Archiv der Kategorie ‘Gesund wohnen‘

Urteil: Möbel die Chemikalien ausdünsten, müssen zurückgenommen werden – auch nach über einem Jahr

Schlafzimmermöbel gasen Chemikalien aus - Gericht sagt, das darf nicht seinMöbel die Chemikaliengeruch ausdünsten, müssen zurückgenommen werden

Zur Frage, ob ein von Schlafzimmermöbeln über längere Zeit ausgehender unangenehmer Geruch den Käufer zum Rücktritt vom Kaufvertrag berechtigt

Wenn Schlafzimmermöbel auch mehr als ein Jahr nach dem Kauf noch einen unangenehmen Chemikaliengeruch verströmen, dann kann der Käufer vom Vertrag zurücktreten. Dabei ist es ohne Belang, ob die Gerüche auch gesundheitsschädlich sind.

Das entschied das Landgericht Coburg, bestätigt durch das Oberlandesgericht Bamberg, und verurteilte den Verkäufer zur Rückzahlung des Kaufpreises von rund 6.200 €. Der Geruch und die damit verbundene nachvollziehbare Sorge der Käuferin, dass dadurch ihre Gesundheit gefährdet werde, verhindern nach Auffassung der Gerichte einen ungestörten Gebrauch der Schlafzimmereinrichtung.

Sachverhalt

Rund ein Drittel seiner Lebenszeit verbringt der Mensch schlafend, so dass das Schlafzimmer regelmäßig der am längsten genutzte Raum ist. In ihrem Refugium wollte es die Klägerin daher gemütlich haben und kaufte beim Beklagten eine Einrichtung in Esche massiv für rund 6.200 €. Doch auch Monate nach dem Kauf verströmten die Möbel einen unangenehmen Chemikaliengeruch. Die Klägerin monierte das, der Verkäufer konnte aber keine Abhilfe schaffen. Als eine Raumluftanalyse eine auffällige Häufung flüchtiger organischer Verbindungen ergab, trat die Klägerin vom Kauf zurück und klagte auf Rückzahlung des Kaufpreises.

Gerichtsentscheidung

Mit Erfolg, denn das Landgericht Coburg gab ihrer Klage statt. Auch noch 13 Monate nach der Anlieferung ging von der Schlafzimmereinrichtung ein störender Geruch aus. Unabhängig von der Frage, ob es für die organischen Verbindungen einen verbindlichen Grenzwert gibt und dieser überschritten war, eignen sich die Möbel nicht für die gewöhnliche Verwendung, also das Schlafen in dem mit ihnen ausgestatteten Raum, und sind deshalb mangelhaft. Denn auch ohne besondere Vereinbarung kann ein Käufer solcher Möbel erwarten, dass sie geruchsneutral sind oder Geruchsentwicklungen, die wegen der Lackierung unvermeidbar sind, zumindest alsbald nach dem Aufstellen verschwinden.

Fazit

In Schlafzimmermöbeln, die einem buchstäblich stinken, muss man nicht in seine Träume sinken.

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Literatur:

Landgericht Coburg, Wenn das Schlafzimmer dem Käufer stinkt, Pressemitteilung 426/09, 28. August 2009

LG Coburg, Urteil vom 13.5.2009, Az: 21 O 28/09; OLG Bamberg, Beschlüsse vom 13.7. und 7.8.2009, Az: 6 U 30/09; rechtskräftig

Allergiker und Chemikaliensensible, aufgepasst mit Weihnachtsbäumen

Krank durch WeihnachtsbaumAllergisch auf den Weihnachtsbaum sind viele Menschen, die unter Schimmelpilzallergie oder Chemikaliensensitivität / MCS leiden. Weihnachtsbäume, die man zu kaufen bekommt, sind fast ausnahmslos in Plantagen gewachsen und wurden bereits Wochen vor dem Heiligabend geschlagen. Sie sind mit Schimmelsporen, die das bloße Auge nicht erkennen kann, übersät. Aber auch ein frisch geschlagener Baum kann ein Problem für all jene sein, die auf Schimmelpilze reagieren. Fast unmittelbar nachdem man einen Weihnachtsbaum in einen Eimer Wasser oder einen mit Wasser gefüllten Christbaumständer stellt, wächst der Schimmel. Was man wissen muss: Auf Schimmel reagiert fast jeder allergisch. 

Was bleibt einem übrig, wenn man auf den Weihnachtsbaum allergisch reagiert? Entweder versucht man es mit einem künstlichen Weihnachtsbaum oder man kauft einen ganz frisch geschlagenen Baum. Ein künstlicher Baum sollte allerdings vor dem Aufstellen “geduscht” werden, weil er durch die Lagerung auf dem Dachboden, im Keller oder in Lagern mit Staub und ev. auch mit Schimmelsporen behaftet sein kann. Wird ein echter Weihnachtsbaum gewählt, sollte dieser nur möglichst kurz im Haus behalten werden.

Renovierungstipps für Allergiker und Chemikaliensensible

Den Wohnraum mit den richtigen Materialien renovieren kann für erhebliche Verbesserung der Wohnqualität in den eigenen vier Wänden sorgen. Der Griff nach den falschen Materialien oder unsachgemäße Vorgehensweise hingegen, kann den Wohnraum ruinieren. Besonders für Allergiker und chemikaliensensible Menschen ist es wichtig, bei der Auswahl der Materialien extrem kritisch zu sein. Genauso wichtig ist die richtige Vorgehensweise, und dabei sollen die nachfolgenden Tipps helfen. 

 

Gesunde Materialien

Renovierungsmaterialien sollten möglichst ohne Lösungsmittel, Terpene und Harze ausgewählt werden. Natürliche Farben und Baumaterialien sind die gesündeste Wahl, um den Wohnraum zu renovieren. Wenn ein Produkt mit chemischen Inhaltsstoffen die einzige Möglichkeit für einen bestimmten Renovierungsschritt ist, dann sollte darauf geachtet werden, die Alternative zu wählen, von der die geringste Gefahr ausgeht. 

 

Bio – doch auch da die richtige Wahl treffen

Grundsätzlich sind biologische Baumaterialien konventionellen Materialien mit vielfach toxischen Inhaltsstoffen vorzuziehen. Es gibt jedoch auch bei biologischen Farben, Lacken, Ölen und Wachsen kritische Aspekte, an die ein Allergiker denken sollte. Biobaumaterialien enthalten häufig Terpene und Harze, die sehr bedenklich für sensibilisierte Menschen sein können. Zitrusterpene bspw. sind in der Lage, Allergien und Sensibilitäten auszulösen oder zu verschlimmern. Auch gasen sie oft über einen sehr langen Zeitraum aus, was für den Allergiker ein Stressfaktor für seine Gesundheit bedeutet. Zusätzlich bilden solche Terpene mit Ozon (Außenluft oder durch Geräte) giftige Abbauprodukte, bspw. Formaldehyd, Acrolein und Feinstäube. 

 

Tipps für die Renovierung

Bei schweren Allergien und Chemikalien-Sensitivität nicht selbst renovieren und am besten während der Renovierungsphase nicht im Wohnraum aufhalten. Auch nicht bei ausschließlicher Verwendung von Naturmaterialien, weil grundsätzlich alles sensibilisieren kann bei entsprechender Vorgeschichte. Kommt die Person mit Allergien erst nach der Trocknungsphase in die neu renovierten Räumlichkeiten, ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass neue Allergien eintreten.

 

  • Alle Materialien, die zum Einsatz kommen, vorher austesten. (Materialprobe auf den Nachttisch legen, wenn Symptome entstehen, ist das Material nicht geeignet). Wer schwere Allergien oder Chemikalien-Sensitivität hat, kann Materialien durch einen LTT (Bluttest) beim Arzt austesten lassen.
  • Gefährliche Materialien wie Asbest, Schimmel, Holzschutzmittel nur von einer Fachfirma sanieren und entsorgen lassen.
  • Bei Renovierungsarbeiten immer eine Staubmaske mit Aktivkohle tragen
  • Staub vermeiden ist oberstes Gebot. Sollte doch Staub entstehen, ihn umgehend mit einem Staubsauger mit HEPA-Filter aufsaugen. Die Tür zum restlichen Wohnraum mit Folie staubdicht abkleben.
  • Abschleifen von Böden nur mit einem Abschleifer, der den Staub sofort in einen Beutel saugt
  • Bei Neuverlegung auf Böden, auf denen vorher Teppich, PVC oder Linoleum lag, Klebereste gründlich entfernen und den Estrich absaugen vor dem Aufbringen neuer Beläge
  • Bei Rausreißen von altem Teppichboden diesen vorher absaugen und mit Wasser befeuchten, um zu verhindern, dass kontaminierter Staub in die Luft gelangt.
  • Tapeten gründlich durchnässen. Sie ziehen sich dadurch besser ab und es entsteht kein Staub.
  • Tapeten-, Bodenbelagsreste und sonstige Renovierungsmaterialien sofort entsorgen, nicht in der Wohnung liegen lassen.
  • Bei neuen Anstrichen die Trocknungszeit der ersten Phase beachten, da bei zu raschem Auftrag der zweiten Phase die Trocknungszeit erheblich verlängert wird.
  • In der Trocknungsphase gut durchheizen und lüften im Wechsel, ev. Ventilator einsetzen in Räumen, die schlecht belüftet sind.

Autor: Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, September 2008

 

Umweltbewusstsein und Energiesparen in der Küche

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Die meisten unserer Haushalte sind voll gestopft mit den unterschiedlichsten elektrischen Küchenhelfern, die uns die Hausarbeit erleichtern sollen. Sind sie wirklich eine Erleichterung? Viele nicht, wie ich meine, denn ich erinnere mich noch allzu gut an das elektrische Messer, das sich meine Eltern irgendwann zulegten. Ehrlich gesagt, so richtig anfreunden konnte ich mich mit diesem „Mordinstrument” noch nie. Das sägende Geräusch störte mich und schreckte mich von Anfang an ab. Ab und an, gebe ich zu, war es schon recht nützlich, aber es kam nicht wirklich oft zum Einsatz. Jetzt liegt es bei meiner Mutter ziemlich unten in der Schublade, und ich habe sie nie wieder damit arbeiten sehen.

 

Geräte mit Sinn oder Schrankleichen?

Wie sieht es aus mit einer elektrischen Parmesanreibe? In manchen Kochsendungen kommt sie zum Einsatz, scheinbar um die Leute zum Nachkaufen zu animieren. Käse reibe ich ruckzuck auf der normalen Reibe, das geht wunderbar, danach kommt sie direkt in den Geschirrspüler und ich kann mich nach dem Kochen genüsslicheren Aktivitäten widmen, anstatt meine Zeit mit dem Säubern der Elektroreibe, die nicht viel Wasser abgekommen darf, zu vergeuden. Es ist immer wieder hochinteressant, auf welche Ideen die Industrie so kommt, um uns das Geld aus der Tasche zu ziehen.

 

Eine elektrische Zitruspresse, gebe ich zu, habe ich selbst zu Hause, und sie wird häufig benutzt. Aber eine ohne Strom tut es ehrlich gesagt auch, gerade wenn man nur mal eine Zitrone für das Salatdressing benötigt, daher haben wir beide Varianten. Die Handzitruspresse ist aus Glas, was mir eigentlich lieber ist, weil Säure Kunststoffe anlöst.

 

Reinigen des Gerätes dauert länger als Nutzdauer

Unsere Küchenmaschine steht die meiste Zeit herum, auf sie könnte ich locker verzichten. Die Chromteile sehen nett aus, aber nur wenn sie staubfrei sind, und das sind sie fast nie. Das aufwendige Reinigen nach dem Kochen schreckt mich ehrlich gesagt meistens ab, sie überhaupt erst zu benutzen. Außerdem lassen sich manche Dinge in der Küche einfach viel besser mit dem Messer zerkleinern. Rotkraut schnippele ich übrigens auch selbst, mit unseren scharfen japanischen Gemüsemessern geht das ziemlich gut. Schlimm finde ich es, wenn sogar Zwiebeln elektrisch gehackt werden, denn bei diesem Vorgang werden sie bitter, also bringt dieser „Helfer” keinen wirklichen Genuss. Nach einmal Zwiebelhacken ist das Teil dann zu nichts mehr anderem Nutze, weil Nüsse, Schokolade, etc. sonst nach Zwiebel schmecken, was einem Kuchen nicht gerade eine leckere Note verleiht.

 

Überflüssig, unfunktionell, nervtötend

Völlig überflüssig bewerte ich z.B. Eierkocher. Das Kochergebnis dieses Küchenhelfers konnte mich bisher nie überzeugen, fast alle Eier, die mit dem elektrischen Eierkocher zubereitet wurden, fielen im Kochergebnis durch. Wir hatten früher selbst einmal ein solches Gerät, es war ein Geschenk, aber nach einigen Kochversuchen hatte er nur noch ein stilles Dasein im Schrank, bis wir es letztendlich entsorgt hatten. Entweder werden die Eier zu hart oder zu weich, appetitlich wurden sie nie damit. Wenn das Eiweiß so schwabbelig ist, vergeht mir regelrecht der Appetit am frühen Morgen. Ich schwöre aufs Eierkochen im Kochtopf, und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ich kann nicht verstehen, dass die Leute an so etwas Freude haben. Außerdem hat mich immer der Geruch nach dem Eierkochen gestört. Die beschichtete Platte im Gerät, auf dem die Eier im Einsatz platziert werden, riecht für meinen Geschmack ziemlich unangenehm. Für mich noch ein Pluspunkt für das altmodische Kochen im Topf.

 

Starwars in der Küche

Mikrowellengeräte sind so ein Thema für sich. Sie haben in punkto Strahlenbelastung keine reine Weste, allerdings versucht die Industrie, negative Studienergebnisse immer sofort zu relativieren. Bei uns kommt ein solches Gerät jedenfalls nicht mehr zum Einsatz. Bio kaufen und in die Mikrowelle stopfen, das passt auch nicht ganz zusammen. Gesund und schonend kochen ist durch keine Strahlenschleuder zu ersetzen. Da kann die Industrie relativieren wie sie will.

 

Geld, Ressourcen und Energie sparen durch Verzicht

Es gibt noch jede Menge andere Energie-Schlucker, die man meiner Meinung nach nicht unbedingt sein Eigen nennen muss: Sandwich-Toaster, Toast-Ofen, Popcorn-Automat, Handstaubsauger usw. Die Liste lässt sich noch um ein Vielfaches ergänzen.

 

Der Gipfel unter den überflüssigen Küchenhelfern ist für mich der elektrische Dosenöffner. So ein Teil hat zum Glück niemals Einzug in unsere Küche gefunden. Dieses Elektrogerät finde ich nach wie vor äußerst überflüssig, nicht nur weil es bei uns kaum Anlass zum Dosen öffnen gibt, es geht nichts über frisch zubereitete Speisen, sondern weil ich finde, diese Tätigkeit lässt sich wunderbar mit einem herkömmlichen Dosenöffner bewerkstelligen, ohne hierfür sinnlos Energie zu verschwenden. Bei der Vielzahl der hier genannten Strom-Fresser in der Küche könnte man annehmen, es gäbe den Strom zum Nulltarif und wir müssten nicht auf Umweltbelange Rücksicht nehmen. Bei den Glühbirnen haben viele Haushalte auf Energiesparlampen umgestellt, beim Thema Elektrogeräte in der Küche sieht die Öko-Bilanz weit aus schlechter aus.

 

Endet das Umweltbewusstsein an der Küchentür?

Nicht nur der Stromverbrauch bei Benutzung der genannten elektrischen Küchenhelfer lässt deren Ökobilanz ins Negative abrutschen, um diese objektiv zu bewerten, muss man die Herstellung mit einbeziehen. Dabei werden unnötigerweise wichtige Ressourcen verschwendet, angefangen von Rohstoffen und Energie beim Produktionsprozess, außerdem belasten die Transportwege zum Handel und in die privaten Haushalte zusätzlich die Umwelt. Besonders bedenklich sind auch die Antiflammschutzmittel, die durch Elektrogeräte ausgasen und nahezu in jedem Haushalt über Belastungsgrenze zu finden sind. Ihre Toxizität und Halbwertzeit sind hoch. Bei manchen Küchenhelfern wie Quirls, die schnell laufen müssen mit hoher Drehzahl, kann man die giftigen Chemikalien deutlich riechen.

 

Aber die Geschichte ist noch nicht zu Ende, denn irgendwann gibt jedes Elektrogerät einmal den Geist auf und zu guter letzt ist es dann nur noch Elektroschrott, mit weiteren negativen Auswirkungen auf die Umwelt. Ganz abgesehen davon, dass die Gesundheit der Bevölkerung unter dem weit verbreiteten Bewegungsmangel schwer ins Strudeln kommt, kann man z. B. beim Käsereiben und anderen Betätigungen in der Küche durch tatkräftiges Handanlegen seine eigene Fitness-Bilanz ein wenig aufpeppen und somit sein Essen ohne schlechtes Gewissen genießen.

 

Die kluge Hausfrau hält Schritt mit der Zeit

Die Lebenshaltungskosten sind auf dem steigenden Ast, doch wir können sie durch vorausschauendes Handeln, wie z. B. durch intensives Energiesparen, gezielt reduzieren und durch eine Vielzahl kleiner Maßnahmen sogar dazu beitragen, den Klimawandel einzudämmen. Viele von Euch denken wahrscheinlich, die Erderwärmung geschieht nur durch Autoabgase und Industrieanlagen, aber jeder von uns hat seinen Anteil daran, daher sollten wir alle versuchen, alles zur Verbesserung der ernst zu nehmenden Situation zu unternehmen.

 

Die unter Euch, die glauben, ohne die elektrischen „Helfer” nicht auskommen zu können und nicht wissen, wie sie “ohne” ein Gericht zubreiten sollen, fragt Omi, sie freut sich und wird Euch bestimmt manchen wahren Küchenhelfer aus ihrem Fundus mit großer Freude zeigen.

 

Eure Patty

Gesundes Bauen ist Pflichtprogramm für eine gesunde Zukunft

In der Pressemitteilung vom 10. Juni berichtet die amerikanische Umweltschutzbehörde EPA über den sich immer stärker durchsetzenden und von ihr forcierten Trend für gesundes Bauen. „Green Buildings“, wie die ökologischen Gebäude in den USA genannt werden, werden ein ganz wichtiger Teil der Zukunft unseres Landes sein, sagt Dr. Bill Sanders in einem Video, das der Mitteilung angefügt ist.

 

Die EPA hat eigens ein umfassendes „Green Building Programm” geschaffen und unterstützt intensiv Bestrebungen für ökologische und energieeffiziente Gebäude auf vielerlei Weise. Alleine über 80 Studien und Forschungsaufträge wurden vom National Center for Environmental Research ausgeschrieben. Sanders bekundet im Video, dass es wirklich enorm wichtig sei, dass Gebäude aus schadstoffarmen Materialien gebaut werden. Es sei nicht nur daran zu denken, dass Menschen in Gebäuden mit schädlichen Baumaterialien krank werden, sondern auch an die Berge von Altlasten, die durch solche Materialien produziert werden und die jetzt schon ein sehr großes, schwer zu lösendes Problem darstellen.

 

Die amerikanische Umweltschutzbehörde denkt aber nicht nur an zukünftiges Bauen, sondern ist auch dabei, Hausbesitzer generell zu motivieren, ihren Besitz in wenigen einfachen Schritten „grün” werden zu lassen. Über 90% der Zeit verbringen die Menschen in Innenräumen, und daher sei es ungeheuer wichtig, Gebäude aus schadstoffarmen Materialien zu bauen oder mit gesunden Materialien zu sanieren. Das wolle man der Allgemeinheit nahebringen und gemeinsam umsetzen.

 

Das Produzieren von Treibhausgasen kann mit den richtigen Maßnahmen stark eingedämmt werden, sagte Sanders und sei ein weiterer ganz wichtiger Aspekt bei der Schaffung grüner Gebäuden. Die Möglichkeiten, Gebäude, in denen Menschen wohnen, arbeiten und spielen, in gesunde Gebäude zu verwandeln, seien zahlreich vorhanden, sie müssten nur bekannt werden. Genau das will die amerikanische Umweltschutzbehörde EPA nun flächendeckend umsetzen, und dem Enthusiasmus von Dr. Sanders im Video nach zu urteilen, wird dieses Projekt erfolgreich werden und vielen Menschen eine bessere und gesündere Umwelt zum Wohnen und Arbeiten schaffen. Da kann man nur sehnsüchtig über den großen Teich schauen und hoffen, dass deutsche Entscheidungsträger ebenfalls beginnen, mit Enthusiasmus für die Gesundheit  der Menschen in unserem Land Projekte schaffen, die ebenfalls gesunde Gebäude hervorbringen.

 

Autor:

Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 11. Juni 2008

 

Literatur:

EPA, Green Buildings On the Rise, Press Release, 10. Juni 2008

Allergien ausgelöst durch Kuscheltiere

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Eine frühe Feststellung, ob ein Kind auf Inhalationsallergene wie Pollen, Schimmelpilze oder Hausstaubmilben sensibilisiert ist, dient als wichtiger Prognosefaktor. Leider ist die Diagnostik bei Kleinstkindern recht schwierig in der Durchführung.

Wissenschaftler aus Belgien fanden heraus, dass Kuscheltiere einen Einfluss auf die Entwicklung von Allergien bei Kindern haben.

 

Tests zur Ermittlung von Allergien  

Ein belgisches Wissenschaftlerteam versuchte anhand einer Studie mit Kleinstkindern im Alter von 0 bis 2 Jahren herauszufinden, ob die Allergien der Kinder mit Umwelteinflüssen in Zusammenhang stehen, oder ob bei ihnen eine Familienhistorie mit Allergien zugrunde liegt. Hierzu wurden von den Medizinern 824 Kleinkindern untersucht, die man zuvor in einer Asthmaklinik Hauttests auf Inhalationsallergene und Nahrungsmittel unterzogen hatte.

 

Kuscheltiere sorgen für Allergien

Bereits bei 40% der Kleinkinder konnte eine Allergie festgestellt werden. 28% reagierten über die Atmung auf Allergene wie Hausstaub, Pollen und Schimmelpilze. Für die allermeisten Kleinkinder waren Hausstaubmilben das schlimmste Allergen.

 

Was die Wissenschaftler zusätzlich herausfanden, ist erstaunlich:

Bei Kindern, die mit Kuscheltieren im Bett schliefen, war die Sensibilisierung weitaus stärker ausgeprägt, als bei Kindern, die keins mit ins Bett nahmen. Faktoren wie Geschlecht, Aufenthalt in einer Kindertagesstätte oder Ekzeme spielten bei der Entwicklung einer Allergie, laut der Mediziner, keine Rolle.

 

Völliger Verzicht nicht notwendig

Kinder lieben ihr Kuscheltier, und es vermittelt ihnen Geborgenheit. Es ganz wegzunehmen wäre daher nicht sinnvoll. Damit ein Kuscheltier nicht zu Allergien führt, sollte beim Kauf in erster Linie darauf geachtet werden, dass es schadstofffrei ist. Einige Hersteller weisen bereits gezielt darauf hin. Als weitere Präventionsmaßnahme sollte nur ein einziges Kuscheltier mit ins Bett genommen werden. Weiterhin wichtig zur Allergieprävention ist, dass Kuscheltiere regelmäßig gewaschen werden.

 

 

Autor:

Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, Mai 2008

 

Literatur:  

de Bilderling G, Mathot M, Agustsson S, Tuerlinckx D, Jamart J, Bodart E., Early skin sensitization to aeroallergens, Clin Exp Allergy. 2008 Apr;38(4):643-8.

12 Tipps für umweltbewusstes & gesundes Leben

Für die Umwelt eintreten ist Aufgabe von uns allen…

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Unser Planet leidet, es ist an der Zeit, dass wir sorgsamer mit den Ressourcen und unserer Umwelt umgehen. Jeder kann mit ein wenig Nachdenken und Know How zu einer gesünderen Umwelt und damit auch zu eigenem gesünderen Leben beitragen

  1. Verwenden Sie möglichst viel wieder, statt ständig neu zu kaufen. Schauen Sie sich um, ob es nichts Gebrauchtes gibt.
  2. Umgeben Sie sich mit natürlichen dauerhaften Materialien, statt mit Umwelt belastenden Kunststoffmaterialien.
  3. Vermeiden Sie unnötige Produkte wie z.B. Raumduftsprays, „Lufterfrischer“. Sie belasten die Umwelt und sind oft gesundheitsschädigend. Lüften Sie stattdessen, frische Luft kostet nichts!
  4. Steigen Sie um auf Bio, das entlastet die Umwelt und ist besser für Ihre Gesundheit. Lokal einkaufen beim Biobauern minimiert Transportwege.
  5. Füllen Sie die Waschmaschine komplett, nicht nur zum Teil. Trocknen Sie die Wäsche draußen, statt im Trockner.
  6. Schalten Sie Elektrogeräte aus, wenn Sie nicht benötigt werden. Ziehen Sie den Stecker, denn viele Geräte verbrauchen sonst weiter Strom.
  7. Vermeiden Sie Wasser aus Flaschen. Viel Wasser trinken ist zwar gesund, aber die Transportwege sind oft lang. Vor allem Wasser aus Kunststoffflaschen verschleißt Ressourcen und gilt als Umweltverschmutzer. Filtern Sie Ihr Leitungswasser. Das spart Geld und Ressourcen.
  8. Nehmen Sie einen Einkaufskorb oder eine Einkaufstasche, statt ständig durch neue Plastiktüten die Natur zu belasten.
  9. Vermeiden Sie aufwendig verpackte Produkte.
  10. Warten Sie Ihr Auto regelmäßig, damit es weniger Kraftstoff verbraucht und die Umwelt nicht unnötig belastet. Gehen Sie viel zu Fuß.
  11. Kümmern Sie sich um „Grüne Energie“ zur Stromversorgung.
  12. Pflanzen Sie einen Baum im Garten. Er filtert die Luft, produziert in seinem Leben Tonnen von Sauerstoff und bindet das Treibhausgas Kohlendioxid in Form von Kohlenstoff.

Hausstaub, die unterschätzte heimliche Gefahr

Wer wischt schon gerne Staub? Ich nicht, da bin ich ehrlich. Aber was sein muss, muss sein, besonders wenn man heftig auf Hausstaubmilben reagiert. Die Milben sind allerdings nicht das einzige Problem und vor allem nicht das Größte.

Hausstaub ist keine Angelegenheit, die nur für Hausfrauen relevant ist, denn außer dem Ärgernis, dass er ständig beseitigt werden muss, kann er auch eine der größten Schadstoffquellen für die ganze Familie darstellen. Er bietet ein willkommenes Reservoir u. a. für Schwermetalle, Antiflammschutzmittel, Pestizide und Weichmacher. Insbesondere Kinder sind gefährdet, denn sie haben direkten Kontakt, da sie oft auf dem Boden spielen und auch Dinge in den Mund nehmen. Weil Kinder noch in der Entwicklungsphase stecken, kann Schadstoffbelastung zu erheblichen Auswirkungen, insbesondere auf deren Nervensystem führen. Erschwerend kommt hinzu, dass sich ihre Körperorgane ebenfalls noch in der Entwicklungsphase befinden, einschließlich der Organe, die Schadstoffe entgiften. Chemikaliensensible und Allergiker stellen eine weitere Risikogruppe dar.

Belastungsquelle im Haushalt: Staub
In Kanada wurde im vergangenen Jahr eine staatliche Studie mit vierjähriger Laufzeit über Hausstaub gestartet. (1) Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die ganze Problematik, die mit dem Staub in unseren Häusern verbunden ist, allgemein sehr unterschätzt wird. Möbel, Elektronikgeräte, Baumaterialien, selbst Spielzeug haben eines gemeinsam. Sie gasen ständig darin enthaltene Schadstoffe aus. Diese werden im Hausstaub gebunden und durch ihn im gesamten Wohnraum verteilt. Wer den anfallenden Staub nicht regelmäßig beseitigt, ist in erhöhtem Maße einer potentiellen Belastungsquelle ausgesetzt. Kinder sind besonders in Gefahr, denn sie erleiden durch Hand-Mundkontakt schnell eine Überexposition, gaben die Wissenschaftler von Health Canada schon jetzt bekannt.

Von der Strasse ins Haus
Wo die ganzen Bestandteile aus dem Hausstaub letztendlich herkommen, ist für Wissenschaftler noch weitgehend ungeklärt. Ein bekannter Faktor ist jedenfalls der Staub, der durch unsere Schuhe ins Haus eingebracht wird. Mit ihm werden nicht nur Bakterien und Keime eingeschleppt, sondern auch Schadstoffpartikel aus dem Straßenverkehr, Pestizide, Chemikalien, Schimmelpilze, Pollen und vieles mehr. Gerade im ländlichen Bereich bspw. ist die Pestizidbelastung durch die Landwirtschaft oft überproportional hoch, deshalb ist es gerade dort wichtig die Schuhe an der Eingangstür auszuziehen. (2,3)

Was ist so schlimm an Staub
Hausstaub ist so bedenklich, weil er zum Großteil aus Feinstaub besteht, welcher lungengängig ist und somit sofort in den Blutstrom gelangt. Bei einigen Chemikalien und Metallen ist dies besonders ausgeprägt. Sie sind Speichergifte und reichern sich in unserem Körper an. Manche dieser Speichergifte, wie die in jedem Hausstaub zu findenden polybromierten Antiflammschutzmittel, verbleiben über Jahre bis zu Jahrzehnten in unseren Körpern. In diesem Zeitraum kommt ständig Neues hinzu, was neben Wechselwirkungen mit anderen Chemikalien, zwangsläufig weitere Konsequenzen mit sich bringt.

Schwermetalle wie bspw. Blei und Quecksilber, die sich ebenfalls im Hausstaub anreichern, werden in Innenräumen teils in Konzentrationen gefunden, die höher sind, als im jeweiligen Wasser oder der Erde rings um das Wohnumfeld. Als weiteres aufaddierendes Übel gelten allgemeine Allergene von Haustieren, Hausstaubmilben, Pollen und Schimmelpilze, die das Immunsystem von Allergikern zusätzlich belasten.

Staubwischen ist angesagt
Um die Gefahrenquelle Hausstaub zu begrenzen, ist gründliches regelmäßiges Saugen und Wischen erforderlich. Häufiges Händewaschen, insbesondere bei Kindern, trägt zu Reduzierung der Belastung bei. Schuhe sollte jeder grundsätzlich beim Betreten des Wohnraumes ausziehen, um insbesondere das Einschleppen von Schwermetallen und Pestiziden zu verringern. Bei Flammschutzmitteln, die in erheblichen Mengen im Hausstaub angereichert sind, wird es schwieriger, denn sie gasen permanent aus unseren Haushaltsgeräten, Polstermöbel, etc. aus, ohne dass wir dies verhindern können. Die beste Lösung, um Staub und seine Auswirkungen in Schach zu halten, ist neben den bereits erwähnten Maßnahmen, im und um das Haus herum so weitgehend wie möglich auf Chemikalien zu verzichten, denn es wird noch eine Weile dauern, bis Wissenschaftler die ganze Hausstaubproblematik entschlüsselt haben. Also her mit Staubtuch, Saubsauger und Wedel.

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Putzmittel: Bei sachgemäßer Verwendung keine Gefahr?

Alltag bei Giftnotrufzentralen: Ein Kind hat einen Haushaltsreiniger oder Spülmittel getrunken. Die Eltern sind in Panik, denn das Kind schnappt nach Luft oder hat schwere Krämpfe.

Warum sind Reinigungsmittel selbst im normalen Haushalt überhaupt mit gefährlichen Chemikalien vollgestopft?  Mir geht es gewaltig auf die Nerven, dass heute jedes banale Haushaltsprodukt bis zur Oberkante mit nicht abschätzbaren Chemikaliengemischen vollgestopft ist. War es denn bei unserer Großmutter, die nur Scheuersand und Schmierseife hatte, nicht sauber? Es war sauber, meistens sogar blitzblank.  Was mich noch sehr stört, sind Hinweise auf Verpackungen wie. „Bei sachgemäßer Anwendung…ist unser Produkt ungefährlich“. Tja, aber was ist sachgemäße Anwendung? Und wie verhindert man „unsachgemäße Anwendung“, beispielweise das Trinken eines Spülmittels durch Kinder? Nur aufpassen reicht nicht, dass weiß jeder der selbst Kinder hat.  Warum geht man nicht einfach hin und verbietet giftige Chemikalien in Haushaltsreinigern generell? Schmutziger wäre es nicht, die Hausfrau wäre gesünder, die Kinder nicht in Gefahr und unsere Wohnräume schadstofffreier. Welche Gründe sprechen dagegen?

Chemiefreie Stadt – Gesunde Häuser – Gesunde Menschen

Könnt Ihr Euch das vorstellen? Eine chemiefreie Stadt, chemiefreie Gebäude? Das klingt für Umweltbewusste und besonders für Umweltkranke wie das Paradies auf Erden. Einzelprojekte für ökologisches Wohnen gibt es weltweit, aber eine ganze Stadt bisher noch nicht. Die gute Nachricht, ein solches „Paradies“ ist tatsächlich in Werde – in Japan. 

Die japanische Universität Chiba hat für ihren Kashiwanoha Campus auf einem 4000 qm Grundstück vier fast völlig chemiefreie Häuser errichtet. Jetzt im November werden noch zwei weitere Gebäude hinzukommen. In ihnen werden die umweltmedizinische Fakultät und Ausstellungsräume untergebracht. Man möchte mit der chemiearmen Bauweise das Entstehen von Sick Building Syndrom (SBS) vermeiden. Darunter versteht man Beschwerden, die von Menschen wahrgenommen werden, die auf bestimmte Chemikalien sensibilisiert sind. Auslöser sind „kranke Gebäude – Sick Buildings“, damit sind Häuser gemeint, bei denen krankmachende Chemikalien in den Baumaterialien oder der Ausstattung stecken. Sick Building Syndrom ist eine Übersensibilität auf bestimmte Baustoffe wie bspw. Farben, Lacke und vor allem auf die darin enthaltenen Lösemittel. Aber auch Naturbaustoffe, die übermäßig Terpene oder Harze enthalten, können SBS auslösen. Eine ganz typische SBS auslösende Chemikalie ist Formaldehyd. Es steckt z.B. in Pressspanmöbeln und Teppichböden. Auch Holzschutzmittel und Antiflammschutzmittel gehören dazu. Die Gebäude der Chiba Universität sind deshalb aus Materialien errichtet, die höchstens Spuren von Chemikalien enthalten, wenn überhaupt. 

Die ersten vier Häuser wurden im April fertig gestellt. Nun werden Menschen mit Sick Building Syndrom eingeladen, in diesen Häusern einzuziehen, um mitzuhelfen, Daten über das gesundheitliche Problem zu sammeln. Die Ergebnisse werden von Wissenschaftlern der Universität und Bauunternehmen untersucht.  

Um das Syndrom an der Wurzel zu packen, hat die Regierung Richtlinien zur Verringerung der Innenraumluftkonzentration von 13 Chemikalien herausgegeben. Hierunter fällt auch Formaldehyd. Für die Verwendung von zwei weiteren toxischen Chemikalien, die als Pestizid gegen Termiten eingesetzt werden, wurden ein Verbot und Restriktionen erlassen.   Bis jetzt ist das Problem noch nicht weg, sagte Chisato Mori, ein Professor an der Abteilung Bioenvironmental Medicine, Chiba University, der das Chemiless Town Project leitet. “Wir haben noch keine große Anzahl von Patienten gesehen, die unter Sick Building Syndrome leiden und in Krankenhäusern Behandlung suchten, die besser wurden.” sagte er. Diejenigen, die an diesem Projekt teilnehmen, werden in experimentellen chemikalienfreien Einrichtungen zwischen einer und mehreren Wochen leben, damit die Wissenschaftler eine Veränderung ihrer Symptome untersuchen können. Das Experiment wird die Wechselwirkung zwischen Sick Building Syndrome und chemischen Substanzen untersuchen, jedoch nicht nur die 13 Chemikalien, für die Richtlinien bestehen.  

Ein weiterer toller Aspekt bei diesem Projekt ist, die Gebäude für diese Forschungszwecke wurden kostenfrei von großen Bauunternehmen wie Sekisui House, Ltd. und Tokyu Home Corp., sowie kleineren Bauunternehmen errichtet, die sich bereits mit dem gesundheitsorientiertem Hausbau beschäftigt haben. Anstatt Tapeten aus synthetischem Material an die Wände zu kleben, fertigten die Erbauer die Wände und Decken aus Gips. Sie benutzten Kleber, der aus Reis hergestellt wurde anstatt mit chemischen Zusatzstoffen.  

Die Stadtverwaltung von Kashiwa hat ebenfalls ihren Enthusiasmus für das Projekt zum Ausdruck gebracht. “Wir denken darüber nach, alle öffentlichen Einrichtungen von jetzt an chemiefrei zu bauen “, sagte ein Vertreter der Stadt, “wir wollen versuchen, die ganze Stadt chemiefrei zu gestalten.” 

Chiba University und die teilnehmenden Hersteller haben sich einen fünfjährigen Zeitrahmen gesetzt und hoffen, bis dahin ihre eigenen Richtlinien für zulässige Innenraumlauftkonzentrationen von chemischen Substanzen vorlegen zu können.  “Wir wollen das „Chemiefreie Stadt Projekt“  wachsen sehen, der Zukunft unserer Kinder zuliebe“, sagte Mori. Ein wunderbares, zukunftsträchtiges Projekt, das Schule machen sollte.