Archiv der Kategorie ‘Lifestyle‘

Earth Hour 2010: Städte und Privathaushalte schalten die Lichter aus

Licht-aus

Licht aus! Große Klimaschutzaktion vom WWF – Macht mit!

In ganz Deutschland gehen am 27. März abends für eine Stunde lang die Lichter aus. Tausende von Menschen begeben sich freiwillig in die Dunkelheit, um für mehr Klimaschutz zu protestieren. Sie beteiligen sich damit an der Aktion „Earth Hour“ der Umweltorganisation WWF. „In der Stunde der Erde, wie „Earth Hour“ übersetzt wird, soll es sechzig Minuten lang dunkel sein“, erklärt Jörn Ehlers vom WWF. „Die Finsternis soll Politikern bewusst machen, wie wichtig ein besserer Klimaschutz für uns und unsere Erde ist.“

Um 20.30 Uhr werden nicht nur die Lichter von Wohnhäusern ausgehen, sondern auch die bekannter Gebäude. Das Brandenburger Tor in Berlin, die Münchener Frauenkirche oder der welthöchste Wolkenkratzer in Dubai stehen dann im Dunkeln. Unter dem Motto „Licht aus – Klimaschutz an!“ ruft der WWF Kinder und Jugendliche auf bei der Aktion mitzumachen. Hier können sie sich auf einer Deutschlandkarte als Teilnehmer anmelden.

Die WWF „Earth Hour“ findet bereits zum vierten Mal statt. Im vergangenen Jahr haben mehrere hundert Millionen Menschen aus aller Welt die Lichter ausgeschaltet. Weltberühmte Gebäude wie der Eiffelturm in Paris oder das Vogelnest-Stadium in Peking standen im Dunkeln. Dieses Jahr wollen schon elf deutsche Städte mitmachen wie Berlin, München, Tübingen oder Aschaffenburg.

Fragen Sie doch Ihren Bürgermeister ob Ihre Stadt sich auch beteiligt. Ich habe unserem Bürgermeister von Idar-Oberstein eine E-Mail geschrieben und angeregt die Wahrzeichen unserer Stadt, das Alte und Neue Schloss und die Felsenkirche, am 27. März ab 20.30 Uhr für eine Stunde unbeleuchtet zu lassen. Was der Bürgermeister von Idar-Oberstein antwortet, werde ich Euch wissen lassen.

Lasst Ihr mich doch bitte wissen, ob Euer Bürgermeister in Euerer Stadt zur Earth Hour die Wahrzeichen im Dunkeln lässt. Schreibt ihn an.

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Gute Tipps für alle Klimaschützer unter Euch: Energiespartipps des WWF

Thailändische Kokossuppe – schnell, delikat – einfach eine Lieblingssuppe

Thaisuppe

Schnell zubereitet und sehr delikat ist diese thailändische Kokossuppe. Man kann sie als Vorspeise in kleinen Tässchen zu einem Thaigericht servieren oder in einer schönen großen Schale als Hauptspeise.

Zutaten möglichst in Bioqualität:

  • 2 Gläser Hühnerbrühe
  • 2 Kokosmilch (low fat)
  • 2 Esslöffel Currypaste (wahlweise grün oder rot)
  • 1 – 2 Stengel Zitronengras
  • 2-3 cm Ingwerwurzel in Scheibchen schneiden
  • Option: etwas frische Galgantwurzel und/oder Kurkumawurzel
  • Option: Ein paar frische Champignons geschnitten
  • Einige Stückchen Chilischote
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 Esslöffel Limonensaft
  • Frische Korianderblätter

Zubereitung:

Das Zitronengras, Knoblauch und die Currypaste ganz kurz in der Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen. Das Zitronengras nicht klein schneiden, Stengel nur halbieren. Zusammen mit der Hühnerbrühe, Kokosmilch und dem Limonensaft erhitzen (nicht zu stark). Ca. 4 Minuten köcheln lassen. Kurz vor dem Servieren die Korianderblätter zugeben, noch ca. 2 Minuten ziehen lassen. Fertig!

Tipps zum Dekorieren der Suppe

Einige Korianderblätter darüber streuen

In weißem Porzellan oder in einer ausgefallenen Schale servieren, diese auf einen korrespondierenden Teller stellen, einen Stengel Zitronengras quer über die Schale legen und einem chinesischen Porzellan-Suppenlöffel neben die Schale.

Ich kann Euch versprechen, wenn Ihr die Suppe serviert, werdet Ihr ein „hmmm lecker!“ von Euren Lieben ernten.

Guten Appetit,

Eure

Patty Paris

Oh, bloß keine Allergien zu Valentine verschenken!

Ich liebe Dich

„Ich liebe Dich!“ – wie sage ich diese drei Worte meiner Liebe des Lebens an Valentine? Die Kreativen unter uns haben es einfach, ihnen fällt immer etwas ein, mit dem sie ihre Liebe auf überwältigende Weise zum Ausdruck bringen. Die meisten werden allerdings bei Blumen oder Pralinen als Geschenk enden. Ein hübscher Strauß Blumen oder eine edle Auswahl Pralinen sind auch etwas Nettes über das sich jeder freut, außer denjenigen, die Allergien haben. Für diese „Valentines“ kann der Tag der Liebenden, wenn man das falsche Geschenk überreicht, mit laufender Nase, juckenden Augen, oder Kopf- und Magenschmerzen enden.

Allergisch auf Blumen und Gräser

Gerade in der Frühlingszeit geht es vielen Pollenallergikern schlecht. Hasel und Weide sorgen für die ersten Symptome. Die hübschen Frühlingsboten im Blumenladen sind normalerweise kein Problem, es sei denn, es sind Gräser oder Weidenkätzchen in den Strauß miteingebunden. Ist ein Pollenallergiker allerdings sowieso schon am reagieren, weil beispielsweise die Weiden ums Haus blühen, dann können die bunten Blumen aus dem Blumenladen zu weiterer Symptomverschlechterung führen. Auf jeden Fall sollte daher, wenn es Blumen zu Valentine sein sollen, die Wahl auf solche Blumen fallen, die nicht stark riechen und keine stark pollenbehafteten Blütenstempel haben. Von Gräsern, Weidenkätzchen und Haselzweige ist ganz abzusehen, lieber ein schönes Herzchen aus Keramik oder Holz.

Inhaltstoffe in Pralinen können Allergien auslösen

Allergien auf Schokolade sind äußerst selten anzutreffen. Bedenklich sind eher die sonstigen Inhaltsstoffe, vor allem Erdnuss und Soja. Erdnussallergiker müssen sehr aufpassen, denn schon Spuren von Erdnüssen können Reaktionen auslösen, die bis zu anaphylaktischem Schock reichen. Soll es doch etwas aus Schokolade sein, muss bei einer allergischen Person darauf geachtet werden, dass die bedenklichen Inhaltsstoffe unter Garantie nicht enthalten sind. Es gibt Hersteller die laktosefreie, sojafreie, glutenfreie oder nussfreie Schokolade anbieten. Das kann dann für einen „Valentine“, der immer Verzicht üben muss, eine ganz besondere Überraschung sein.

Parfüms – nichts für Allergiker, Asthmatiker und Chemikaliensensible

Sehr beliebt als Geschenk zu Valentine sind Parfüms. Neben der Tatsache, dass die meisten Parfums reine Chemikaliencocktails sind, muss bedacht werden, dass besonders Allergiker, Asthmatiker und Chemikaliensensible schwerste gesundheitliche Reaktionen erleiden können.  Ein duftfreies Cremebad oder eine pflegende hypoallergene Creme oder ein Nagellack für Allergiker ohne Lösungsmittel werden hingegen sicher sehr erfreuen.

Autor: Patty Paris, 11. Februar 2010

Gift-Cocktail in Kinderspielzeug: Gesetze verschärfen, Hersteller in die Verantwortung nehmen

Plastikspielzeug

Nürnberg/Berlin: Zum Auftakt der Internationalen Spielwarenmesse in Nürnberg warf der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) den Herstellern von Kunststoffspielzeug vor, durch mit Schadstoffen belastete Produkte die Kindergesundheit auf Spiel zu setzen. Dieses Spielzeug enthalte häufig hormonell wirksame Stoffe wie Weichmacher, bromierte Flammschutzmittel und Organozinnverbindungen. Die Chemikalien sammelten sich in Kinderkörpern zu einem gefährlichen Giftcocktail an und könnten das fein ausbalancierte Hormonsystem stören. Mögliche Folgen seien Verhaltensauffälligkeiten, Unfruchtbarkeit oder sogar Krebs. Weder die europäische Chemikalienverordnung noch die EU-Spielzeugrichtlinie schützten die Kindergesundheit ausreichend. Selbst das Bundesinstitut für Risikobewertung habe die Spielzeugrichtlinie kürzlich als unzureichend kritisiert.

Richard Mergner, Landesbeauftragter des Bund Naturschutz, dem BUND-Landesverband in Bayern: “Plüschige Teddys, Puppen und Planschtiere sind für unsere Kinder oft gefährliche Lieblinge. Die bisherigen Gesetze bieten nicht genügend Schutz. Hersteller und Händler dürfen nicht vor allem ihren Gewinninteressen folgen, wenn es auf Kosten der Gesundheit der Kinder geht. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner muss handeln: Riskante Chemikalien haben in Spielzeug nichts zu suchen.”

Der BUND warnte insbesondere vor einem “Cocktaileffekt” der hormonellen Chemikalien. Verschiedene Schadstoffe sammelten sich in den Körpern der Kinder an und könnten sich in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken. Grenzwerte für einzelne Stoffe seien dann nutzlos. Auch hier hinke die europäische Gesetzgebung den Erfordernissen hinterher. So habe der europäische Umweltministerrat die Kombinationseffekte von Chemikalien zwar anerkannt. Doch die EU-Kommission wolle bis 2012 erst einmal prüfen, inwieweit die bisherigen Gesetze ausreichend vor den sich addierenden Wirkungen unterschiedlicher Chemikalien schützten.

BUND-Chemieexpertin Sarah Häuser: “Wenn man bedenkt, mit wie vielen Gegenständen aus Kunststoff Kinder täglich in Berührung kommen, kann man sich vorstellen, dass dabei ein ziemlicher Schadstoffcocktail zusammenkommt. Die meisten dieser Stoffe lassen sich im Blut der Kinder nachweisen. Viele Krankheiten wie Krebs, Diabetes oder Unfruchtbarkeit sind die Folgen des Plastik-Overkills. Dabei gibt es für die Spielzeughersteller genügend Alternativen zu den gefährlichen Stoffen.”

Beim Kauf von Spielwaren empfiehlt der BUND auf unabhängige Prüfsiegel etwa des TÜV Rheinland zu achten. Das europäische CE-Prüfzeichen hingegen sei Verbrauchertäuschung, da es sich die Hersteller selbst verliehen. Insbesondere aus Nicht-EU-Ländern importierte Ware müsse effektiver durch die Zoll- und Länderbehörden kontrolliert werden, bevor sie auf den Markt gelange, forderte der BUND.

Literatur: BUND Pressemitteilung, Gift-Cocktail in Kinderspielzeug: Gesetze verschärfen, Hersteller in die Verantwortung nehmen, 4. Februar 2010

Tipps für den Kauf eines ökologischen Weihnachtsbaums

Weihnachtsbäume

Weihnachten ganz ohne Weihnachtsbaum können sich die meisten Menschen in unserem Land nicht vorstellen, obwohl sie sich Gedanken um den ökologischen Aspekt machen. Auch um die Gesundheit sorgt sich mancher, weil konventionelle Weihnachtsbäume in Plantage wachsen und mit Pestiziden behandelt werden. Mit den nachfolgenden Tipps kann man Weihnachten mit Baum feiern und ein beruhigtes Gewissen haben: 

Es gibt zwischenzeitlich ökologisch zertifizierte Weihnachtsbäume, z.B.von Naturland, FSC, Bioland, Demeter, die dem Käufer garantieren, dass der Baum aus umweltbewusster Baumwirtschaft stammt. Ein Baum von Naturland stammt beispielsweise aus ökologischer Waldnutzung. Die Richtlinien hierfür wurden zusammen mit Robin Wood, BUND und Greenpeace erarbeitet. Es findet kein Kahlschlag, keine Entwässerung, Pestizid- oder Düngereinsatz statt. Die Kulturen für diese Weihnachtsbäume sind innerhalb eines Waldes angelegt, bspw. unter Hochspannungstrassen.

Wo es ökologische Weihnachtsbäume gibt, kann man im Internet oder auch in nächsten Bioladen erfahren. Umweltschutzorganisationen raten zusätzlich darauf zu achten eine heimische Art zu wählen um sicherzustellen, dass der Baum keine langen Transportwege hinter sich hat.

Eine weitere ökologisch sinnvolle Alternative ist es einen Weihnachtsbaum mit Ballen zu kaufen, den man nach dem Fest wieder in der Natur einpflanzt. Damit der Baum dies schafft, muss man ihn täglich gießen. Er sollte auch nur jeweils für ein paar Stunden im geheizten Innenraum stehen, da er sonst zu sehr geschwächt wird. Außerdem stellt er sich aufgrund der Temperaturen auf Frühling ein und fängt an zu treiben. Wird er dann Anfang Januar in der Natur eingegraben, erfriert er. Deshalb sollte man den Baum bevor es wieder ab in den Winterwald oder den Garten geht, in der Garage oder dem kühlen Keller zwischenlagern. Diese Maßnahme macht es dem Weihnachtsbaum leichter sich an die herrschende Temperatur zu gewöhnen und gibt ihm einen besseren Start.

Autor: Patty Paris, Dezember 2009

Wie sieht die Sonne aus?

Nacht-in-Wüste

Klimawandel ist das Thema zu dem heute über 7000 Blogger weltweit für den diesjährigen Blog Action Day Artikel geschrieben haben. Täglich melden die Tageszeitungen neue Belege, dass unser Klima sich immer weiter verschiebt. Die Taten dies zu ändern sind bescheiden. Noch immer sind unsere Handlungen in erster Linie auf Gewinnmaximierung ausgerichtet. Können wir so weitermachen? Wie wird es in der Zukunft sein, was werden die Menschen dann ihren Kindern erzählen? Was werden die Kinder ihre Eltern fragen? Werden sie fragen…

Wie sieht die Sonne aus?

„Es war einmal vor sehr langer Zeit, man sagt, vor Tausend Jahren. Da war der Himmel blau, die Sonne schien vom Himmel, weiße flauschige Wolken zogen am Himmel entlang und Vogelschwärme zogen ihre Bahnen in der Luft. In den Tälern zwischen den mit Gletschern bedeckten Bergen wuchsen saftige grüne Wiesen, auf denen viele bunte Alpenblumen blühten. Schmetterlinge tanzten in der Luft und an den Waldrändern ästen die Rehe. Die Menschen hatten sich bequeme Häuser errichtet. An warmen Tagen setzten sie sich einfach vor ihr Haus, tranken Kaffee und aßen Kuchen oder sie lasen in ihren Büchern und Zeitungen.“

„Das ist aber ein komisches Märchen“, unterbrach Miko die Märchenerzählerin und richtete seine Stirnlampe auf das Gesicht der achtundzwanzigjährigen weißhaarigen Frau, um sie in der Dunkelheit des Untertageklubraumes der unterirdischen Stadt besser sehen zu können.

„Wie sieht die Sonne aus? Für was ist sie eigentlich da? Was ist ein blauer Himmel? Was sind Wiesen und …“

„Stopp, stopp – Miko. Ich verstehe ja, dass Du viele Fragen hast“, versuchte die Märchenerzählerin den Eifer des blassen Jungen zu beruhigen und fuhr – an alle Kinder gewandt – fort: „Wisst Ihr, die Erde war nicht immer so, wie sie heute aussieht und was ich Euch erzählen wollte, ist ausnahmsweise einmal kein Märchen. Es gab wirklich einmal eine Zeit, da sah es auf der Erde so aus, wie ich eben beschrieb und die Menschen konnten ganz ohne Schutzanzüge sich einfach so vor ihren Häusern setzen. Das war die Zeit, bevor die Erdoberfläche der Erde durch die Schuld unserer Vorfahren unbewohnbar wurde…“

Doch Miko hörte die Worte der Märchenerzählerin nicht mehr. Er war vor Erschöpfung eingeschlafen. Seine Eltern hatten kein Geld mehr, um für ihr einziges Kind Wachhaltestimulanzen zu kaufen. Er wird wohl nicht die Prüfung vor dem Großen Planetarischen Rat bestehen, der die Kinder auswählt, die von den ersten überdachten Siedlungen aus, die Erde wieder bewohnbar machen und dort oben Familien gründen sollen. Mikos Eltern hatten sich so sehr gewünscht, dass ihr Kind nicht mehr ein Leben in feuchtheißer Dunkelheit verbringen und mit etwa fünfunddreißig Jahren eines vorzeitigen Todes sterben muss. Nun sind alle Hoffnungen begraben, dass jemals Nachfahren der Familie das Licht der Erdoberfläche erblicken und wie die Menschen früher vor  über tausend Jahren, auf der Erde leben  und dabei über siebzig Jahre alt werden können.

Aber wer weiß – es ist immer noch nicht erwiesen, ob die Erdoberfläche wirklich für die Menschen wieder bewohnbar gemacht werden kann… 

Blog-Day-1Autor: Gerhard Becker, CSN – Chemical Sensitivity Network, Blog Action Day 2009, Copyright Gerhard Becker

Urteil: Möbel die Chemikalien ausdünsten, müssen zurückgenommen werden – auch nach über einem Jahr

Schlafzimmermöbel gasen Chemikalien aus - Gericht sagt, das darf nicht seinMöbel die Chemikaliengeruch ausdünsten, müssen zurückgenommen werden

Zur Frage, ob ein von Schlafzimmermöbeln über längere Zeit ausgehender unangenehmer Geruch den Käufer zum Rücktritt vom Kaufvertrag berechtigt

Wenn Schlafzimmermöbel auch mehr als ein Jahr nach dem Kauf noch einen unangenehmen Chemikaliengeruch verströmen, dann kann der Käufer vom Vertrag zurücktreten. Dabei ist es ohne Belang, ob die Gerüche auch gesundheitsschädlich sind.

Das entschied das Landgericht Coburg, bestätigt durch das Oberlandesgericht Bamberg, und verurteilte den Verkäufer zur Rückzahlung des Kaufpreises von rund 6.200 €. Der Geruch und die damit verbundene nachvollziehbare Sorge der Käuferin, dass dadurch ihre Gesundheit gefährdet werde, verhindern nach Auffassung der Gerichte einen ungestörten Gebrauch der Schlafzimmereinrichtung.

Sachverhalt

Rund ein Drittel seiner Lebenszeit verbringt der Mensch schlafend, so dass das Schlafzimmer regelmäßig der am längsten genutzte Raum ist. In ihrem Refugium wollte es die Klägerin daher gemütlich haben und kaufte beim Beklagten eine Einrichtung in Esche massiv für rund 6.200 €. Doch auch Monate nach dem Kauf verströmten die Möbel einen unangenehmen Chemikaliengeruch. Die Klägerin monierte das, der Verkäufer konnte aber keine Abhilfe schaffen. Als eine Raumluftanalyse eine auffällige Häufung flüchtiger organischer Verbindungen ergab, trat die Klägerin vom Kauf zurück und klagte auf Rückzahlung des Kaufpreises.

Gerichtsentscheidung

Mit Erfolg, denn das Landgericht Coburg gab ihrer Klage statt. Auch noch 13 Monate nach der Anlieferung ging von der Schlafzimmereinrichtung ein störender Geruch aus. Unabhängig von der Frage, ob es für die organischen Verbindungen einen verbindlichen Grenzwert gibt und dieser überschritten war, eignen sich die Möbel nicht für die gewöhnliche Verwendung, also das Schlafen in dem mit ihnen ausgestatteten Raum, und sind deshalb mangelhaft. Denn auch ohne besondere Vereinbarung kann ein Käufer solcher Möbel erwarten, dass sie geruchsneutral sind oder Geruchsentwicklungen, die wegen der Lackierung unvermeidbar sind, zumindest alsbald nach dem Aufstellen verschwinden.

Fazit

In Schlafzimmermöbeln, die einem buchstäblich stinken, muss man nicht in seine Träume sinken.

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Literatur:

Landgericht Coburg, Wenn das Schlafzimmer dem Käufer stinkt, Pressemitteilung 426/09, 28. August 2009

LG Coburg, Urteil vom 13.5.2009, Az: 21 O 28/09; OLG Bamberg, Beschlüsse vom 13.7. und 7.8.2009, Az: 6 U 30/09; rechtskräftig

Die schönsten Schmetterlinge, Pfauenauge, Schwalbenschwanz und wie sie alle heißen…

 Junge auf Schmetterlingssuche

 

Aktionswochenende „Abenteuer Faltertage“: Jeder Schmetterling zählt

 

So viele Schmetterlinge wie dieses Jahr gab es schon lange nicht mehr. Überall wo es blüht, fliegen die farbenprächtige Flugakrobaten herum und erfreuen die Betrachter. Kann es sein, dass wir die vielen Schmetterlinge in diesem Jahr durch das Verbot einiger Herbizide in der Landwirtschaft beschert bekamen? Möglich wäre es und eine erfreuliche Tendenz, die für mehr ökologisch orientierte Landwirtschaft, anstatt chemieorientierter Bearbeitung von Feldern und Wiesen, spricht.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ruft bundesweit dazu auf, am Wochenende des 15. und 16. August bei Ausflügen in die Natur, im Garten oder im Park Schmetterlinge zu zählen. Vorkenntnisse seien nicht erforderlich. Der BUND stellt einen Zählbogen mit Abbildungen zur Verfügung, mit dem zehn heimische Schmetterlingsarten leicht bestimmt und erfasst werden können. Am ersten Aktionswochenende “Abenteuer Faltertage“ in diesem Frühling seien so viele Distelfalter wie seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen worden. Schmetterlinge wie der Schachbrettfalter zeigten sich jedoch erst im Sommer. Das Landkärtchen flöge bereits in der zweiten Generation.

Christiane Bohn, BUND-Schmetterlingsexpertin: „80 Prozent der heimischen Tagfalter stehen auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Aber auch viele andere Tiere und Pflanzen sind vom Aussterben bedroht. Siedlungs- und Straßenbau sowie die Pestizide der Landwirtschaft verdrängen sie aus ihren Lebensräumen. Mit der Aktion „Abenteuer Faltertage“ will der BUND mehr Bewusstsein für die bedrohte Natur um uns schaffen. Denn nur wer die Natur kennt und liebt, wird sie auch schützen.“

SchwalbenschwanzDa der BUND die Ergebnisse der Zählungen in internationale Untersuchungen über die Verbreitung von Schmetterlingen einfließen lasse, trage die Aktion “Abenteuer Faltertage” zum europaweiten Schmetterlingsschutz bei. Die Zahlen zum Vorkommen der heimischen Falter werden zum Jahresende 2009 auch im Internet auf der Webseite des BUND veröffentlicht.

Zählbögen und weitere Informationen unter BUND Faltertage oder Telefon 030 – 275 86 442.

Literatur: BUND, Aktionswochenende „Abenteuer Faltertage“: Jeder Schmetterling zählt, Pressemitteilung vom 12. August 2009

Wissenschaftler finden Allergene und Chemikalien im Badewasser von Babys

Chemikalien im Babybadewasser gängig

Die meisten Babys lieben das tägliche Bad und wollen kaum aus der Wanne. Vor allem, wenn noch Spielzeug mitgenommen wird, gibt es Riesengeschrei, wenn die Mutter sie aus dem Bad holen will. Doch das Babybad kann bedenklich sein, folgt man den neuesten Forschungsergebnissen spanischer Wissenschaftler. Sie entdeckten im Badezusatz für Babys und in Hygieneprodukten für Babys eine ganze Reihe von Allergenen und Chemikalien, die gesundheitlich bedenklich sind.

Chemiker untersuchen Badewasser von Babys

Eine Gruppe von Chemikern der University of Santiago de Compostela (USC) hat eine Methode entwickelt, um die Duftstoffallergene, die man im Badewasser von Babys findet, zu quantifizieren. Die Wissenschaftler analysierten richtige Badewasserproben und entdeckten bis zu 15 allergieauslösende Substanzen, die aus Kosmetika und Hygieneprodukten stammten. Hierzu zählten auch Seifen, Gels, Parfüms und Badezusätze.

„Bei der Anwendung der neuen Methode bei acht verschiedenen richtigen Proben des täglichen Bades einer Reihe von Babys im Alter zwischen sechszehn Monaten und zwei Jahren, fanden wir alle Substanzen, nach denen wir suchten, in mindestens einer Probe,” sagte Maria LIompart, Co-Autorin der Studie, die diesen Monat in der Fachzeitschrift Analytical and Bioanalytical Chemistry erschien.

Allergene und Chemikalien über Grenzwert

Die Wissenschaftler fanden mindestens sechs von fünfzehn Verbindungen in allem Proben. In einigen Fällen waren die Konzentrationen extrem hoch und überschritten 100ppm. Verbindungen die gefunden wurden, waren u.a. Benzyl Salicylat, Linalol, Coumarin und Hydroxyl Citronella.

“Das Vorhandensein und die Höhe dieser chemischen Agenzien im Badewasser von Babys sollte ein Grund der Besorgnis sein,” sagte Prof. Dr. LIompart, “im Sinn behaltend, dass Babys täglich 15 Minuten und länger spielend in der Badewanne verbringen und dass sie diese Substanzen und andere Chemikalien über die Haut absorbieren können, als auch inhalieren, und das Badewasser nicht selten sogar absichtlich oder unabsichtlich verschlucken.”

Neue Methode zur Feststellung von Duftstoffen

Die Allergene der vorliegenden Studie konnten durch die hohe Sensibilität der Messmethode festgestellt werden. Es wurde erstmalig die Solid-Phase Micro Extraction -SPME Technik eingebracht, um die Inhaltsstoffe von Kosmetika und Hygieneprodukten für Kinder festzustellen.

Die Wissenschaftler setzten außerdem die herkömmlich verwendete Gas-Cromatographie ein, um die Verbindungen zu separieren, und Massenspektometrie zur Identifizierung und Messung der Konzentration der Duftstoffe.

Gesetze im Hinblick auf Babys zu lasch

Die Europäische Gesetzgebung verlangt, dass diese Substanzen, wenn sie in einem Produkt enthalten sind, auf dem Etikett aufgeführt werden, wenn sie eine bestimmte Konzentration übersteigen. Einige Organisationen äußern jedoch ihre Besorgnis, dass diese Grenzwerte viel zu tolerant seien, insbesondere dann, wenn sie in Produkten für Babys und Kinder enthalten sind.

Weniger ist gesünder

Um die Gesundheit von Babys nicht zu gefährden und sie während des Bades sogar unnötigerweise Allergenen und toxischen Chemikalien auszusetzen, sollten Eltern die Produkte, die sie zur Babypflege verwenden, streng unter die Lupe nehmen. Duftstoffe sollten in Babyprodukten genauso tabu sein wie Chemikalien. Ein mildes ökologisches Babyshampoo, zum Waschen eine einfache von Natur aus rückfettende Olivenölseife, und wenn es etwas duften soll, ein paar Rispen Lavendel aus dem Garten sind völlig ausreichend.

Autor: Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 20. Juli 2009

Literatur:

J. Pablo Lamas, Lucia Sánchez-Prado, Carmen Garcia-Jares y María Llompart. “Solid-phase microextraction gas chromatography-mass spectrometry determination of fragrance allergens in baby bathwater”. Analytical and Bioanalytical Chemistry 394 (5): 1399-1411, julio de 2009.

Kirsch-Eis, der pure Genuss für Kirschfan’s

Kirschen in Hülle und Fülle

Kirschen gibt es jetzt im Überfluss, nutzt es rasch, um super leckeres Kirsch-Eis herzustellen. Unser Kirschbaum im Garten hat so viele Früchte, dass sich die Äste durchbiegen. Es sind dunkle Herzkirschen, sie sind besonders aromatisch und bestens geeignet für die Zubereitung von Eis. Kauft keine Kirschen im normalen Laden, sie sind mit ziemlicher Sicherheit sehr stark mit Pestiziden belastet. Das Kirsch-Eis, das ich Euch vorstelle, soll ökologisch sein.

Kirsch-Eis – Was man dazu braucht:

500g Kirschen, die Besten, die Ihr bekommen könnt (Bio oder aus dem Garten)
500g Bio – Yoghurt
Etwas Vanille (echte Bourbon-Vanille)
Wer es süß mag, kann 4 Esslöffel Agavendicksaft beigeben

 

Zubereitung:
Kirschen waschen, entsteinen und im Mixer oder mit dem Pürierstab pürieren. Yoghurt langsam beigeben und die Vanille, nach Bedarf den Agavendicksaft.
Nun ab in die Eismaschine und schon ist Euere Sommerüberraschung für die Familie oder für Eure Freunde fertig.

 

Dekoriert das Kirsch-Eis in einer schönen Glasschale oder einem hohen Cocktailgas mit frischen Kirschen und einem kleinen Zweig Minze oder Zitronemelisse.

Lasst es Euch schmecken!!!!