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dieselpartikel können Milbenallergie auslösen

Feinstäube aus Industrie- und Autoabgasen sind dafür bekannt, ein großes Gesundheitsrisiko darzustellen und stehen besonders bei empfi ndlichen Bevölkerungsgruppen wie Asthmatikern in Zusammenhang mit erhöhter Sterblichkeit. Mehr als ein Jahrzehnt Feinstaubforschung legen klar dar, das diese Auswirkungen nicht wahllos einsetzen, sondern sowohl abhängig sind von der Partikel- und Oberfl ächengröße, als auch von der chemischen Zusammensetzung. Allergische

Reaktion der Atemwege
Die amerikanische Umweltschutzbehörde EPA und das nationale amerikanische Umweltforschungslabor untersuchten in einer Studie den Einfl uss von Dieselfeinstäuben auf die Entwicklung von Allergien bei Ratten. Im Forschungsexperiment konnte nachgewiesen werden, dass inhalierte oder eingeträufelte Dieselpartikel Lungenschädigung und Entzündungen hervorriefen und verstärkten. Man stellte weiterhin eine dosisabhängige allergische Reaktion der Atemwege fest. Ultrafeinstäube stellten sich bei diesem Forschungsabschnitt als am Wirkungsvollsten heraus.

Dieselabgaspartikel lösen Allergie aus
Die Wissenschaftler untersuchten als nächstes eine mögliche allergische Sensibilisierung hervorgerufen durch die Dieselfeinstäube bei den Versuchstieren und setzten sie hierzu Hausstaubmilben aus. Es traten sowohl eine unmittelbare Reaktion der Atemwege nach der Provokation mit Hausstaubmilben als auch eine Reihe von pro entzündlichen und allergischen Reaktionen sowie Akutverletzungen der Atemwege ein. Die Wissenschaftler stellten als Erkenntnis abschließend fest, dass Dieselabgaspartikel das größte Potenzial hatten, eine Allergie herbeizuführen (Induktion), was in diesem Fall bedeutet, dass die chemische Zusammensetzung bei der Feststellung der Stärke der Auswirkungen auf die Gesundheit noch wichtiger war als die Partikelgröße.

In der Praxis könnte das Resümee aus der vorliegenden Studie bedeuten, dass Personen, die verstärkt Dieselabgasen ausgesetzt sind, vermehrt unter Hausstaubmilbenallergie und anderen Allergien leiden.

Autor: Silvia K. Müller, CSN - Chemical Sensitivity Network, 17. Dezember 2008

Literatur: Singh P, Madden M, Gilmour MI., Effects of diesel exhaust particles and carbon black on induction of dust mite allergy in brown norway rats, National Health and Environmental Effects Research Laboratory, U.S. Environmental Protection Agency, Research Triangle Park, North Carolina, USA,J Immunotoxicol. 2005 Jan 1;2(1):41-9.

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