Archiv der Kategorie ‘Kinder mit Allergien‘

Allergologen raten: Sparsamer Umgang mit Chemikalien vermindert Allergie-Risiko

Baby

Viele Kinder leiden an Allergien. Nach Schätzungen des Verbandes deutscher Allergologen ist heute jedes vierte Kind von Hautausschlägen, Heuschnupfen oder Asthma betroffen. Eltern sind besorgt und fragen sich, ob sie dem vorbeugen können. Das sei nur bedingt möglich, sagen Fachleute, da Allergien teilweise angeboren sind und alle Auslöser noch lange nicht bekannt sind. Studien zeigen aber, dass Eltern das Allergie-Risiko zumindest reduzieren können: Grundsätzlich sei es ratsam, mit Chemikalien so sparsam wie möglich umzugehen, und das bereits im Babyalter, sagt der Kinderarzt Uwe Büsching aus Bielefeld.

“Der Wickeltisch muss nicht mit Plastik ausgelegt und dann mit Hygienesprays behandelt werden.” Stattdessen sollte man gekochte Tücher aus Leinen oder Baumwolle als Wickelunterlage benutzen. Außerdem sei es völlig ausreichend, die Badewanne nur mit Wasser auszuspülen. Sie müsse nicht extra mit Chemikalien desinfiziert werden. Auch Weichspüler könnten Allergien auslösen, warnt der Kinderarzt. “Vor allem in den ersten vier Lebenswochen reagiert Babyhaut sehr empfindlich darauf.”

Die heutzutage oftmals übertriebene Hygiene von klein auf trage eine Mitschuld an der Zunahme körpereigener Überempfindlichkeitsreaktionen, sagt Uwe Büsching. “Kinder können sich ruhig mal schmutzig machen.” Denn der Kontakt mit Umwelt-Keimen fördere den Reifungsprozess des Immunsystems: Die Immunabwehr werde so regelrecht trainiert.

Verband Deutscher Allergologen, Sparsamer Umgang mit Chemikalien vermindert Allergie-Risiko, Köln, Pressemitteilung vom 18.05.2010

Pollenallergiker aufgepasst – Birkenpollen dieses Jahr besonders aggressiv

Birken

Mit den ersten Frühlingssonnenstrahlen fängt es überall an zu sprießen, und die ersten Pollen sind bereits unterwegs. Ein Blick auf den Pollenwarndienst zeigt, Pollen von Birke, Pappel, Erle, Hasel, Ulme und Weide schwirren durch die Luft. Wem jetzt die Nase läuft und juckt oder die Atmung schwer fällt, der muss nicht gleich an Erkältung denken, denn auch Pollen können diese und noch viele weitere Beschwerden auslösen.

Pollenwarndienst, eine prima Sache

Es lohnt sich, einen Pollenwarndienst im Internet anzuklicken oder ein App auf das Smartphone zu laden, denn so kann man Ausflüge so planen, dass man den Pollen, auf die man besonders reagiert, ein wenig ausweicht. Mit manchen Pollenarten wird es einem schwer fallen, denn Weide, Hasel und Birke sind fast überall anzutreffen. Diejenigen, die auf Birkenpollen reagieren, haben ohnehin einen harten Frühling vor sich, denn dieses Jahr ist ein so genanntes Birken-Mastjahr. Was dies bedeutet und wie man erkennt, ob man plötzlich auch Heuschnupfen entwickelt hat, kann man der Pressemitteilung des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen entnehmen:

Pollenallergiker aufgepasst: 2010 ist ein Birken-Mastjahr

Der Pollenflug 2010 setzt erst spät ein. Grund ist das lang anhaltende Winterwetter in diesem Jahr. Die Kälte verzögerte die Baumblüte. Beginnt der Pollenflug in milden Wintern sonst oft schon im Januar mit der Blüte von Haseln und Erlen, verzeichneten die Messstationen 2010 erst Mitte Februar vereinzelt Pollen in der Luft. „Der Pollenflug kommt spät, aber mit Macht“, warnt Professor Dr. Hans Merk, Allergologe an der Universitäts-Hautklinik in Aachen und Präsident des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen (ÄDA). Die ersten warmen Frühlingstage werden in Deutschland einen massiven Pollenflug auslösen. Zum verspäteten Flug von Hasel- und Erlenpollen kommt in diesem Jahr eine besonders starke Belastung durch Birkenpollen. Birken setzen alle zwei Jahre besonders viele Pollen frei. „2010 ist ein Mastjahr für die Birken. Vermutlich kommt es bei Patienten mit einer Birkenpollenallergie in diesem Jahr zu besonders heftigen Allergiesymptomen“, so Merk. Eine Voraussage sei nicht sicher möglich, da die Pollenbelastung von Witterungsverhältnissen wie Temperatur, Wind und Niederschlag abhänge.

Birkenpollen gehören zu den Hauptauslösern von Heuschnupfen und allergischem Asthma (1). In einer Untersuchung des Globalen Europäischen Netzwerks für Allergien und Asthma (GA2LEN) liegt in Berlin bei 31,5 Prozent der Patienten eines Allergiezentrums eine Sensibilisierung gegen Birkenpollen vor (2). Der Birkenpollenflug beginnt meistens Mitte März und hat im April seinen Höhepunkt. In Jahren mit besonders starkem Pollenflug haben viele Menschen erstmals Beschwerden, weil sich ihre Allergie das erste Mal bemerkbar macht. Wer jetzt im Frühling starke Atemwegsbeschwerden hat, sollte daran denken, dass eine Pollenallergie dahinterstecken kann. Nicht immer ist eine Erkältung der Auslöser für Schnupfen, Niesen und Husten. An eine Pollenallergie sollten alle denken, deren Beschwerden saisonal auftreten, also immer wieder zur gleichen Jahreszeit. Dabei nehmen die allergischen Beschwerden eher zu und können auch zu ganzjährigen Symptomen oder zu Kreuzallergien bzw. Nahrungsmittelallergien führen. „Normale“ Erkältungsmedikamente gegen den Winterschnupfen helfen bei einer Pollenallergie nicht.

ÄDA-Präsident Merk rät Betroffenen, frühzeitig einen auf die Behandlung von Allergien spezialisierten Arzt aufzusuchen, denn bei rechtzeitiger und regelmäßiger Anwendung helfen antiallergische Medikamente am besten. „Pollenallergiker sollten sich außerdem bei einem Facharzt testen und beraten lassen, ob bei ihnen eine spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) indiziert ist. Diese Behandlung kann das Immunsystem tolerant gegenüber den Allergieauslösern machen. Dieser Effekt hält über die dreijährige Behandlungsphase hinaus an und verringert die Gefahr eines Etagenwechsels zu allergischem Asthma“, erläutert Merk. Er warnt davor, Heuschnupfen auf die leichte Schulter zu nehmen, da die allergische Entzündung sich auf die Bronchien ausdehnen und zu allergischem Asthma mit pfeifender Atmung, Luftnot und Husten führen kann. Heuschnupfen sollte auf jeden Fall rechtzeitig behandelt werden, um das Asthmarisiko zu senken und um zu verhindern, dass die Erkrankung chronisch wird.

Autor: Silvia K. Müller

Literatur:

Ärzteverband Deutscher Allergologen e.V. (ÄDA), Pressemitteilung, Aachen, 16. März 2010.

1. Bousquet PJ et al: Prevalence of positive skin tests to environmental aeroallergens in the European Community Respiratory Health Survey I. Allergy 2007:62:301-309.

2. Heinzerling L et al: Standard skin prick testing and sensitization to inhalant allergens across Europe – a survey from the GA2LEN network. Allergy 2005:60:1287-1300.

An Ostern trotz Allergie auf Ei viel Spaß beim Eiersuchen

Frohe Ostern

Eier färben, Osterkuchen backen, das Haus österlich dekorieren und die vielen anderen Vorbereitungen bereiten einen Riesenspaß. Wer unter Allergien leidet oder Kinder hat, die auf Ei, Milch, Nüsse, Laktose oder Pollen allergisch reagieren, muss Verschiedenes für die Festtage im Vorfeld abwägen. Doch mit etwas Kreativität steht auch Allergikern für ein schönes Osterfest nichts im Weg.

Trotz Allergie Spaß am Eiersuchen

Mit zum größten Spaß an Ostern zählt das Eiersuchen. Pech für Allergiker, die auf Ei reagieren? Nein, denn es gibt jede Menge Alternativen und an manchen kann man sich sogar ein Leben lang erfreuen.

Statt der typischen gefärbten Hühnereier

Allergien auf Ei können sehr schwerwiegend sein und im schlimmsten Fall Schockreaktionen auslösen. Normale gefärbte Hühnereier sind vorsichtshalber völlig von der Liste zu streichen, wenn ein Allergiker darauf reagiert.

Alternativen:

  • Blecheier sind seit ein paar Jahren wieder in Geschäften erhältlich. Man kann sie mit kleinen Präsenten füllen oder einfach so verstecken.
  • Wenn ein Allergiker nicht auf Schokolade reagiert oder es eine bestimmte Schokolade gibt, die er essen kann, z.B. Schokolade aus Carob, Schafs- oder Ziegenmilch, dann kann man Hühnereier ausblasen, gründlich reinigen und mit Schokolade füllen. Diese witzige Idee kommt nicht nur bei Kindern an.
  • Ostereier als Kerze aus Bienenwachs.
  • Richtige Sammlerobjekte sind Eier aus Stein oder Porzellan
  • Handbemalte ausgeblasene Gänseeier in einem Moosnestchen dekoriert
  • Eier aus Glas. Es gibt sie in wunderschönen Farben und Verzierungen. Warum nicht ein paar Glas-Eier verstecken? Sie werden viele Jahre lang Freude bringen.
  • Witzige bemalte Hasenfiguren aus Keramik, Ton oder Glas.

Woran man noch denken sollte

Gerade an Ostern sind in vielen Leckereien Allergene versteckt. Manche Allergiker reagieren nicht extrem und können kleine Mengen eines Nahrungsmittels essen, ohne Beschwerden zu bekommen. Problematisch kann es werden, wenn mehrere Allergien vorliegen, z.B. auf Ei und Kuhmilch, Laktoseintoleranz, Nussallergie. Schnell hat sich dann einiges an Allergenen aufaddiert und das Befinden kann mächtig in den Keller gehen. Deshalb ist es gerade bei Kindern wichtig, für möglichst viele Alternativen zu sorgen, in denen sich kein Allergen versteck, und das Osterfest wird unter Garantie ein wunderschönes Familienfest werden.

Autor: Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, April 2010

SLIT – “MILCH-TROPFEN“ unter die Zunge, möglicherweise eine Therapie für Milchallergiker

Milch

Kleine Mengen von Milcheiweiß unter die Zunge von Kindern geträufelt, die allergisch auf Milch reagieren, könnte ihnen bei der Überwindung ihrer Allergien helfen. Zu dieser Erkenntnis kamen Wissenschaftler des Johns Hopkins Children’s Center und der Duke University durch eine kleine Studie.

Die Ergebnisse wurden am Sonntag, den 28. Februar, auf der Jahrestagung der American Academy of Allergy, Asthma & Immunology vorgestellt.

Der Behandlungsansatz, als SLIT (sublinguale Immuntherapie) bekannt, schließt ein, dass den Kindern kleine, aber zunehmend höhere Dosen der Lebensmittel verabreicht werden, auf die sie allergisch sind, bis ihr Immunsystem “lernt”, das Essen zu tolerieren, ohne dass eine allergische Reaktion ausgelöst wird oder nur noch ganz leichte Symptome eintreten. Frühere Forschungen des Hopkins Children’s Center zeigten, dass ein ähnlicher Behandlungsansatz, als orale Immuntherapie bekannt, in der Lage ist, Kinder mit Allergien auf Milch erfolgreich zu behandeln. Im Gegensatz zu SLIT beinhaltet die orale Immuntherapie jedoch das Essen von Milcheiweiß und nicht nur, dass es lediglich unter die Zunge gegeben wird.

Die aktuelle Studie deutet an, dass beide Ansätze bei der Behandlung von Kuhmilchallergien bei den meisten Patienten wirksam sein könnten, so die Autoren der Studie, jedoch scheint es so, dass die orale Immuntherapie etwas effektiver ist als SLIT. Die Wissenschaftler sprechen bislang Vorbehalt aus, indem sie mitteilen, dass die Ergebnisse vorläufiger Natur sind und dass die beiden Behandlungsansätze erst in größeren Patientengruppen miteinander verglichen werden müssen, bevor eine gleiche Wirksamkeit bestätigt werden könne.

Während beide Behandlungsansätze so funktionieren, dass man den Patient mit immer höheren Dosen des allergieauslösenden Lebensmittels konfrontiert, ist es bei SLIT mit niedrigerer Dosis getan – und damit mit einem niedrigeren Risiko für Patienten mit schweren allergischen Reaktionen. Die Wissenschaftler warnen, dass beide Therapien zu heftigen allergischen Reaktionen bei einigen Patienten führen können, daher sollten sie immer nur unter Aufsicht eines Arztes erfolgen.

“Wir freuen uns sehr, zu sehen, dass beide Behandlungsansätze signifikante Verbesserung bei Kindern mit Allergien auf Milch erreichen können, aber wir sehen bislang eine leicht bessere Verträglichkeit bei Kindern auf die orale Immuntherapie”, sagt der Forschungsleiter Robert Wood, MD, Leiter der Abt. für Allergie und Immunologie am Hopkins Children’s Center. “Dennoch entsteht durch SLIT eine neue, wenn auch etwas weniger starke Waffe in unserem Arsenal.”

In der Studie wurde allen teilnehmenden 30 Kindern im Alter von 6 bis 17 Jahren Milch unter der Zunge geträufelt (SLIT). Sie wurden für einen Zeitraum von mehreren Wochen behandelt, bis sie Toleranz aufbauten. Sobald eine minimale Toleranz erreicht wurde, wurden die Kinder in zwei Gruppen eingeteilt. Zehn der Kinder setzten ihre SLIT Behandlung fort, während die anderen 20 Kinder Milchpulver um Essen bekamen (OIT). Nach drei Monaten Behandlung mit immer höherer Dosis von Milcheiweiß, wurden alle Kinder einem Lebensmittel-Provokationstest unterzogen, bei dem sie Milch unter ärztlicher Aufsicht tranken.

Alle Kinder aus der Gruppe, die Milchpulver zu Essen bekommen hatten, konnten, im Vergleich zu ihrem Ausgangswert beim Milch-Provokationstest vor der Behandlung, im Durchschnitt sieben Mal mehr Milch trinken, ohne eine allergische Reaktion zu zeigen oder sie hatten nur schwache Symptome auf das Getränk. Neun der 10 Kinder, die mit Milchtropfen unter die Zunge behandelt wurden, waren ebenfalls in der Lage, die Milch ohne großartige Beschwerden zu trinken.

Kinder in beiden Gruppen hatten während der Behandlung gleichermaßen häufig allergische Symptome. In der Gruppe von Kindern, die Milchpulver zu Essen bekommen hatten, verursachten 33 Prozent der 3619 verabreichten Milch-Einzeldosen Symptome, im Vergleich zu 35 Prozent der 3773 Milch-Einzeldosen in der Patientengruppe, die Milchtropfen unter die Zunge erhalten hatte. Die meisten Symptome waren nur leicht, am Häufigsten führten sie zu Juckreiz im Mund- und Rachenraum. Bauch- und respiratorische Symptome traten nur sehr selten auf, laut dem Bericht der Wissenschaftler.

Übersetzung: Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 1. März 2010

Literatur: Johns Hopkins Medical Institutions, “MILK DROPS” UNDER THE TONGUE APPEAR TO TREAT MILK ALLERGIES, 28. Februar 2010

Strikte Vermeidung – der beste Weg zur Behandlung und Prävention von Nahrungsmittelallergien?

Labor

Wissenschaftler einer renommierten amerikanischen Universität ermittelten kürzlich in einer Studie, ob strenge Allergenkarenz die am besten geeignete Strategie für den Umgang mit Nahrungsmittelallergien ist oder ob sie deren Verhütung dient. Herkömmlicherweise gilt die Karenz gegenüber den Lebensmitteln, die man nicht verträgt, als Standarttherapie bei Allergien auf Nahrungsmittel. Dieser Rat beruht in erster Line auf der Annahme, dass ein Kontakt in eine allergische Reaktion münden kann und dass Meidung die Genesung beschleunigt. Neuere Studien stellen diese Annahme in Frage.

Erhitzen tötet Allergene zum Großteil ab

Aktuelle Studien zeigen, dass die meisten Kinder mit Milch-Allergie und Ei-Allergie diese Lebensmittel dann tolerieren, wenn sie stark erhitzt wurden. Darüber hinaus belegen klinische Studien, dass Essen winziger Mengen des Nahrungsmittels, auf das reagiert wird, zu einer Desensibilisierung führen kann. An dieser Stelle muss angemerkt werden, dass dieses Procedere natürlich nur in Gegenwart eines Arztes oder in einer Allergieklinik durchgeführt werden darf, wenn ein Kind unter schweren allergischen Reaktionen leidet.

Spätes Einführen von Allergenen bietet keinen Vorteil

Kürzlich erschienene epidemiologische Studien unterstützten die bisherige Annahme nicht, dass eine verzögerte Einführung von hoch allergenen Lebensmitteln für Säuglinge und Kleinkinder eine Entstehung von Nahrungsmittelallergien verhindert. In der Tat legen die neueren Daten nahe, dass Verzögerungen die Risiken, eine Allergie zu entwickeln, sogar erhöhen können.

Biomarker könnten bessere Erkenntnisse liefern

Die neuesten Daten deuten darauf hin, dass strenge Allergenkarenz als Behandlung nicht immer notwendig ist. Exposition gegenüber einem speziellen Nahrungsmittel kann sogar eine therapeutische Maßnahme sein. Eine erweiterte Verzögerung bei der Einführung von Nahrungsmittelallergenen bei der Ernährung von Kleinkindern kann das Allergierisiko sogar erhöhen, teilen die Wissenschaftler in ihrem Bericht mit. In vielen Fällen sei die strikte Vermeidung für eine Behandlung jedoch eindeutig erforderlich, daher halten die Wissenschaftler des Mount Sinai Hospital weitere Studien für notwendig, um die Risiken und Vorteile der Exposition gegenüber Allergenen noch genauer zu ermitteln. Besonderen Stellenwert räumen sie der Identifizierung von Biomarkern für Patienten ein, die auf Nahrungsmittel reagieren.

Autor: Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 23. Februar, 2010.

Literatur:

Kim JS, Sicherer S., Should avoidance of foods be strict in prevention and treatment of food allergy?, Jaffe Food Allergy Institute, Mount Sinai School of Medicine, New York, New York, USA, Curr Opin Allergy Clin Immunol. 16. Februar 2010.

Gesetzesentwurf im Dänischen Parlament: Regelung von Duftstoffen im öffentlichen Bereich

Dänisches Parlament debattiert über Regelungen zu Duftstoffen

Seit einigen Jahren setzen sich zwei dänische MCS-Selbsthilfegruppen dafür ein, dass gesetzliche Regelungen für Duftstoffe und Parfüms im öffentlichen Bereich geschaffen werden. Insbesondere im Gesundheitswesen sollen Duftstoffe einer strikten Regelung unterzogen werden.

Durch ihre Chemikalien-Sensitivität (MCS) ist es den Mitgliedern der beiden Organisationen in der Regel nicht möglich, sich in ein Krankenhaus oder andere medizinische Einrichtungen zu begeben. Einer der Hauptgründe dafür sind Parfüms, After Shave, Weichspüler, Deo’s, Body Lotion’s und Raumduftsprays denen man überall begegnet. Schwere gesundheitliche Beschwerden sind für diese Erkrankten, als auch für Allergiker und Asthmatiker häufig die Folge.

Der mehrjährige massive Kampf durch die beiden dänischen Selbsthilfegruppen für Chemikaliensensible, MCS-SHG e.V. und MCS-Danmark trägt nun Früchte:

Im dänischen Parlament wurde am 23. Februar ein Gesetzesentwurf mit dem Titel: „Gesetzesentwurf zur Entwicklung von Richtlinien für Duftstoffe in Krankenhäusern und Kindertagesstätten“ debattiert.

Die von MCS-Danmark formulierte „Duftpolitik“ schuf die Grundlage für den Gesetzesentwurf. Diese Initiative erfolgte im Anschluss an eine Eingabe von MCS-Danmark vom November 2009 im dänischen Parlament. Die Eingabe war dem Ausschuss für Umwelt und Planung und dem Ausschuss für Gesundheit vorgelegt worden. Die beiden dänischen Organisationen ließen verlauten: „Wir sind superfroh, dass dieser Kampf nun endlich Früchte tragen wird!“

Einige der Vorstandsmitglieder von MCS-Danmark waren bei dieser ersten Behandlung des Gesetzesentwurfs anwesend.

Autor: CSN – Chemical Sensitivity Network, 23. Februar 2010

Gift-Cocktail in Kinderspielzeug: Gesetze verschärfen, Hersteller in die Verantwortung nehmen

Plastikspielzeug

Nürnberg/Berlin: Zum Auftakt der Internationalen Spielwarenmesse in Nürnberg warf der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) den Herstellern von Kunststoffspielzeug vor, durch mit Schadstoffen belastete Produkte die Kindergesundheit auf Spiel zu setzen. Dieses Spielzeug enthalte häufig hormonell wirksame Stoffe wie Weichmacher, bromierte Flammschutzmittel und Organozinnverbindungen. Die Chemikalien sammelten sich in Kinderkörpern zu einem gefährlichen Giftcocktail an und könnten das fein ausbalancierte Hormonsystem stören. Mögliche Folgen seien Verhaltensauffälligkeiten, Unfruchtbarkeit oder sogar Krebs. Weder die europäische Chemikalienverordnung noch die EU-Spielzeugrichtlinie schützten die Kindergesundheit ausreichend. Selbst das Bundesinstitut für Risikobewertung habe die Spielzeugrichtlinie kürzlich als unzureichend kritisiert.

Richard Mergner, Landesbeauftragter des Bund Naturschutz, dem BUND-Landesverband in Bayern: “Plüschige Teddys, Puppen und Planschtiere sind für unsere Kinder oft gefährliche Lieblinge. Die bisherigen Gesetze bieten nicht genügend Schutz. Hersteller und Händler dürfen nicht vor allem ihren Gewinninteressen folgen, wenn es auf Kosten der Gesundheit der Kinder geht. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner muss handeln: Riskante Chemikalien haben in Spielzeug nichts zu suchen.”

Der BUND warnte insbesondere vor einem “Cocktaileffekt” der hormonellen Chemikalien. Verschiedene Schadstoffe sammelten sich in den Körpern der Kinder an und könnten sich in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken. Grenzwerte für einzelne Stoffe seien dann nutzlos. Auch hier hinke die europäische Gesetzgebung den Erfordernissen hinterher. So habe der europäische Umweltministerrat die Kombinationseffekte von Chemikalien zwar anerkannt. Doch die EU-Kommission wolle bis 2012 erst einmal prüfen, inwieweit die bisherigen Gesetze ausreichend vor den sich addierenden Wirkungen unterschiedlicher Chemikalien schützten.

BUND-Chemieexpertin Sarah Häuser: “Wenn man bedenkt, mit wie vielen Gegenständen aus Kunststoff Kinder täglich in Berührung kommen, kann man sich vorstellen, dass dabei ein ziemlicher Schadstoffcocktail zusammenkommt. Die meisten dieser Stoffe lassen sich im Blut der Kinder nachweisen. Viele Krankheiten wie Krebs, Diabetes oder Unfruchtbarkeit sind die Folgen des Plastik-Overkills. Dabei gibt es für die Spielzeughersteller genügend Alternativen zu den gefährlichen Stoffen.”

Beim Kauf von Spielwaren empfiehlt der BUND auf unabhängige Prüfsiegel etwa des TÜV Rheinland zu achten. Das europäische CE-Prüfzeichen hingegen sei Verbrauchertäuschung, da es sich die Hersteller selbst verliehen. Insbesondere aus Nicht-EU-Ländern importierte Ware müsse effektiver durch die Zoll- und Länderbehörden kontrolliert werden, bevor sie auf den Markt gelange, forderte der BUND.

Literatur: BUND Pressemitteilung, Gift-Cocktail in Kinderspielzeug: Gesetze verschärfen, Hersteller in die Verantwortung nehmen, 4. Februar 2010

Allergien: Kreuzreaktionen zwischen Tomaten und Pflanzen und Früchten

Tomaten

Allergisch auf  Tomaten?

Über Kreuzreaktionen zwischen Früchten, verschiedenen Pollen und Fruchtarten untereinander wurde in der wissenschaftlichen Literatur bereits ausführlich berichtet. Oft sind sie dem Allergiker selbst unbekannt und sorgen für erhebliche gesundheitliche Beschwerden. In einer aktuell erschienen Studie untersuchten Wissenschafter aus Spanien insbesondere Kreuzreaktionen zwischen Tomaten und Pollen, Früchten und Latexextrakt. Sie setzen sich zum Ziel, auch die dabei involvierten Proteine zu identifizieren.

Gerade in der Mittelmeerregion treten Allergien auf Tomaten recht häufig auf. Doch auch in unserem Land ist diese Allergie recht verbreitet, weil Tomatenprodukte einen festen Platz in unserer Ernährung haben. So mancher isst Tomate täglich in irgendeiner Form und weißt nicht einmal, dass er darauf allergisch ist, weil er sie verzehrt, ohne eine akute Reaktion zu bemerken.

Um herauszufinden, ob Tomatenallergiker Kreuzreaktionen aufweisen, wurden die Studienteilnehmer Bluttests und Hauttest (Pricktest) unterzogen. Man testete sie außerdem auf 10 verschiedene Pollen, 12 Früchte und auf Latex. Es wurde für jedes einzelne Extrakt das IgE ermittelt. Das allergene Profil ermittelte man mittels verschiedener immunologischer Spezialuntersuchungen.

Das spanische Wissenschaftlerteam stellte bei den Studienteilnehmern das höchste spezifische IgE auf Gräser  fest. Die meisten Pollenextrakte zeigten eine ähnlich hohe kreuzallergene Kapazität. Beifuss und das weit verbreitete Wiesen-Rispengras waren sehr starke Kreuzallergieauslöser. Bei den Früchten, die mit Tomate korrespondierten, stellten Pfirsich, Kastanie, Melone und Haselnuss die größten Probleme dar. Pfirsich war unter den Früchten insgesamt gesehen der stärkste Allergieauslöser. Die Wissenschaftler stellten keine Kreuzreaktion zwischen Tomate und Latex fest.

Allergiker, die auf Tomaten reagieren, sollten diese Kreuzallergene möglichst meiden. Ein umfassender individueller Allergietest kann Aufschluss bringen, welche Pollen und Früchte im persönlichen Fall das größte Problem darstellen und speziell bei Konsum von Tomatenprodukten gemieden werden sollten.

Autor: Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, Dezember 2009

Literatur:

López-Matas MA, Ferrer A, Larramendi CH, Huertas AJ, Pagán JA, García-Abujeta JL, Bartra J, Lavín JR, Andreu C, Carnés J., In vitro cross-reactivity between tomato and other plant allergens, Ann Allergy Asthma Immunol. 2009 Nov;103(5):425-31.

Nahrungsmittel-Allergie bei Kindern – Allergisch gegen Weihnachten

Allergiekind

In der Weihnachtszeit haben es Kinder mit einer Allergie auf Nahrungsmittel besonders schwer, denn viele weihnachtliche Leckereien enthalten bedeutende Allergene. Für die meisten betroffenen Kinder sind dies Milch und Eier: 70 Prozent der Kinder mit einer Nahrungsmittel-Allergie reagieren allergisch auf Kuhmilch und 40 Prozent auf Hühnereier.1,2 Weitere wichtige Allergene im Kindesalter sind Erdnüsse, Haselnüsse und andere Nusssorten. Für Kinder mit einer Allergie gegen Milch oder Eier sind viele Backwaren und Süßspeisen tabu. Nussallergiker müssen auf nusshaltiges Gebäck, Nougat und Krokant verzichten.

„Wenn ein Kind nach dem Essen bestimmter Nahrungsmittel über Jucken oder Brennen im Mund oder ein Kloßgefühl im Hals klagt oder ein Nesselausschlag, Schwellungen oder Atembeschwerden auftreten, sollte ein allergologisch ausgebildeter Kinder- und Jugendarzt die Auslöser feststellen“, sagt Professor Dr. Albrecht Bufe, Vorsitzender der Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie (GPA) und Kinder- und Jugendarzt an der Universitätsklinik in Bochum. Bufe warnt davor, sich bei einer Nahrungsmittel-Allergie auf die Ergebnisse von IgG-Labortests zu verlassen, die im Internet oder in Werbeanzeigen angeboten werden: „Die Tests auf IgG- oder IgG4-Antikörper sind völlig ungeeignet, um eine allergische Reaktion auf bestimmte Nahrungsmittel zu erkennen. Sie spiegeln nur eine normale Immunreaktion wider, die keinen Krankheitswert hat.“ Die deutschsprachigen und europäischen Allergie-Gesellschaften lehnen die Bestimmung von IgG-Antikörpern gegen Nahrungsmittel einstimmig ab.3 Leider lassen sich aufgrund der sinnlosen Testergebnisse immer wieder Patienten auf unnötig einschränkende Diätempfehlungen ein.

Laut Professor Dr. Bodo Niggemann, dem Sprecher der Arbeitsgruppe Nahrungsmittel-Allergien der GPA, sind auch andere unkonventionelle Methoden wie Bioresonanz oder Kinesiologie nicht geeignet, um eine Allergie auf Nahrungsmittel festzustellen. Eine seriöse Diagnostik von Nahrungsmittel-Allergien bei Kindern erfolgt durch ein ärztliches Gespräch, bei dem die individuelle Krankengeschichte des kleinen Patienten erfragt wird (Anamnese). Zusätzliche Informationen gewinnt der Allergologe durch den Nachweis spezifischer IgE-Antikörper, durch Haut-Prick-Tests oder – als sicherste Methode – eine orale Nahrungsmittelprovokation, bei der die Patienten unter kontrollierten Bedingungen verdächtige Nahrungsmittel erhalten.

„Die Allergie auslösenden Nahrungsmittel müssen strikt gemieden werden. Bei einer solchen Eliminationsdiät ist die Beratung durch eine allergologisch erfahrene Ernährungsfachkraft sehr wichtig, weil für einen Ersatz der fehlenden Nährstoffe gesorgt werden muss“, erläutert Niggemann. Zudem sei nach 12 bis 24 Monaten eine Überprüfung der Ernährungsempfehlungen notwendig, da vor allem kleine Kinder die Allergie auslösenden Nahrungsmittel nach einigen Jahren oftmals wieder vertrügen.4

In Deutschland leiden etwa vier Prozent der Kinder an einer Nahrungsmittel-Allergie. Kinder mit Neurodermitis sind allerdings wesentlich häufiger betroffen: Bis zu 30 Prozent der kleinen Neurodermitiker vertragen bestimmte Nahrungsmittel nicht. Ältere Kinder mit einer Pollenallergie haben ebenfalls häufiger Probleme mit bestimmten Nahrungsmitteln, sie leiden an einer so genannten Kreuzallergie. Denn viele pflanzliche Nahrungsmittel enthalten Proteine, die das Immunsystem nicht von denen aus Pollen unterscheiden kann. Eine Kreuzallergie kann bei Kindern mit einer Baumpollenallergie durch den Verzehr von Äpfeln, Mandeln, Hasel- oder Walnüssen und Nougat auftreten. Bei einer Allergie gegen Gräserpollen kann es zu Kreuzreaktionen mit Getreideprodukten oder Erdnüssen kommen.

Die Eltern allergiekranker Kinder müssen sehr genau darauf achten, was die Kleinen naschen. Das ist nicht immer leicht, obwohl inzwischen viele Allergene auf Lebensmittel-Verpackungen deklariert sind. Da die Rezepturen der Hersteller sich ändern können, müssen die Zutatenlisten auf den Verpackungen immer wieder sorgfältig gelesen werden. Für Kinder mit einer Nahrungsmittel-Allergie sollten rechtzeitig vor dem Fest allergenfreie Leckereien besorgt werden. Eine gute Alternative für Kinder mit einer Allergie gegen Erdnüsse oder Baumnüsse sind beispielsweise selbst gebackene Plätzchen ohne diese Zutaten.

Eine Nussallergie kann langfristig bestehen bleiben. Dagegen besteht bei Kindern mit einer Allergie gegen Milch oder Eier eine sehr gute Chance, dass diese Lebensmittel nach einiger Zeit wieder vertragen werden. „Nahrungsmittel-Allergien bei Kindern bessern sich oft oder verschwinden sogar über die Jahre. Daher ist es sinnvoll, die Allergie in regelmäßigen Abständen zu überprüfen. Hierzu sind am besten orale Provokationstests geeignet“, rät Niggemann.

Autor:

Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie, Nahrungsmittel-Allergie bei Kindern,  Hamburg, 30. November 2009.

Literatur:

  1. Weißbuch Allergie in Deutschland, 2. Auflage. DGAKI, ÄDA, DAAU (Ring J, Fuchs T, Schultze-Werninghaus G, Hrsg.), Urban und Vogel, München 2004. ISBN 3-89935-182-7 
  2. Lange L, Pädiatrische Allergologie, Sonderheft Nahrungsmittelallergie 2009;12:7-9. 
  3. Kleine-Tebbe, Jörg et al. Keine Empfehlung für IgG und IgG4-Bestimmungen gegen Nahrungsmittel. Leitlinie der deutschsprachigen Allergiegesellschaften (DGAKI, ÄDA, GPA, ÖGAI und SGAI). Allergo Journal 2009;18(4):267-73. 
  4. Niggemann B, Pädiatrische Allergologie, Sonderheft Nahrungsmittelallergie 2009;12:5-7.

Fachärzte Umweltmedizin warnen vor Schweinegrippen-Impfung bei Risikogruppen

SchweinegrippeimpfungDer „Schweinegrippe-Impfstoff“ ist für Patienten mit chronischen Multisystem-Erkrankungen ungeeignet – hierzu zählen auch die Umweltkrankheiten MCS – Multiple Chemical Sensitivity und CFS – Chronic Fatique Syndrome. Diese Warnung sprach der Deutsche Berufsverband der Umweltmediziner in seiner Pressemitteilung vom 26. 10. 2009 aus: 

Pandemrix® stellt wegen fehlender Sicherheitsnachweise ein erhebliches Gesundheitsrisiko bei Massenimpfungen dar. Wegen der Haftungsfreistellung des Herstellers durch die Bundesregierung liegt das Risiko von Nebenwirkungen und/oder bleibenden Schäden durch den Impfstoff letztlich beim Patienten.

Der Deutsche Berufsverband der Umweltmediziner dbu hat trotz der in den Medien von Seiten der Regierung, des Paul-Ehrlich-Instituts wie des Herstellers geäußerten Unbedenklichkeitsbeteuerungen ernsthafte Bedenken gegen den von der Bundesregierung als einzigem für die breite Massenimpfung gegen die „neue Grippe“ zur Verfügung gestellten Pandemieimpfstoffes „Pandemrix®“ der Fa. GlaxoSmithKline (gsk).

Der dbu diskutiert an dieser Stelle weder den medizinischen Nutzen von Impfmaßnahmen im Allgemeinen noch die Notwendigkeit solcher Maßnahmen im bisher eher milden Verlauf der Schweinegrippepandemie.

Unsere Kritik richtet sich allein gegen die Pandemievaccine Pandemrix®.

  • Es bestehen erhebliche Zweifel an der Wirksamkeit des Impfstoffes: in der Zulassungsphase wurde ein Impfstoff mit einem um 40% höheren Anteil an Virusantigen (5,25 µg) als die jetzt ausgelieferte Vaccine (3,75 µg) getestet. Es besteht noch kein eindeutiger Konsens ob die Impfung einmalig oder zweimalig pro Saison erfolgen soll!!!
  • Es bestehen erhebliche Zweifel an der Unbedenklichkeit des adjuvantierten Wirkverstärkers, da dieser erstmals verwendet wird. Der Impfstoff enthält 27,4 mg AS03, eine Emulsion aus Polysorbat, Squalen und Tocopherol. Ausreichende Studien dazu fehlen, da in der Erprobungsphase als Surrogatkriterium lediglich der Aufbau von Antikörpertitern bestimmt wurde und nicht etwaige Nebenwirkungen.
  • Hersteller wie amtliche Stellen verschweigen, dass Squalen im Gegensatz zur oralen Aufnahme (Squalen ist u.a. als Naturstoff z.B. in Olivenöl enthalten) bei subkutaner oder intramuskulärer Anwendung ein proinflammatorisches immunaktivierendes Immunogen ist.
  • Autoimmunkrankheiten können damit provoziert, bereits bestehende aktiviert werden. Squalen wird mit der Entstehung eines Guillan-Barré-Syndroms (GBS) in Zusammenhang gebracht und gilt heute als der Auslöser des Golf-Krieg-Syndroms (GWS). In Tierversuchen hat Squalen das Krankheitsbild einer rheumatoiden Arthritis ausgelöst.
  • Squalen aus Nahrungsquellen wird im Organismus v.a. in Membranen eingebaut. Eine impfbedingte Bildung von Squalenantikörpern löst an den Membranen chronische Entzündungen aus, die Erkrankungen wie GWS, aber auch degenerative Nervenerkrankungen wie MS, ALS, CIDP und GBS erklären.
  • Die Auslieferung des Impfstoffes in Mehrfachdosenampullen ist obsolet. In Einzeldosenampullen wären Quecksilber haltige Konservierungsstoffe wie das in Pandemrix enthaltene Thiomersal überflüssig. Auch Quecksilber löst erwiesenermaßen Autoimmunkrankheiten aus.
  • Da der Impfstoff weder an Kleinkindern noch an Schwangeren erprobt wurde (Einspruch der Ethikkommission), stellt die Forderung, gerade diese besonders gefährdete Bevölkerungsgruppe in der ersten Impfphase bevorzugt zu impfen, einen unzulässigen Feldversuch dar.
  • Für Umweltpatienten und Immunsupprimierte (z.B. AIDS)  stellt der Impfstoff ein höheres Risiko als die Schweinegrippe selbst dar.
  • Der Hersteller GlaxoSmithKline (gsk) ist laut Vertrag mit der BRD weitgehend von der Haftung freigestellt. Im Falle eines Impfschadens wird der betroffene Impfling statt gegen gsk gegen die Regierung und somit gegen den deutschen Staat klagen müssen, ein im Regelfall aussichtsloses Unterfangen.
  • Um nicht selbst in die Haftungsfalle zu geraten, muss der die Impfung durchführende Arzt den Patienten über alle Risiken der Impfung und des Impfstoffes sorgfältig aufklären. Es empfiehlt sich, diese Aufklärung im Beisein einer Helferin durchzuführen und mit einer Unterschrift vom Impfling bestätigen zu lassen. Die Aufklärung sollte auch die haftungsrechtlichen Besonderheiten umfassen. Auch der Hinweis darauf, dass andere, risikoärmere Impfstoffe in Europa existieren, diese aber wegen einer Fehlentscheidung der Bundesregierung für die deutsche Bevölkerung zur Zeit nicht zur Verfügung stehen, sollte in diesem Aufklärungsgespräch nicht fehlen.

Wegen den vorgenannten Gründen gibt der Vorstand des Deutschen Berufsverbandes der Umweltmediziner folgende Empfehlung heraus:

 

Aus allgemeinmedizinischen und umweltmedizinischen Überlegungen heraus rät der dbu dringend von der Durchführung einer Impfung mit Pandemrix® ab!

Pressemitteilung des Deutschen Berufsverbandes der Umweltmediziner, Dr.med. Hans-Peter Donate, am 26. 10. 2009, für den Vorstand des dbu, ViSdPG