Weltmeere in für uns unvorstellbaren Dimensionen leer gefischt. Aquakultur heißt das neue Zaubermittel, um die wachsende Nachfrage nach vermeintlich gesundem Fisch zu sättigen. Mir scheint diese durch den Menschen geschaffene  „Problemlösung” äußerst suspekt, denn der ahnungslose Verbraucher weiß nichts über die fragwürdigen Zuchtmethoden vieler profitgieriger Fischfarmbetreiber. Der besonders aufstrebende Boom in der Lachszucht ist mittlerweile vor der chilenischen Pazifikküste angekommen. Man geht in den nächsten Jahren von einer Verdopplung der jetzigen Exporteinnahmen aus. Die Meinungen über die Umweltverträglichkeit der Aquakultur gehen weit auseinander. So geben deren Befürworter an, dass die industrielle Lachszucht einen Beitrag zur Nachhaltigkeit, bei gleichzeitiger Kostensenkung im Vergleich zum konventionellen Lachsfang leiste, da die Bestände größtenteils erschöpft sind.

Lachszucht hat Auswirkungen auf die Ökologie der Natur
Abgesehen von der optisch stark veränderten Küstenlandschaft durch die Vielzahl der riesigen Aufzuchtbasins, gibt es weitere nachhaltige Begleiterscheinungen der industriellen Lachszucht. Massen an Lachsen werden auf engstem Raum in sogenannten Netzgehegen gehalten.  fischfarm-ii.jpgBedingt durch die extreme Enge, treten eine Vielzahl von Krankheiten auf, die ein spezielles mit Antibiotika und anderen Medikamenten angereichertes Mastfutter erfordert, das man den Lachsen tonnenweise, mit Farbstoffen angereichert, verabreicht. Um ein Kilo künstlich rot gefärbtes Lachsfleisch zu erzeugen, werden das Fünffache an fettem Fisch wie Makrele, Hering und Sardine, in Form von Fischpellets verfüttert, mit gravierenden zerstörerischen Folgen auf das gesamte maritime Gleichgewicht. Das an die Lachsfarm angrenzende Ökosystem wird durch die permanente Gabe von Antibiotika und den daraus resultierenden Antibiotika- resistenten Bakterienstämme im Boden und unter den Netzgehegen, nachhaltig geschädigt. Als Konsequenz werden die Zuchtkäfige häufig mit Chemikalien gereinigt und verunreinigen zusätzlich die Gewässer. Weitere nachhaltige Umweltbelastungen entstehen bei der industriellen Lachszucht für heimische  Fischarten und Anwohner, die auf saubere Ozeane mit ökologischem Gleichgewicht angewiesen sind, durch Antibiotikarückstände, Fischmehlpellets, giftige Fäkalien, Fischläuse und tote Fische, deren weiterführenden Folgen auch beim Konsumenten ankommen. Eine weitere Konsequenz der Aquakultur besteht darin, dass aus den Zuchtkäfigen geflüchtete Fische viele Krankheiten auf ihre frei lebenden Artgenossen übertragen und zusätzlich negativ Einfluss auf den Wildbestand nehmen und ihn sogar dezimieren.

Die Empfehlung der Ernährungsberater öfter Lachs zu verzehren, ist eine gute Sache, doch man sollte sich vorsichtshalber beim Fischhändler seines Vertrauens informieren, woher der Lachs stammt, damit man seiner Gesundheit und der Umwelt tatsächlich etwas Gutes tut. Man bedenke, die Fischmahlzeit muss den allgemeinen Trend zu immer größeren Portionen nicht unbedingt nachahmen, lieber regelmäßiger und bewusster Fischkonsum aus sauberen Gewässern oder aus Bioaufzucht, gilt als die bessere Entscheidung, damit man gesund und appetitlich genießen kann. Ich jedenfalls ziehe es vor Medikamente nur nach Bedarf und gezielt zu mir zu nehmen, anstatt sie unfreiwillig und unkontrolliert als unliebsame Beigabe mit Fischmahlzeiten, zu verzehren. Wer schon richtigen Wildlachs genossen hat, den wird Lachs aus industrieller Aquakultur ohnehin nur erschaudern lassen, genauso wie jeder dem die Natur am Herzen liegt.
Eure Patty