Naturschutz: Ein Hotel für Insekten im Garten

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Als wir kürzlich in einem hübschen Naturhotel im Elsass Urlaub machten, erfreuten wir uns ganz besonders an deren Garten. Er war Arthur das Zwergschweinnicht total gestriegelt, wie man es normalerweise von Hotels gewohnt ist, sondern hatte Ecken, in denen sich Tiere noch wohlfühlen. So zum Beispiel das schwarze Zwergschwein Arthur. Der verschmitzte Bursche hat es gut getroffen, sein Besitzer ist ein Spitzenkoch und selbstverständlich fällt da immer ein leckerer Brocken für ihn ab. Gleich neben Arthur gab es ein Insektenhotel, mit Zweigstelle für Eichhörnchen, wo leckere Nüsse lockten und wirklich, dort ging, bzw. flog es ein und aus.

Die Idee Insekten, Schmetterlinge und anderes Getier anzulocken, ist prima für jeden, der sich über die Natur freut. Eigentlich schnell gebaut, Nistkästen, Käferhäuschen, Nusskästen für Eichhörnchen,  Vogelfutterhäuschen gibt es fertig und ein Rahmen muss nicht perfekt sein. Ein paar mitteldicke Aststücke in den Boden gerammt und daran die Kästen befestigt reicht aus. Vielleicht im Herbst noch ein paar Schmetterlingssträucher und andere blühende Wildsträucher in der Nähe pflanzen, dann wird im nächsten Frühjahr oder Sommer reger Betrieb im Insektenhotel zu bestaunen sein.

Autor: Patty Paris

Pfingsten Schmetterlinge zählen gehen – Tag der Biologischen Vielfalt

Schmetterlinge zählen

BUND ruft bundesweit zur Bestandsaufnahme der Schmetterlinge

Trotz des kühlen Wetters sind schon viele Schmetterlinge unterwegs. Kaum ist die Sonne da, genießen sie es, durch die Lüfte zu schaukeln. Manche der Falter, die man jetzt sieht, gab es längere Zeit kaum noch. Dass einige Herbizide verboten wurden, scheint Erfolg zu zeigen.

Abenteuer FaltertageWie viele Schmetterlinge und welche Arten in Deutschland umherfliegen, möchte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) wissen und ruft dazu auf, beim Pfingstspaziergang am kommenden Wochenende Schmetterlinge zu zählen.

Die Naturschutzorganisation will sich mit den Ergebnissen einen Überblick über die Verbreitung ausgewählter Falterpopulationen verschaffen. Zählbögen mit Abbildungen von zehn gesuchten Arten sind unter BUND Faltertage und bei den mehr als 2000 Kreis- und Ortsgruppen des BUND erhältlich. Die Ergebnisse können Online im Internet oder per Post gemeldet werden.

„Gezählt werden solche Falter, die auch von Ungeübten leicht zu erkennen sind. Zu Pfingsten sind voraussichtlich unter anderem Aurorafalter, Tagpfauenauge und Kleiner Fuchs zu beobachten. Im Gegensatz zu einem Großteil der heimischen Schmetterlinge sind diese Arten noch relativ weit verbreitet“, so BUND-Naturschutzexperte Mark Hörstermann. Bei einem Drittel aller europäischen Schmetterlingsarten schrumpften derzeit die Bestände. Jede elfte der 435 Tagfalterarten Europas sei inzwischen vom Aussterben bedroht. Von 190 in Deutschland vorkommenden Tagfalterarten sei nur noch etwa ein Fünftel dauerhaft gesichert.

Der 22. Mai wurde von den Vereinten Nationen weltweit zum Tag der Biologischen Vielfalt erklärt. Damit soll auf den Reichtum natürlicher Lebensformen sowie auf deren Bedrohung aufmerksam gemacht werden. Hörstermann: „Schmetterlinge sind wie kaum eine andere Tiergruppe geeignet, diese Vielfalt zu bestaunen. Die variationsreichen Lebensräume und Anpassungstechniken spiegeln sich in den unterschiedlichen Formen und Farben der Falter wider. Die industrielle Landwirtschaft, aber auch exotische Pflanzen und der Einsatz von zuviel Dünger in Gärten drängen jedoch den Artenreichtum stark zurück.“ Das führe auch zum Verlust für Schmetterlinge besonders geeigneter Landschaftstypen wie Moore, Auen oder Feuchtwiesen.

Eine Teilnahme an den diesjährigen Schmetterlingszählungen des BUND ist noch bis Ende Oktober möglich. Erbeten wird auch die Wiederholung der Zählung an verschiedenen Tagen. Der BUND weist zudem auf Möglichkeiten hin, den Schmetterlingen direkt zu helfen. Zu den einfachsten Tipps gehören: In Gärten und Parks möglichst viele heimische Pflanzenarten ansiedeln, Grünflächen nicht zu häufig mähen und auf Torf und Agrargifte verzichten. Als Lohn winke eine bunte Vielfalt im Pflanzenbeet und mit vielen farbenprächtigen Schmetterlingen darüber, so der BUND.

Bestellung von kostenlosen Zählbögen und Broschüren zum Schmetterlingsschutz per Telefon unter 030-27586442 oder per E-Mail an faltertage@bund.net

Literatur: BUND Pressemitteilung vom 17. Mai 2010

Die schönsten Schmetterlinge, Pfauenauge, Schwalbenschwanz und wie sie alle heißen…

 Junge auf Schmetterlingssuche

 

Aktionswochenende „Abenteuer Faltertage“: Jeder Schmetterling zählt

 

So viele Schmetterlinge wie dieses Jahr gab es schon lange nicht mehr. Überall wo es blüht, fliegen die farbenprächtige Flugakrobaten herum und erfreuen die Betrachter. Kann es sein, dass wir die vielen Schmetterlinge in diesem Jahr durch das Verbot einiger Herbizide in der Landwirtschaft beschert bekamen? Möglich wäre es und eine erfreuliche Tendenz, die für mehr ökologisch orientierte Landwirtschaft, anstatt chemieorientierter Bearbeitung von Feldern und Wiesen, spricht.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ruft bundesweit dazu auf, am Wochenende des 15. und 16. August bei Ausflügen in die Natur, im Garten oder im Park Schmetterlinge zu zählen. Vorkenntnisse seien nicht erforderlich. Der BUND stellt einen Zählbogen mit Abbildungen zur Verfügung, mit dem zehn heimische Schmetterlingsarten leicht bestimmt und erfasst werden können. Am ersten Aktionswochenende “Abenteuer Faltertage“ in diesem Frühling seien so viele Distelfalter wie seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen worden. Schmetterlinge wie der Schachbrettfalter zeigten sich jedoch erst im Sommer. Das Landkärtchen flöge bereits in der zweiten Generation.

Christiane Bohn, BUND-Schmetterlingsexpertin: „80 Prozent der heimischen Tagfalter stehen auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Aber auch viele andere Tiere und Pflanzen sind vom Aussterben bedroht. Siedlungs- und Straßenbau sowie die Pestizide der Landwirtschaft verdrängen sie aus ihren Lebensräumen. Mit der Aktion „Abenteuer Faltertage“ will der BUND mehr Bewusstsein für die bedrohte Natur um uns schaffen. Denn nur wer die Natur kennt und liebt, wird sie auch schützen.“

SchwalbenschwanzDa der BUND die Ergebnisse der Zählungen in internationale Untersuchungen über die Verbreitung von Schmetterlingen einfließen lasse, trage die Aktion “Abenteuer Faltertage” zum europaweiten Schmetterlingsschutz bei. Die Zahlen zum Vorkommen der heimischen Falter werden zum Jahresende 2009 auch im Internet auf der Webseite des BUND veröffentlicht.

Zählbögen und weitere Informationen unter BUND Faltertage oder Telefon 030 – 275 86 442.

Literatur: BUND, Aktionswochenende „Abenteuer Faltertage“: Jeder Schmetterling zählt, Pressemitteilung vom 12. August 2009