Archiv der Kategorie ‘Haus & Garten‘

Naturschutz: Ein Hotel für Insekten im Garten

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Als wir kürzlich in einem hübschen Naturhotel im Elsass Urlaub machten, erfreuten wir uns ganz besonders an deren Garten. Er war Arthur das Zwergschweinnicht total gestriegelt, wie man es normalerweise von Hotels gewohnt ist, sondern hatte Ecken, in denen sich Tiere noch wohlfühlen. So zum Beispiel das schwarze Zwergschwein Arthur. Der verschmitzte Bursche hat es gut getroffen, sein Besitzer ist ein Spitzenkoch und selbstverständlich fällt da immer ein leckerer Brocken für ihn ab. Gleich neben Arthur gab es ein Insektenhotel, mit Zweigstelle für Eichhörnchen, wo leckere Nüsse lockten und wirklich, dort ging, bzw. flog es ein und aus.

Die Idee Insekten, Schmetterlinge und anderes Getier anzulocken, ist prima für jeden, der sich über die Natur freut. Eigentlich schnell gebaut, Nistkästen, Käferhäuschen, Nusskästen für Eichhörnchen,  Vogelfutterhäuschen gibt es fertig und ein Rahmen muss nicht perfekt sein. Ein paar mitteldicke Aststücke in den Boden gerammt und daran die Kästen befestigt reicht aus. Vielleicht im Herbst noch ein paar Schmetterlingssträucher und andere blühende Wildsträucher in der Nähe pflanzen, dann wird im nächsten Frühjahr oder Sommer reger Betrieb im Insektenhotel zu bestaunen sein.

Autor: Patty Paris

Erstlingsausstattung: Was brauche ich, bevor das Baby zur Welt kommt?

Babyzimmer

Tipps für Babyausstattung und Kinderzimmer

Ist ein Baby unterwegs, sollten die nötigsten Neuanschaffungen spätestens zehn Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin erledigt sein, denn viele Babys warten nicht bis zum errechneten Stichtag. Fängt man früh genug mit der Ausstattung an, hat man auch Zeit genug, schadstofffreie Produkte zu finden und sich zu informieren.

Schon viel früher allerdings kann man eine Spieluhr kaufen und sie dem Ungeborenen vorspielen. Ist das Baby dann da, hat es immer eine vertraute Melodie um sich.

Werdende Eltern hören es nicht so gern, aber am gesündesten fürs Baby und am praktischsten für sie selbst ist es, Kleidung und Möbel gebraucht zu kaufen. Denn neue Kleidungsstücke wie Strampler müssen vor dem ersten Tagen wegen eventuell vorhandener Schadstoffe mehrmals bei der höchsten zulässigen Temperatur gewaschen werden, und neue Möbel enthalten oft gesundheitsschädliches Formaldehyd, das erst nach Wochen oder Monaten ausgedünstet ist. Spezielle Babyflohmärkte bieten eine gute Gelegenheit, etwas Passendes zu finden. Lediglich die Matratze für Stubenwagen oder Bett sollte neu und geprüft schadstofffrei sein, da gebrauchte manchmal mit ungesunden Pilzsporen und Milben belastet sind.

Unsere Liste gibt einen Überblick, was im künftigen Kinderzimmer vorhanden sein sollte und gibt Tipps für eine gesunde Umgebung für das Baby:

Die Kleidung

  • Die ersten Kleidungsstücke können in den Größen 56 bis 68 angeschafft werden. Die Größen geben immer die Körperlänge an.
  • Jeweils sechs Strampler, Bodys, Hemdchen, Höschen, Jäckchen und Strumpfhosen
  • Eine Baumwollmütze
  • Drei Paar Söckchen
  • Für Sommerbabys einen Sonnenhut
  • Für Winterbabys Mütze, Fäustlinge und ein Schneeanzug

Der Wickelplatz

  • Wickeltisch. Statt einer Wickelauflage aus PVC sorgen dicke kochfeste Frottee- oder Baumwolltücher für ein weiches Liegen des Säuglings.
  • Wegwerfwindeln oder 24 Mullwindeln plus einem Paket Windeleinlagen und sechs Windelhöschen
  • Zwei Windeleimer mit Deckel – einmal für Windeln, einmal für verschmutze Wäsche
  • Eine kleine Waschschüssel und mehrere Waschlappen
  • Babybürste, Babynagelschere und Fieberthermometer, eventuell einen Beruhigungssauger und eine Wundcreme

Pflegeprodukte

Bei einer Entbindung im Krankenhaus bekommen junge Eltern meistens genügend Proben von Pflegeprodukten, um die ersten Tage gut zu überstehen. Besser als parfümierte Produkte sind jedoch duftfreie Cremes und Babyöle, weil Duftstoffe irritieren, z.T. toxisch sind und Allergien auslösen können. Auch die Mutter sollte in der Stillphase auf Parfüms und Duftstoffe verzichten, damit das Baby sie am Eigengeruch erkennen kann und beide keinen unnötigen Chemikalien ausgesetzt sind.

Für Babys Hunger

Babys sollten außer Muttermilch nur ökologische Nahrung erhalten, um ihre Entwicklung zu unterstützen. Kunststoffe zum Aufbewahren von Babynahrung und Fläschchen, Nuckeltassen aus Hartkunststoff sind fast ausnahmslos mit BPA gelastet, einer Chemikalie, die das Hormonsystem des Kindes beeinflusst. Glas gilt bislang als sicherste Alternative.

  • Sechs Glasflaschen mit Saugern für Milch und Wasser oder Tee – zum Säubern Flaschen- und Saugerbürste
  • Ein Paket Säuglingsnahrung für Neugeborene
  • Ökologischen Fenchel-, Anis- oder Kümmeltee im Teebeutel oder lose zum Aufgießen. Spezielle Kindertees sind nicht nötig.
  • Ein Stillkissen gibt stillenden Müttern Unterstützung beim entspannten Halten des Babys.

Das Kinderzimmer

Das Kinderzimmer sollte einfach ausgestattet sein und die Materialauswahl muss sehr sorgfältig getroffen werden. Ein Zimmer für ein Baby darf nicht „neu“ riechen, wenn es riecht, kann man sicher sein, dass Schadstoffe oder Allergene die Raumluft belasten und darauf reagieren Babys nicht nur empfindlich, es kann sogar ihre Gesundheit nachhaltig schädigen.

  • Kein Teppichboden, stattdessen Holzdielen, Kork oder Fliesen mit einem Baumwollteppich auslegen
  • Ökologische Wandfarbe ohne Citruszusätze, besser ist Kreidefarbe, Lehmputz oder Kaseinfarbe
  • Warme Farbtöne wählen, das wirkt wohlig auf das Kind
  • Keine Berge von Spielzeug im Zimmer aufbauen, stattdessen nur wenige Kuscheltiere aus waschbaren, geprüften Materialen

Der Schlafplatz

  • Wiege, Stubenwagen oder Bettchen mit Matratze
  • Zur Jahreszeit passende Zudecke und ein Nestchen
  • Sommer- oder Winterschlafsack
  • Himmel bei Bedarf
  • Drei Garnituren Bettwäsche und einen Nässeschutz für die Matratze in zweifacher Ausführung

Mit dem Baby unterwegs

  • Babyschale fürs Auto. Beim Transport auf dem Beifahrersitz unbedingt den Beifahrer-Airbag deaktivieren.
  • Kinderwagen plus Matratze und Decke, im Sommer plus Sonnenschirm. Wer viel mit dem Auto unterwegs ist, sollte darauf achten, dass sich der Kinderwagen gut und einfach verstauen lässt.
  • Wickeltasche mit Ersatzwindeln, Reinigungs- und Pflegeprodukten sowie Wechselkleidung.

Herbizid-Verbot: Unkrautvernichter auf Pflaster und Wegen verboten

Herbizide-im-GartenGift ums Haus und im Garten schadet der Umwelt und der Gesundheit

Noch immer kann man in der warmen Jahreszeit Personen sehen, die mit der Giftspritze den Gehweg oder die Einfahrt an ihrem Haus von Unkraut befreien. Was die wenigsten wissen: Das ist verboten und kann richtig teuer werden. Wer zuwider handelt, muss mit einem Bußgeld in Höhe bis zu 50 000 Euro rechnen. Sich an das Verbot zu halten ist nicht nur wegen der Geldstrafe sinnvoll, sondern auch um die Gesundheit und Umwelt zu schonen, denn chemische Unkrautvernichter sind für beides sehr schädlich. Eine ganze Reihe von Unkrautvernichtern ist sogar krebserregend und steht teils wegen der Gefahr für Gesundheit und Umwelt auf der Liste für ein generelles Verbot. Jeder, der trotzdem solche giftigen Mittel benutzt, sollte bedenken, Herbizide werden bei der Anwendung zwangsläufig eingeatmet und mit den Schuhen ins Haus getragen. Eine erhebliche Gefährdung stellt die Anwendung von Unkrautvernichtern auch für Haustiere dar, insbesondere für Katzen, die ständig ihr Fell lecken.

Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen teilt mit:

Ob Wegerich, Löwenzahn oder Sternmoos: In der Pflasterfuge am Hauszugang, in der Garagenzufahrt oder auf der Terrasse blüht es wie im Garten – sehr zum Leidwesen des Eigentümers. Der feuchte Sommer hat die Pflanzenvegetation in den Spalten und Fugen der befestigten Wege stark begünstigt.

Pestizide, Herbizide, Fungizide verboten

Wenn der optische Eindruck unordentlich ist, rückt manch einer den jungen Pflänzchen mit Chemie zu Leibe. Was viele immer noch nicht wissen: Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf Bürgersteigen, Gehwegen, Hofflächen, Zufahren oder ähnliches ist durch das Pflanzenschutzgesetz verboten, teilt der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit. Dieses grundsätzliche Verbot gilt auch für Hausmittel wie zum Beispiel Essigreiniger oder Salzwasser. In dem Augenblick, in dem diese Hausmittel zur Unkrautvernichtung eingesetzt werden, sind sie Pflanzenschutzmittel. Auch hier droht bei ungenehmigtem Einsatz ein Bußgeld in Höhe bis zu 50 000 Euro.

Verbot wegen Verseuchung der Gewässer

Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist nur auf Flächen erlaubt, die land- oder forstwirtschaftlich sowie gärtnerisch genutzt werden. Weil die Mittel zur Unkrautbekämpfung häufig auf Flächen eingesetzt werden, von denen kein Oberflächenwasser versickern kann und dann über die Kanalisation entwässert werden, ist es hier verboten. Auch ein biologischer Abbau im Boden ist auf diesen Flächen nicht möglich. Wird etwa auf einem Gehweg oder einer Garageneinfahrt mit Plattenbelag ein Herbizid aufgebracht, kann das Mittel in die Kanalisation gelangen und den Wasserwerken große Probleme bereiten. Im Interesse des Wasser- und Umweltschutzes empfiehlt der Pflanzenschutzdienst, gegen unerwünschten Bewuchs mit mechanischen oder thermischen Methoden, wie Hacken oder Kratzen, Hochdruckreiniger oder Abflammgeräten vorzugehen. Das schont die Umwelt und den Geldbeutel.

Ausnahmen nur im Einzelfall möglich und müssen beantragt werden

Das Herbizidverbot gilt für alle nicht landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Flächen, also für Industriegelände, Bahngleise oder kommunale Flächen, wie Marktplätze oder Friedhofswege. Wer dafür verantwortlich ist, dass Gehwege verkehrssicher sind, wie Kommunen oder Firmen, kann eine Ausnahmegenehmigung von diesem Verbot erhalten.

Tipps zur giftfreien Entfernung von Unkraut

Wege und Einfahrten sehen schnell unordentlich aus, wenn Unkraut aus allen Ritzen herauskommt. Wer kein Naturfreak ist, stört sich vielleicht daran oder möchte keine Blicke von den Nachbarn ernten. Man kann Unkraut auf Wegen, Terrassen, Einfahrten und dem Bürgersteig auch ohne Gift loswerden.

  • Nach dem Regen lässt sich Unkraut leicht aus Ritzen und Fugen mit der Hand ausreißen
  • Bei größeren Flächen kann man die Fugen mit einem Ritzenkratzer, einer Drahtbürste (gibt es jetzt auch mit langem Stiel) oder einem Spaten nach dem Regen leicht unkrautfrei bekommen
  • Sehr effektiv ist ein Hochdruckreiniger, es gibt sie auch zum Ausleihen im Baumarkt
  • Für kleine Flächen bietet der Gartenbedarf raffinierte Fugenkratzer

Autor: Silvia K. Müller, CSN-Chemical Sensitivity Network, Juni 2010

Literatur: Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Unkrautvernichter auf Wegen verboten, 30. 4. 2007

Bienen, Wespen auf natürliche Weise fernhalten auf Terrasse und Balkon

Wespe

Die warme Jahreszeit ist wunderbar dazu geeignet, einen Teil des Lebens nach draußen zu verlagern. Die Terrasse, der Garten und der Balkon ersetzen oft schon zum Frühstück das Wohn- und Esszimmer. Ein unvergleichbarer Morgenbeginn, wenn man die ersten Sonnenstrahlen genießend das Frühstück draußen in der Natur einnehmen kann. Leider sind auch schnell Plagegeister präsent, denn Wespen und Bienen riechen schon von Ferne die leckeren Sachen auf dem Terrassentisch. Das kann auch gefährlich sein, wenn sie unbemerkt in ein Glas fliegen oder sich unter ein Nahrungsmittel setzen, das man in den Mund schiebt.

Tipps und Hausmittel gegen Wespen und Bienen auf Terrasse und Balkon

  • Keine offenen Marmeladengläser oder Süßes auf dem Tisch stehen lassen
  • Mückenschutzhauben für Wurstteller verwenden
  • Gläser und Tassen abdecken
  • Flaschen immer gleich zuschrauben oder einen Verschluss aufsetzen
  • Wespenfallen aus Glas oder Ton mit Lockstoff (Zuckerwasser, Bier, etc.) etwas entfernt aufhängen
  • Pflanzen mit Repellentwirkung anpflanzen, bzw. in Töpfen aufstellen, z.B. Lavendel, Thymian, Majoran
  • Eine Orange oder Zitrone mit Nelken gespickt auf dem Tisch legen
  • Einen Ventilator verwenden (Zugluft behagt den Insekten nicht)
  • Gegen Abend blaues Köder-Licht aufstellen
  • Sollte es ganz schlimm sein, einen Sommerbaldachin aus Netzgewebe aufhängen und darunter den Tisch stellen. Kann gleichzeitig sehr dekorativ wirken

Verzichten sollte man auf jede Art von chemischen Schädlingsbekämpfungsmitteln (Sprays, Stecker mit Pestizidplättchen, pestizidhaltige Kerzen oder Räucherspiralen, Aufkleber mit integriertem Pestizid, etc.). Sie enthalten in der Regel Nervengifte, die lange wirksam und sehr gesundheitsschädlich sind. Bienen und Wespen sind ausserdem nützliche Tiere und müssen nicht chemisch bekämpft werden, ein Vertreiben und im Ernstfall natürliche Schädlingsbekämpfungsmittel reichen völlig aus.

Autor: Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 12. Juni 2010

Gesundheitsrisiko Luftmatratzen

Luftmatratze

Der Sommer und die Badesaison nahen. Bunte Luftmatratzen für den Spass am See und im Schwimmbad warten schon in den Geschäften. Dort sollte man die meisten Luftmatratzen am besten lassen, wenn einem die eigene Gesundheit und die der Kinder am Herzen liegt. Ökotest hat die Sommerbegleiter auf Schadstoffe getestet, über das erschreckende Resultat berichtet BUND:

Bundesregierung muss handeln und gefährliche Chemikalien aus Alltagsprodukten verbannen

Berlin/Frankfurt: Zu den heute veröffentlichten Ergebnissen von “Ökotest”, nach denen alle von dem Magazin untersuchten Luftmatratzen mit gefährlichen Schadstoffen belastet sind, erklärte Sarah Häuser, Chemieexpertin des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND): „Die Badesaison startet mit einer Hiobsbotschaft: Für Kinder kann das Planschen mit Luftmatratzen zum Gesundheitsrisiko werden. Es ist inakzeptabel, dass ausgerechnet Produkte, mit denen vor allem Kinder in Berührung kommen, gefährliche Chemikalien in zum Teil extrem hohen Konzentrationen enthalten. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner muss handeln. Schadstoffhaltige Luftmatratzen dürfen nicht mehr verkauft werden.“

Besonders beunruhigend sei, dass in allen getesteten Luftmatratzen polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) nachgewiesen werden konnten. Diese seien krebserregend und erbgutschädigend und könnten über die Haut in den Körper gelangen. Acht der 13 getesteten Luftmatratzen enthielten erhöhte oder stark erhöhte PAK-Werte. Zudem seien in zahlreichen Luftmatratzen Weichmacher-Phthalate sowie zinnorganische Verbindungen entdeckt worden. Aufgrund ihrer hormonellen Wirkungen könnten diese Stoffe das empfindliche Hormonsystem von Kindern stören. Zahlreiche Studien hätten gezeigt, dass Krankheiten wie Unfruchtbarkeit oder Krebs mit solchen Schadstoffen in Zusammenhang stünden. Aus neun Luftmatratzen habe sich außerdem das nervenschädigende Phenol gelöst.

Häuser: „Das geeignete Instrument, mit dem gefährliche Chemikalien aus Alltagsprodukten verbannt werden können, ist die europäische Chemikalienverordnung REACH. Allerdings wird deren Umsetzung nicht ernsthaft genug verfolgt. Obwohl REACH inzwischen seit drei Jahren in Kraft ist, sind erst 30 Stoffe als besonders gefährliche Chemikalien gelistet. In unseren Alltagsprodukten sind jedoch rund zweitausend gesundheitsschädliche Substanzen enthalten. Die Bundesregierung muss endlich aktiv werden und alle riskanten Chemikalien auf die Liste der besonders gefährlichen Stoffe setzen. Mit REACH kann dann deren Verwendung beschränkt oder auch ganz verboten werden.“

BUND, Pressemitteilung vom 28. Mai 2010

Pfingsten Schmetterlinge zählen gehen – Tag der Biologischen Vielfalt

Schmetterlinge zählen

BUND ruft bundesweit zur Bestandsaufnahme der Schmetterlinge

Trotz des kühlen Wetters sind schon viele Schmetterlinge unterwegs. Kaum ist die Sonne da, genießen sie es, durch die Lüfte zu schaukeln. Manche der Falter, die man jetzt sieht, gab es längere Zeit kaum noch. Dass einige Herbizide verboten wurden, scheint Erfolg zu zeigen.

Abenteuer FaltertageWie viele Schmetterlinge und welche Arten in Deutschland umherfliegen, möchte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) wissen und ruft dazu auf, beim Pfingstspaziergang am kommenden Wochenende Schmetterlinge zu zählen.

Die Naturschutzorganisation will sich mit den Ergebnissen einen Überblick über die Verbreitung ausgewählter Falterpopulationen verschaffen. Zählbögen mit Abbildungen von zehn gesuchten Arten sind unter BUND Faltertage und bei den mehr als 2000 Kreis- und Ortsgruppen des BUND erhältlich. Die Ergebnisse können Online im Internet oder per Post gemeldet werden.

„Gezählt werden solche Falter, die auch von Ungeübten leicht zu erkennen sind. Zu Pfingsten sind voraussichtlich unter anderem Aurorafalter, Tagpfauenauge und Kleiner Fuchs zu beobachten. Im Gegensatz zu einem Großteil der heimischen Schmetterlinge sind diese Arten noch relativ weit verbreitet“, so BUND-Naturschutzexperte Mark Hörstermann. Bei einem Drittel aller europäischen Schmetterlingsarten schrumpften derzeit die Bestände. Jede elfte der 435 Tagfalterarten Europas sei inzwischen vom Aussterben bedroht. Von 190 in Deutschland vorkommenden Tagfalterarten sei nur noch etwa ein Fünftel dauerhaft gesichert.

Der 22. Mai wurde von den Vereinten Nationen weltweit zum Tag der Biologischen Vielfalt erklärt. Damit soll auf den Reichtum natürlicher Lebensformen sowie auf deren Bedrohung aufmerksam gemacht werden. Hörstermann: „Schmetterlinge sind wie kaum eine andere Tiergruppe geeignet, diese Vielfalt zu bestaunen. Die variationsreichen Lebensräume und Anpassungstechniken spiegeln sich in den unterschiedlichen Formen und Farben der Falter wider. Die industrielle Landwirtschaft, aber auch exotische Pflanzen und der Einsatz von zuviel Dünger in Gärten drängen jedoch den Artenreichtum stark zurück.“ Das führe auch zum Verlust für Schmetterlinge besonders geeigneter Landschaftstypen wie Moore, Auen oder Feuchtwiesen.

Eine Teilnahme an den diesjährigen Schmetterlingszählungen des BUND ist noch bis Ende Oktober möglich. Erbeten wird auch die Wiederholung der Zählung an verschiedenen Tagen. Der BUND weist zudem auf Möglichkeiten hin, den Schmetterlingen direkt zu helfen. Zu den einfachsten Tipps gehören: In Gärten und Parks möglichst viele heimische Pflanzenarten ansiedeln, Grünflächen nicht zu häufig mähen und auf Torf und Agrargifte verzichten. Als Lohn winke eine bunte Vielfalt im Pflanzenbeet und mit vielen farbenprächtigen Schmetterlingen darüber, so der BUND.

Bestellung von kostenlosen Zählbögen und Broschüren zum Schmetterlingsschutz per Telefon unter 030-27586442 oder per E-Mail an faltertage@bund.net

Literatur: BUND Pressemitteilung vom 17. Mai 2010

Pflege von unbehandelten Naturholztischen leichtgemacht – Tipps der Haus-Fee

PureNature HausfeeMassive Esstische, Küchen- oder Terrassentische aus unbehandeltem Holz haben ihren ganz eigenen Reiz und spiegeln einen Teil der Trends „Landhausstil“ oder „Boheme“ wieder.

Doch wie die Oberfläche eines Holztisches ohne Lackoberfläche pflegen?
Doch lieber wachsen oder ölen?

Carnaubawachs nur in Wasser gelöst und ohne Zusatzstoffe ist sicher eine gute Alternative, die eine gepflegte Oberfläche hinterlässt. Öle hingegen enthalten oft Lösungsmittel, Harze oder ätherische Öle als Zusatzstoffe. Damit freunden sich viele Allergiker nicht gerne an, denn schnell hat man sich wieder Schadstoffe oder allergieauslösende Substanzen eingehandelt. Insbesondere Chemikaliensensible wählen doch lieber eine völlig unbehandelte Oberfläche.

PureNature Haus-Fee Tipp: Pflege von unbehandelten Massivholztischen

Den Tisch nach jeder Mahlzeit mit einem Lappen und Seifenwasser abwaschen.

Ist ein Fettfleck vom Essen oder ein Wasserfleck von einem Glas auf dem Tisch?

Kein Problem: Einfach etwas Wiener Kalk oder anderen duftfreien Scheuersand auf einen Lappen oder Putzhandschuh geben und die Oberfläche leicht schrubben. Im Nu sind die Flecken weg und die Oberfläche blitzblank. Zusätzlicher Bonuseffekt: Die Oberfläche des Holztisches wird durch den feinkörnigen Sand oder Kalk ganz glatt und samtig.

Pollenallergiker aufgepasst – Birkenpollen dieses Jahr besonders aggressiv

Birken

Mit den ersten Frühlingssonnenstrahlen fängt es überall an zu sprießen, und die ersten Pollen sind bereits unterwegs. Ein Blick auf den Pollenwarndienst zeigt, Pollen von Birke, Pappel, Erle, Hasel, Ulme und Weide schwirren durch die Luft. Wem jetzt die Nase läuft und juckt oder die Atmung schwer fällt, der muss nicht gleich an Erkältung denken, denn auch Pollen können diese und noch viele weitere Beschwerden auslösen.

Pollenwarndienst, eine prima Sache

Es lohnt sich, einen Pollenwarndienst im Internet anzuklicken oder ein App auf das Smartphone zu laden, denn so kann man Ausflüge so planen, dass man den Pollen, auf die man besonders reagiert, ein wenig ausweicht. Mit manchen Pollenarten wird es einem schwer fallen, denn Weide, Hasel und Birke sind fast überall anzutreffen. Diejenigen, die auf Birkenpollen reagieren, haben ohnehin einen harten Frühling vor sich, denn dieses Jahr ist ein so genanntes Birken-Mastjahr. Was dies bedeutet und wie man erkennt, ob man plötzlich auch Heuschnupfen entwickelt hat, kann man der Pressemitteilung des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen entnehmen:

Pollenallergiker aufgepasst: 2010 ist ein Birken-Mastjahr

Der Pollenflug 2010 setzt erst spät ein. Grund ist das lang anhaltende Winterwetter in diesem Jahr. Die Kälte verzögerte die Baumblüte. Beginnt der Pollenflug in milden Wintern sonst oft schon im Januar mit der Blüte von Haseln und Erlen, verzeichneten die Messstationen 2010 erst Mitte Februar vereinzelt Pollen in der Luft. „Der Pollenflug kommt spät, aber mit Macht“, warnt Professor Dr. Hans Merk, Allergologe an der Universitäts-Hautklinik in Aachen und Präsident des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen (ÄDA). Die ersten warmen Frühlingstage werden in Deutschland einen massiven Pollenflug auslösen. Zum verspäteten Flug von Hasel- und Erlenpollen kommt in diesem Jahr eine besonders starke Belastung durch Birkenpollen. Birken setzen alle zwei Jahre besonders viele Pollen frei. „2010 ist ein Mastjahr für die Birken. Vermutlich kommt es bei Patienten mit einer Birkenpollenallergie in diesem Jahr zu besonders heftigen Allergiesymptomen“, so Merk. Eine Voraussage sei nicht sicher möglich, da die Pollenbelastung von Witterungsverhältnissen wie Temperatur, Wind und Niederschlag abhänge.

Birkenpollen gehören zu den Hauptauslösern von Heuschnupfen und allergischem Asthma (1). In einer Untersuchung des Globalen Europäischen Netzwerks für Allergien und Asthma (GA2LEN) liegt in Berlin bei 31,5 Prozent der Patienten eines Allergiezentrums eine Sensibilisierung gegen Birkenpollen vor (2). Der Birkenpollenflug beginnt meistens Mitte März und hat im April seinen Höhepunkt. In Jahren mit besonders starkem Pollenflug haben viele Menschen erstmals Beschwerden, weil sich ihre Allergie das erste Mal bemerkbar macht. Wer jetzt im Frühling starke Atemwegsbeschwerden hat, sollte daran denken, dass eine Pollenallergie dahinterstecken kann. Nicht immer ist eine Erkältung der Auslöser für Schnupfen, Niesen und Husten. An eine Pollenallergie sollten alle denken, deren Beschwerden saisonal auftreten, also immer wieder zur gleichen Jahreszeit. Dabei nehmen die allergischen Beschwerden eher zu und können auch zu ganzjährigen Symptomen oder zu Kreuzallergien bzw. Nahrungsmittelallergien führen. „Normale“ Erkältungsmedikamente gegen den Winterschnupfen helfen bei einer Pollenallergie nicht.

ÄDA-Präsident Merk rät Betroffenen, frühzeitig einen auf die Behandlung von Allergien spezialisierten Arzt aufzusuchen, denn bei rechtzeitiger und regelmäßiger Anwendung helfen antiallergische Medikamente am besten. „Pollenallergiker sollten sich außerdem bei einem Facharzt testen und beraten lassen, ob bei ihnen eine spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) indiziert ist. Diese Behandlung kann das Immunsystem tolerant gegenüber den Allergieauslösern machen. Dieser Effekt hält über die dreijährige Behandlungsphase hinaus an und verringert die Gefahr eines Etagenwechsels zu allergischem Asthma“, erläutert Merk. Er warnt davor, Heuschnupfen auf die leichte Schulter zu nehmen, da die allergische Entzündung sich auf die Bronchien ausdehnen und zu allergischem Asthma mit pfeifender Atmung, Luftnot und Husten führen kann. Heuschnupfen sollte auf jeden Fall rechtzeitig behandelt werden, um das Asthmarisiko zu senken und um zu verhindern, dass die Erkrankung chronisch wird.

Autor: Silvia K. Müller

Literatur:

Ärzteverband Deutscher Allergologen e.V. (ÄDA), Pressemitteilung, Aachen, 16. März 2010.

1. Bousquet PJ et al: Prevalence of positive skin tests to environmental aeroallergens in the European Community Respiratory Health Survey I. Allergy 2007:62:301-309.

2. Heinzerling L et al: Standard skin prick testing and sensitization to inhalant allergens across Europe – a survey from the GA2LEN network. Allergy 2005:60:1287-1300.

Neue Verordnung für Holzheizungen, Kaminöfen und Feuerungsanlagen trat in Kraft

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Verordnung schafft Voraussetzungen für eine nachhaltige Staubreduzierung

Für Holzheizungen, Kaminöfen und andere kleine Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe gelten ab dem 22. März 2010 neue Umweltauflagen. Holz ist als regenerative Energiequelle aus Klimaschutzgründen ein sinnvoller Brennstoff zur Wärmeerzeugung. Die Verfeuerung von Holz in Kleinfeuerungsanlagen in Räumen setzt jedoch verschiedene Luftschadstoffe wie Feinstaub frei und führt zu Geruchsbelästigungen – und dies in zunehmendem Maße. „Mit den neuen Grenzwerten werden Luftschadstoffe an der Quelle reduziert. Sie sorgen für eine bessere Luft, Gesundheit und mehr Lebensqualität. Damit ist ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige Umweltpolitik gelegt“, sagte Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen.

Mit der Novelle der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung (1. BImSchV) werden die Vorgaben für Öfen und Heizungen, in denen feste Brennstoffe wie beispielsweise Holz verfeuert werden, an die technischen Weiterentwicklungen bei der Verringerung der Schadstoffemissionen angepasst. „Die Novelle der Kleinfeuerungsanlagen-verordnung löst die mittlerweile seit 1988 geltenden, völlig veralteten technischen Vorgaben für Öfen und Holzheizungen ab und fordert den aktuellen Stand der Technik“, so Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamtes.

Die Regelungen im Einzelnen:

Die 1. BImSchV sieht anspruchsvolle Emissionsgrenzwerte für Staub vor. Diese können von neuen Feuerungsanlagen, die üblicherweise im häuslichen Bereich eingesetzt werden, wie Heizungen, Kaminöfen oder Kachelofeneinsätzen ohne Staubfilter erreicht werden. Die Festlegung von fortschrittlichen Emissionsgrenzwerten für Kohlenmonoxid führt zum Einsatz verbesserter Verbrennungstechniken, die im Ergebnis zudem die Geruchsbelästigungen in der jeweiligen Nachbarschaft reduzieren.

Auch für bestehende Anlagen werden Grenzwerte festgelegt. Sofern für diese Anlagen mit Hilfe einer Herstellerbescheinigung oder durch eine Vor-Ort-Messung die Einhaltung der Grenzwerte nachgewiesen werden kann, ist ein zeitlich unbegrenzter Betrieb möglich. Erst wenn dies nicht möglich ist, kommt zwischen den Jahren 2014 und 2024 ein Sanierungsprogramm zum Tragen. Das Sanierungsprogramm sieht die Nachrüstung oder den Austausch gegen emissionsarme Anlagen vor.

So genannte Grundöfen, Kochherde, Backöfen, Badeöfen, offene Kamine sowie Öfen, die vor dem Jahr 1950 errichtet wurden, sind sogar gänzlich vom Sanierungsprogramm ausgenommen. Ebenfalls ausgenommen sind Öfen, die nicht als Zusatzheizungen, sondern als einzige Öfen zur Beheizung von Wohnungen oder Häusern eingesetzt werden.

Nicht immer ist die Anlage Schuld, wenn der Schornstein qualmt. Vielen Betreibern fehlen das Wissen und die Erfahrung im Umgang mit den Feuerungsanlagen. Aus diesem Grund sieht die 1. BImSchV eine Beratung für die Betreiber zum richtigen Umgang mit der Anlage und den einzusetzenden Festbrennstoffen vor. Außerdem wird der Brennstoff Holz künftig regelmäßig hinsichtlich Qualität im Zusammenhang mit anderen Überwachungsaufgaben überprüft.

Eine deutliche Kostenentlastung bringt die Novelle Betreibern von Öl- und Gasheizungen: Die Intervalle der regelmäßigen Überwachungen werden verlängert. Die bisher jährliche Überwachung soll auf einen dreijährlichen beziehungsweise zweijährlichen Turnus umgestellt werden. Damit wird dem technischen Fortschritt bei Öl- und Gasheizungen Rechnung getragen, die heute wesentlich zuverlässiger arbeiten als noch vor 20 Jahren.

Literatur: Gemeinsame Presseinformation mit dem Bundesumweltministerium (BMU), Dessau-Roßlau, 19.03.2010

Earth Hour 2010: Städte und Privathaushalte schalten die Lichter aus

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Licht aus! Große Klimaschutzaktion vom WWF – Macht mit!

In ganz Deutschland gehen am 27. März abends für eine Stunde lang die Lichter aus. Tausende von Menschen begeben sich freiwillig in die Dunkelheit, um für mehr Klimaschutz zu protestieren. Sie beteiligen sich damit an der Aktion „Earth Hour“ der Umweltorganisation WWF. „In der Stunde der Erde, wie „Earth Hour“ übersetzt wird, soll es sechzig Minuten lang dunkel sein“, erklärt Jörn Ehlers vom WWF. „Die Finsternis soll Politikern bewusst machen, wie wichtig ein besserer Klimaschutz für uns und unsere Erde ist.“

Um 20.30 Uhr werden nicht nur die Lichter von Wohnhäusern ausgehen, sondern auch die bekannter Gebäude. Das Brandenburger Tor in Berlin, die Münchener Frauenkirche oder der welthöchste Wolkenkratzer in Dubai stehen dann im Dunkeln. Unter dem Motto „Licht aus – Klimaschutz an!“ ruft der WWF Kinder und Jugendliche auf bei der Aktion mitzumachen. Hier können sie sich auf einer Deutschlandkarte als Teilnehmer anmelden.

Die WWF „Earth Hour“ findet bereits zum vierten Mal statt. Im vergangenen Jahr haben mehrere hundert Millionen Menschen aus aller Welt die Lichter ausgeschaltet. Weltberühmte Gebäude wie der Eiffelturm in Paris oder das Vogelnest-Stadium in Peking standen im Dunkeln. Dieses Jahr wollen schon elf deutsche Städte mitmachen wie Berlin, München, Tübingen oder Aschaffenburg.

Fragen Sie doch Ihren Bürgermeister ob Ihre Stadt sich auch beteiligt. Ich habe unserem Bürgermeister von Idar-Oberstein eine E-Mail geschrieben und angeregt die Wahrzeichen unserer Stadt, das Alte und Neue Schloss und die Felsenkirche, am 27. März ab 20.30 Uhr für eine Stunde unbeleuchtet zu lassen. Was der Bürgermeister von Idar-Oberstein antwortet, werde ich Euch wissen lassen.

Lasst Ihr mich doch bitte wissen, ob Euer Bürgermeister in Euerer Stadt zur Earth Hour die Wahrzeichen im Dunkeln lässt. Schreibt ihn an.

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Gute Tipps für alle Klimaschützer unter Euch: Energiespartipps des WWF