Archiv der Kategorie ‘Umwelt‘

Earth Hour 2010: Städte und Privathaushalte schalten die Lichter aus

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Licht aus! Große Klimaschutzaktion vom WWF – Macht mit!

In ganz Deutschland gehen am 27. März abends für eine Stunde lang die Lichter aus. Tausende von Menschen begeben sich freiwillig in die Dunkelheit, um für mehr Klimaschutz zu protestieren. Sie beteiligen sich damit an der Aktion „Earth Hour“ der Umweltorganisation WWF. „In der Stunde der Erde, wie „Earth Hour“ übersetzt wird, soll es sechzig Minuten lang dunkel sein“, erklärt Jörn Ehlers vom WWF. „Die Finsternis soll Politikern bewusst machen, wie wichtig ein besserer Klimaschutz für uns und unsere Erde ist.“

Um 20.30 Uhr werden nicht nur die Lichter von Wohnhäusern ausgehen, sondern auch die bekannter Gebäude. Das Brandenburger Tor in Berlin, die Münchener Frauenkirche oder der welthöchste Wolkenkratzer in Dubai stehen dann im Dunkeln. Unter dem Motto „Licht aus – Klimaschutz an!“ ruft der WWF Kinder und Jugendliche auf bei der Aktion mitzumachen. Hier können sie sich auf einer Deutschlandkarte als Teilnehmer anmelden.

Die WWF „Earth Hour“ findet bereits zum vierten Mal statt. Im vergangenen Jahr haben mehrere hundert Millionen Menschen aus aller Welt die Lichter ausgeschaltet. Weltberühmte Gebäude wie der Eiffelturm in Paris oder das Vogelnest-Stadium in Peking standen im Dunkeln. Dieses Jahr wollen schon elf deutsche Städte mitmachen wie Berlin, München, Tübingen oder Aschaffenburg.

Fragen Sie doch Ihren Bürgermeister ob Ihre Stadt sich auch beteiligt. Ich habe unserem Bürgermeister von Idar-Oberstein eine E-Mail geschrieben und angeregt die Wahrzeichen unserer Stadt, das Alte und Neue Schloss und die Felsenkirche, am 27. März ab 20.30 Uhr für eine Stunde unbeleuchtet zu lassen. Was der Bürgermeister von Idar-Oberstein antwortet, werde ich Euch wissen lassen.

Lasst Ihr mich doch bitte wissen, ob Euer Bürgermeister in Euerer Stadt zur Earth Hour die Wahrzeichen im Dunkeln lässt. Schreibt ihn an.

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Gute Tipps für alle Klimaschützer unter Euch: Energiespartipps des WWF

Wie sieht die Sonne aus?

Nacht-in-Wüste

Klimawandel ist das Thema zu dem heute über 7000 Blogger weltweit für den diesjährigen Blog Action Day Artikel geschrieben haben. Täglich melden die Tageszeitungen neue Belege, dass unser Klima sich immer weiter verschiebt. Die Taten dies zu ändern sind bescheiden. Noch immer sind unsere Handlungen in erster Linie auf Gewinnmaximierung ausgerichtet. Können wir so weitermachen? Wie wird es in der Zukunft sein, was werden die Menschen dann ihren Kindern erzählen? Was werden die Kinder ihre Eltern fragen? Werden sie fragen…

Wie sieht die Sonne aus?

„Es war einmal vor sehr langer Zeit, man sagt, vor Tausend Jahren. Da war der Himmel blau, die Sonne schien vom Himmel, weiße flauschige Wolken zogen am Himmel entlang und Vogelschwärme zogen ihre Bahnen in der Luft. In den Tälern zwischen den mit Gletschern bedeckten Bergen wuchsen saftige grüne Wiesen, auf denen viele bunte Alpenblumen blühten. Schmetterlinge tanzten in der Luft und an den Waldrändern ästen die Rehe. Die Menschen hatten sich bequeme Häuser errichtet. An warmen Tagen setzten sie sich einfach vor ihr Haus, tranken Kaffee und aßen Kuchen oder sie lasen in ihren Büchern und Zeitungen.“

„Das ist aber ein komisches Märchen“, unterbrach Miko die Märchenerzählerin und richtete seine Stirnlampe auf das Gesicht der achtundzwanzigjährigen weißhaarigen Frau, um sie in der Dunkelheit des Untertageklubraumes der unterirdischen Stadt besser sehen zu können.

„Wie sieht die Sonne aus? Für was ist sie eigentlich da? Was ist ein blauer Himmel? Was sind Wiesen und …“

„Stopp, stopp – Miko. Ich verstehe ja, dass Du viele Fragen hast“, versuchte die Märchenerzählerin den Eifer des blassen Jungen zu beruhigen und fuhr – an alle Kinder gewandt – fort: „Wisst Ihr, die Erde war nicht immer so, wie sie heute aussieht und was ich Euch erzählen wollte, ist ausnahmsweise einmal kein Märchen. Es gab wirklich einmal eine Zeit, da sah es auf der Erde so aus, wie ich eben beschrieb und die Menschen konnten ganz ohne Schutzanzüge sich einfach so vor ihren Häusern setzen. Das war die Zeit, bevor die Erdoberfläche der Erde durch die Schuld unserer Vorfahren unbewohnbar wurde…“

Doch Miko hörte die Worte der Märchenerzählerin nicht mehr. Er war vor Erschöpfung eingeschlafen. Seine Eltern hatten kein Geld mehr, um für ihr einziges Kind Wachhaltestimulanzen zu kaufen. Er wird wohl nicht die Prüfung vor dem Großen Planetarischen Rat bestehen, der die Kinder auswählt, die von den ersten überdachten Siedlungen aus, die Erde wieder bewohnbar machen und dort oben Familien gründen sollen. Mikos Eltern hatten sich so sehr gewünscht, dass ihr Kind nicht mehr ein Leben in feuchtheißer Dunkelheit verbringen und mit etwa fünfunddreißig Jahren eines vorzeitigen Todes sterben muss. Nun sind alle Hoffnungen begraben, dass jemals Nachfahren der Familie das Licht der Erdoberfläche erblicken und wie die Menschen früher vor  über tausend Jahren, auf der Erde leben  und dabei über siebzig Jahre alt werden können.

Aber wer weiß – es ist immer noch nicht erwiesen, ob die Erdoberfläche wirklich für die Menschen wieder bewohnbar gemacht werden kann… 

Blog-Day-1Autor: Gerhard Becker, CSN – Chemical Sensitivity Network, Blog Action Day 2009, Copyright Gerhard Becker

Die schönsten Schmetterlinge, Pfauenauge, Schwalbenschwanz und wie sie alle heißen…

 Junge auf Schmetterlingssuche

 

Aktionswochenende „Abenteuer Faltertage“: Jeder Schmetterling zählt

 

So viele Schmetterlinge wie dieses Jahr gab es schon lange nicht mehr. Überall wo es blüht, fliegen die farbenprächtige Flugakrobaten herum und erfreuen die Betrachter. Kann es sein, dass wir die vielen Schmetterlinge in diesem Jahr durch das Verbot einiger Herbizide in der Landwirtschaft beschert bekamen? Möglich wäre es und eine erfreuliche Tendenz, die für mehr ökologisch orientierte Landwirtschaft, anstatt chemieorientierter Bearbeitung von Feldern und Wiesen, spricht.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ruft bundesweit dazu auf, am Wochenende des 15. und 16. August bei Ausflügen in die Natur, im Garten oder im Park Schmetterlinge zu zählen. Vorkenntnisse seien nicht erforderlich. Der BUND stellt einen Zählbogen mit Abbildungen zur Verfügung, mit dem zehn heimische Schmetterlingsarten leicht bestimmt und erfasst werden können. Am ersten Aktionswochenende “Abenteuer Faltertage“ in diesem Frühling seien so viele Distelfalter wie seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen worden. Schmetterlinge wie der Schachbrettfalter zeigten sich jedoch erst im Sommer. Das Landkärtchen flöge bereits in der zweiten Generation.

Christiane Bohn, BUND-Schmetterlingsexpertin: „80 Prozent der heimischen Tagfalter stehen auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Aber auch viele andere Tiere und Pflanzen sind vom Aussterben bedroht. Siedlungs- und Straßenbau sowie die Pestizide der Landwirtschaft verdrängen sie aus ihren Lebensräumen. Mit der Aktion „Abenteuer Faltertage“ will der BUND mehr Bewusstsein für die bedrohte Natur um uns schaffen. Denn nur wer die Natur kennt und liebt, wird sie auch schützen.“

SchwalbenschwanzDa der BUND die Ergebnisse der Zählungen in internationale Untersuchungen über die Verbreitung von Schmetterlingen einfließen lasse, trage die Aktion “Abenteuer Faltertage” zum europaweiten Schmetterlingsschutz bei. Die Zahlen zum Vorkommen der heimischen Falter werden zum Jahresende 2009 auch im Internet auf der Webseite des BUND veröffentlicht.

Zählbögen und weitere Informationen unter BUND Faltertage oder Telefon 030 – 275 86 442.

Literatur: BUND, Aktionswochenende „Abenteuer Faltertage“: Jeder Schmetterling zählt, Pressemitteilung vom 12. August 2009

Umweltverbände fordern radikale Änderung im Umgang mit Pestiziden

In ländlichen Regionen gehören Bauern mit Traktoren und riesigen Auslegern, die Pestizide und Herbizide versprühen, zum alltäglichen Landschaftsbild. In Weinregionen ist es ähnlich, auch dort werden hochgiftige Pestizide ausgebracht, häufig sogar mit Gebläsen vernebelt. Den Anwohnern solcher Gegenden geht es oft nicht gut. Wissenschaftliche Studien belegen zunehmend Zusammenhänge zwischen Pestiziden und typischen Krankheitsbildern in solchen Regionen, z.B. Parkinson und andere neurodegenerative Erkrankungen. Drei deutsche Umweltverbände haben heute die nachfolgende Pressemitteilung herausgegeben und mahnen zur rigiden Änderung der herrschenden Situation.

Pestizide haben Folgen für Gesundheit und Umwelt

 

Gemeinsame Presseinformation des Pestizid Aktions-Netzwerks (PAN), des Naturschutzbund Deutschland (NABU) und Greenpeace: 

 

Mehr Schutz vor Pestiziden – Der Countdown läuft  Umweltverbände fordern klare Zielvorgaben im neuen Pestizid-Aktionsplan 

 

Hamburg/Berlin, 22.06.2009. Klare und verbindliche Ziele zum Schutz von Natur und Umwelt sowie der Gesundheit von Verbrauchern und Anrainern fordern Umweltverbände im Vorfeld der morgen in Potsdam beginnenden Veranstaltung des Bundeslandwirtschaftsministeriums zur Risikoreduktion beim Pestizideinsatz.  

 

Das Pestizid Aktions-Netzwerk e.V. (PAN Germany), der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und Greenpeace setzen sich in einer gemeinsamen Stellungnahme dafür ein, dass der Einsatz von Pestiziden innerhalb der nächsten fünf Jahre um dreißig Prozent reduziert wird.

 

Susan Haffmans von PAN: „Dabei ist wichtig, dass der Einsatz von Pestiziden mit besonders bedenklichen Wirkstoffen, z. B. solche, die krebserregend oder hormonell wirksam sind, innerhalb der nächsten 10 Jahre beendet wird. Sie müssen durch weniger problematische Wirkstoffe und durch nicht-chemische Alternativverfahren ersetzt werden.“  

 

Darüber hinaus fordern die Verbände eine deutliche Verringerung der Schäden des chemischen Pflanzenschutzes an Nichtziel-Organismen und schützenswerten Habitaten sowie ein Verbot der Anwendung aller chemisch-synthetischen Pestizide durch Laien. „48% unseres Grundwassers ist mit Pestiziden belastet, Amphibien werden durch Pestizide direkt geschädigt und ehemals häufige Vogelarten wie die Feldlerche finden in Ackerbauregionen nicht mehr genügend Nahrung. Wir brauchen dringend bessere Vorgaben zum Schutz der Biodiversität vor Pestiziden“, so Florian Schöne vom NABU. 

 

Zukünftig sollen in der EU die Risiken des Pestizideinsatzes und die Abhängigkeit von Pestiziden in der Landwirtschaft reduziert werden. So sieht es die neue EU-Gesetzgebung vor. Deutschland muss die Vorgaben aus Brüssel nun mit einem Nationalen Aktionsplan umsetzen. „Es kann nicht sein, dass VerbraucherInnen tagtäglich Lebensmittel zu sich nehmen, die besonders gefährliche Pestizide enthalten“, sagt Manfred Santen von Greenpeace.  

 

Eine weitere Forderung der drei Organisationen betrifft die Umstellung auf Anbauverfahren, die ohne chemisch-synthetische Pestizide auskommen. Der ökologische Landbau schafft das. Deshalb sollte es nach Ansicht der Umweltverbände einen jährlichen Zuwachs an ökologisch bewirtschafteten Flächen von 20% geben.  

 

Gemeinsame Presseinformation des Pestizid Aktions-Netzwerks (PAN), des Naturschutzbund Deutschland (NABU) und Greenpeace, 22. Juni 299 

Was hat mehr Reiz, 4 PS oder 400 PS?

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Was hat mehr Reiz, 4 PS  oder 400 PS?

Auf der Fahrt zum Büro versuche ich mich zu entspannen. Es fällt nicht leicht, denn auf deutschen Autobahnen herrscht ein Kampf Mann gegen Mann. Mit Entspannung ist nicht mehr viel, wenn man das Nummernschild des Hintermannes nicht mehr im Rückspiegel erkennen kann, weil er so dicht auffährt.

Auf meiner letzten Fahrt ins Büro wurde ich von so manchen PS starken Flitzern überholt, sie konnten mich nicht beeindrucken. Mehr beeindruckt als die PS Boliden haben mich die rassigen 4 PS oben im Bild.

Denken Sie an die Umwelt während der Weihnachts- und Adventszeit?

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In der Weihnachtszeit verbrauchen wir mehr Ressourcen als sonst. Wir fahren zum Einkaufen für Geschenke, wir backen mehr, wir dekorieren unser Haus, verbrauchen mehr Strom und produzieren mehr Müll durch Geschenkverpackungen und Einkaufstüten.

 

Pure Nature Umweltfrage der Woche:

 

Auf welche Weise schonen Sie in diesem Jahr die Umwelt in der Weihnachts- und Adventszeit?

Alte Computer – Freude bereiten, statt recyceln oder wegwerfen

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Ein neuer Computer, endlich. Der alte läuft zwar noch, aber er hat seine Dienste getan, ein schnellerer steht jetzt auf dem Schreibtisch.

 

Richtig Geld bringt das alte Teil nicht mehr, und der Aufwand ihn zu verscherbeln und sich eventuell noch Ärger damit einzuhandeln, lohnt nicht. Also auf den Elektroschrott beim nächsten Sperrmüll. Oder wohin sonst mit dem ausrangierten Computer?

 

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Keller, Speicher oder Garage? Im Straßengraben, auf dem Autobahnparkplatz und am Seeufer wurden auch schon welche gesichtet.

 

Halt Stopp!

 

Man kann mit ausrangierten Geräten und Gegenständen sehr gut zur Ressourcenentlastung beitragen und sogar andere Menschen sehr glücklich machen.

 

Es gibt viele Menschen, die am Existenzminimum leben und denen man mit dem ausrangierten Computer eine Riesenfreunde bereiten kann oder noch besser: Ihnen damit sogar einen Computernebenjob ermöglicht.

 

Wie man das anstellt ohne große Mühe und Stress?

 

  • Einfach Anrufen bei der Stadtverwaltung und nachfragen, wo in der Stadt Gegenstände für Bedürftige gesammelt oder verteilt werden
  • Umhören unter den Bekannten und Kollegen
  • Eine Notiz am schwarzen Brett der Kirche, Sozialstation, Schule, Supermarkt,…

und schon wird der „Elektroschrott“ von einem Menschen mit freudigem Lächeln auf dem Gesicht abgeholt.

 

Klingt besser, als in den Strassengraben oder in den See zu werfen, oder?

 

Eure

 

Patty Paris

Umweltbewusstsein und Energiesparen in der Küche

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Die meisten unserer Haushalte sind voll gestopft mit den unterschiedlichsten elektrischen Küchenhelfern, die uns die Hausarbeit erleichtern sollen. Sind sie wirklich eine Erleichterung? Viele nicht, wie ich meine, denn ich erinnere mich noch allzu gut an das elektrische Messer, das sich meine Eltern irgendwann zulegten. Ehrlich gesagt, so richtig anfreunden konnte ich mich mit diesem „Mordinstrument” noch nie. Das sägende Geräusch störte mich und schreckte mich von Anfang an ab. Ab und an, gebe ich zu, war es schon recht nützlich, aber es kam nicht wirklich oft zum Einsatz. Jetzt liegt es bei meiner Mutter ziemlich unten in der Schublade, und ich habe sie nie wieder damit arbeiten sehen.

 

Geräte mit Sinn oder Schrankleichen?

Wie sieht es aus mit einer elektrischen Parmesanreibe? In manchen Kochsendungen kommt sie zum Einsatz, scheinbar um die Leute zum Nachkaufen zu animieren. Käse reibe ich ruckzuck auf der normalen Reibe, das geht wunderbar, danach kommt sie direkt in den Geschirrspüler und ich kann mich nach dem Kochen genüsslicheren Aktivitäten widmen, anstatt meine Zeit mit dem Säubern der Elektroreibe, die nicht viel Wasser abgekommen darf, zu vergeuden. Es ist immer wieder hochinteressant, auf welche Ideen die Industrie so kommt, um uns das Geld aus der Tasche zu ziehen.

 

Eine elektrische Zitruspresse, gebe ich zu, habe ich selbst zu Hause, und sie wird häufig benutzt. Aber eine ohne Strom tut es ehrlich gesagt auch, gerade wenn man nur mal eine Zitrone für das Salatdressing benötigt, daher haben wir beide Varianten. Die Handzitruspresse ist aus Glas, was mir eigentlich lieber ist, weil Säure Kunststoffe anlöst.

 

Reinigen des Gerätes dauert länger als Nutzdauer

Unsere Küchenmaschine steht die meiste Zeit herum, auf sie könnte ich locker verzichten. Die Chromteile sehen nett aus, aber nur wenn sie staubfrei sind, und das sind sie fast nie. Das aufwendige Reinigen nach dem Kochen schreckt mich ehrlich gesagt meistens ab, sie überhaupt erst zu benutzen. Außerdem lassen sich manche Dinge in der Küche einfach viel besser mit dem Messer zerkleinern. Rotkraut schnippele ich übrigens auch selbst, mit unseren scharfen japanischen Gemüsemessern geht das ziemlich gut. Schlimm finde ich es, wenn sogar Zwiebeln elektrisch gehackt werden, denn bei diesem Vorgang werden sie bitter, also bringt dieser „Helfer” keinen wirklichen Genuss. Nach einmal Zwiebelhacken ist das Teil dann zu nichts mehr anderem Nutze, weil Nüsse, Schokolade, etc. sonst nach Zwiebel schmecken, was einem Kuchen nicht gerade eine leckere Note verleiht.

 

Überflüssig, unfunktionell, nervtötend

Völlig überflüssig bewerte ich z.B. Eierkocher. Das Kochergebnis dieses Küchenhelfers konnte mich bisher nie überzeugen, fast alle Eier, die mit dem elektrischen Eierkocher zubereitet wurden, fielen im Kochergebnis durch. Wir hatten früher selbst einmal ein solches Gerät, es war ein Geschenk, aber nach einigen Kochversuchen hatte er nur noch ein stilles Dasein im Schrank, bis wir es letztendlich entsorgt hatten. Entweder werden die Eier zu hart oder zu weich, appetitlich wurden sie nie damit. Wenn das Eiweiß so schwabbelig ist, vergeht mir regelrecht der Appetit am frühen Morgen. Ich schwöre aufs Eierkochen im Kochtopf, und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ich kann nicht verstehen, dass die Leute an so etwas Freude haben. Außerdem hat mich immer der Geruch nach dem Eierkochen gestört. Die beschichtete Platte im Gerät, auf dem die Eier im Einsatz platziert werden, riecht für meinen Geschmack ziemlich unangenehm. Für mich noch ein Pluspunkt für das altmodische Kochen im Topf.

 

Starwars in der Küche

Mikrowellengeräte sind so ein Thema für sich. Sie haben in punkto Strahlenbelastung keine reine Weste, allerdings versucht die Industrie, negative Studienergebnisse immer sofort zu relativieren. Bei uns kommt ein solches Gerät jedenfalls nicht mehr zum Einsatz. Bio kaufen und in die Mikrowelle stopfen, das passt auch nicht ganz zusammen. Gesund und schonend kochen ist durch keine Strahlenschleuder zu ersetzen. Da kann die Industrie relativieren wie sie will.

 

Geld, Ressourcen und Energie sparen durch Verzicht

Es gibt noch jede Menge andere Energie-Schlucker, die man meiner Meinung nach nicht unbedingt sein Eigen nennen muss: Sandwich-Toaster, Toast-Ofen, Popcorn-Automat, Handstaubsauger usw. Die Liste lässt sich noch um ein Vielfaches ergänzen.

 

Der Gipfel unter den überflüssigen Küchenhelfern ist für mich der elektrische Dosenöffner. So ein Teil hat zum Glück niemals Einzug in unsere Küche gefunden. Dieses Elektrogerät finde ich nach wie vor äußerst überflüssig, nicht nur weil es bei uns kaum Anlass zum Dosen öffnen gibt, es geht nichts über frisch zubereitete Speisen, sondern weil ich finde, diese Tätigkeit lässt sich wunderbar mit einem herkömmlichen Dosenöffner bewerkstelligen, ohne hierfür sinnlos Energie zu verschwenden. Bei der Vielzahl der hier genannten Strom-Fresser in der Küche könnte man annehmen, es gäbe den Strom zum Nulltarif und wir müssten nicht auf Umweltbelange Rücksicht nehmen. Bei den Glühbirnen haben viele Haushalte auf Energiesparlampen umgestellt, beim Thema Elektrogeräte in der Küche sieht die Öko-Bilanz weit aus schlechter aus.

 

Endet das Umweltbewusstsein an der Küchentür?

Nicht nur der Stromverbrauch bei Benutzung der genannten elektrischen Küchenhelfer lässt deren Ökobilanz ins Negative abrutschen, um diese objektiv zu bewerten, muss man die Herstellung mit einbeziehen. Dabei werden unnötigerweise wichtige Ressourcen verschwendet, angefangen von Rohstoffen und Energie beim Produktionsprozess, außerdem belasten die Transportwege zum Handel und in die privaten Haushalte zusätzlich die Umwelt. Besonders bedenklich sind auch die Antiflammschutzmittel, die durch Elektrogeräte ausgasen und nahezu in jedem Haushalt über Belastungsgrenze zu finden sind. Ihre Toxizität und Halbwertzeit sind hoch. Bei manchen Küchenhelfern wie Quirls, die schnell laufen müssen mit hoher Drehzahl, kann man die giftigen Chemikalien deutlich riechen.

 

Aber die Geschichte ist noch nicht zu Ende, denn irgendwann gibt jedes Elektrogerät einmal den Geist auf und zu guter letzt ist es dann nur noch Elektroschrott, mit weiteren negativen Auswirkungen auf die Umwelt. Ganz abgesehen davon, dass die Gesundheit der Bevölkerung unter dem weit verbreiteten Bewegungsmangel schwer ins Strudeln kommt, kann man z. B. beim Käsereiben und anderen Betätigungen in der Küche durch tatkräftiges Handanlegen seine eigene Fitness-Bilanz ein wenig aufpeppen und somit sein Essen ohne schlechtes Gewissen genießen.

 

Die kluge Hausfrau hält Schritt mit der Zeit

Die Lebenshaltungskosten sind auf dem steigenden Ast, doch wir können sie durch vorausschauendes Handeln, wie z. B. durch intensives Energiesparen, gezielt reduzieren und durch eine Vielzahl kleiner Maßnahmen sogar dazu beitragen, den Klimawandel einzudämmen. Viele von Euch denken wahrscheinlich, die Erderwärmung geschieht nur durch Autoabgase und Industrieanlagen, aber jeder von uns hat seinen Anteil daran, daher sollten wir alle versuchen, alles zur Verbesserung der ernst zu nehmenden Situation zu unternehmen.

 

Die unter Euch, die glauben, ohne die elektrischen „Helfer” nicht auskommen zu können und nicht wissen, wie sie “ohne” ein Gericht zubreiten sollen, fragt Omi, sie freut sich und wird Euch bestimmt manchen wahren Küchenhelfer aus ihrem Fundus mit großer Freude zeigen.

 

Eure Patty

Gesundes Bauen ist Pflichtprogramm für eine gesunde Zukunft

In der Pressemitteilung vom 10. Juni berichtet die amerikanische Umweltschutzbehörde EPA über den sich immer stärker durchsetzenden und von ihr forcierten Trend für gesundes Bauen. „Green Buildings“, wie die ökologischen Gebäude in den USA genannt werden, werden ein ganz wichtiger Teil der Zukunft unseres Landes sein, sagt Dr. Bill Sanders in einem Video, das der Mitteilung angefügt ist.

 

Die EPA hat eigens ein umfassendes „Green Building Programm” geschaffen und unterstützt intensiv Bestrebungen für ökologische und energieeffiziente Gebäude auf vielerlei Weise. Alleine über 80 Studien und Forschungsaufträge wurden vom National Center for Environmental Research ausgeschrieben. Sanders bekundet im Video, dass es wirklich enorm wichtig sei, dass Gebäude aus schadstoffarmen Materialien gebaut werden. Es sei nicht nur daran zu denken, dass Menschen in Gebäuden mit schädlichen Baumaterialien krank werden, sondern auch an die Berge von Altlasten, die durch solche Materialien produziert werden und die jetzt schon ein sehr großes, schwer zu lösendes Problem darstellen.

 

Die amerikanische Umweltschutzbehörde denkt aber nicht nur an zukünftiges Bauen, sondern ist auch dabei, Hausbesitzer generell zu motivieren, ihren Besitz in wenigen einfachen Schritten „grün” werden zu lassen. Über 90% der Zeit verbringen die Menschen in Innenräumen, und daher sei es ungeheuer wichtig, Gebäude aus schadstoffarmen Materialien zu bauen oder mit gesunden Materialien zu sanieren. Das wolle man der Allgemeinheit nahebringen und gemeinsam umsetzen.

 

Das Produzieren von Treibhausgasen kann mit den richtigen Maßnahmen stark eingedämmt werden, sagte Sanders und sei ein weiterer ganz wichtiger Aspekt bei der Schaffung grüner Gebäuden. Die Möglichkeiten, Gebäude, in denen Menschen wohnen, arbeiten und spielen, in gesunde Gebäude zu verwandeln, seien zahlreich vorhanden, sie müssten nur bekannt werden. Genau das will die amerikanische Umweltschutzbehörde EPA nun flächendeckend umsetzen, und dem Enthusiasmus von Dr. Sanders im Video nach zu urteilen, wird dieses Projekt erfolgreich werden und vielen Menschen eine bessere und gesündere Umwelt zum Wohnen und Arbeiten schaffen. Da kann man nur sehnsüchtig über den großen Teich schauen und hoffen, dass deutsche Entscheidungsträger ebenfalls beginnen, mit Enthusiasmus für die Gesundheit  der Menschen in unserem Land Projekte schaffen, die ebenfalls gesunde Gebäude hervorbringen.

 

Autor:

Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 11. Juni 2008

 

Literatur:

EPA, Green Buildings On the Rise, Press Release, 10. Juni 2008

Der beste und günstigste Wäschetrockner

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Im Elektrofachhandel steht ein Wäschetrockner neben dem anderen und als Hausfrau ist man überfordert, welches Gerät am besten geeignet ist. Neben der Kapazität und dem Preis gelten Energieverbrauch und Umweltfreundlichkeit als Hauptkriterien für die Kaufentscheidung. Guter Rat ist oft teuer, doch es gibt ihn, den besten Wäschetrockner der Welt, und er ist weltweit erhältlich.

Stromfresser enttarnen
Wäschetrockner sind im Stromverbrauch recht hoch angesiedelt im Vergleich zu anderen Haushaltsgeräten. Die Laufzeit zum Trocknen für eine Wäscheladung beträgt mindestens eine Stunde und je nach Art der Textilien können es auch über zwei Stunden sein, die das Gerät läuft und Energie verbraucht. Neuere Geräte schneiden weitaus besser ab, als Wäschetrockner, die man schon seit 15 Jahren in Gebrauch hat. Durch ein Energiemessgerät, das es für ganz wenig Geld im Fachhandel gibt, kann man schnell enttarnen, ob der eigene Wäschetrockener zu den Umweltsündern gehört, der einem zusätzlich den Geldbeutel klammheimlich plündert.

Wäsche trocknen und die Umwelt schonen
Es lohnt sich in vielerlei Hinsicht, sich vor dem Kauf eines neuen Wäschetrockners, ausgiebig zu informieren. Zeitungen wie Ökotest können eine gute Hilfe sein. Auch Verbraucherzentralen geben gerne Rat und haben oft Testzeitungen zur Ansicht ausliegen. Wenn trotzdem Unsicherheit aufkommt, sollte man sich ruhig die Mühe machen, die Hersteller von verschiedenen Geräten zu kontaktieren und kritische Fragen stellen. Gerade durch direkten den Kundenkontakt werden Hersteller erst richtig aufmerksam auf die Bedürfnisse des Marktes, was zu einem positiven Wandel auf dem Markt führen kann.

Der beste Wäschetrockner von allen kostet nichts
Umweltbewusstsein und Energiesparen werden zwischenzeitlich gelebt, für die wenigsten Menschen sind sie lediglich lästige Schlagworte in den Medien. Wer seine Mitmenschen befragt, bekommt erstaunliche Antworten, wie weit Umweltbewusstsein in ihrem Alltag eine Rolle spielt. Von Herzen gerne würden viele noch mehr tun für unsere Umwelt, wenn sie nur wüssten wie und daran sind sogar Kinder und Jugendliche beteiligt.

In Punkto Wäsche trocknen ist es nicht schwer, den besten Wäschetrockner der Welt zu finden, der Ressourcen spart, nicht recycelt werden muss, die Umwelt nicht belastet, wunderbar frisch riechende Wäsche zaubert und sogar kostenlos erhältlich ist. Es ist der Wind.

Autor:
Silvia K. Müller, April 2008