Archiv der Kategorie ‘Duftstoffallergie‘

Gesetzesentwurf im Dänischen Parlament: Regelung von Duftstoffen im öffentlichen Bereich

Dänisches Parlament debattiert über Regelungen zu Duftstoffen

Seit einigen Jahren setzen sich zwei dänische MCS-Selbsthilfegruppen dafür ein, dass gesetzliche Regelungen für Duftstoffe und Parfüms im öffentlichen Bereich geschaffen werden. Insbesondere im Gesundheitswesen sollen Duftstoffe einer strikten Regelung unterzogen werden.

Durch ihre Chemikalien-Sensitivität (MCS) ist es den Mitgliedern der beiden Organisationen in der Regel nicht möglich, sich in ein Krankenhaus oder andere medizinische Einrichtungen zu begeben. Einer der Hauptgründe dafür sind Parfüms, After Shave, Weichspüler, Deo’s, Body Lotion’s und Raumduftsprays denen man überall begegnet. Schwere gesundheitliche Beschwerden sind für diese Erkrankten, als auch für Allergiker und Asthmatiker häufig die Folge.

Der mehrjährige massive Kampf durch die beiden dänischen Selbsthilfegruppen für Chemikaliensensible, MCS-SHG e.V. und MCS-Danmark trägt nun Früchte:

Im dänischen Parlament wurde am 23. Februar ein Gesetzesentwurf mit dem Titel: „Gesetzesentwurf zur Entwicklung von Richtlinien für Duftstoffe in Krankenhäusern und Kindertagesstätten“ debattiert.

Die von MCS-Danmark formulierte „Duftpolitik“ schuf die Grundlage für den Gesetzesentwurf. Diese Initiative erfolgte im Anschluss an eine Eingabe von MCS-Danmark vom November 2009 im dänischen Parlament. Die Eingabe war dem Ausschuss für Umwelt und Planung und dem Ausschuss für Gesundheit vorgelegt worden. Die beiden dänischen Organisationen ließen verlauten: „Wir sind superfroh, dass dieser Kampf nun endlich Früchte tragen wird!“

Einige der Vorstandsmitglieder von MCS-Danmark waren bei dieser ersten Behandlung des Gesetzesentwurfs anwesend.

Autor: CSN – Chemical Sensitivity Network, 23. Februar 2010

Oh, bloß keine Allergien zu Valentine verschenken!

Ich liebe Dich

„Ich liebe Dich!“ – wie sage ich diese drei Worte meiner Liebe des Lebens an Valentine? Die Kreativen unter uns haben es einfach, ihnen fällt immer etwas ein, mit dem sie ihre Liebe auf überwältigende Weise zum Ausdruck bringen. Die meisten werden allerdings bei Blumen oder Pralinen als Geschenk enden. Ein hübscher Strauß Blumen oder eine edle Auswahl Pralinen sind auch etwas Nettes über das sich jeder freut, außer denjenigen, die Allergien haben. Für diese „Valentines“ kann der Tag der Liebenden, wenn man das falsche Geschenk überreicht, mit laufender Nase, juckenden Augen, oder Kopf- und Magenschmerzen enden.

Allergisch auf Blumen und Gräser

Gerade in der Frühlingszeit geht es vielen Pollenallergikern schlecht. Hasel und Weide sorgen für die ersten Symptome. Die hübschen Frühlingsboten im Blumenladen sind normalerweise kein Problem, es sei denn, es sind Gräser oder Weidenkätzchen in den Strauß miteingebunden. Ist ein Pollenallergiker allerdings sowieso schon am reagieren, weil beispielsweise die Weiden ums Haus blühen, dann können die bunten Blumen aus dem Blumenladen zu weiterer Symptomverschlechterung führen. Auf jeden Fall sollte daher, wenn es Blumen zu Valentine sein sollen, die Wahl auf solche Blumen fallen, die nicht stark riechen und keine stark pollenbehafteten Blütenstempel haben. Von Gräsern, Weidenkätzchen und Haselzweige ist ganz abzusehen, lieber ein schönes Herzchen aus Keramik oder Holz.

Inhaltstoffe in Pralinen können Allergien auslösen

Allergien auf Schokolade sind äußerst selten anzutreffen. Bedenklich sind eher die sonstigen Inhaltsstoffe, vor allem Erdnuss und Soja. Erdnussallergiker müssen sehr aufpassen, denn schon Spuren von Erdnüssen können Reaktionen auslösen, die bis zu anaphylaktischem Schock reichen. Soll es doch etwas aus Schokolade sein, muss bei einer allergischen Person darauf geachtet werden, dass die bedenklichen Inhaltsstoffe unter Garantie nicht enthalten sind. Es gibt Hersteller die laktosefreie, sojafreie, glutenfreie oder nussfreie Schokolade anbieten. Das kann dann für einen „Valentine“, der immer Verzicht üben muss, eine ganz besondere Überraschung sein.

Parfüms – nichts für Allergiker, Asthmatiker und Chemikaliensensible

Sehr beliebt als Geschenk zu Valentine sind Parfüms. Neben der Tatsache, dass die meisten Parfums reine Chemikaliencocktails sind, muss bedacht werden, dass besonders Allergiker, Asthmatiker und Chemikaliensensible schwerste gesundheitliche Reaktionen erleiden können.  Ein duftfreies Cremebad oder eine pflegende hypoallergene Creme oder ein Nagellack für Allergiker ohne Lösungsmittel werden hingegen sicher sehr erfreuen.

Autor: Patty Paris, 11. Februar 2010

Für die Behandlung beim Allergologen gibt es kein Budget

Allergiehände 

Akuter Allergie-Notstand 

Jeder dritte Deutsche ist allergiekrank. Jeder Vierte, insgesamt also etwa 20 Millionen Menschen in Deutschland, hat nach Schätzungen des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen (ÄDA) Heuschnupfen. Die Betroffenen leiden unter allergischem Schnupfen, juckenden Augen und einem stark beeinträchtigten Allgemeinbefinden. Ohne ausreichende Therapie erkranken 40 Prozent der Heuschnupfenpatienten an Asthma, das oft lebenslang bestehen bleibt und hohe Folgekosten verursacht. Noch dramatischer sind die Folgen einer lebensbedrohlichen Allergie auf Nahrungsmittel oder Insektengifte. Bei drei Prozent der Bevölkerung, das sind mehr als zwei Millionen Menschen in Deutschland, besteht die Gefahr, nach dem Stich einer Wespe oder Biene an einem Allergieschock zu sterben. Doch die fachärztliche Versorgung der Allergiepatienten steht am Abgrund: Für die Behandlung beim Allergologen gibt es kein Budget. Ein akuter Allergie-Notstand ist unausweichlich.

Allergiebehandlung ist dem Gesundheitssystem keinen Euro wert

„Fachärzte mit einer zusätzlichen Weiterbildung in Allergologie können Allergien wirkungsvoll bekämpfen. Sie bekommen dafür von der Kassenärztlichen Vereinigung allerdings kein Geld“, erklärt ÄDA-Präsident Professor Dr. Wolfgang Czech aus Villingen-Schwenningen. Allergiekranke Menschen werden von verschiedenen Fachärzten behandelt, beispielsweise von Hautärzten, HNO-Ärzten, Pneumologen oder Kinderärzten. Die meisten dieser Ärzte haben dafür eine allergologische Zusatzausbildung absolviert und können als Allergologen eine qualifizierte Diagnostik und Therapie bieten. Sie erhalten dafür jedoch kein zusätzliches Honorar, denn seit dem 1. Januar 2009 steht Fachärzten nur pauschal eine feste Summe für die komplette Behandlung des Patienten, das so genannte Regelleistungsvolumen (RLV), zu. So erhalten Hautärzte im 3. Quartal 2009 im Bundesdurchschnitt ca. 17 Euro für die dreimonatige Behandlung ihrer Patienten und HNO-Ärzte ca. 30 Euro. Für die Diagnostik und Therapie von Allergiepatienten gibt es keinerlei Zuschläge. Ausnahme: Die allergologisch tätigen Hautärzte in Baden-Württemberg erhalten im Quartal ein Extrabudget von 3,45 Euro (1,15 Euro monatlich) – allerdings bei vergleichbar niedrigeren RLV.

Es liegt auf der Hand, dass auch mit 1,15 Euro im Monat keinem Allergiker geholfen werden kann, denn dafür ist keine allergologische Untersuchung, Diagnostik und Behandlung möglich. „Das für drei Monate vorgesehene Budget des Facharztes ist bereits beim ersten Arztbesuch des Patienten nahezu ausgeschöpft“, erläutert Czech. Das wissen die Verantwortlichen bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung selbstverständlich. Die Honorare der Fachärzte werden derzeit bei knappen Ressourcen beschnitten, um den gesundheitspolitischen Willen – die Anzahl der ambulant tätigen Fachärzte zu senken – durchzusetzen. Das geschieht auf Kosten der allergiekranken Menschen. „Für Allergologen ist es nicht nachvollziehbar, dass die Gesundheitspolitik allergiekranken Patienten die notwendige Versorgung vorenthält. Meistens sind Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene betroffen. Es handelt sich also um die Menschen, die für die Zukunft unseres Landes stehen. Völlig unberücksichtigt bei gesundheitspolitischen Entscheidungen bleiben die dramatische epidemiologische Entwicklung allergischer Erkrankungen und die sich daraus entwickelnden negativen Folgen für die Volkswirtschaft“, kritisiert Dr. Kirsten Jung, Vorstandsmitglied des ÄDA aus Erfurt. „Wir brauchen ganz dringend ein zusätzliches Extrabudget für die allergologische Versorgung unserer Patienten!“

Spezifische Immuntherapie muss den Patienten weiterhin zur Verfügung stehen

Für die fachärztliche Behandlung eines Allergiepatienten sind mehrere Arzttermine erforderlich, denn einer erfolgreichen Allergietherapie geht eine sehr sorgfältige Diagnosestellung voraus. Anhand der Ergebnisse der Untersuchungen können nur Allergologen eine spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung), die als einzige Therapie den Beginn einer Allergie-Karriere stoppen kann, empfehlen bzw. festlegen. Der Arzt injiziert einem Allergiker dazu über einen Zeitraum von etwa drei Jahren regelmäßig ein für ihn speziell ausgesuchtes Allergenpräparat unter die Haut des Oberarms, bis das Immunsystem des Allergikers sich an den Allergieauslöser gewöhnt hat.

Professor Wolfgang Czech fürchtet, dass immer weniger Patienten eine spezifische Immuntherapie erhalten: „Sollte sich an der derzeitigen gesundheitspolitischen Situation nichts ändern und eine Immuntherapie der Patienten wirtschaftlich unmöglich bleiben, werden wir in den nächsten Jahren stark ansteigende Zahlen von Asthmapatienten erleben.“ Bei Heuschnupfenpatienten können Allergologen nur mit einer spezifischen Immuntherapie der Entwicklung eines Asthma bronchiale vorbeugen. Die Behandlung führt außerdem zu einer langfristigen Besserung der Beschwerden und kann weitere Allergien verhindern. Für Insektengiftallergiker, die an ihrer Allergie sterben können, ist eine Immuntherapie besonders wichtig. Die Behandlung hilft bei ihnen nahezu hundertprozentig und kann lebensrettend sein.

„Wenn Entscheidungsträger im Wahljahr nicht nur Lippenbekenntnisse zur Versorgung Allergie-Kranker abgeben wollen, müssen endlich notwendige zusätzliche finanzielle Mittel für Allergiker bereitgestellt werden, um allergologisch tätigen Ärzten diese wichtige Therapieform außerhalb des Regelleistungsvolumens zu ermöglichen“, fordert Kirsten Jung vom Ärzteverband Deutscher Allergologen. Die seit Januar 2009 gültige Honorarreform für vertragsärztliche Leistungen macht jedoch eine fachärztliche Allergie-Diagnostik und  -Therapie praktisch unmöglich. Immer mehr Mitglieder des ÄDA signalisieren dem Vorstand des Allergologenverbandes, dass sie keine subkutane Immuntherapie mehr durchführen können, die Behandlung von Allergiepatienten aufgeben müssen und sich vorwiegend ihrem eigentlichen Fachgebiet (Dermatologie, HNO, Pädiatrie, Pneumologie) widmen werden. Leidtragender ist jeder Allergiepatient.

Literatur: Ärzteverband Deutscher Allergologen, Akuter Allergie-Notstand, 6. August 2009

Wissenschaftler finden Allergene und Chemikalien im Badewasser von Babys

Chemikalien im Babybadewasser gängig

Die meisten Babys lieben das tägliche Bad und wollen kaum aus der Wanne. Vor allem, wenn noch Spielzeug mitgenommen wird, gibt es Riesengeschrei, wenn die Mutter sie aus dem Bad holen will. Doch das Babybad kann bedenklich sein, folgt man den neuesten Forschungsergebnissen spanischer Wissenschaftler. Sie entdeckten im Badezusatz für Babys und in Hygieneprodukten für Babys eine ganze Reihe von Allergenen und Chemikalien, die gesundheitlich bedenklich sind.

Chemiker untersuchen Badewasser von Babys

Eine Gruppe von Chemikern der University of Santiago de Compostela (USC) hat eine Methode entwickelt, um die Duftstoffallergene, die man im Badewasser von Babys findet, zu quantifizieren. Die Wissenschaftler analysierten richtige Badewasserproben und entdeckten bis zu 15 allergieauslösende Substanzen, die aus Kosmetika und Hygieneprodukten stammten. Hierzu zählten auch Seifen, Gels, Parfüms und Badezusätze.

„Bei der Anwendung der neuen Methode bei acht verschiedenen richtigen Proben des täglichen Bades einer Reihe von Babys im Alter zwischen sechszehn Monaten und zwei Jahren, fanden wir alle Substanzen, nach denen wir suchten, in mindestens einer Probe,” sagte Maria LIompart, Co-Autorin der Studie, die diesen Monat in der Fachzeitschrift Analytical and Bioanalytical Chemistry erschien.

Allergene und Chemikalien über Grenzwert

Die Wissenschaftler fanden mindestens sechs von fünfzehn Verbindungen in allem Proben. In einigen Fällen waren die Konzentrationen extrem hoch und überschritten 100ppm. Verbindungen die gefunden wurden, waren u.a. Benzyl Salicylat, Linalol, Coumarin und Hydroxyl Citronella.

“Das Vorhandensein und die Höhe dieser chemischen Agenzien im Badewasser von Babys sollte ein Grund der Besorgnis sein,” sagte Prof. Dr. LIompart, “im Sinn behaltend, dass Babys täglich 15 Minuten und länger spielend in der Badewanne verbringen und dass sie diese Substanzen und andere Chemikalien über die Haut absorbieren können, als auch inhalieren, und das Badewasser nicht selten sogar absichtlich oder unabsichtlich verschlucken.”

Neue Methode zur Feststellung von Duftstoffen

Die Allergene der vorliegenden Studie konnten durch die hohe Sensibilität der Messmethode festgestellt werden. Es wurde erstmalig die Solid-Phase Micro Extraction -SPME Technik eingebracht, um die Inhaltsstoffe von Kosmetika und Hygieneprodukten für Kinder festzustellen.

Die Wissenschaftler setzten außerdem die herkömmlich verwendete Gas-Cromatographie ein, um die Verbindungen zu separieren, und Massenspektometrie zur Identifizierung und Messung der Konzentration der Duftstoffe.

Gesetze im Hinblick auf Babys zu lasch

Die Europäische Gesetzgebung verlangt, dass diese Substanzen, wenn sie in einem Produkt enthalten sind, auf dem Etikett aufgeführt werden, wenn sie eine bestimmte Konzentration übersteigen. Einige Organisationen äußern jedoch ihre Besorgnis, dass diese Grenzwerte viel zu tolerant seien, insbesondere dann, wenn sie in Produkten für Babys und Kinder enthalten sind.

Weniger ist gesünder

Um die Gesundheit von Babys nicht zu gefährden und sie während des Bades sogar unnötigerweise Allergenen und toxischen Chemikalien auszusetzen, sollten Eltern die Produkte, die sie zur Babypflege verwenden, streng unter die Lupe nehmen. Duftstoffe sollten in Babyprodukten genauso tabu sein wie Chemikalien. Ein mildes ökologisches Babyshampoo, zum Waschen eine einfache von Natur aus rückfettende Olivenölseife, und wenn es etwas duften soll, ein paar Rispen Lavendel aus dem Garten sind völlig ausreichend.

Autor: Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 20. Juli 2009

Literatur:

J. Pablo Lamas, Lucia Sánchez-Prado, Carmen Garcia-Jares y María Llompart. “Solid-phase microextraction gas chromatography-mass spectrometry determination of fragrance allergens in baby bathwater”. Analytical and Bioanalytical Chemistry 394 (5): 1399-1411, julio de 2009.

Gericht nimmt Klage wegen Krankheit durch Parfum einer Angestellten an

Krank durch Parfum der KolleginDas Szenario könnte in jedem Büro stattgefunden haben. Eine Mitarbeiterin benutzt starkes Parfum oder andere Kosmetika mit Duftstoffen im Übermaß. Eine der Kolleginnen hält es nicht aus, bittet um Verständnis und den Parfumgebrauch zu minimieren oder einzustellen, weil sie z.B. Kopfschmerzen, Schwindel oder schwere Atemwegsbeschwerden bekommt. Nichts passiert, die Kollegin bleibt bei ihrem Parfum, will nicht verzichten. Ihre Kollegin wird immer kränker und muss öfter Zuhause bleiben. Eine Amerikanerin sah dies nicht ein und ging vor Gericht. Der Richter hat den Fall diese Woche zur Verhandlung zugelassen.  

Durch Parfum arbeitsunfähig

Eine Angestellte einer Planungsbehörde hatte im vergangenen Jahr ihren Arbeitgeber, die Stadt Detroit verklagt, weil das starke Parfüm einer Mitarbeiterin ihre Arbeitsfähigkeit verhinderte. Der Gerichtsprozess wurde im vergangenen Jahr vor dem US Bezirksgericht in Detroit verhandelt. Die Stadt ging in Widerspruch, der Richter entschied am vergangenen Dienstag, dass die Klägerin einen berechtigten Grund hätte und der Prozess weiter fortgeführt würde. Aussicht auf Erfolg besteht, wie ein ähnlicher Fall beweist.

 

Ohne Rücksicht auf die Gesundheit der Kollegin

McBride hatte ihre Arbeit bei der Planungsbehörde im Jahr 2000 angetreten. Die vorgebrachten Probleme begannen im Juli 2006, als eine neue Kollegin in die Abteilung kam. Sie wurde augenblicklich krank durch deren Parfum und persönlichen Raumduftvernebler.

McBride berichtete damals, dass sie seitdem signifikante Zeit von ihrer Arbeit fernbleiben musste. Sie hätte sogar eine Fertilitätsbehandlung abbrechen müssen, weil sie andere Medikamente nehmen musste.

 

Die Klageschrift legt dar, dass die Mitarbeiterin einen starken Duft benutze und einen Raumduftvernebler im Arbeitsraum betrieb, der dafür sorgte, dass McBride krank nach Hause gehen musste. Die Dame willigte später zwar ein, damit aufzuhören, den Raumduftvernebler zu betreiben, benutzte aber weiterhin ihr Parfüm.


Die Anklage McBrides besagte, dass ihre Arbeitsumgebung den Americans with Disabilities Act, die amerikanische Schwerbehindertengesetzgebung, verletze. McBride bat um ein Verbot solcher Duftstoffe auf ihrem Arbeitsplatz und führte Atemwegsbeschwerden und unspezifische Symptome an.

 

Richter erkennt Beschwerden an

Gegenüber der Tageszeitung Detroit News gab Richter Zatkoff zu verstehen, dass Susann McBride ausreichend Nachweis erbracht hätte, dass ihre Atmung signifikant eingeschränkt sei durch das Parfum einer Mitarbeiterin und dass es eine mögliche Beschwerde gemäß dem staatlichen Gesetz zum Schutz von Behinderten sei, das dazu diene, Behinderte vor Diskriminierung an öffentlichen Orten und Arbeitsplätzen zu schützen. Es sei nicht klar, ob die Stadt angemessene Schritte eingeleitet hätte, um McBrides Beschwerden entgegenzukommen.

 

Alison Johnson, Vorsitzende der Chemical Sensitivity Foundation, einer gemeinnützigen Stiftung, die sich für die Rechte Chemikaliensensibler einsetzt, sagte gegenüber der Zeitung:“ Diese Sensitivitäten gegenüber Parfum sind sehr real, und ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie viele Leben sie ruinieren. Vielleicht ist dies ein Anfang, um anzuerkennen, dass diese Dinge sehr ernsthaft sind.“

 

McBride kämpfe in erster Linie nicht um Geld, sondern um die Menschen über diese Thematik aufzuklären und um freiwillige Kooperation zur Unterstützung der Betroffenen zu erwirken, dort wo es möglich ist.

 

Aussicht auf Erfolg ist möglich
Der Fall von Susann McBride hat Aussicht auf Erfolg. Im Jahr 2005 gewann DJ Eric Weber 10.6 Millionen Dollar durch einen Urteilsspruch gegen ihren Arbeitgeber WYCD (99.5 FM), nachdem sie erklärt hatte, dass sie durch das Parfüm eines Radiokollegen krank gemacht wurde. Aber Bezirksrichter George Caram Steeh reduzierte die Urteilssumme auf 814.000 Dollar, weil für ihn der Beweis nicht klar war, dass Weber Parfümallergie habe.

 

Die Verhandlung des McBride Falles wird für nächstes Jahr erwartet.

Der Anwalt von McBride und Alison Johnson, die Vorsitzende der Stiftung für Chemikaliensensible, sagten am Mittwoch einstimmig, dass Richter Zatkoff’s Entscheidung, den Fall weiter zu verhandeln, äußerst signifikant sei.

 

Autor:

Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 27.11.2008

 

 

Waschbär-Look: Kontaktdermatitis um die Augen durch Konservierungsmittel, Duftstoffe und Nickel

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Ausschlag, Rötungen rings um die Augen können durch Kontaktkonjunktivitis, Kontaktallergien und / oder gleichlaufend mit irritativem Augenlid oder in Kombination auftreten. Das Problem wird oft „Waschbär-Syndrom“ genannt, weil Betroffene durch die ringförmig um die Augen auftretende Dermatitis Ähnlichkeit zu dem schwarzweißen Bären aufweisen. Als Auslöser fanden Wissenschaftler Umweltallergene.

 

Waschbär-Syndrom durch Umweltallergene?

Wissenschaftler der Semmelweiß Universität in Budapest testeten in einer Studie 401 Patienten mittels standardisierter Hauttests (Patchtests) auf eventuelle Umweltallergien und auf typische Kontaktallergene für die Augen. 

 

Waschbärringe um die Augen

Das Wissenschaftlerteam stellte bei 34.4% der Studienteilnehmer eine Kontakthypersensitivität fest. Das höchste Auftreten (51.18%) fanden sie bei Patienten ohne jegliche weiteren Symptome. Im Zusammenhang mit Augenbeschwerden trat Rötung um die Augen bei 30.4% auf und im Zusammenhang mit atopischer Dermatitis bei 27.9% der Patienten.

 

Ursache: Umweltallergene

Als Ursache für die Kontaktdermatitis um die Augen fand das Team aus Ungarn verschiedene Allergene und sensibilisierende Substanzen. Von 401 Patienten reagierten 8.9% auf Nickelsulfat, gefolgt wurde dieser Hauptauslöser von Duftstoffen (Duftstoffmix I, Perumbalsam) und Konservierungsmitteln (Thiomersal, Paraphenylendiamine (PPD)). Bei der Testung von typischen Allergenen fürs Auge wurde bei 9 von 113 getesteten Patienten (6.7%) eine Kontakthypersensibilität entdeckt. Hierbei wurden am häufigsten Allergien auf Cocamidopropyl betain, Idoxuridin, Phenylephrine hydrochlorid, Na-Chromoglyzinat und Papain festgestellt, die allesamt auch als Bestandteile in handelsüblichen Kosmetika gefunden werden können.

 

Umweltallergene vermeiden

Der Studie zufolge sind Kontakthypersensitivitäten relativ häufig vertreten bei Patienten mit Kontaktdermatitis rings um die Augen. Insbesondere wenn diese Symptomatik alleine auftritt, ist eine Allergietestung sehr sinnvoll, um die Ursache zu spezifizieren und zu beheben. Die Wissenschafter waren erstaunt, wie häufig umweltbedingte Allergene Auslöser für die Kontaktdermatitis rings um die Augen waren, im Gegensatz zu den klassischen Allergenen (nur 1.5%).

 

Als häufigste Auslöser benannten die Wissenschaftler aus Budapest Nickelsulfat, Duftstoffmix I, Perubalsam und die Konservierungsmittel Thiomersal und Paraphenylendiamine (PPD). Beim Auftreten von Kontaktallergien um den Augenbereich sollte daher stets eine Allergie gegenüber Nickel, Duftstoffen und Konservierungsstoffen in Betracht gezogen werden. Ist eine solche Allergie vorhanden, müssen die Auslöser konsequent vermieden werden, um eine Besserung zu erreichen.

 

 

Autor:

Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 4. September 2008

 

Literatur:

Temesvári E, Pónyai G, Németh I, Hidvégi B, Sas A, Kárpáti S., Periocular dermatitis: a report of 401 patients, Faculty of Medicine, Department of Dermatology, Venerology and Dermatooncology, Semmelweis University, Budapest, Hungary, J Eur Acad Dermatol Venereol. 2008 Aug 29

 

Test mit patienteneigenem Parfum zeigt Allergie

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Parfums enthalten oft mehrere Hundert Chemikalien

 

In einer Langzeitstudie (1998 – 2002) der Universität Erlangen

wurden Patienten mit einer Kontaktallergie auf Duftstoffe untersucht. Man nahm dazu Parfums, Deos und Aftershaves, die von den Patienten aufgrund des Verdachtes auf Unverträglichkeit mitgebracht wurden.

 

 Zusätzlich wurden einzelne Duftstoffallergene untersucht. Im Verlauf des Studienzeitraums wurden 1468 Patienten mit 2557 einzelnen Produkten (Deos – 1094, Eau de Toilette – 598, Parfums – 530, Pre- oder Aftershave – 325) getestet.

 

Positive Testergebnisse wurden bei 129 Patienten festgestellt. Bei 58 Patienten zeigte kein anderer Duftstofftest, außer der auf das mitgebrachte Produkt an. Es wurde dadurch ein starker Zusammenhang zwischen den mitgebrachten Produkten und der jeweiligen Kontaktsensibilität ermittelt.

 

Ylang-Ylang Öle, Propolis und besonders Eichenmoos stellten sich zusätzlich als absolut schwere Allergene bei den Patienten heraus, die bei Parfums positiv getestet hatten.

 

Die Wissenschaftler befanden, dass Hauttests (Patchtest) mit mitgebrachten verdächtigen Produkten eine einfache, sichere und effektive Methode sind, um eine klinisch relevante Kontaktsensibilität zu diagnostizieren. Besonders im Hinblick darauf, das Rezepturen von Produkten ständig wechseln, sind Tests mit herkömmlichen „Screening Allergenen“ meist unzureichend.

 

Anmerkung: Für Patienten mit Verdacht auf Chemikalien-Sensitivität sind solche Testverfahren nicht geeignet, da diese Patientengruppe sehr schwere, nicht vorhersehbare Reaktionen entwickeln kann.

 

Autor:

Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, Mai 2008

 

Literatur:

Uter W, Geier J, Schnuch A, Frosch P., Patch test results with patients’ own perfumes, deodorants and shaving lotions: results of the IVDK 1998-2002, J Eur Acad Dermatol Venereol. 2007 Mar; 21(3):374-9

Schluss mit Duftstoffen in schwedischen Krankenhäusern

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Nachdem es in den USA und Kanada bereits viele Krankenhäuser, Schulen und Universitäten gibt, die Duftstoffe wie Parfüm, Deo, After Shave, Weichspüler, etc. verbieten, soll nun auch in Schweden Vernunft zum Wohle der Gesundheit eintreten. Insbesondere sollen Personen mit Allergien und Multiple Chemical Sensitivity (MCS) durch ein Duftstoffverbot geschützt werden. Diese Personengruppen erleiden bei minimalem Kontakt bereits leichte bis sehr schwere Symptome, die von Kopfschmerzen, Hautreaktionen, asthmatischen Beschwerden bis zu Schockreaktionen reichen können.Die Krankenhausbehörde von Göteborg/Schweden bereitet derzeit einen Maßnahmenkatalog vor, der Duftstoffverboten in den USA nachkommt. Parfüms und andere stark duftende Produkte des persönlichen Bedarfs sollen in Krankenhäusern verboten werden. Insgesamt 49 Gemeinden in der Region Göteborg streben die Einführung eines vollständigen Duftstoffverbotes an, war von der schwedischen Online Zeitung „The Local“ zu erfahren. 

In den USA gibt es bereits seit Jahren zahlreiche Krankenhäuser, die von medizinischem Personal, Patienten und Besuchern strikt einen Verzicht von Duftstoffen fordern. Gleiches gilt für über 30 Universitäten, die über ihren ganzen Campus Duftstoffverbot verhängt haben, aus Rücksichtnahme für allergische und chemikaliensensible Studenten und Mitarbeiter.Der Grund des Duftstoffverbotes an schwedischen Krankenhäusern liegt darin, dass ca. 6% der Bevölkerung des Landes bereits unter einer Hypersensibilität gegenüber Duftstoffen leidet. Das kommt bisherigen amerikanischen und kanadischen Erhebungen nahe, auch dort leiden immer mehr Menschen unter körperlichen Beschwerden, wenn sie mit Duftstoffen bereits in geringer Konzentration in Kontakt kommen. Dies hat sogar ganze Städte, bspw. Flagstaff oder Calgary, dazu bewogen, den Duftstoffen den Kampf anzusagen. Kein leichtes Unterfangen, denn die Duftstoffindustrie steht sofort Gewehr bei Fuß und versucht mit Gegenkampagnen solche Bestrebungen zu unterbinden.In der Region Göteborg werden von dem geplanten Duftstoffverbot in Krankenhäusern etwa 50.000 Angestellte betroffen sein, hinzukommen Patienten, die in den medizinischen Einrichtungen Behandlung bekommen. Eine sinnvolle Maßnahme, wenn man bedenkt, dass viele Parfüms aus mehreren Hundert chemischen Einzelsubstanzen bestehen, die kranke Menschen leichter beeinträchtigen und deren Genesung verzögern oder in Frage stellen können. 

Die international bekannte schwedische Wissenschaftlerin Eva Millqvist teilte gegenüber TV4 mit, dass man bisher nicht vorhabe, Duftstoffverbotsschilder an den Türen anzubringen, stattdessen wolle man eine breit angelegte Informationskampagne durchführen, in der Hoffnung, dass Krankenhauspersonal und Patienten der neuen Regelung Respekt erweisen und auf Duftstoffe verzichten. Prof. Millqvist ist seit Jahren in die Forschung über Reaktionen auf Duftstoffe involviert und publizierte einige sehr wichtige Erkenntnisse auf diesem Gebiet. Durch ihre Forschung konnte mehrfach belegt werden, dass Chemikaliensensitivität organische Ursachen hat. 

In Deutschland steht man Duftstoffverboten bisher konträr gegenüber. Außer drei Warnmeldungen des Umweltbundesamtes erfuhren Allergiker und MCS Erkrankte bisher keine Unterstützung. Im Gegenteil, die Zahl der öffentlichen Gebäude und Krankenhäuser, die Duftstoffvernebler installieren, nimmt zu, sehr zum Leidwesen von Menschen, die auf diese Duftstoffchemikalien reagieren. 

Autor:
Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, März 2008 

Nachhaltig Reisen – Grüner Tourismus ist angesagt

beachhauser-ii.jpgDie Dominikanische Republik, ein beliebtes Reiseziel der Deutschen, ist das diesjährige Partnerland der weltgrößten Reisemesse. Die ITB öffnet zum 42. Mal ihre Pforten vom 5. – 9. März 2008 unter dem Berliner Funkturm. Bei der diesjährigen Internationalen Tourismusbörse präsentieren sich ca. 11.000 Aussteller aus 186 Nationen auf einer Ausstellungsfläche von etwa 150.000 Quadratmetern. Die Messeveranstalter rechnen in diesem Jahr mit 180.000 interessierten Besuchern.

Wir Deutschen sind die Reiseweltmeister schlechthin. Die weltgrößte Reisemesse gilt demnach als Magnet für Fachbesucher und Touristen zugleich. Für das Publikum sind die Messehallen am 8. und 9. März geöffnet und interessante Neuigkeiten warten für Reisesüchtige.

„Umweltverträgliches Reisen“ ist das Motto in diesem Jahr. Gut so, denn die Schönheit der Natur liegt uns allen am Herzen, schließlich möchten wir als Touristen keine umweltverschmutzten Stätten besuchen, bzw. gezielt dem Klimawandel entgegenwirken.

Die Reisebranche ist weltweit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und vielerorts, wie in den Südseeregionen, die einzige Einnahmequelle. Doch gerade diese Regionen mit ihrem fragilen Ökosystem, müssen geschützt werden. Das erkennt auch die Reisebranche zunehmend. Bedingt durch den Klimawandel sind Klimaschutz und umweltverträgliches Reisen die schwerpunktmäßigen Trends der globalen Reiseindustrie.

Grünes Reisen für unsere Umwelt
Es zeichnet sich hoffnungsvoll ab, dass jetzt neben dem auch beim Reisen eingetretenen Bio-Boom, zunehmend ein steigendes Interesse an „grünem Reisen” gibt. Viele Urlauber sind bereit, freiwillige Flugabgaben bei der Buchung zu leisten, die in ökonomische Projekte fließen. Damit beruhigen die Touristen ihr Gewissen, aber sind solche Maßnahmen ausreichend? Ich weiß nicht, mir scheint es zuwenig und nicht immer konsequent. Die Branche sollte noch bessere Projekte entwickeln, die sich nachhaltig auswirken.

Welchen Einfluss haben Billigflüge auf den Klimawandel, fragt sich mancher zu Recht. Wäre es in heutigen Zeiten nicht angebracht, auf das Fliegen mit so genannten Billig- Airlines zu verzichten? Das Greenpeace-Magazin berichtet zum Thema Flugreisen: “Eine einzige Flugreise nach New York belastet die Erdatmosphäre so stark wie ein Jahr Autofahren”. Das ist sehr bedenklich.

Schade, denken da sicher viele, genau wie ich, denn wie komme ich billiger und bequemer und genauso schnell nach Paris oder New York?

Doch die Flüge zu Dumpingpreisen sorgen für ernstzunehmendes umweltschädliches Konsumverhalten mit nachhaltigen negativen Konsequenzen. Ökologie, Klimawandel, Umweltschutz werden die kommenden Jahre weiterhin an Bedeutung zunehmen, das kann man zum heutigen Zeitpunkt mit Sicherheit vorausschauend feststellen. Jeder hat es selbst in der Hand, ob er nun mit dem Billigflieger in den Urlaub startet, ob es eine Fernreise, ein umweltschonender Urlaub im eigenen Land sein soll oder ob man sogar mit dem eigenen Auto in Urlaub fährt.

Aber was tun wenn das Reisefieber plagt? Eine Menge ist machbar, wenn man nur will und jeder von uns kann, wenn er sich bemüht, bewusst Einfluss auf die globale Ökobilanz nehmen, denn auch hier zählt jeder so kleine positive Beitrag.

Lasst uns alle umdenken
Was ich mir wünsche ist jedenfalls, dass die Masse zukünftig zwar Wert auf klimaverträgliches Reisen legt, aber nicht nur, sondern auch andere wichtige Bereiche des „Grünen Reisens” herausfordert. Allergiker, Menschen mit umweltbedingten Erkrankungen und Duftstoffallergiker gilt es ebenfalls in das weltweite Reiseangebot zu integrieren. Auf sie zu achten, kann auch eine Menge in die richtige Richtung lenken. Parfüms, duftende chemische Bodylotions, das zerstört beispielsweise die fragile Ökologie in den Südseeregionen und weil man sie überhaupt nicht braucht, sollten Reiseveranstalter darauf drängen, dass Touristen solche Umweltzerstörer und Allergieauslöser Zuhause lassen. Allergiker und Umwelt könnten aufatmen.

Ganz wichtige Aspekte sind auch umweltverträgliche Verhaltensweisen der Quartiergeber. Zu „grün“ gehört für mich unbedingt, dass in den Hotelanlagen auf Herbizide, Insektizide und Duftstoffe verzichtet wird, damit aus dem  „Grüne Reisen” keine Mogelpackung wird. Auf Airlines, die Pestizide an Bord versprühen, sollte großer Druck ausgeübt werden, denn das ist unnötig und schadet der Gesundheit von Passagieren und Personal.

Und ich als Parisfan, werde beim nächsten Mal statt dem Billigflieger den Zug nehmen.

Versprochen,

Eure Patty Paris

Fürs Neue Jahr da wünsch ich mir….

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Das Jahr 2008 könnte für Menschen mit Chemikaliensensitivität, Allergien oder Asthma mehr Lebensqualität bedeuten. Mit dem kommenden Rauchverbot werden viele besser in der Lage sein, Restaurants, Veranstaltungen und öffentliche Räumlichkeiten zu besuchen. Es bedeutet mehr Freiheit, weniger Leiden und viele schöne Dinge genießen, die für alle Anderen schon immer selbstverständlich sind.

Eigentlich fehlt nun nur noch eins, etwas mehr Verständnis für unsere Beschwerden durch Duftstoffe und ein Verzicht darauf, wo es notwendig ist. Mancher Allergiker, Asthmatiker und Chemikaliensensible schleppt sich vom Arbeitsplatz nach Hause, weil ein Kollege sich beduftet und damit die Atemluft mit Chemikalien kontaminiert. Man muss zugute halten, dass die wenigsten Menschen darüber im Bilde sind, dass Parfüms, Aftershaves und sonstige Duftstoffe nicht mehr als Chemikaliengemische sind. Für sie sind es Heiligtümer, die ihnen gemäß der Werbung suggerieren, dass sie außergewöhnliche Menschen sind. Sie wären es auch ohne Duftstoffe.

Es gibt Länder, dort sind Duftstoffe in manchen Bereichen wie Schulen, Universitäten, Krankenhäusern, Kindergärten und sogar in ganzen Städten verboten oder unerwünscht. Bei uns wird es bis dahin noch eine Weile dauern, erst muss das Rauchverbot flächendeckend akzeptiert werden. Aber Wünsche fürs Neue Jahr darf man haben ….

Euch allen ein frohes Neues Jahr mit viel Gesundheit,

Eure

Silvia