Archiv der Kategorie ‘Gesund wohnen‘

Bienen, Wespen auf natürliche Weise fernhalten auf Terrasse und Balkon

Wespe

Die warme Jahreszeit ist wunderbar dazu geeignet, einen Teil des Lebens nach draußen zu verlagern. Die Terrasse, der Garten und der Balkon ersetzen oft schon zum Frühstück das Wohn- und Esszimmer. Ein unvergleichbarer Morgenbeginn, wenn man die ersten Sonnenstrahlen genießend das Frühstück draußen in der Natur einnehmen kann. Leider sind auch schnell Plagegeister präsent, denn Wespen und Bienen riechen schon von Ferne die leckeren Sachen auf dem Terrassentisch. Das kann auch gefährlich sein, wenn sie unbemerkt in ein Glas fliegen oder sich unter ein Nahrungsmittel setzen, das man in den Mund schiebt.

Tipps und Hausmittel gegen Wespen und Bienen auf Terrasse und Balkon

  • Keine offenen Marmeladengläser oder Süßes auf dem Tisch stehen lassen
  • Mückenschutzhauben für Wurstteller verwenden
  • Gläser und Tassen abdecken
  • Flaschen immer gleich zuschrauben oder einen Verschluss aufsetzen
  • Wespenfallen aus Glas oder Ton mit Lockstoff (Zuckerwasser, Bier, etc.) etwas entfernt aufhängen
  • Pflanzen mit Repellentwirkung anpflanzen, bzw. in Töpfen aufstellen, z.B. Lavendel, Thymian, Majoran
  • Eine Orange oder Zitrone mit Nelken gespickt auf dem Tisch legen
  • Einen Ventilator verwenden (Zugluft behagt den Insekten nicht)
  • Gegen Abend blaues Köder-Licht aufstellen
  • Sollte es ganz schlimm sein, einen Sommerbaldachin aus Netzgewebe aufhängen und darunter den Tisch stellen. Kann gleichzeitig sehr dekorativ wirken

Verzichten sollte man auf jede Art von chemischen Schädlingsbekämpfungsmitteln (Sprays, Stecker mit Pestizidplättchen, pestizidhaltige Kerzen oder Räucherspiralen, Aufkleber mit integriertem Pestizid, etc.). Sie enthalten in der Regel Nervengifte, die lange wirksam und sehr gesundheitsschädlich sind. Bienen und Wespen sind ausserdem nützliche Tiere und müssen nicht chemisch bekämpft werden, ein Vertreiben und im Ernstfall natürliche Schädlingsbekämpfungsmittel reichen völlig aus.

Autor: Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 12. Juni 2010

PureNature liegt die Natur und Umwelt wirklich am Herzen

Natur-Baum

Umweltbewusst handeln ist für uns bei PureNature kein Greenwashing – Trend, sondern von Beginn an völlig selbstverständlich und stand bei jeder Anschaffung, jeder Umstellung und bei der Auswahl der Sortimentsprodukte an vorderster Stelle. Es ist leichter geworden, umweltbewusst zu handeln und auch Produkte zu finden, die es Ihnen möglich machen, einen Beitrag für Umwelt und Natur zu leisten.

Wir möchten zum diesjährigen Tag der Umwelt Einblick geben in unsere Projekte, unseren umweltbewussten Alltag und unsere Wunschziele. Wir können Ihnen versichern, dass wir weiter überall dort ansetzen, wo es uns möglich ist, um Ressourcen zu sparen oder solche zu nutzen, die nachwachsen.

Mensch und Umwelt sind als Einheit zu sehen

Neben dem Umweltaspekt liegt uns die Gesundheit der Menschen am Herzen, durch deren Hände ein Produkt bei der Beschaffung der Ausgangsmaterialien, Herstellung, Transport, Lagerung, Benutzung und letztendlich der Entsorgung geht. Sie mit möglichst „billigen Produkten“ zu beliefern, ist nicht unsere Maxime, sondern fairer Preis für ein faires, soweit irgend möglich schadstofffreies Produkt mit möglichst langer Lebensdauer – Umwelt und Mensch zuliebe.

Klimaneutraler Paketversand

PureNature versendet in Kooperation mit DHL alle Pakete CO2-neutral durch ein umfassendes Klimaschutzprogramm. Im Rahmen der GoGreen-Initiative von DHL werden die durch den Transport entstehenden CO2-Emissionen nach einem zertifizierten Verfahren (ISO 14064) ermittelt. In Übereinstimmung mit den Zielen und Vorgaben des Kyoto-Protokolls werden diese Emissionen von DHL getragene Klimaschutzprojekte ausgeglichen.

Ihr Paket lässt Bäume wachsen

Über den Versand der Pakete mit GoGreen von DHL werden u. a. folgende Projekte zur Minderung des CO2-Ausstoßes umgesetzt:

  • Wiederaufforstung von Regenwald Amazonas durch die Amazon Rainforest Foundation
  • Umstellung der DHL Flotte in emissionsarme bzw. emissionsfreie Fahrzeuge
  • Einsatz von Solarenergie in den neuen Anlagen der DHL
  • Projektunterstützung Biogasanlage Gundorf
  • Umweltschutziniativen durch DHL weltweit

PureNature bezieht Öko-Strom vom Anbieter “Lichtblick”

Durch den Wechsel zu Lichtblick ist es uns gelungen, den benötigten Strom für unseren gesamten Betriebsbedarf aus garantiert regenerativen Energiequellen wie Wasser, Biomasse, Sonnenenergie oder Windkraft zu beziehen. Zusätzlich unterstützt der Öko-Stromanbieter Klimaschutzprojekte in Ecuador.

Alle Prozesse in unserem Hause werden fortlaufend auf ihre Klimaverträglichkeit hin optimiert – um unnötige CO2-Emission zu vermeiden.

Freisetzen von Chemikalien? Kommt nicht in Frage

Durch Duftstoffe und Chemikalien wird die Umwelt in nicht unerheblichem Maße belastet. Bei PureNature verwenden wir zur Reinigung des Hauses selbstverständlich nur ökologische und duftfreie Putzmittel. Chemische Pestizide sind im Gebäude und auf dem Firmengelände tabu. Zusätzlich herrscht im Firmengebäude und auf dem Firmengelände striktes Rauchverbot. Parfüms und andere Duftstoffe sind ebenfalls unerwünscht und alle PureNature Mitarbeiter verzichten gänzlich darauf. Mit diesen einfach durchzuführenden Maßnahmen stellen wir sicher, dass die Gewässer und die Luft, die wir atmen, nicht unnötig belastet werden. Auch bei diesen Maßnahmen profitiert die Gesundheit gleich mit.

Bewusste Materialauswahl, Recycling

Grundsätzlich versuchen wir bei der Anschaffung von Materialien, die für den Betriebsablauf erforderlich sind, umwelt- und gesundheitsbewusste Entscheidungen zu treffen. Schadstoffarme Computer, Monitore, Drucker oder Faxgeräte, die gleichzeitig auch energieeffizient im Alltag sind, kosten bei der Neuanschaffung zwar etwas mehr Zeit beim Auswählen, aber hinterher erfreut einen deren geringerer Verbrauch und die bessere Luft im Büro. Nicht zuletzt muss man bei der Anschaffung auch schon daran denken, welche Belastung ein Gerät für die Umwelt bei der Entsorgung und für jeden, der dann damit in Kontakt kommt, verursacht. Deshalb nehmen wir uns bei jeder Neuanschaffung die Zeit und recherchieren nach der jeweils besten Lösung.

Was zu recyceln ist, wird von jedem PureNature Mitarbeiter ganz selbstverständlich recycelt. Ob es Glas, Papier, Plastik, Elektronik, abgelaufene Nahrungsmittel sind – alles wird getrennt und immer sachgerecht entsorgt. Tonerkartuschen werden gesammelt und wieder aufgefüllt. Wo es machbar ist, versuchen wir Papier einzusparen und stattdessen bspw. per E-Mail zu arbeiten.

PureNature Kunden sind kritisch und ideenreich

Es vergeht kein Monat, in dem uns nicht wenigstens ein Kunde einen Tipp für ein umweltbewusstes Produkt liefert. Es erfreut richtig mitzuerleben, wie viele Gedanken sich Kunden machen, damit die Umwelt geschont wird und viele andere Menschen in den Genuss von wirklich nachhaltigen Produkten kommen. Unser Möbelsortiment bspw. geht auf die Idee einer Kundin und deren Cousin zurück. Sie riefen bei uns an und stellten eine Idee vor – jetzt gibt es Möbel aus unbelasteten, einheimischen Hölzern, die in einem umweltbewussten Betrieb mit viel Handarbeit gefertigt werden. Wer sich zu einem solchen Stück entscheidet, hat kein Wegwerfmöbel, sondern tolle Handwerksarbeit, die Generationen überlebt. Auch das verstehen wir unter Umweltbewusstsein.

PureNature Mitarbeiter handeln und denken mit

Unsere Mitarbeiter haben schon viele wertvolle Ideen geliefert, um es PureNature zu ermöglichen, umweltbewusster zu handeln. Ob es um Verpackung, umweltbewusstere Lieferanten und Speditionen geht, oder das Einsparen von Energie im Firmengebäude. Die Ideen unserer Mitarbeiter haben als schönen Nebeneffekt oft sogar geholfen zu sparen, was dann neuen Projekten zugutekommt.

Natur unterstützen und Lebensräume schaffen

Ein Wunschziel, das schon länger gehegt wurde, sind wir gerade am realisieren. Schritt für Schritt soll das PureNature Firmengelände zum Biotop werden. Im letzten Herbst fingen wir an, einen Naturteich anzulegen und Natursteinmauern für Eidechsen und anderes Getier zu setzen. Die Bepflanzung des Firmengeländes schreitet ebenfalls Schritt für Schritt voran. Ein ökologischer Obstgarten für die Mitarbeiter und Kunden zum Naschen ist gerade in Werde. Die Arbeitskraft, die in dieses Projekt fließt, und darauf sind wir stolz, leisten wir selbst. Hilfe gibt es durch einen älteren Natur- und Landschaftsgärtner und den Senior-Mitbegründer von PureNature. Belohnt wird die Mühe schon jetzt, wenn man im Büro sitzt und aus dem Fenster schauend allerlei Getier und die zunehmende Zahl von Vögeln, die sich ansiedeln, bestaunen kann.

Allergologen raten: Sparsamer Umgang mit Chemikalien vermindert Allergie-Risiko

Baby

Viele Kinder leiden an Allergien. Nach Schätzungen des Verbandes deutscher Allergologen ist heute jedes vierte Kind von Hautausschlägen, Heuschnupfen oder Asthma betroffen. Eltern sind besorgt und fragen sich, ob sie dem vorbeugen können. Das sei nur bedingt möglich, sagen Fachleute, da Allergien teilweise angeboren sind und alle Auslöser noch lange nicht bekannt sind. Studien zeigen aber, dass Eltern das Allergie-Risiko zumindest reduzieren können: Grundsätzlich sei es ratsam, mit Chemikalien so sparsam wie möglich umzugehen, und das bereits im Babyalter, sagt der Kinderarzt Uwe Büsching aus Bielefeld.

“Der Wickeltisch muss nicht mit Plastik ausgelegt und dann mit Hygienesprays behandelt werden.” Stattdessen sollte man gekochte Tücher aus Leinen oder Baumwolle als Wickelunterlage benutzen. Außerdem sei es völlig ausreichend, die Badewanne nur mit Wasser auszuspülen. Sie müsse nicht extra mit Chemikalien desinfiziert werden. Auch Weichspüler könnten Allergien auslösen, warnt der Kinderarzt. “Vor allem in den ersten vier Lebenswochen reagiert Babyhaut sehr empfindlich darauf.”

Die heutzutage oftmals übertriebene Hygiene von klein auf trage eine Mitschuld an der Zunahme körpereigener Überempfindlichkeitsreaktionen, sagt Uwe Büsching. “Kinder können sich ruhig mal schmutzig machen.” Denn der Kontakt mit Umwelt-Keimen fördere den Reifungsprozess des Immunsystems: Die Immunabwehr werde so regelrecht trainiert.

Verband Deutscher Allergologen, Sparsamer Umgang mit Chemikalien vermindert Allergie-Risiko, Köln, Pressemitteilung vom 18.05.2010

Pflege von unbehandelten Naturholztischen leichtgemacht – Tipps der Haus-Fee

PureNature HausfeeMassive Esstische, Küchen- oder Terrassentische aus unbehandeltem Holz haben ihren ganz eigenen Reiz und spiegeln einen Teil der Trends „Landhausstil“ oder „Boheme“ wieder.

Doch wie die Oberfläche eines Holztisches ohne Lackoberfläche pflegen?
Doch lieber wachsen oder ölen?

Carnaubawachs nur in Wasser gelöst und ohne Zusatzstoffe ist sicher eine gute Alternative, die eine gepflegte Oberfläche hinterlässt. Öle hingegen enthalten oft Lösungsmittel, Harze oder ätherische Öle als Zusatzstoffe. Damit freunden sich viele Allergiker nicht gerne an, denn schnell hat man sich wieder Schadstoffe oder allergieauslösende Substanzen eingehandelt. Insbesondere Chemikaliensensible wählen doch lieber eine völlig unbehandelte Oberfläche.

PureNature Haus-Fee Tipp: Pflege von unbehandelten Massivholztischen

Den Tisch nach jeder Mahlzeit mit einem Lappen und Seifenwasser abwaschen.

Ist ein Fettfleck vom Essen oder ein Wasserfleck von einem Glas auf dem Tisch?

Kein Problem: Einfach etwas Wiener Kalk oder anderen duftfreien Scheuersand auf einen Lappen oder Putzhandschuh geben und die Oberfläche leicht schrubben. Im Nu sind die Flecken weg und die Oberfläche blitzblank. Zusätzlicher Bonuseffekt: Die Oberfläche des Holztisches wird durch den feinkörnigen Sand oder Kalk ganz glatt und samtig.

Neue Verordnung für Holzheizungen, Kaminöfen und Feuerungsanlagen trat in Kraft

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Verordnung schafft Voraussetzungen für eine nachhaltige Staubreduzierung

Für Holzheizungen, Kaminöfen und andere kleine Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe gelten ab dem 22. März 2010 neue Umweltauflagen. Holz ist als regenerative Energiequelle aus Klimaschutzgründen ein sinnvoller Brennstoff zur Wärmeerzeugung. Die Verfeuerung von Holz in Kleinfeuerungsanlagen in Räumen setzt jedoch verschiedene Luftschadstoffe wie Feinstaub frei und führt zu Geruchsbelästigungen – und dies in zunehmendem Maße. „Mit den neuen Grenzwerten werden Luftschadstoffe an der Quelle reduziert. Sie sorgen für eine bessere Luft, Gesundheit und mehr Lebensqualität. Damit ist ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige Umweltpolitik gelegt“, sagte Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen.

Mit der Novelle der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung (1. BImSchV) werden die Vorgaben für Öfen und Heizungen, in denen feste Brennstoffe wie beispielsweise Holz verfeuert werden, an die technischen Weiterentwicklungen bei der Verringerung der Schadstoffemissionen angepasst. „Die Novelle der Kleinfeuerungsanlagen-verordnung löst die mittlerweile seit 1988 geltenden, völlig veralteten technischen Vorgaben für Öfen und Holzheizungen ab und fordert den aktuellen Stand der Technik“, so Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamtes.

Die Regelungen im Einzelnen:

Die 1. BImSchV sieht anspruchsvolle Emissionsgrenzwerte für Staub vor. Diese können von neuen Feuerungsanlagen, die üblicherweise im häuslichen Bereich eingesetzt werden, wie Heizungen, Kaminöfen oder Kachelofeneinsätzen ohne Staubfilter erreicht werden. Die Festlegung von fortschrittlichen Emissionsgrenzwerten für Kohlenmonoxid führt zum Einsatz verbesserter Verbrennungstechniken, die im Ergebnis zudem die Geruchsbelästigungen in der jeweiligen Nachbarschaft reduzieren.

Auch für bestehende Anlagen werden Grenzwerte festgelegt. Sofern für diese Anlagen mit Hilfe einer Herstellerbescheinigung oder durch eine Vor-Ort-Messung die Einhaltung der Grenzwerte nachgewiesen werden kann, ist ein zeitlich unbegrenzter Betrieb möglich. Erst wenn dies nicht möglich ist, kommt zwischen den Jahren 2014 und 2024 ein Sanierungsprogramm zum Tragen. Das Sanierungsprogramm sieht die Nachrüstung oder den Austausch gegen emissionsarme Anlagen vor.

So genannte Grundöfen, Kochherde, Backöfen, Badeöfen, offene Kamine sowie Öfen, die vor dem Jahr 1950 errichtet wurden, sind sogar gänzlich vom Sanierungsprogramm ausgenommen. Ebenfalls ausgenommen sind Öfen, die nicht als Zusatzheizungen, sondern als einzige Öfen zur Beheizung von Wohnungen oder Häusern eingesetzt werden.

Nicht immer ist die Anlage Schuld, wenn der Schornstein qualmt. Vielen Betreibern fehlen das Wissen und die Erfahrung im Umgang mit den Feuerungsanlagen. Aus diesem Grund sieht die 1. BImSchV eine Beratung für die Betreiber zum richtigen Umgang mit der Anlage und den einzusetzenden Festbrennstoffen vor. Außerdem wird der Brennstoff Holz künftig regelmäßig hinsichtlich Qualität im Zusammenhang mit anderen Überwachungsaufgaben überprüft.

Eine deutliche Kostenentlastung bringt die Novelle Betreibern von Öl- und Gasheizungen: Die Intervalle der regelmäßigen Überwachungen werden verlängert. Die bisher jährliche Überwachung soll auf einen dreijährlichen beziehungsweise zweijährlichen Turnus umgestellt werden. Damit wird dem technischen Fortschritt bei Öl- und Gasheizungen Rechnung getragen, die heute wesentlich zuverlässiger arbeiten als noch vor 20 Jahren.

Literatur: Gemeinsame Presseinformation mit dem Bundesumweltministerium (BMU), Dessau-Roßlau, 19.03.2010

Urteil: Möbel die Chemikalien ausdünsten, müssen zurückgenommen werden – auch nach über einem Jahr

Schlafzimmermöbel gasen Chemikalien aus - Gericht sagt, das darf nicht seinMöbel die Chemikaliengeruch ausdünsten, müssen zurückgenommen werden

Zur Frage, ob ein von Schlafzimmermöbeln über längere Zeit ausgehender unangenehmer Geruch den Käufer zum Rücktritt vom Kaufvertrag berechtigt

Wenn Schlafzimmermöbel auch mehr als ein Jahr nach dem Kauf noch einen unangenehmen Chemikaliengeruch verströmen, dann kann der Käufer vom Vertrag zurücktreten. Dabei ist es ohne Belang, ob die Gerüche auch gesundheitsschädlich sind.

Das entschied das Landgericht Coburg, bestätigt durch das Oberlandesgericht Bamberg, und verurteilte den Verkäufer zur Rückzahlung des Kaufpreises von rund 6.200 €. Der Geruch und die damit verbundene nachvollziehbare Sorge der Käuferin, dass dadurch ihre Gesundheit gefährdet werde, verhindern nach Auffassung der Gerichte einen ungestörten Gebrauch der Schlafzimmereinrichtung.

Sachverhalt

Rund ein Drittel seiner Lebenszeit verbringt der Mensch schlafend, so dass das Schlafzimmer regelmäßig der am längsten genutzte Raum ist. In ihrem Refugium wollte es die Klägerin daher gemütlich haben und kaufte beim Beklagten eine Einrichtung in Esche massiv für rund 6.200 €. Doch auch Monate nach dem Kauf verströmten die Möbel einen unangenehmen Chemikaliengeruch. Die Klägerin monierte das, der Verkäufer konnte aber keine Abhilfe schaffen. Als eine Raumluftanalyse eine auffällige Häufung flüchtiger organischer Verbindungen ergab, trat die Klägerin vom Kauf zurück und klagte auf Rückzahlung des Kaufpreises.

Gerichtsentscheidung

Mit Erfolg, denn das Landgericht Coburg gab ihrer Klage statt. Auch noch 13 Monate nach der Anlieferung ging von der Schlafzimmereinrichtung ein störender Geruch aus. Unabhängig von der Frage, ob es für die organischen Verbindungen einen verbindlichen Grenzwert gibt und dieser überschritten war, eignen sich die Möbel nicht für die gewöhnliche Verwendung, also das Schlafen in dem mit ihnen ausgestatteten Raum, und sind deshalb mangelhaft. Denn auch ohne besondere Vereinbarung kann ein Käufer solcher Möbel erwarten, dass sie geruchsneutral sind oder Geruchsentwicklungen, die wegen der Lackierung unvermeidbar sind, zumindest alsbald nach dem Aufstellen verschwinden.

Fazit

In Schlafzimmermöbeln, die einem buchstäblich stinken, muss man nicht in seine Träume sinken.

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Literatur:

Landgericht Coburg, Wenn das Schlafzimmer dem Käufer stinkt, Pressemitteilung 426/09, 28. August 2009

LG Coburg, Urteil vom 13.5.2009, Az: 21 O 28/09; OLG Bamberg, Beschlüsse vom 13.7. und 7.8.2009, Az: 6 U 30/09; rechtskräftig

Allergiker und Chemikaliensensible, aufgepasst mit Weihnachtsbäumen

Krank durch WeihnachtsbaumAllergisch auf den Weihnachtsbaum sind viele Menschen, die unter Schimmelpilzallergie oder Chemikaliensensitivität / MCS leiden. Weihnachtsbäume, die man zu kaufen bekommt, sind fast ausnahmslos in Plantagen gewachsen und wurden bereits Wochen vor dem Heiligabend geschlagen. Sie sind mit Schimmelsporen, die das bloße Auge nicht erkennen kann, übersät. Aber auch ein frisch geschlagener Baum kann ein Problem für all jene sein, die auf Schimmelpilze reagieren. Fast unmittelbar nachdem man einen Weihnachtsbaum in einen Eimer Wasser oder einen mit Wasser gefüllten Christbaumständer stellt, wächst der Schimmel. Was man wissen muss: Auf Schimmel reagiert fast jeder allergisch. 

Was bleibt einem übrig, wenn man auf den Weihnachtsbaum allergisch reagiert? Entweder versucht man es mit einem künstlichen Weihnachtsbaum oder man kauft einen ganz frisch geschlagenen Baum. Ein künstlicher Baum sollte allerdings vor dem Aufstellen “geduscht” werden, weil er durch die Lagerung auf dem Dachboden, im Keller oder in Lagern mit Staub und ev. auch mit Schimmelsporen behaftet sein kann. Wird ein echter Weihnachtsbaum gewählt, sollte dieser nur möglichst kurz im Haus behalten werden.

Renovierungstipps für Allergiker und Chemikaliensensible

Den Wohnraum mit den richtigen Materialien renovieren kann für erhebliche Verbesserung der Wohnqualität in den eigenen vier Wänden sorgen. Der Griff nach den falschen Materialien oder unsachgemäße Vorgehensweise hingegen, kann den Wohnraum ruinieren. Besonders für Allergiker und chemikaliensensible Menschen ist es wichtig, bei der Auswahl der Materialien extrem kritisch zu sein. Genauso wichtig ist die richtige Vorgehensweise, und dabei sollen die nachfolgenden Tipps helfen. 

 

Gesunde Materialien

Renovierungsmaterialien sollten möglichst ohne Lösungsmittel, Terpene und Harze ausgewählt werden. Natürliche Farben und Baumaterialien sind die gesündeste Wahl, um den Wohnraum zu renovieren. Wenn ein Produkt mit chemischen Inhaltsstoffen die einzige Möglichkeit für einen bestimmten Renovierungsschritt ist, dann sollte darauf geachtet werden, die Alternative zu wählen, von der die geringste Gefahr ausgeht. 

 

Bio – doch auch da die richtige Wahl treffen

Grundsätzlich sind biologische Baumaterialien konventionellen Materialien mit vielfach toxischen Inhaltsstoffen vorzuziehen. Es gibt jedoch auch bei biologischen Farben, Lacken, Ölen und Wachsen kritische Aspekte, an die ein Allergiker denken sollte. Biobaumaterialien enthalten häufig Terpene und Harze, die sehr bedenklich für sensibilisierte Menschen sein können. Zitrusterpene bspw. sind in der Lage, Allergien und Sensibilitäten auszulösen oder zu verschlimmern. Auch gasen sie oft über einen sehr langen Zeitraum aus, was für den Allergiker ein Stressfaktor für seine Gesundheit bedeutet. Zusätzlich bilden solche Terpene mit Ozon (Außenluft oder durch Geräte) giftige Abbauprodukte, bspw. Formaldehyd, Acrolein und Feinstäube. 

 

Tipps für die Renovierung

Bei schweren Allergien und Chemikalien-Sensitivität nicht selbst renovieren und am besten während der Renovierungsphase nicht im Wohnraum aufhalten. Auch nicht bei ausschließlicher Verwendung von Naturmaterialien, weil grundsätzlich alles sensibilisieren kann bei entsprechender Vorgeschichte. Kommt die Person mit Allergien erst nach der Trocknungsphase in die neu renovierten Räumlichkeiten, ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass neue Allergien eintreten.

 

  • Alle Materialien, die zum Einsatz kommen, vorher austesten. (Materialprobe auf den Nachttisch legen, wenn Symptome entstehen, ist das Material nicht geeignet). Wer schwere Allergien oder Chemikalien-Sensitivität hat, kann Materialien durch einen LTT (Bluttest) beim Arzt austesten lassen.
  • Gefährliche Materialien wie Asbest, Schimmel, Holzschutzmittel nur von einer Fachfirma sanieren und entsorgen lassen.
  • Bei Renovierungsarbeiten immer eine Staubmaske mit Aktivkohle tragen
  • Staub vermeiden ist oberstes Gebot. Sollte doch Staub entstehen, ihn umgehend mit einem Staubsauger mit HEPA-Filter aufsaugen. Die Tür zum restlichen Wohnraum mit Folie staubdicht abkleben.
  • Abschleifen von Böden nur mit einem Abschleifer, der den Staub sofort in einen Beutel saugt
  • Bei Neuverlegung auf Böden, auf denen vorher Teppich, PVC oder Linoleum lag, Klebereste gründlich entfernen und den Estrich absaugen vor dem Aufbringen neuer Beläge
  • Bei Rausreißen von altem Teppichboden diesen vorher absaugen und mit Wasser befeuchten, um zu verhindern, dass kontaminierter Staub in die Luft gelangt.
  • Tapeten gründlich durchnässen. Sie ziehen sich dadurch besser ab und es entsteht kein Staub.
  • Tapeten-, Bodenbelagsreste und sonstige Renovierungsmaterialien sofort entsorgen, nicht in der Wohnung liegen lassen.
  • Bei neuen Anstrichen die Trocknungszeit der ersten Phase beachten, da bei zu raschem Auftrag der zweiten Phase die Trocknungszeit erheblich verlängert wird.
  • In der Trocknungsphase gut durchheizen und lüften im Wechsel, ev. Ventilator einsetzen in Räumen, die schlecht belüftet sind.

Autor: Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, September 2008

 

Umweltbewusstsein und Energiesparen in der Küche

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Die meisten unserer Haushalte sind voll gestopft mit den unterschiedlichsten elektrischen Küchenhelfern, die uns die Hausarbeit erleichtern sollen. Sind sie wirklich eine Erleichterung? Viele nicht, wie ich meine, denn ich erinnere mich noch allzu gut an das elektrische Messer, das sich meine Eltern irgendwann zulegten. Ehrlich gesagt, so richtig anfreunden konnte ich mich mit diesem „Mordinstrument” noch nie. Das sägende Geräusch störte mich und schreckte mich von Anfang an ab. Ab und an, gebe ich zu, war es schon recht nützlich, aber es kam nicht wirklich oft zum Einsatz. Jetzt liegt es bei meiner Mutter ziemlich unten in der Schublade, und ich habe sie nie wieder damit arbeiten sehen.

 

Geräte mit Sinn oder Schrankleichen?

Wie sieht es aus mit einer elektrischen Parmesanreibe? In manchen Kochsendungen kommt sie zum Einsatz, scheinbar um die Leute zum Nachkaufen zu animieren. Käse reibe ich ruckzuck auf der normalen Reibe, das geht wunderbar, danach kommt sie direkt in den Geschirrspüler und ich kann mich nach dem Kochen genüsslicheren Aktivitäten widmen, anstatt meine Zeit mit dem Säubern der Elektroreibe, die nicht viel Wasser abgekommen darf, zu vergeuden. Es ist immer wieder hochinteressant, auf welche Ideen die Industrie so kommt, um uns das Geld aus der Tasche zu ziehen.

 

Eine elektrische Zitruspresse, gebe ich zu, habe ich selbst zu Hause, und sie wird häufig benutzt. Aber eine ohne Strom tut es ehrlich gesagt auch, gerade wenn man nur mal eine Zitrone für das Salatdressing benötigt, daher haben wir beide Varianten. Die Handzitruspresse ist aus Glas, was mir eigentlich lieber ist, weil Säure Kunststoffe anlöst.

 

Reinigen des Gerätes dauert länger als Nutzdauer

Unsere Küchenmaschine steht die meiste Zeit herum, auf sie könnte ich locker verzichten. Die Chromteile sehen nett aus, aber nur wenn sie staubfrei sind, und das sind sie fast nie. Das aufwendige Reinigen nach dem Kochen schreckt mich ehrlich gesagt meistens ab, sie überhaupt erst zu benutzen. Außerdem lassen sich manche Dinge in der Küche einfach viel besser mit dem Messer zerkleinern. Rotkraut schnippele ich übrigens auch selbst, mit unseren scharfen japanischen Gemüsemessern geht das ziemlich gut. Schlimm finde ich es, wenn sogar Zwiebeln elektrisch gehackt werden, denn bei diesem Vorgang werden sie bitter, also bringt dieser „Helfer” keinen wirklichen Genuss. Nach einmal Zwiebelhacken ist das Teil dann zu nichts mehr anderem Nutze, weil Nüsse, Schokolade, etc. sonst nach Zwiebel schmecken, was einem Kuchen nicht gerade eine leckere Note verleiht.

 

Überflüssig, unfunktionell, nervtötend

Völlig überflüssig bewerte ich z.B. Eierkocher. Das Kochergebnis dieses Küchenhelfers konnte mich bisher nie überzeugen, fast alle Eier, die mit dem elektrischen Eierkocher zubereitet wurden, fielen im Kochergebnis durch. Wir hatten früher selbst einmal ein solches Gerät, es war ein Geschenk, aber nach einigen Kochversuchen hatte er nur noch ein stilles Dasein im Schrank, bis wir es letztendlich entsorgt hatten. Entweder werden die Eier zu hart oder zu weich, appetitlich wurden sie nie damit. Wenn das Eiweiß so schwabbelig ist, vergeht mir regelrecht der Appetit am frühen Morgen. Ich schwöre aufs Eierkochen im Kochtopf, und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ich kann nicht verstehen, dass die Leute an so etwas Freude haben. Außerdem hat mich immer der Geruch nach dem Eierkochen gestört. Die beschichtete Platte im Gerät, auf dem die Eier im Einsatz platziert werden, riecht für meinen Geschmack ziemlich unangenehm. Für mich noch ein Pluspunkt für das altmodische Kochen im Topf.

 

Starwars in der Küche

Mikrowellengeräte sind so ein Thema für sich. Sie haben in punkto Strahlenbelastung keine reine Weste, allerdings versucht die Industrie, negative Studienergebnisse immer sofort zu relativieren. Bei uns kommt ein solches Gerät jedenfalls nicht mehr zum Einsatz. Bio kaufen und in die Mikrowelle stopfen, das passt auch nicht ganz zusammen. Gesund und schonend kochen ist durch keine Strahlenschleuder zu ersetzen. Da kann die Industrie relativieren wie sie will.

 

Geld, Ressourcen und Energie sparen durch Verzicht

Es gibt noch jede Menge andere Energie-Schlucker, die man meiner Meinung nach nicht unbedingt sein Eigen nennen muss: Sandwich-Toaster, Toast-Ofen, Popcorn-Automat, Handstaubsauger usw. Die Liste lässt sich noch um ein Vielfaches ergänzen.

 

Der Gipfel unter den überflüssigen Küchenhelfern ist für mich der elektrische Dosenöffner. So ein Teil hat zum Glück niemals Einzug in unsere Küche gefunden. Dieses Elektrogerät finde ich nach wie vor äußerst überflüssig, nicht nur weil es bei uns kaum Anlass zum Dosen öffnen gibt, es geht nichts über frisch zubereitete Speisen, sondern weil ich finde, diese Tätigkeit lässt sich wunderbar mit einem herkömmlichen Dosenöffner bewerkstelligen, ohne hierfür sinnlos Energie zu verschwenden. Bei der Vielzahl der hier genannten Strom-Fresser in der Küche könnte man annehmen, es gäbe den Strom zum Nulltarif und wir müssten nicht auf Umweltbelange Rücksicht nehmen. Bei den Glühbirnen haben viele Haushalte auf Energiesparlampen umgestellt, beim Thema Elektrogeräte in der Küche sieht die Öko-Bilanz weit aus schlechter aus.

 

Endet das Umweltbewusstsein an der Küchentür?

Nicht nur der Stromverbrauch bei Benutzung der genannten elektrischen Küchenhelfer lässt deren Ökobilanz ins Negative abrutschen, um diese objektiv zu bewerten, muss man die Herstellung mit einbeziehen. Dabei werden unnötigerweise wichtige Ressourcen verschwendet, angefangen von Rohstoffen und Energie beim Produktionsprozess, außerdem belasten die Transportwege zum Handel und in die privaten Haushalte zusätzlich die Umwelt. Besonders bedenklich sind auch die Antiflammschutzmittel, die durch Elektrogeräte ausgasen und nahezu in jedem Haushalt über Belastungsgrenze zu finden sind. Ihre Toxizität und Halbwertzeit sind hoch. Bei manchen Küchenhelfern wie Quirls, die schnell laufen müssen mit hoher Drehzahl, kann man die giftigen Chemikalien deutlich riechen.

 

Aber die Geschichte ist noch nicht zu Ende, denn irgendwann gibt jedes Elektrogerät einmal den Geist auf und zu guter letzt ist es dann nur noch Elektroschrott, mit weiteren negativen Auswirkungen auf die Umwelt. Ganz abgesehen davon, dass die Gesundheit der Bevölkerung unter dem weit verbreiteten Bewegungsmangel schwer ins Strudeln kommt, kann man z. B. beim Käsereiben und anderen Betätigungen in der Küche durch tatkräftiges Handanlegen seine eigene Fitness-Bilanz ein wenig aufpeppen und somit sein Essen ohne schlechtes Gewissen genießen.

 

Die kluge Hausfrau hält Schritt mit der Zeit

Die Lebenshaltungskosten sind auf dem steigenden Ast, doch wir können sie durch vorausschauendes Handeln, wie z. B. durch intensives Energiesparen, gezielt reduzieren und durch eine Vielzahl kleiner Maßnahmen sogar dazu beitragen, den Klimawandel einzudämmen. Viele von Euch denken wahrscheinlich, die Erderwärmung geschieht nur durch Autoabgase und Industrieanlagen, aber jeder von uns hat seinen Anteil daran, daher sollten wir alle versuchen, alles zur Verbesserung der ernst zu nehmenden Situation zu unternehmen.

 

Die unter Euch, die glauben, ohne die elektrischen „Helfer” nicht auskommen zu können und nicht wissen, wie sie “ohne” ein Gericht zubreiten sollen, fragt Omi, sie freut sich und wird Euch bestimmt manchen wahren Küchenhelfer aus ihrem Fundus mit großer Freude zeigen.

 

Eure Patty

Gesundes Bauen ist Pflichtprogramm für eine gesunde Zukunft

In der Pressemitteilung vom 10. Juni berichtet die amerikanische Umweltschutzbehörde EPA über den sich immer stärker durchsetzenden und von ihr forcierten Trend für gesundes Bauen. „Green Buildings“, wie die ökologischen Gebäude in den USA genannt werden, werden ein ganz wichtiger Teil der Zukunft unseres Landes sein, sagt Dr. Bill Sanders in einem Video, das der Mitteilung angefügt ist.

 

Die EPA hat eigens ein umfassendes „Green Building Programm” geschaffen und unterstützt intensiv Bestrebungen für ökologische und energieeffiziente Gebäude auf vielerlei Weise. Alleine über 80 Studien und Forschungsaufträge wurden vom National Center for Environmental Research ausgeschrieben. Sanders bekundet im Video, dass es wirklich enorm wichtig sei, dass Gebäude aus schadstoffarmen Materialien gebaut werden. Es sei nicht nur daran zu denken, dass Menschen in Gebäuden mit schädlichen Baumaterialien krank werden, sondern auch an die Berge von Altlasten, die durch solche Materialien produziert werden und die jetzt schon ein sehr großes, schwer zu lösendes Problem darstellen.

 

Die amerikanische Umweltschutzbehörde denkt aber nicht nur an zukünftiges Bauen, sondern ist auch dabei, Hausbesitzer generell zu motivieren, ihren Besitz in wenigen einfachen Schritten „grün” werden zu lassen. Über 90% der Zeit verbringen die Menschen in Innenräumen, und daher sei es ungeheuer wichtig, Gebäude aus schadstoffarmen Materialien zu bauen oder mit gesunden Materialien zu sanieren. Das wolle man der Allgemeinheit nahebringen und gemeinsam umsetzen.

 

Das Produzieren von Treibhausgasen kann mit den richtigen Maßnahmen stark eingedämmt werden, sagte Sanders und sei ein weiterer ganz wichtiger Aspekt bei der Schaffung grüner Gebäuden. Die Möglichkeiten, Gebäude, in denen Menschen wohnen, arbeiten und spielen, in gesunde Gebäude zu verwandeln, seien zahlreich vorhanden, sie müssten nur bekannt werden. Genau das will die amerikanische Umweltschutzbehörde EPA nun flächendeckend umsetzen, und dem Enthusiasmus von Dr. Sanders im Video nach zu urteilen, wird dieses Projekt erfolgreich werden und vielen Menschen eine bessere und gesündere Umwelt zum Wohnen und Arbeiten schaffen. Da kann man nur sehnsüchtig über den großen Teich schauen und hoffen, dass deutsche Entscheidungsträger ebenfalls beginnen, mit Enthusiasmus für die Gesundheit  der Menschen in unserem Land Projekte schaffen, die ebenfalls gesunde Gebäude hervorbringen.

 

Autor:

Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 11. Juni 2008

 

Literatur:

EPA, Green Buildings On the Rise, Press Release, 10. Juni 2008