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Chemikaliensensibilität

Chemikaliensensibilität im Alltag
Mehr als 12% der Bevölkerung berichten über extreme Sensibilität gegenüber Alltagschemikalien im Niedrigdosisbereich.Eine Studie, die im September 2003 in der Zeitschrift Environmental Health Perspectives (Fachzeitschrift des National Institute of Environmental Health Sciences) erschien, zeigt auf, dass 1,8% der Bevölkerung aufgrund von Chemikaliensensibilität Ihren Job verlieren.

Laut einer in der Septemberausgabe des (peer-reviewed) Journals Environmental Health Perspecitves (EHP) veröffentlichten Studie habe etwa 12,6% der Bevölkerung Multiple Chemikalien Sensibilität (MCS), eine Krankheit, bei der sie gesundheitliche Reaktionen bei Expositionen gegenüber niedrigen Konzentrationen von Alltagschemikalien erleiden.

Von denen, die eine solche Hypersensitivität angeben, berichten 13,5% (oder 1,8% des gesamten Kollektivs), dass sie deshalb ihren Job verloren haben. Umgerechnet auf die gesamte US Bevölkerung, rund 290 Millionen Menschen, bedeutet die Studie, dass rund 36,5 Millionen Amerikaner an MCS leiden, und mehr als 5,2 Millionen deshalb ihren Job verlieren können.

MCS ist eine Krankheit, bei der die Betroffenen eine akute Hypersensibilität gegenüber Chemikalien in alltäglichen Produkten, einschließlich Haushaltsreinigern, Pestiziden, frischer Farbe, neuem Teppichboden, Gebäudebaumaterialien, Zeitungsausdünstungen, Parfüm und zahlreichen anderen Produkten auf petrochemischer Basis haben. Menschen mit MCS können Kopfschmerzen, brennende Augen, asthmatische Symptome, Magenschmerzen/Übelkeit, Schwindel, verringerte Konzentrationsfähigkeit und Muskelschmerzen erleiden. Einige leiden auch unter Fieber oder sogar Bewusstseinsverlust.

Die Teilnehmer der Studie, alles Ortsansässige des Großraumes Atlanta, wurden per Zufall ausgewählt. Diejenigen, die berichteten unter MCS zu leiden, wurden später detaillierter interviewt, um nachzuvollziehen, wie das Syndrom ihr tägliches Leben beeinträchtigt.

"MCS kann eine Vielzahl von Symptomen hervorrufen und Menschen mit Hypersensitivität können auf große Schwierigkeiten stoßen, um in einem normalen Arbeits- und Lebensumfeld funktionsfähig zu sein", beschreibt der Autor der Studie.

MCS wird oft durch eine akute einmalige Exposition gegenüber einer speziellen toxischen Substanz oder chronischer Exposition gegenüber einer oder mehreren toxischen Substanzen, sogar im Niedrigdosisbereich, getriggert oder hervorgerufen. Nach Krankheitsbeginn kann ein größere Anzahl von Substanzen die beschriebenen Reaktionen hervorrufen.

In einem Kommentar zur Studie sagte Dr. Jim Burkhart, der wissenschaftliche Herausgeber der EHP, "Es gibt ganz offensichtlich eine große Zahl von Menschen, die an MCS leiden". Einerseits wird darüber theoretisiert, dass diese Krankheit eine psychologische Grundlage haben könnte, aber die vorliegende Studie weist auch darauf hin, dass sehr wenige Patienten vor Ausbruch der MCS irgendwelche geistigen Krankheiten hatten. Bedauerlicherweise berichten über 37%, dass sich nach ihren physischen Symptomen emotionale Probleme entwickelten. Das ist ein erhebliches öffentliches Gesundheitsproblem."

Die Prävalenzstudie wurde von Stanley M. Caress von der State University of West Georgia and Anne C. Steinemann vom Georgia Institute of Technology durchgeführt. Die Studie zur Effektivität von Behandlungen wurde von Pamela Reed Gibson, Amy Nicole-Marie Elms und Lisa Ann Ruding von der James Madison University durchgeführt.



Impressum:
Zusammenfassung und Übersetzung Silvia K. Müller.
Erstellt: Januar 2004
Referenz:
Stanley M. Caress, Anne C. Steinemann, A Review of a Two-Phase Population Study of Multiple Chemical Sensitivities, State University of West Georgia, Carollton, Georgia, USA; Georgia Institute of Technology, Atalanta, Georgia, USA. Environmental Health Perspectives, Sept. 2003

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