Archiv der Kategorie ‘Bio mehr als ein Trend‘

E10 Benzin: Verunsicherung treibt weitere Blüten

Wirtschaft und Politik sind weiterhin planlos

Als Unsinn bezeichnet der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) die neusten Entwicklungen beim Thema E10-Benzin. Die Einführung einer E10-Versicherung sei widersinnig und trage zur weiteren Verunsicherung der Verbraucher bei. “Unter diesen Umständen kann ich es niemandem verübeln, wenn er einen Bogen um E10 macht”, erklärt Vorstand Gerd Billen.

Weiterhin fehlt es an einer rechtsverbindlichen Garantieerklärung für Autofahrer, dass ihr Auto E10 verträgt. Daran ändert auch die gemeinsame Erklärung von Entwicklungsvorständen der Automobilhersteller nichts, die der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Montag veröffentlicht hat. Der vzbv fordert von Wirtschaft und Politik, endlich Planungssicherheit für PKW-Besitzer zu schaffen. “Das Maß der Dinge ist und bleibt eine rechtsverbindliche Garantieerklärung der Hersteller, die den Haltern über das Kraftfahrtbundesamt zugestellt werden muss”, fordert Billen.

Versicherung steigert die Skepsis

Auch die Einführung einer E10-Versicherung, wie sie der Mineralölkonzern Shell seit kurzem anbietet, steigert die Verunsicherung der Kraftfahrer. “Wer möchte schon Benzin tanken, gegen das er sich erst versichern muss?”, fragt Billen. Zumal greife die Versicherung erst, wenn eine “Unbedenklichkeitserklärung” des Herstellers vorliege.

Umfassende Klimaschutzstrategie für den Verkehrssektor vorlegen

E 10 ist nach Auffassung des vzbv ein Paradebeispiel für eine Klimaschutzpolitik, die zu viel kostet, zu wenig nützt, aber den großen Akteuren, vor allem der Autoindustrie nicht schadet. Die Bundesregierung sollte im Verkehrssektor mit Nachdruck auf diejenigen Maßnahmen setzen, die zu geringen Kosten und mit umfassenden Vorteilen für die Verbraucher CO2-Einsparungen bringen, das heißt vor allem:

  • Verbesserungen bei der Effizienz der PKW
  • Fortentwicklung der CO2-orientierten Kfz-Steuer
  • Ausbau des öffentlichen Verkehrs
  • Offene Debatte über die Einführung eines Tempolimits auf Autobahnen

Autor: Verbraucherzentrale, 29.03.2011

Atomausstieg jetzt, Stromkunden handeln

Konsequenzen ziehen aus dem Atomunfall in Fukushima

Die Nachrichten vom Atomunfall in Japan überschlagen sich. Die Situation spitzt sich zu und die Millionenstadt Tokio ist von schwerer radioaktiver Verseuchung bedroht. In Deutschland steigt der Protest gegen Atomkraft und Politiker haben ein Moratorium beschlossen, in dem die Laufzeitverlängerung für einige deutsche Atomkraftwerke für drei Monate ausgesetzt werden soll. Von Experten und aus der Bevölkerung werden Stimmen laut, dies sei nur ein politischer Schachzug, um den Wahlkampf positiv zu beeinflussen. In der Nacht zum 17. März ging das Atomkraftwerk Philippsburg vom Netz. Was nach dem dreimonatigen Moratorium passiert und welche Atomkraftwerke dann doch wieder ans Netz gehen, ist ungewiss.

In der Bevölkerung wächst berechtigterweise die Sorge um die Sicherheit von Atomkraft. Der Stromkunde hat die Möglichkeit, jederzeit zu einem atomfreien Stromanbieter zu wechseln, damit erneuerbare Energien, den Ausstieg aus der Atomenergie und sogar zusätzlich soziale Projekte zu fördern.

Atomkraft, ein nicht kalkulierbares Risiko

Das außer Kontrolle geratene Atomkraftwerk Fukushima belegt unmissverständlich, dass wir Menschen die Atomkraft alles andere als unter Kontrolle haben. Von der ersten Stunde an bekam Japan internationale Unterstützung, um das nach einem Erdbeben und Tsunamis beschädigte Atomkraftwerk wieder unter Kontrolle zu bringen.

Die Meldungen aus Japan hingegen brachten Nachrichten über steigenden Druck in mehreren Reaktoren, Explosionen, Trockenfallen der Abkühlbecken für Brennstäbe, steigende Freisetzung von Radioaktivität und den verzweifelten Kampf von 50 mutigen Menschen, den atomaren Supergau abzuwenden. Hilfsmaßnahmen aus den USA und Europa wurden aufgrund der steigenden Radioaktivität unterbrochen und Hilfskräfte abgezogen. Die Hauptstadt Tokio mit ihren über 35 Millionen Einwohnern sei nicht zu evakuieren, hieß es unterdessen.

Das Szenario, das weltweit in den Nachrichtenkanälen übertragen wird, lässt Ohnmacht bei Menschen weltweit aufkommen. Sie fragen berechtigterweise, warum führende Atomexperten und brillante Wissenschaftler Japan nicht mit adäquaten Lösungen zur Abwehr einer absoluten Atomkatastrophe unterstützen können. Man muss nicht im Atomkraftwerk Fukushima sein, Hightech bietet diverse Möglichkeiten, von jedem Ort der Welt zu agieren.

Völlige Sicherheit ist unrealistisch

Unfälle in Kernkraftwerken können in jedem Land passieren, dass diese Technologie nutzt. Zu glauben, dass Deutschlands Atomkraftwerke und Sicherheitsvorkehrungen für einen Ernstfall besser ausgerüstet seien, als die des Hightech Lands Japan, ist vermessen und wurde von Umweltorganisationen durch Fakten längst als Wunschglaube widerlegt.

Ökostrom, Strom ohne Atomkraft

Deutschland kann ohne seine Atomkraftwerke auskommen, das wurde durch Experten und Umweltorganisationen dargelegt. Deutschland produziert nämlich Stromüberschuss, der ins Ausland verkauft wird. Atomkraftwerke abschalten und ein gezieltes Umschwenken auf erneuerbare Energien ist keine Utopie, sondern ohne Weiteres machbar für unser Land, das in der Welt führend im Bereich Umwelttechnologie ist.

Der Wechsel zu atomfreien Anbietern ist einfach und unproblematisch

Nachfrage bestimmt den Markt, das ist auch beim Strom aus der Steckdose so. Wenn sich immer mehr Stromkunden für atomfreien Strom entscheiden, werden die Stromanbieter mittelfristig nachziehen.

Der Stromkunde hat viel mehr Einfluss, als er vermutet, und ein Wechsel zu Stromanbietern, die völlig ohne Atomenergie produzierten Ökostrom liefern, ist leicht. Eine Entscheidung kann zu jeder Zeit getroffen werden und die Anbieter übernehmen Formalitäten. Angst davor, dass während des Wechsels plötzlich kein Strom da ist, ist unbegründet, das garantieren die atomfreien Stromanbieter.

Einige Anbieter für atomfreien Strom und Infowebseiten über Ökostrom

Atomfreier Ökostrom muss nicht teurer sein als Atomstrom, und damit man keine unliebsame Überraschung erlebt, gibt es im Internet Plattformen, auf denen man die Kosten, die auf einen zukommen, kalkulieren kann.

Was viele nicht wissen: Unter den Ökostromanbietern gibt es für den Stromkunden nicht nur Optionen, Strom aus unterschiedlichen erneuerbaren Ressourcen zu wählen, man hat zusätzlich die Möglichkeit, sich für Anbieter zu entscheiden, die soziale Projekte unterstützen.

Einige Beispiele:

Verivox Ökostrom Kalkulator

Auf der Webseite von “Verivox” kann man die Preise für Ökostrom unter die Lupe nehmen und gleichzeitig ermitteln, was man bei einem Wechsel zu einem Ökostromanbieter im Vergleich zum jetzigen Anbieter zahlen muss.

Preisvergleich Ökostrom

„Atomfreier Strom“ ist eine weitere Plattform, auf der Privatkunden und Geschäftskunden Preise vergleichen und die Stromkosten für den eigenen Verbrauch durchkalkulieren können.

Greenpeace Energy

Die Umweltorganisation Greenpeace hat eigens eine Genossenschaft gegründet, um Ökostrom anzubieten. „Greenpeace Energy“ entwickelt gleichzeitig innovative Projekte. Eines davon ist das Hamburger „CarSharing Pilotprojekt“, bei dem vier, ausschließlich mit Ökostrom betriebene Elektroautos zum Einsatz kommen.

Lichtblick

Der Anbieter „Lichtblick“ bietet Strom aus erneuerbaren Energien an und garantiert, dass der Strom nicht aus Atomkraftwerken oder Kohlekraftwerken stammt.

Es gibt zahlreiche weitere Anbieter und es lohnt sich, die verschiedenen Angebote zu studieren, aus welchen erneuerbaren Energien deren Strom konkret stammt und es ist interessant nachzulesen, wie sich die einzelnen Ökostromanbieter sozial und für die Umwelt engagieren.

Autor: Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 17. März 2011

PureNature hat den Wechsel zu atomfreiem Strom vor rund drei Jahren vollzogen. Probleme bei Wechsel zu „Lichtblick“ gab es nicht. Die Mitarbeiter von PureNature helfen außerdem mit großem Enthusiasmus dabei, Möglichkeiten zu finden Energie einzusparen, Arbeitsabläufe energieeffizienter zu gestalten und wo immer es möglich ist, Ressourcen zu schonen.

Kein Dioxin in Bio Eiern

Bio Eier unbedenklich

In den Regalen im Supermarkt türmen sich die Eier, keiner will sie mehr. Zu groß der Respekt davor, Dioxin verseuchte Hühnereier zu kaufen. Wie steht es bei Bio Eiern, muss der Verbraucher Risiken befürchten?

Verantwortliche, Produzenten von Bio Eiern und Vertriebsfirmen geben Entwarnung: Bioeier sind nicht belastet mit Dioxinen.

Keine Biohöfe betroffen

Dennree, ein Bio-Großhändler der bundesweit Bioläden beliefert, teilte am 4. Januar 2011 in einer Kundeninformation mit, dass keine Bio-Legehennenbetriebe oder Bio-Futtermittelhersteller betroffen sind.

Warum sind Bio Eier nicht betroffen?

Die im Bio-Bereich eingesetzten und erlaubten Öle werden nur aus Bio-Soja, Bio-Raps oder Bio-Sonnenblumen gewonnen, teilt Dennree den Bioladenkunden mit. Im Futter für Legehennen kommen im Biobereich außerdem wesentlich weniger Öle zum Einsatz als im konventionellen Bereich. Dass Fett des Futters der Eierlieferanten von Dennree resultiert hauptsächlich aus dem natürlichen Fettgehalt des eingesetzten Getreides, der Hülsenfrüchte und anderer natürlicher Bestandteile. Bio-Öl wird nur in einem ganz geringen Anteil von ca. 1-2% zugegeben.

Der Einsatz von Öl in der konventionellen Branche liegt im Schnitt bei 5-6%, es wird auf diese Weise ein höherer Energiewert bei geringerer Futteraufnahme gewähr- leistet, das bringt höheren Profit.

Eierproduzent „Biohennen“ gibt in einer Pressemitteilung nähere Informationen:

Vohburg, 4.1.2011 – Ursache für die jüngste Dioxinverseuchung von Tierfutter ist nach Angaben des Bundesamtes für Verbraucherschutz die Verwendung von Fettresten aus der Biodiesel-Produktion. Mit dem Gift verunreinigte Futter- oder Lebensmittel waren in Niedersachsen, Schleswig- Holstein, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen- Anhalt, Thüringen und Brandenburg gefunden worden. Höfe in Bayern sind nicht betroffen. Da es sich um konventionelle Futtermittel handelt, sind nach unserer Kenntnis auch keine Biohöfe betroffen.

Das in unserem Futter verwendete pflanzliche Fett, kaltgepresstes Bio-Pflanzenöl, wird zu 100% in unserer Vertragsfuttermühle selbst hergestellt, wodurch ein Zukauf mit den damit verbundenen Risiken nicht nötig ist. Darüber hinaus werden sowohl die Futtermühle als auch die Bauernhöfe vom Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen e.V. (www.was-steht-auf-dem-ei.de) nach dem Leitfaden Futter- mittel auf Dioxin kontrolliert. Da in keinem Fall Sperrungen durchgeführt wurden, können wir davon ausgehen, dass keine Auffälligkeiten auftraten.

Unsere aktuellste Eieruntersuchung ergibt 0,36 ng/kg Fett. Der Grenzwert liegt bei 3,0 ng/kg Fett. Die Eier der Biohennen AG können damit weiterhin mit gutem Gewissen verzehrt werden.

Die Biohennen AG ist eine Erzeugergemeinschaft von traditionell wirtschaftenden Bauern und hat mit ihrer Marke „Die Biohennen“ bundesweit den höchsten Standard in der Hühnerhaltung und Eierproduktion. In 26 bäuerlichen Familienbetrieben finden sich insgesamt über 100.000 Hühner in artgerechter Haltung nach den Richtlinien der Biohennen.

Die Betriebe sind auf der Webseite von Die Biohennen einzusehen.

Werden Bio Eier auf Dioxine hin untersucht?

Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Untersuchung auf Dioxine nicht. Einer der Gründe sind die extrem hohen Kosten, die für Laboranalysen auf Dioxine zu Buche schlagen. Rund tausend Euro kostet eine einzige Messung, war in einer SWR Radiosendung am 2. Januar 2011 zu hören, die über Dioxinbelastung in Eiern aufklärte. Die Biobranche hat sich jedoch vielfach eine Selbstverpflichtung auferlegt und kontrolliert auch auf Dioxine. So finden laut Bio-Großhändler Dennree regelmäßige Eigenkontrollmaßnahmen auch auf Dioxine statt. Die letzte Kontrolle von Dennree stammt vom Dezember 2010 und war frei von Dioxinen.

Wer auf Eier nicht verzichten mag, für den gibt es nur eine Alternative: Bio Eier.

Autor: Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 6. Januar 2011

Weiterführende Informationen über die Dioxinbelastung von Eiern und die Hintergründe:

Toxikologe zu Dioxin-Belastungen in Eiern

Mango-Coconut Dream Eis

Kokoseis

Mango, Kokosnuss – Diese sommerliche Eiskreation versetzt einen an einen Südseestrand und bringt Urlaubslaune. Viel Spaß!

Zutaten

  • 1 reife Mango (möglichst ökologisch, daran riechen, ob sie schön duftet, dann ist sie wirklich reif und aromatisch)
  • 500 ml Bio-Kokosmilch low fat
  • Oder, wer es erfrischender möchte:
  • 80g Bio-Joghurt mit wenig Fett und 200ml Kokosmilch
  • 2-4 Esslöffel Agavendicksaft oder 2 Esslöffel Zucker
  • Optionen: 2-3 Esslöffel Kokosraspel, etwas Bourbon-Vanille

Zubereitung:

Die Schale der reifen Mango einritzen und abziehen, Fruchtfleisch vom Kern lösen und pürieren. Das Mangopüree und die restlichen Zutaten einfach zusammen in die Eismaschine geben und in ca. 20 Minuten ist das leckere Mango-Coconut-Dream Eis fertig.

Dekoration:

Die witzigste Dekorationsidee sind halbierte Kokosnussschalen. Das Eis hinein füllen, etwas Kokosraspel darauf streuen, buntes Papierschirmchen hineinstecken und mit Eislöffeln servieren.

Für kleine Portionen ein Cocktailglas nehmen, den Rand befeuchten, in Kokosraspel tauchen, 1-3 Kugel Eis hinein geben und mit einer Orangenscheibe am Rand dekorieren. Auf einem blauen Glasteller servieren.

Sorbet als Dessert oder Zwischengang

Avocado-Sorbet

Für Feinschmecker: Avocado-Sorbet

Ein Rezept für ein wirklich ausgefallenes Sorbet, das als Dessert oder auch als raffinierter Zwischengang serviert werden kann . Die Zubereitung ist kinderleicht und man braucht kaum Zeit dazu, so dass auch unverhofft eintreffende Gäste überrascht werden können.

ZUTATEN:

  • 2 reife Avocados (schön reif)
  • 3 Orangen
  • 4-5 Löffel Agavendicksaft
  • 2 Zitronen
  • 400ml Wasser
  • 1 Prise Salz

Nehmen Sie möglichst Biozutaten, das schmeckt intensiver und Sie vermeiden Pestizidbelastung.

ZUBEREITUNG:

Die Avocados schälen und vom Kern befreien. Das Fleisch pürieren. Dazu kann man den Pürierstab oder einfach eine Gabel nehmen. Mit dem Saft der Zitrusfrüchte beträufeln, den Agavendicksaft, das Salz und das Wasser hinzugeben. Die Masse in die Eismaschine füllen, Zubereitungszeit ca. 30 Minuten. Sollte noch ein Rest des Sorbets übrigbleiben, kann man diesen im Froster ungefähr zwei Wochen lang aufbewahren, ohne dass vom Geschmack verloren geht.

SERVIER-TIPP:

Nehmen Sie hübsche Gläser und geben Sie eine dicke Kugel des Avocado Sorbets hinein. Den Glasrand können Sie mit einer Salzkruste versehen (Glasrand in Wasser tauchen und kurz in Salz eindrücken). Dekorieren Sie die Sorbetkugel mit ein paar dünnen Streifchen Zitronenschale und einem Zweig Minze oder als korrespondierenden Farbtupfer mit einer roten oder grünen Chillischote.

Viel Spaß und gutes Gelingen!

Bio-Essen in Schulen kostet nur 24 Cent mehr

Junge-Chinakohl

100 Prozent Bio-Essen für Kinder in Schulen und Kindergärten

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse der letzten Jahre lassen keinen Zweifel daran, dass Kinder soweit als möglich biologische Nahrung erhalten sollten. Konventionelle Nahrung, vor allem Obst und Gemüse, sind mit Pestiziden und anderen Agrar-Chemikalien belastet. Auch wenn davon gesprochen wird, dass Höchstwerte für bestimmte Pestizide seltener überschritten werden, bedeutet dies keine Entwarnung für die Verbraucher. Der Trick der Agrarindustrie ist einfach zu durchschauen, man verwendet ganz einfach verschiedene Pestizide im Wechsel und kann somit die Werte für das einzelne Pestizid drücken. Zudem wurden erst kürzlich die Grenzwerte für eine ganze Reihe hochgiftiger Pestizide EU-weit hochgesetzt. Das Pestizid-Aktions- Netzwerk veröffentlichte Ergebnisse neuer Kontrollen, die das Ausmaß erfassen lassen. Stangensellerie enthielt bspw. 69 verschiedene Pestizide. Die gesundheitlichen Auswirkungen eines solchen Pestizid-Cocktails kann niemand voraussagen – außer, dass solche Nahrung nicht gesund ist. Erkrankungen wie das Hyperaktivitäts-und Aufmerksamkeits-Syndrom stehen bei Kindern gemäß wissenschaftlicher Untersuchungen mit erhöhten Pestizidbelastung in Zusam-menhang.

Für nur 24 Cent Mehrausgabe Bio auf dem Tisch

Anregungen von Eltern, in Schulen, Kindergärten und Kindertagesstätten nur biologisches Essen an die Kinder und Jugendlichen auszuteilen, wurden in der Vergangenheit meist mit dem Argument „Bio-Nahrung ist zu teuer“ lapidar abgeschmettert.

AID berichtete, dass viele Initiativen in den letzten Jahren jedoch das Gegenteil bewiesen haben und einen immer höheren Anteil an Bio-Komponenten in die tägliche Mahlzeit eingebaut wird. Dass sogar die ganze so genannte Außer-Haus-Verpflegung auf Bio-Lebensmittel umgestellt werden kann, scheint wohl vordergründig eine Frage des Engagements. So hat zum Beispiel die Münchner Initiative “Bio für Kinder” gerade ein vierjähriges Projekt äußerst positiv bilanziert.

Mittels einer Anschubfinanzierung von Patenunternehmen ist es gelungen, insgesamt 28 Einrichtungen komplett auf Bio umzustellen. Dabei spielte das Verpflegungssystem keine Rolle. Von selbst kochenden Eltern über eigene Küchenteams bis zu externen Caterern war alles vertreten.

Die Kostensteigerungen hielten sich in sehr überschaubaren Grenzen: Die Hauptmahlzeit kostete pro Kind durchschnittlich nur 24 Cent mehr im Vergleich zur konventionellen Verpflegung. Wichtig ist dabei, dass sich die Einrichtungen mittlerweile selber tragen und nicht mehr abhängig von Sponsoren sind. Das Geheimnis der geringen Mehrkosten lag laut der Initiatoren in der Verbesserung des Küchenmanagements: Systematisches Einkaufen, weniger Fleisch, die Erstellung langfristiger Speisepläne, saisonales Kochen oder das Zurückgreifen auf Bio-Produkte aus der Region spielten eine entscheidende Rolle.

Gründe, warum man Bio-Lebensmittel in der Küche einsetzen sollte:

  • Der Kauf von Bio-Lebensmitteln unterstützt die nachhaltige Landbewirtschaftung und schützt Natur und Umwelt.
  • Bio-Produkte enthalten weniger Nitrat und Rückstände von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln (Pestizide, Herbizide, Fungizide) als konventionelle Waren.
  • Obst und Gemüse aus Bio-Anbau haben im Vergleich zu konventionellen Erzeugnissen eine höhere Nährstoffdichte und einen höheren Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen.
  • Tiere werden artgerecht gefüttert und gehalten – ohne Wachstums- und Leistungsförderer.
  • Bio-Lebensmittel werden schonend verarbeitet, nur wenige Zusatzstoffe sind erlaubt.
  • Einkauf regionaler und saisonaler Produkte stärkt die regionalen Anbieter und erspart lange Transportwege.

Außerdem lässt sich an Bio-Lebensmitteln wunderbar die Wertschöpfungskette erklären, egal ob man Kindergartenkinder oder Schulkinder vor sich hat.

Gibt es Argumente die gegen Bio-Essen an Schulen sprechen? NEIN

Gegen Bio spricht nichts und rund fünf Euro im Monat an Mehrkosten für biologische Mahlzeiten in Bildungseinrichtungen sind eine für jeden machbare Investition, die letztendlich durch bessere Leistungsfähigkeit und Gesundheit der Kinder aufgewogen wird.

Gesundes Essen kann Spaß machen – Spitzenköche zeigen wie es geht

Einigen Spitzenköchen ist die Gesundheit von Kindern ein großes Bedürfnis. Jamie Oliver kochte immer wieder einmal in Schulen und lieferte leckere Rezepte, die Kindern wirklich schmecken.

In Dortmund kochte der deutsche Spitzenkoch Markus Haxter mit Kindern einer Grundschule. Elf weitere Bio-Kochveranstaltungen mit Schülern in verschiedenen deutschen Städten hat der Eventkoch für dieses Jahr eingeplant. Er ist nicht der einzige deutsche Koch, der sich engagiert, auf der Webseite ÖKOLANDBAU beispielsweise lassen sich weitere Projekte einsehen, bei denen Kinder sichtlich viel Spaß beim Kochen von Bio-Food hatten und geschmeckt hat es ihnen auch. Eltern sollten Mut zeigen und in der Schule ihres Kindes den Vorschlag vorbringen, dass die Verpflegung auf Bio umgestellt wird. Vielleicht erwachsen sogar weitere ökologische Projekte daraus, oder die örtlichen Gegebenheiten ermöglichen es, einen eigenen Bio-Schulgarten anzulegen, der den Kindern die Natur nahebringt.

Autor: Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 10. Juni 2010

Literatur:

Aid, 100 Prozent Bio für Kinder, 9. Juni 2010

University of Berkeley Berkley, Sarah Yang, Release: Children susceptible to pesticides longer than expected, study finds, 22 June 2009

Weitere Informationen finden Sie auf www.bio-fuer-kinder.de

PureNature liegt die Natur und Umwelt wirklich am Herzen

Natur-Baum

Umweltbewusst handeln ist für uns bei PureNature kein Greenwashing – Trend, sondern von Beginn an völlig selbstverständlich und stand bei jeder Anschaffung, jeder Umstellung und bei der Auswahl der Sortimentsprodukte an vorderster Stelle. Es ist leichter geworden, umweltbewusst zu handeln und auch Produkte zu finden, die es Ihnen möglich machen, einen Beitrag für Umwelt und Natur zu leisten.

Wir möchten zum diesjährigen Tag der Umwelt Einblick geben in unsere Projekte, unseren umweltbewussten Alltag und unsere Wunschziele. Wir können Ihnen versichern, dass wir weiter überall dort ansetzen, wo es uns möglich ist, um Ressourcen zu sparen oder solche zu nutzen, die nachwachsen.

Mensch und Umwelt sind als Einheit zu sehen

Neben dem Umweltaspekt liegt uns die Gesundheit der Menschen am Herzen, durch deren Hände ein Produkt bei der Beschaffung der Ausgangsmaterialien, Herstellung, Transport, Lagerung, Benutzung und letztendlich der Entsorgung geht. Sie mit möglichst „billigen Produkten“ zu beliefern, ist nicht unsere Maxime, sondern fairer Preis für ein faires, soweit irgend möglich schadstofffreies Produkt mit möglichst langer Lebensdauer – Umwelt und Mensch zuliebe.

Klimaneutraler Paketversand

PureNature versendet in Kooperation mit DHL alle Pakete CO2-neutral durch ein umfassendes Klimaschutzprogramm. Im Rahmen der GoGreen-Initiative von DHL werden die durch den Transport entstehenden CO2-Emissionen nach einem zertifizierten Verfahren (ISO 14064) ermittelt. In Übereinstimmung mit den Zielen und Vorgaben des Kyoto-Protokolls werden diese Emissionen von DHL getragene Klimaschutzprojekte ausgeglichen.

Ihr Paket lässt Bäume wachsen

Über den Versand der Pakete mit GoGreen von DHL werden u. a. folgende Projekte zur Minderung des CO2-Ausstoßes umgesetzt:

  • Wiederaufforstung von Regenwald Amazonas durch die Amazon Rainforest Foundation
  • Umstellung der DHL Flotte in emissionsarme bzw. emissionsfreie Fahrzeuge
  • Einsatz von Solarenergie in den neuen Anlagen der DHL
  • Projektunterstützung Biogasanlage Gundorf
  • Umweltschutziniativen durch DHL weltweit

PureNature bezieht Öko-Strom vom Anbieter “Lichtblick”

Durch den Wechsel zu Lichtblick ist es uns gelungen, den benötigten Strom für unseren gesamten Betriebsbedarf aus garantiert regenerativen Energiequellen wie Wasser, Biomasse, Sonnenenergie oder Windkraft zu beziehen. Zusätzlich unterstützt der Öko-Stromanbieter Klimaschutzprojekte in Ecuador.

Alle Prozesse in unserem Hause werden fortlaufend auf ihre Klimaverträglichkeit hin optimiert – um unnötige CO2-Emission zu vermeiden.

Freisetzen von Chemikalien? Kommt nicht in Frage

Durch Duftstoffe und Chemikalien wird die Umwelt in nicht unerheblichem Maße belastet. Bei PureNature verwenden wir zur Reinigung des Hauses selbstverständlich nur ökologische und duftfreie Putzmittel. Chemische Pestizide sind im Gebäude und auf dem Firmengelände tabu. Zusätzlich herrscht im Firmengebäude und auf dem Firmengelände striktes Rauchverbot. Parfüms und andere Duftstoffe sind ebenfalls unerwünscht und alle PureNature Mitarbeiter verzichten gänzlich darauf. Mit diesen einfach durchzuführenden Maßnahmen stellen wir sicher, dass die Gewässer und die Luft, die wir atmen, nicht unnötig belastet werden. Auch bei diesen Maßnahmen profitiert die Gesundheit gleich mit.

Bewusste Materialauswahl, Recycling

Grundsätzlich versuchen wir bei der Anschaffung von Materialien, die für den Betriebsablauf erforderlich sind, umwelt- und gesundheitsbewusste Entscheidungen zu treffen. Schadstoffarme Computer, Monitore, Drucker oder Faxgeräte, die gleichzeitig auch energieeffizient im Alltag sind, kosten bei der Neuanschaffung zwar etwas mehr Zeit beim Auswählen, aber hinterher erfreut einen deren geringerer Verbrauch und die bessere Luft im Büro. Nicht zuletzt muss man bei der Anschaffung auch schon daran denken, welche Belastung ein Gerät für die Umwelt bei der Entsorgung und für jeden, der dann damit in Kontakt kommt, verursacht. Deshalb nehmen wir uns bei jeder Neuanschaffung die Zeit und recherchieren nach der jeweils besten Lösung.

Was zu recyceln ist, wird von jedem PureNature Mitarbeiter ganz selbstverständlich recycelt. Ob es Glas, Papier, Plastik, Elektronik, abgelaufene Nahrungsmittel sind – alles wird getrennt und immer sachgerecht entsorgt. Tonerkartuschen werden gesammelt und wieder aufgefüllt. Wo es machbar ist, versuchen wir Papier einzusparen und stattdessen bspw. per E-Mail zu arbeiten.

PureNature Kunden sind kritisch und ideenreich

Es vergeht kein Monat, in dem uns nicht wenigstens ein Kunde einen Tipp für ein umweltbewusstes Produkt liefert. Es erfreut richtig mitzuerleben, wie viele Gedanken sich Kunden machen, damit die Umwelt geschont wird und viele andere Menschen in den Genuss von wirklich nachhaltigen Produkten kommen. Unser Möbelsortiment bspw. geht auf die Idee einer Kundin und deren Cousin zurück. Sie riefen bei uns an und stellten eine Idee vor – jetzt gibt es Möbel aus unbelasteten, einheimischen Hölzern, die in einem umweltbewussten Betrieb mit viel Handarbeit gefertigt werden. Wer sich zu einem solchen Stück entscheidet, hat kein Wegwerfmöbel, sondern tolle Handwerksarbeit, die Generationen überlebt. Auch das verstehen wir unter Umweltbewusstsein.

PureNature Mitarbeiter handeln und denken mit

Unsere Mitarbeiter haben schon viele wertvolle Ideen geliefert, um es PureNature zu ermöglichen, umweltbewusster zu handeln. Ob es um Verpackung, umweltbewusstere Lieferanten und Speditionen geht, oder das Einsparen von Energie im Firmengebäude. Die Ideen unserer Mitarbeiter haben als schönen Nebeneffekt oft sogar geholfen zu sparen, was dann neuen Projekten zugutekommt.

Natur unterstützen und Lebensräume schaffen

Ein Wunschziel, das schon länger gehegt wurde, sind wir gerade am realisieren. Schritt für Schritt soll das PureNature Firmengelände zum Biotop werden. Im letzten Herbst fingen wir an, einen Naturteich anzulegen und Natursteinmauern für Eidechsen und anderes Getier zu setzen. Die Bepflanzung des Firmengeländes schreitet ebenfalls Schritt für Schritt voran. Ein ökologischer Obstgarten für die Mitarbeiter und Kunden zum Naschen ist gerade in Werde. Die Arbeitskraft, die in dieses Projekt fließt, und darauf sind wir stolz, leisten wir selbst. Hilfe gibt es durch einen älteren Natur- und Landschaftsgärtner und den Senior-Mitbegründer von PureNature. Belohnt wird die Mühe schon jetzt, wenn man im Büro sitzt und aus dem Fenster schauend allerlei Getier und die zunehmende Zahl von Vögeln, die sich ansiedeln, bestaunen kann.

Thailändische Kokossuppe – schnell, delikat – einfach eine Lieblingssuppe

Thaisuppe

Schnell zubereitet und sehr delikat ist diese thailändische Kokossuppe. Man kann sie als Vorspeise in kleinen Tässchen zu einem Thaigericht servieren oder in einer schönen großen Schale als Hauptspeise.

Zutaten möglichst in Bioqualität:

  • 2 Gläser Hühnerbrühe
  • 2 Kokosmilch (low fat)
  • 2 Esslöffel Currypaste (wahlweise grün oder rot)
  • 1 – 2 Stengel Zitronengras
  • 2-3 cm Ingwerwurzel in Scheibchen schneiden
  • Option: etwas frische Galgantwurzel und/oder Kurkumawurzel
  • Option: Ein paar frische Champignons geschnitten
  • Einige Stückchen Chilischote
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 Esslöffel Limonensaft
  • Frische Korianderblätter

Zubereitung:

Das Zitronengras, Knoblauch und die Currypaste ganz kurz in der Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen. Das Zitronengras nicht klein schneiden, Stengel nur halbieren. Zusammen mit der Hühnerbrühe, Kokosmilch und dem Limonensaft erhitzen (nicht zu stark). Ca. 4 Minuten köcheln lassen. Kurz vor dem Servieren die Korianderblätter zugeben, noch ca. 2 Minuten ziehen lassen. Fertig!

Tipps zum Dekorieren der Suppe

Einige Korianderblätter darüber streuen

In weißem Porzellan oder in einer ausgefallenen Schale servieren, diese auf einen korrespondierenden Teller stellen, einen Stengel Zitronengras quer über die Schale legen und einem chinesischen Porzellan-Suppenlöffel neben die Schale.

Ich kann Euch versprechen, wenn Ihr die Suppe serviert, werdet Ihr ein „hmmm lecker!“ von Euren Lieben ernten.

Guten Appetit,

Eure

Patty Paris

Rosmarin, ein Indikator für Schadstoffe der PCB Klasse

Rosmarin

Das Küchenkraut Rosmarin ist in erster Linie in den südlichen Ländern der Mittelmeerregion zuhause, aber auch in unseren Kräutergärten beheimatet. Für Lammgerichte ist es nahezu unendbehrlich. Wissenschaftler eines pharmakologischen Forschungsinstitutes in Italien fanden aktuell heraus, dass das beliebte Gewürzkraut Schadstoffe anreichert.

Das eigentliche Ziel der Studie, die italienische Wissenschaftler in der norditalienischen Region Mantua durchführten, war herauszufinden, ob die Bevölkerung durch Schadstoffrückstände in Obst und Gemüse erkranken kann. Die Region Mantua ist sehr industriereich und entsprechend ist die Belastung mit PCB’s und Furanen, die als Flammschutzmittel dienen. Beide Schadstoffklassen reichern sich im Körper an und gelten u.a. als krebserregend.

Die Konzentrationen der Schadstoffe, die von den Wissenschaftlern ermittelt wurden, waren gering und laut deren Einschätzung stellen sie keine direkte Gefahr für die Bevölkerung dar. Fast alle Gifte waren unter der Nachweisgrenze. Eines stellten die Forscher jedoch fest, nämlich, dass die PCB-Konzentrationen in Rosmarin viel höher waren als in jeder anderen Kultur, was darauf hindeutet, dass Rosmarin die Schadstoffklasse der PCB’s akkumuliert und dass diese Pflanze daher als “Wächter” zum Nachweis dieser Schadstoffe in der Umwelt vorgeschlagen werden kann.

Für den Verbraucher ist diese Studie eine Warnung, den Verbrauch von Rosmarin in der Küche dahingehend einzuschränken, dass man das Küchenkraut nur dann verwendet, wenn es aus schadstoffkontrolliertem Anbau kommt oder aus dem eigenen Garten, sofern man in einer unbelasteten Gegend und nicht in der Nähe von Industrie wohnt.

Autor: Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 16. Februar 2010

Literatur:

Grassi P, Fattore E, Generoso C, Fanelli R, Arvati M, Zuccato E.,(PCBs), polychlorinated dibenzo-p-dioxins (PCDDs) and dibenzofurans (PCDFs) in fruit and vegetables from an industrial area in northern Italy, Department of Environmental Health Sciences, Mario Negri Institute for Pharmacological Research, Chemosphere. 2010 Feb 10.

Die schönsten Schmetterlinge, Pfauenauge, Schwalbenschwanz und wie sie alle heißen…

 Junge auf Schmetterlingssuche

 

Aktionswochenende „Abenteuer Faltertage“: Jeder Schmetterling zählt

 

So viele Schmetterlinge wie dieses Jahr gab es schon lange nicht mehr. Überall wo es blüht, fliegen die farbenprächtige Flugakrobaten herum und erfreuen die Betrachter. Kann es sein, dass wir die vielen Schmetterlinge in diesem Jahr durch das Verbot einiger Herbizide in der Landwirtschaft beschert bekamen? Möglich wäre es und eine erfreuliche Tendenz, die für mehr ökologisch orientierte Landwirtschaft, anstatt chemieorientierter Bearbeitung von Feldern und Wiesen, spricht.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ruft bundesweit dazu auf, am Wochenende des 15. und 16. August bei Ausflügen in die Natur, im Garten oder im Park Schmetterlinge zu zählen. Vorkenntnisse seien nicht erforderlich. Der BUND stellt einen Zählbogen mit Abbildungen zur Verfügung, mit dem zehn heimische Schmetterlingsarten leicht bestimmt und erfasst werden können. Am ersten Aktionswochenende “Abenteuer Faltertage“ in diesem Frühling seien so viele Distelfalter wie seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen worden. Schmetterlinge wie der Schachbrettfalter zeigten sich jedoch erst im Sommer. Das Landkärtchen flöge bereits in der zweiten Generation.

Christiane Bohn, BUND-Schmetterlingsexpertin: „80 Prozent der heimischen Tagfalter stehen auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Aber auch viele andere Tiere und Pflanzen sind vom Aussterben bedroht. Siedlungs- und Straßenbau sowie die Pestizide der Landwirtschaft verdrängen sie aus ihren Lebensräumen. Mit der Aktion „Abenteuer Faltertage“ will der BUND mehr Bewusstsein für die bedrohte Natur um uns schaffen. Denn nur wer die Natur kennt und liebt, wird sie auch schützen.“

SchwalbenschwanzDa der BUND die Ergebnisse der Zählungen in internationale Untersuchungen über die Verbreitung von Schmetterlingen einfließen lasse, trage die Aktion “Abenteuer Faltertage” zum europaweiten Schmetterlingsschutz bei. Die Zahlen zum Vorkommen der heimischen Falter werden zum Jahresende 2009 auch im Internet auf der Webseite des BUND veröffentlicht.

Zählbögen und weitere Informationen unter BUND Faltertage oder Telefon 030 – 275 86 442.

Literatur: BUND, Aktionswochenende „Abenteuer Faltertage“: Jeder Schmetterling zählt, Pressemitteilung vom 12. August 2009