Archiv der Kategorie ‘Lifestyle‘

Naturschutz: Ein Hotel für Insekten im Garten

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Als wir kürzlich in einem hübschen Naturhotel im Elsass Urlaub machten, erfreuten wir uns ganz besonders an deren Garten. Er war Arthur das Zwergschweinnicht total gestriegelt, wie man es normalerweise von Hotels gewohnt ist, sondern hatte Ecken, in denen sich Tiere noch wohlfühlen. So zum Beispiel das schwarze Zwergschwein Arthur. Der verschmitzte Bursche hat es gut getroffen, sein Besitzer ist ein Spitzenkoch und selbstverständlich fällt da immer ein leckerer Brocken für ihn ab. Gleich neben Arthur gab es ein Insektenhotel, mit Zweigstelle für Eichhörnchen, wo leckere Nüsse lockten und wirklich, dort ging, bzw. flog es ein und aus.

Die Idee Insekten, Schmetterlinge und anderes Getier anzulocken, ist prima für jeden, der sich über die Natur freut. Eigentlich schnell gebaut, Nistkästen, Käferhäuschen, Nusskästen für Eichhörnchen,  Vogelfutterhäuschen gibt es fertig und ein Rahmen muss nicht perfekt sein. Ein paar mitteldicke Aststücke in den Boden gerammt und daran die Kästen befestigt reicht aus. Vielleicht im Herbst noch ein paar Schmetterlingssträucher und andere blühende Wildsträucher in der Nähe pflanzen, dann wird im nächsten Frühjahr oder Sommer reger Betrieb im Insektenhotel zu bestaunen sein.

Autor: Patty Paris

Erstlingsausstattung: Was brauche ich, bevor das Baby zur Welt kommt?

Babyzimmer

Tipps für Babyausstattung und Kinderzimmer

Ist ein Baby unterwegs, sollten die nötigsten Neuanschaffungen spätestens zehn Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin erledigt sein, denn viele Babys warten nicht bis zum errechneten Stichtag. Fängt man früh genug mit der Ausstattung an, hat man auch Zeit genug, schadstofffreie Produkte zu finden und sich zu informieren.

Schon viel früher allerdings kann man eine Spieluhr kaufen und sie dem Ungeborenen vorspielen. Ist das Baby dann da, hat es immer eine vertraute Melodie um sich.

Werdende Eltern hören es nicht so gern, aber am gesündesten fürs Baby und am praktischsten für sie selbst ist es, Kleidung und Möbel gebraucht zu kaufen. Denn neue Kleidungsstücke wie Strampler müssen vor dem ersten Tagen wegen eventuell vorhandener Schadstoffe mehrmals bei der höchsten zulässigen Temperatur gewaschen werden, und neue Möbel enthalten oft gesundheitsschädliches Formaldehyd, das erst nach Wochen oder Monaten ausgedünstet ist. Spezielle Babyflohmärkte bieten eine gute Gelegenheit, etwas Passendes zu finden. Lediglich die Matratze für Stubenwagen oder Bett sollte neu und geprüft schadstofffrei sein, da gebrauchte manchmal mit ungesunden Pilzsporen und Milben belastet sind.

Unsere Liste gibt einen Überblick, was im künftigen Kinderzimmer vorhanden sein sollte und gibt Tipps für eine gesunde Umgebung für das Baby:

Die Kleidung

  • Die ersten Kleidungsstücke können in den Größen 56 bis 68 angeschafft werden. Die Größen geben immer die Körperlänge an.
  • Jeweils sechs Strampler, Bodys, Hemdchen, Höschen, Jäckchen und Strumpfhosen
  • Eine Baumwollmütze
  • Drei Paar Söckchen
  • Für Sommerbabys einen Sonnenhut
  • Für Winterbabys Mütze, Fäustlinge und ein Schneeanzug

Der Wickelplatz

  • Wickeltisch. Statt einer Wickelauflage aus PVC sorgen dicke kochfeste Frottee- oder Baumwolltücher für ein weiches Liegen des Säuglings.
  • Wegwerfwindeln oder 24 Mullwindeln plus einem Paket Windeleinlagen und sechs Windelhöschen
  • Zwei Windeleimer mit Deckel – einmal für Windeln, einmal für verschmutze Wäsche
  • Eine kleine Waschschüssel und mehrere Waschlappen
  • Babybürste, Babynagelschere und Fieberthermometer, eventuell einen Beruhigungssauger und eine Wundcreme

Pflegeprodukte

Bei einer Entbindung im Krankenhaus bekommen junge Eltern meistens genügend Proben von Pflegeprodukten, um die ersten Tage gut zu überstehen. Besser als parfümierte Produkte sind jedoch duftfreie Cremes und Babyöle, weil Duftstoffe irritieren, z.T. toxisch sind und Allergien auslösen können. Auch die Mutter sollte in der Stillphase auf Parfüms und Duftstoffe verzichten, damit das Baby sie am Eigengeruch erkennen kann und beide keinen unnötigen Chemikalien ausgesetzt sind.

Für Babys Hunger

Babys sollten außer Muttermilch nur ökologische Nahrung erhalten, um ihre Entwicklung zu unterstützen. Kunststoffe zum Aufbewahren von Babynahrung und Fläschchen, Nuckeltassen aus Hartkunststoff sind fast ausnahmslos mit BPA gelastet, einer Chemikalie, die das Hormonsystem des Kindes beeinflusst. Glas gilt bislang als sicherste Alternative.

  • Sechs Glasflaschen mit Saugern für Milch und Wasser oder Tee – zum Säubern Flaschen- und Saugerbürste
  • Ein Paket Säuglingsnahrung für Neugeborene
  • Ökologischen Fenchel-, Anis- oder Kümmeltee im Teebeutel oder lose zum Aufgießen. Spezielle Kindertees sind nicht nötig.
  • Ein Stillkissen gibt stillenden Müttern Unterstützung beim entspannten Halten des Babys.

Das Kinderzimmer

Das Kinderzimmer sollte einfach ausgestattet sein und die Materialauswahl muss sehr sorgfältig getroffen werden. Ein Zimmer für ein Baby darf nicht „neu“ riechen, wenn es riecht, kann man sicher sein, dass Schadstoffe oder Allergene die Raumluft belasten und darauf reagieren Babys nicht nur empfindlich, es kann sogar ihre Gesundheit nachhaltig schädigen.

  • Kein Teppichboden, stattdessen Holzdielen, Kork oder Fliesen mit einem Baumwollteppich auslegen
  • Ökologische Wandfarbe ohne Citruszusätze, besser ist Kreidefarbe, Lehmputz oder Kaseinfarbe
  • Warme Farbtöne wählen, das wirkt wohlig auf das Kind
  • Keine Berge von Spielzeug im Zimmer aufbauen, stattdessen nur wenige Kuscheltiere aus waschbaren, geprüften Materialen

Der Schlafplatz

  • Wiege, Stubenwagen oder Bettchen mit Matratze
  • Zur Jahreszeit passende Zudecke und ein Nestchen
  • Sommer- oder Winterschlafsack
  • Himmel bei Bedarf
  • Drei Garnituren Bettwäsche und einen Nässeschutz für die Matratze in zweifacher Ausführung

Mit dem Baby unterwegs

  • Babyschale fürs Auto. Beim Transport auf dem Beifahrersitz unbedingt den Beifahrer-Airbag deaktivieren.
  • Kinderwagen plus Matratze und Decke, im Sommer plus Sonnenschirm. Wer viel mit dem Auto unterwegs ist, sollte darauf achten, dass sich der Kinderwagen gut und einfach verstauen lässt.
  • Wickeltasche mit Ersatzwindeln, Reinigungs- und Pflegeprodukten sowie Wechselkleidung.

Bienen, Wespen auf natürliche Weise fernhalten auf Terrasse und Balkon

Wespe

Die warme Jahreszeit ist wunderbar dazu geeignet, einen Teil des Lebens nach draußen zu verlagern. Die Terrasse, der Garten und der Balkon ersetzen oft schon zum Frühstück das Wohn- und Esszimmer. Ein unvergleichbarer Morgenbeginn, wenn man die ersten Sonnenstrahlen genießend das Frühstück draußen in der Natur einnehmen kann. Leider sind auch schnell Plagegeister präsent, denn Wespen und Bienen riechen schon von Ferne die leckeren Sachen auf dem Terrassentisch. Das kann auch gefährlich sein, wenn sie unbemerkt in ein Glas fliegen oder sich unter ein Nahrungsmittel setzen, das man in den Mund schiebt.

Tipps und Hausmittel gegen Wespen und Bienen auf Terrasse und Balkon

  • Keine offenen Marmeladengläser oder Süßes auf dem Tisch stehen lassen
  • Mückenschutzhauben für Wurstteller verwenden
  • Gläser und Tassen abdecken
  • Flaschen immer gleich zuschrauben oder einen Verschluss aufsetzen
  • Wespenfallen aus Glas oder Ton mit Lockstoff (Zuckerwasser, Bier, etc.) etwas entfernt aufhängen
  • Pflanzen mit Repellentwirkung anpflanzen, bzw. in Töpfen aufstellen, z.B. Lavendel, Thymian, Majoran
  • Eine Orange oder Zitrone mit Nelken gespickt auf dem Tisch legen
  • Einen Ventilator verwenden (Zugluft behagt den Insekten nicht)
  • Gegen Abend blaues Köder-Licht aufstellen
  • Sollte es ganz schlimm sein, einen Sommerbaldachin aus Netzgewebe aufhängen und darunter den Tisch stellen. Kann gleichzeitig sehr dekorativ wirken

Verzichten sollte man auf jede Art von chemischen Schädlingsbekämpfungsmitteln (Sprays, Stecker mit Pestizidplättchen, pestizidhaltige Kerzen oder Räucherspiralen, Aufkleber mit integriertem Pestizid, etc.). Sie enthalten in der Regel Nervengifte, die lange wirksam und sehr gesundheitsschädlich sind. Bienen und Wespen sind ausserdem nützliche Tiere und müssen nicht chemisch bekämpft werden, ein Vertreiben und im Ernstfall natürliche Schädlingsbekämpfungsmittel reichen völlig aus.

Autor: Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 12. Juni 2010

PureNature liegt die Natur und Umwelt wirklich am Herzen

Natur-Baum

Umweltbewusst handeln ist für uns bei PureNature kein Greenwashing – Trend, sondern von Beginn an völlig selbstverständlich und stand bei jeder Anschaffung, jeder Umstellung und bei der Auswahl der Sortimentsprodukte an vorderster Stelle. Es ist leichter geworden, umweltbewusst zu handeln und auch Produkte zu finden, die es Ihnen möglich machen, einen Beitrag für Umwelt und Natur zu leisten.

Wir möchten zum diesjährigen Tag der Umwelt Einblick geben in unsere Projekte, unseren umweltbewussten Alltag und unsere Wunschziele. Wir können Ihnen versichern, dass wir weiter überall dort ansetzen, wo es uns möglich ist, um Ressourcen zu sparen oder solche zu nutzen, die nachwachsen.

Mensch und Umwelt sind als Einheit zu sehen

Neben dem Umweltaspekt liegt uns die Gesundheit der Menschen am Herzen, durch deren Hände ein Produkt bei der Beschaffung der Ausgangsmaterialien, Herstellung, Transport, Lagerung, Benutzung und letztendlich der Entsorgung geht. Sie mit möglichst „billigen Produkten“ zu beliefern, ist nicht unsere Maxime, sondern fairer Preis für ein faires, soweit irgend möglich schadstofffreies Produkt mit möglichst langer Lebensdauer – Umwelt und Mensch zuliebe.

Klimaneutraler Paketversand

PureNature versendet in Kooperation mit DHL alle Pakete CO2-neutral durch ein umfassendes Klimaschutzprogramm. Im Rahmen der GoGreen-Initiative von DHL werden die durch den Transport entstehenden CO2-Emissionen nach einem zertifizierten Verfahren (ISO 14064) ermittelt. In Übereinstimmung mit den Zielen und Vorgaben des Kyoto-Protokolls werden diese Emissionen von DHL getragene Klimaschutzprojekte ausgeglichen.

Ihr Paket lässt Bäume wachsen

Über den Versand der Pakete mit GoGreen von DHL werden u. a. folgende Projekte zur Minderung des CO2-Ausstoßes umgesetzt:

  • Wiederaufforstung von Regenwald Amazonas durch die Amazon Rainforest Foundation
  • Umstellung der DHL Flotte in emissionsarme bzw. emissionsfreie Fahrzeuge
  • Einsatz von Solarenergie in den neuen Anlagen der DHL
  • Projektunterstützung Biogasanlage Gundorf
  • Umweltschutziniativen durch DHL weltweit

PureNature bezieht Öko-Strom vom Anbieter “Lichtblick”

Durch den Wechsel zu Lichtblick ist es uns gelungen, den benötigten Strom für unseren gesamten Betriebsbedarf aus garantiert regenerativen Energiequellen wie Wasser, Biomasse, Sonnenenergie oder Windkraft zu beziehen. Zusätzlich unterstützt der Öko-Stromanbieter Klimaschutzprojekte in Ecuador.

Alle Prozesse in unserem Hause werden fortlaufend auf ihre Klimaverträglichkeit hin optimiert – um unnötige CO2-Emission zu vermeiden.

Freisetzen von Chemikalien? Kommt nicht in Frage

Durch Duftstoffe und Chemikalien wird die Umwelt in nicht unerheblichem Maße belastet. Bei PureNature verwenden wir zur Reinigung des Hauses selbstverständlich nur ökologische und duftfreie Putzmittel. Chemische Pestizide sind im Gebäude und auf dem Firmengelände tabu. Zusätzlich herrscht im Firmengebäude und auf dem Firmengelände striktes Rauchverbot. Parfüms und andere Duftstoffe sind ebenfalls unerwünscht und alle PureNature Mitarbeiter verzichten gänzlich darauf. Mit diesen einfach durchzuführenden Maßnahmen stellen wir sicher, dass die Gewässer und die Luft, die wir atmen, nicht unnötig belastet werden. Auch bei diesen Maßnahmen profitiert die Gesundheit gleich mit.

Bewusste Materialauswahl, Recycling

Grundsätzlich versuchen wir bei der Anschaffung von Materialien, die für den Betriebsablauf erforderlich sind, umwelt- und gesundheitsbewusste Entscheidungen zu treffen. Schadstoffarme Computer, Monitore, Drucker oder Faxgeräte, die gleichzeitig auch energieeffizient im Alltag sind, kosten bei der Neuanschaffung zwar etwas mehr Zeit beim Auswählen, aber hinterher erfreut einen deren geringerer Verbrauch und die bessere Luft im Büro. Nicht zuletzt muss man bei der Anschaffung auch schon daran denken, welche Belastung ein Gerät für die Umwelt bei der Entsorgung und für jeden, der dann damit in Kontakt kommt, verursacht. Deshalb nehmen wir uns bei jeder Neuanschaffung die Zeit und recherchieren nach der jeweils besten Lösung.

Was zu recyceln ist, wird von jedem PureNature Mitarbeiter ganz selbstverständlich recycelt. Ob es Glas, Papier, Plastik, Elektronik, abgelaufene Nahrungsmittel sind – alles wird getrennt und immer sachgerecht entsorgt. Tonerkartuschen werden gesammelt und wieder aufgefüllt. Wo es machbar ist, versuchen wir Papier einzusparen und stattdessen bspw. per E-Mail zu arbeiten.

PureNature Kunden sind kritisch und ideenreich

Es vergeht kein Monat, in dem uns nicht wenigstens ein Kunde einen Tipp für ein umweltbewusstes Produkt liefert. Es erfreut richtig mitzuerleben, wie viele Gedanken sich Kunden machen, damit die Umwelt geschont wird und viele andere Menschen in den Genuss von wirklich nachhaltigen Produkten kommen. Unser Möbelsortiment bspw. geht auf die Idee einer Kundin und deren Cousin zurück. Sie riefen bei uns an und stellten eine Idee vor – jetzt gibt es Möbel aus unbelasteten, einheimischen Hölzern, die in einem umweltbewussten Betrieb mit viel Handarbeit gefertigt werden. Wer sich zu einem solchen Stück entscheidet, hat kein Wegwerfmöbel, sondern tolle Handwerksarbeit, die Generationen überlebt. Auch das verstehen wir unter Umweltbewusstsein.

PureNature Mitarbeiter handeln und denken mit

Unsere Mitarbeiter haben schon viele wertvolle Ideen geliefert, um es PureNature zu ermöglichen, umweltbewusster zu handeln. Ob es um Verpackung, umweltbewusstere Lieferanten und Speditionen geht, oder das Einsparen von Energie im Firmengebäude. Die Ideen unserer Mitarbeiter haben als schönen Nebeneffekt oft sogar geholfen zu sparen, was dann neuen Projekten zugutekommt.

Natur unterstützen und Lebensräume schaffen

Ein Wunschziel, das schon länger gehegt wurde, sind wir gerade am realisieren. Schritt für Schritt soll das PureNature Firmengelände zum Biotop werden. Im letzten Herbst fingen wir an, einen Naturteich anzulegen und Natursteinmauern für Eidechsen und anderes Getier zu setzen. Die Bepflanzung des Firmengeländes schreitet ebenfalls Schritt für Schritt voran. Ein ökologischer Obstgarten für die Mitarbeiter und Kunden zum Naschen ist gerade in Werde. Die Arbeitskraft, die in dieses Projekt fließt, und darauf sind wir stolz, leisten wir selbst. Hilfe gibt es durch einen älteren Natur- und Landschaftsgärtner und den Senior-Mitbegründer von PureNature. Belohnt wird die Mühe schon jetzt, wenn man im Büro sitzt und aus dem Fenster schauend allerlei Getier und die zunehmende Zahl von Vögeln, die sich ansiedeln, bestaunen kann.

Gesundheitsrisiko Luftmatratzen

Luftmatratze

Der Sommer und die Badesaison nahen. Bunte Luftmatratzen für den Spass am See und im Schwimmbad warten schon in den Geschäften. Dort sollte man die meisten Luftmatratzen am besten lassen, wenn einem die eigene Gesundheit und die der Kinder am Herzen liegt. Ökotest hat die Sommerbegleiter auf Schadstoffe getestet, über das erschreckende Resultat berichtet BUND:

Bundesregierung muss handeln und gefährliche Chemikalien aus Alltagsprodukten verbannen

Berlin/Frankfurt: Zu den heute veröffentlichten Ergebnissen von “Ökotest”, nach denen alle von dem Magazin untersuchten Luftmatratzen mit gefährlichen Schadstoffen belastet sind, erklärte Sarah Häuser, Chemieexpertin des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND): „Die Badesaison startet mit einer Hiobsbotschaft: Für Kinder kann das Planschen mit Luftmatratzen zum Gesundheitsrisiko werden. Es ist inakzeptabel, dass ausgerechnet Produkte, mit denen vor allem Kinder in Berührung kommen, gefährliche Chemikalien in zum Teil extrem hohen Konzentrationen enthalten. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner muss handeln. Schadstoffhaltige Luftmatratzen dürfen nicht mehr verkauft werden.“

Besonders beunruhigend sei, dass in allen getesteten Luftmatratzen polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) nachgewiesen werden konnten. Diese seien krebserregend und erbgutschädigend und könnten über die Haut in den Körper gelangen. Acht der 13 getesteten Luftmatratzen enthielten erhöhte oder stark erhöhte PAK-Werte. Zudem seien in zahlreichen Luftmatratzen Weichmacher-Phthalate sowie zinnorganische Verbindungen entdeckt worden. Aufgrund ihrer hormonellen Wirkungen könnten diese Stoffe das empfindliche Hormonsystem von Kindern stören. Zahlreiche Studien hätten gezeigt, dass Krankheiten wie Unfruchtbarkeit oder Krebs mit solchen Schadstoffen in Zusammenhang stünden. Aus neun Luftmatratzen habe sich außerdem das nervenschädigende Phenol gelöst.

Häuser: „Das geeignete Instrument, mit dem gefährliche Chemikalien aus Alltagsprodukten verbannt werden können, ist die europäische Chemikalienverordnung REACH. Allerdings wird deren Umsetzung nicht ernsthaft genug verfolgt. Obwohl REACH inzwischen seit drei Jahren in Kraft ist, sind erst 30 Stoffe als besonders gefährliche Chemikalien gelistet. In unseren Alltagsprodukten sind jedoch rund zweitausend gesundheitsschädliche Substanzen enthalten. Die Bundesregierung muss endlich aktiv werden und alle riskanten Chemikalien auf die Liste der besonders gefährlichen Stoffe setzen. Mit REACH kann dann deren Verwendung beschränkt oder auch ganz verboten werden.“

BUND, Pressemitteilung vom 28. Mai 2010

Allergologen raten: Sparsamer Umgang mit Chemikalien vermindert Allergie-Risiko

Baby

Viele Kinder leiden an Allergien. Nach Schätzungen des Verbandes deutscher Allergologen ist heute jedes vierte Kind von Hautausschlägen, Heuschnupfen oder Asthma betroffen. Eltern sind besorgt und fragen sich, ob sie dem vorbeugen können. Das sei nur bedingt möglich, sagen Fachleute, da Allergien teilweise angeboren sind und alle Auslöser noch lange nicht bekannt sind. Studien zeigen aber, dass Eltern das Allergie-Risiko zumindest reduzieren können: Grundsätzlich sei es ratsam, mit Chemikalien so sparsam wie möglich umzugehen, und das bereits im Babyalter, sagt der Kinderarzt Uwe Büsching aus Bielefeld.

“Der Wickeltisch muss nicht mit Plastik ausgelegt und dann mit Hygienesprays behandelt werden.” Stattdessen sollte man gekochte Tücher aus Leinen oder Baumwolle als Wickelunterlage benutzen. Außerdem sei es völlig ausreichend, die Badewanne nur mit Wasser auszuspülen. Sie müsse nicht extra mit Chemikalien desinfiziert werden. Auch Weichspüler könnten Allergien auslösen, warnt der Kinderarzt. “Vor allem in den ersten vier Lebenswochen reagiert Babyhaut sehr empfindlich darauf.”

Die heutzutage oftmals übertriebene Hygiene von klein auf trage eine Mitschuld an der Zunahme körpereigener Überempfindlichkeitsreaktionen, sagt Uwe Büsching. “Kinder können sich ruhig mal schmutzig machen.” Denn der Kontakt mit Umwelt-Keimen fördere den Reifungsprozess des Immunsystems: Die Immunabwehr werde so regelrecht trainiert.

Verband Deutscher Allergologen, Sparsamer Umgang mit Chemikalien vermindert Allergie-Risiko, Köln, Pressemitteilung vom 18.05.2010

Pfingsten Schmetterlinge zählen gehen – Tag der Biologischen Vielfalt

Schmetterlinge zählen

BUND ruft bundesweit zur Bestandsaufnahme der Schmetterlinge

Trotz des kühlen Wetters sind schon viele Schmetterlinge unterwegs. Kaum ist die Sonne da, genießen sie es, durch die Lüfte zu schaukeln. Manche der Falter, die man jetzt sieht, gab es längere Zeit kaum noch. Dass einige Herbizide verboten wurden, scheint Erfolg zu zeigen.

Abenteuer FaltertageWie viele Schmetterlinge und welche Arten in Deutschland umherfliegen, möchte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) wissen und ruft dazu auf, beim Pfingstspaziergang am kommenden Wochenende Schmetterlinge zu zählen.

Die Naturschutzorganisation will sich mit den Ergebnissen einen Überblick über die Verbreitung ausgewählter Falterpopulationen verschaffen. Zählbögen mit Abbildungen von zehn gesuchten Arten sind unter BUND Faltertage und bei den mehr als 2000 Kreis- und Ortsgruppen des BUND erhältlich. Die Ergebnisse können Online im Internet oder per Post gemeldet werden.

„Gezählt werden solche Falter, die auch von Ungeübten leicht zu erkennen sind. Zu Pfingsten sind voraussichtlich unter anderem Aurorafalter, Tagpfauenauge und Kleiner Fuchs zu beobachten. Im Gegensatz zu einem Großteil der heimischen Schmetterlinge sind diese Arten noch relativ weit verbreitet“, so BUND-Naturschutzexperte Mark Hörstermann. Bei einem Drittel aller europäischen Schmetterlingsarten schrumpften derzeit die Bestände. Jede elfte der 435 Tagfalterarten Europas sei inzwischen vom Aussterben bedroht. Von 190 in Deutschland vorkommenden Tagfalterarten sei nur noch etwa ein Fünftel dauerhaft gesichert.

Der 22. Mai wurde von den Vereinten Nationen weltweit zum Tag der Biologischen Vielfalt erklärt. Damit soll auf den Reichtum natürlicher Lebensformen sowie auf deren Bedrohung aufmerksam gemacht werden. Hörstermann: „Schmetterlinge sind wie kaum eine andere Tiergruppe geeignet, diese Vielfalt zu bestaunen. Die variationsreichen Lebensräume und Anpassungstechniken spiegeln sich in den unterschiedlichen Formen und Farben der Falter wider. Die industrielle Landwirtschaft, aber auch exotische Pflanzen und der Einsatz von zuviel Dünger in Gärten drängen jedoch den Artenreichtum stark zurück.“ Das führe auch zum Verlust für Schmetterlinge besonders geeigneter Landschaftstypen wie Moore, Auen oder Feuchtwiesen.

Eine Teilnahme an den diesjährigen Schmetterlingszählungen des BUND ist noch bis Ende Oktober möglich. Erbeten wird auch die Wiederholung der Zählung an verschiedenen Tagen. Der BUND weist zudem auf Möglichkeiten hin, den Schmetterlingen direkt zu helfen. Zu den einfachsten Tipps gehören: In Gärten und Parks möglichst viele heimische Pflanzenarten ansiedeln, Grünflächen nicht zu häufig mähen und auf Torf und Agrargifte verzichten. Als Lohn winke eine bunte Vielfalt im Pflanzenbeet und mit vielen farbenprächtigen Schmetterlingen darüber, so der BUND.

Bestellung von kostenlosen Zählbögen und Broschüren zum Schmetterlingsschutz per Telefon unter 030-27586442 oder per E-Mail an faltertage@bund.net

Literatur: BUND Pressemitteilung vom 17. Mai 2010

Gefahren und Allergien durch Mückenstiche sind auf dem Vormarsch

Der Urlaub auf Sardinien war prima gewesen, auch die Rückreise recht stressfrei. In der Nacht nach der Ankunft Zuhause ging es los. Kopfschmerzen, Kältegefühl, das Gesicht schwoll einseitig an und das linke Ohr war feuerrot. Arbeiten oder auch nur einen klaren Gedanken fassen – daran war nicht zu denken. Mittelohrentzündung? Oder noch Schlimmeres? Ein Arztbesuch brachte die Gewissheit, dass es das nicht war. Er stellte aber ein kleines Löchlein am Ohr fest. Ein übler Mückenstich einer Tigermücke.

Tigermücke

Mückenstich mit Folgen

Eine Woche dauerte es, bis die einseitige Schwellung des Gesichts abklang. Es sah aus, als hätte jemand ein Bügeleisen aufgedrückt. Ein weiterer Arztbesuch bestätigte, dass es wohl eine Allergie auf den Stich einer Tigermücke gewesen war. Das eiweißhaltige Speichelsekret ist für manche Menschen hochallergen und kann zu Schock- und Kreislaufreaktionen führen.

Blinder Passagier aus den Tropen

Die Tigermücke, ursprünglich ein asiatische Insekt, hat sich in den letzten Jahren bis nach Europa ausgebreitet. Auch in Deutschland wurde sie schon gesichtet. Mit Schiffladungen alter Autoreifen reist die Mücke üblicherweise als blinder Passagier ein. Sie braucht zur Fortpflanzung stehendes Brackwasser, Regentonnen, kleine Tümpel, feuchte Baumhöhlen. Sie zu bekämpfen ist ein schwieriges Unterfangen und nahezu aussichtslos auf längere Sicht gesehen. Bislang wird meist ein für Menschen unschädliches Granulat eingesetzt, in manchen Fällen auch chemische Insektizide.

Klein, aggressiv – selbst bei Tag stechen sie zu

Nur etwa 5mm ist die schwarz-weißgestreife Stechmücke groß. Sie kommt nicht erst in der Dämmerung aus ihrem Versteck, sondern sticht auch am helllichten Tag, selbst durch die Kleidung hindurch. Die Stiche der Tigermücke sind sehr schmerzhaft und oft jucken sie unerträglich.

Überträger von Tropenkrankheiten

Noch weitaus schlimmer als der Schmerz des Stiches ist jedoch, dass die Stechmücke, die 2007 erstmals in Deutschland lokalisiert wurde, rund 20 Krankheiten aus den Tropen verbreitet. Unter anderem wird das gefürchtete Dengue-Fieber und Chikungunya durch die Mücke übertragen. Zu den Symptomen gehören Fieber, Schüttelfrost, nahezu unerträgliche Gelenkschmerzen, die in der Regel ein bis zwei Wochen anhalten. Es wird aber auch von Fällen berichtet, die Monate unter den Schmerzen litten.

Prävention

Was kann man unternehmen, um nicht von der Tigermücke gestochen zu werden? Eigentlich recht wenig, denn wo sie verbreitet ist, sticht sie auch auf offener Strasse zu und nicht nur in Gärten, Wald- oder Feuchtgebieten. Dennoch ist Prävention wichtig, um sich zu schützen.

Wer in Gebiete reist, in denen die Tigermücke Fuß gefasst hat, ist gut beraten, ein Moskitonetz mitzunehmen und sich tagsüber zumindest von Orten fernzuhalten,, wo es stehende Gewässer hat. Vor Ort gibt es in befallen Gebieten meist Warnmitteilungen, die darauf hinweisen wo man fernbleiben soll.

Was die Stechmücken lieben ist Schweißgeruch, daher ist Körperhygiene mit täglich mehrfachem, kurzem Abduschen ein hilfreicher Präventionsbestandteil. Den Schweiß mit süßlichen Duftstoffen und Parfum zu überdecken ist jedoch ein Kardinalfehler, denn auch dafür haben die stechenden Plagegeister ebenfalls eine große Vorliebe.

Abzuraten ist von Insektensprays, die Nervengifte enthalten. Sie sind zwar wirksam gegen die Mücke, aber auch schädlich für die Gesundheit des Menschen. Mückenabwehr auf Basis ätherischer Öle ist die gesundheitlich unbedenklichere Alternative, sofern man nicht allergisch darauf reagiert oder chemikaliensensibel ist und dadurch auch mit manchen natürlichen Substanzen Probleme hat.

Autor: Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 26. April, 2010.

An Ostern trotz Allergie auf Ei viel Spaß beim Eiersuchen

Frohe Ostern

Eier färben, Osterkuchen backen, das Haus österlich dekorieren und die vielen anderen Vorbereitungen bereiten einen Riesenspaß. Wer unter Allergien leidet oder Kinder hat, die auf Ei, Milch, Nüsse, Laktose oder Pollen allergisch reagieren, muss Verschiedenes für die Festtage im Vorfeld abwägen. Doch mit etwas Kreativität steht auch Allergikern für ein schönes Osterfest nichts im Weg.

Trotz Allergie Spaß am Eiersuchen

Mit zum größten Spaß an Ostern zählt das Eiersuchen. Pech für Allergiker, die auf Ei reagieren? Nein, denn es gibt jede Menge Alternativen und an manchen kann man sich sogar ein Leben lang erfreuen.

Statt der typischen gefärbten Hühnereier

Allergien auf Ei können sehr schwerwiegend sein und im schlimmsten Fall Schockreaktionen auslösen. Normale gefärbte Hühnereier sind vorsichtshalber völlig von der Liste zu streichen, wenn ein Allergiker darauf reagiert.

Alternativen:

  • Blecheier sind seit ein paar Jahren wieder in Geschäften erhältlich. Man kann sie mit kleinen Präsenten füllen oder einfach so verstecken.
  • Wenn ein Allergiker nicht auf Schokolade reagiert oder es eine bestimmte Schokolade gibt, die er essen kann, z.B. Schokolade aus Carob, Schafs- oder Ziegenmilch, dann kann man Hühnereier ausblasen, gründlich reinigen und mit Schokolade füllen. Diese witzige Idee kommt nicht nur bei Kindern an.
  • Ostereier als Kerze aus Bienenwachs.
  • Richtige Sammlerobjekte sind Eier aus Stein oder Porzellan
  • Handbemalte ausgeblasene Gänseeier in einem Moosnestchen dekoriert
  • Eier aus Glas. Es gibt sie in wunderschönen Farben und Verzierungen. Warum nicht ein paar Glas-Eier verstecken? Sie werden viele Jahre lang Freude bringen.
  • Witzige bemalte Hasenfiguren aus Keramik, Ton oder Glas.

Woran man noch denken sollte

Gerade an Ostern sind in vielen Leckereien Allergene versteckt. Manche Allergiker reagieren nicht extrem und können kleine Mengen eines Nahrungsmittels essen, ohne Beschwerden zu bekommen. Problematisch kann es werden, wenn mehrere Allergien vorliegen, z.B. auf Ei und Kuhmilch, Laktoseintoleranz, Nussallergie. Schnell hat sich dann einiges an Allergenen aufaddiert und das Befinden kann mächtig in den Keller gehen. Deshalb ist es gerade bei Kindern wichtig, für möglichst viele Alternativen zu sorgen, in denen sich kein Allergen versteck, und das Osterfest wird unter Garantie ein wunderschönes Familienfest werden.

Autor: Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, April 2010

Earth Hour 2010: Städte und Privathaushalte schalten die Lichter aus

Licht-aus

Licht aus! Große Klimaschutzaktion vom WWF – Macht mit!

In ganz Deutschland gehen am 27. März abends für eine Stunde lang die Lichter aus. Tausende von Menschen begeben sich freiwillig in die Dunkelheit, um für mehr Klimaschutz zu protestieren. Sie beteiligen sich damit an der Aktion „Earth Hour“ der Umweltorganisation WWF. „In der Stunde der Erde, wie „Earth Hour“ übersetzt wird, soll es sechzig Minuten lang dunkel sein“, erklärt Jörn Ehlers vom WWF. „Die Finsternis soll Politikern bewusst machen, wie wichtig ein besserer Klimaschutz für uns und unsere Erde ist.“

Um 20.30 Uhr werden nicht nur die Lichter von Wohnhäusern ausgehen, sondern auch die bekannter Gebäude. Das Brandenburger Tor in Berlin, die Münchener Frauenkirche oder der welthöchste Wolkenkratzer in Dubai stehen dann im Dunkeln. Unter dem Motto „Licht aus – Klimaschutz an!“ ruft der WWF Kinder und Jugendliche auf bei der Aktion mitzumachen. Hier können sie sich auf einer Deutschlandkarte als Teilnehmer anmelden.

Die WWF „Earth Hour“ findet bereits zum vierten Mal statt. Im vergangenen Jahr haben mehrere hundert Millionen Menschen aus aller Welt die Lichter ausgeschaltet. Weltberühmte Gebäude wie der Eiffelturm in Paris oder das Vogelnest-Stadium in Peking standen im Dunkeln. Dieses Jahr wollen schon elf deutsche Städte mitmachen wie Berlin, München, Tübingen oder Aschaffenburg.

Fragen Sie doch Ihren Bürgermeister ob Ihre Stadt sich auch beteiligt. Ich habe unserem Bürgermeister von Idar-Oberstein eine E-Mail geschrieben und angeregt die Wahrzeichen unserer Stadt, das Alte und Neue Schloss und die Felsenkirche, am 27. März ab 20.30 Uhr für eine Stunde unbeleuchtet zu lassen. Was der Bürgermeister von Idar-Oberstein antwortet, werde ich Euch wissen lassen.

Lasst Ihr mich doch bitte wissen, ob Euer Bürgermeister in Euerer Stadt zur Earth Hour die Wahrzeichen im Dunkeln lässt. Schreibt ihn an.

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Gute Tipps für alle Klimaschützer unter Euch: Energiespartipps des WWF