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Epidemiologie von Chemikalien Sensibilität (MCS)
Im Gegensatz zur häufig bagatellisierten Problematik von Chemikaliensensibilität / MCS belegen wissenschaftliche Studien ein epidemiologisch ernstzunehmendes Problem.
In den USA trug eine Arbeitsgruppe bestehend aus Mitarbeitern verschiedener Ministerien epidemiologische Studien zusammen. Beteiligt waren Repräsentanten des Department of Defense, Department of Energy, Department of Health and Human Services (i.e., Agency for Toxic Substances and Disease Registry, National Center for Environmental Health, National Institute for Occupational Safety and Health, and National Institute of Environmental Health Sciences), Department of Veterans Affairs und die U.S. Environmental Protection Agency (EPA).
Eine weitere Auswertung epidemiologischer Studien wurde von MCS Referral and Resources, einer der größten MCS Organisationen in den USA erstellt.
Wir haben Ihnen Auszüge aus diesen Studien ins Deutsche übersetzt:
Die amerikanische Umweltschutz Behörde (EPA) berichtet, dass etwa ein Drittel der Personen, die in geschlossenen Gebäuden arbeiten, sich besonders sensibel gegenüber einer oder mehreren herkömmlichen Chemikalienexpositionen fühlen (USEPA 1991).
Bell et al untersuchten das Vorkommen von Chemikaliensensibilität in zwei Gruppen:
College Studenten und Personen über 50 Jahre.
Sie fanden heraus, das sich 15 % der College Studenten mittel bis schwer krank nach Exposition gegenüber 4 von 5 Alltagschemikalien (Pestizide, Farbe, Parfum, Autoabgase und neuer Teppichboden) fühlten. (Bell et al, 1993a). 22 % der College Studenten berichteten (Bell et al, 1993) über mittlere bis schwere Symptome nach Exposition gegenüber mindestens 3 der 5 Substanzen zu haben. 28 % hielten sich selbst für besonders sensibel gegenüber bestimmten Chemikalien".
Baldwin et al (1997) fand heraus, dass 22,7 % städtischer Angestellter über mittlere bis schwere Atemwegsbeschwerden nach Exposition von mindestens 3 von 5 Schadstoffen (Pestizide, Farbe, Parfum, Autoabgase, neuer Teppichboden) klagten.
Meggs et al (1996) leitetete eine unselektierte Telefonbefragung in der ländlichen Bevölkerung von North Carolina, um das ungefähre Vorkommen von Allergien und Chemikaliensensibilität zu ermitteln. Von 1027 Personen, die teilnahmen, berichteten 35% von Allergien und 33% über Sensibilität gegenüber Chemikalien (Parfum, Pestizide, frische Farbe, Zigarettenrauch, neuer Teppichboden, Autoabgase). 35% der Personen, die sensibel gegenüber Chemikalien sind, berichteten über Symptome die mindestens einmal pro Woche auftreten. Tägliche Symptome gegenüber Chemikalien wurden von 3,9 % der Befragten berichtet.
Das California Department of Health Services (CDHS) führte 1993 eine Fragebogenaktion mit 4000 Einwohnern Kaliforniens durch. Laut Kreutzer und Neutra zeigte das Ergebnis, dass 16% der Teilnehmer sensibel gegenüber Alltagschemikalien sind. 6% gaben an, von ihrem Arzt mit Multipler Chemikalien Sensibilität diagnostiziert zu sein.
Kipen et al (1995) schätzte über einen speziellen Fragebogen die Präsenz oder das Nichtvorhandensein von Chemikaliensensibilität. 4% der Fragebogenpatienten, 15% aus Berichten einer Arbeitsmedizinischen Klinik, 20% aus einer Medizinischen Klinik, 54% der Patienten einer Arbeitsmedizinischen Klinik mit Asthma und 69% MCS Patienten wurden eindeutig mit MCS-Symptomen identifiziert. Sie berichteten über Symptome nach Exposition gegenüber 23 oder mehr Substanzen.
1989 ermittelte die National Foundation for the Chemically Hypersensitive 6800 MCS Patienten, die behaupteten hypersensibel zu sein. Sie gaben an, genau zu wissen, "wann, wo, durch was und wie sie krank wurden". (zitiert in Ashford and Miller, 1991).
Impressum:
Autor: Übersetzung Silvia Müller
Erstellt: 4/2001
Literatur/Leitlinien/EBM:
siehe Text
Die Informationen dürfen auf keinen Fall als Ersatz für professionelle Beratung oder Behandlung durch einen Arzt angesehen werden. Der Inhalt von PureNature kann und darf nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
Im Gegensatz zur häufig bagatellisierten Problematik von Chemikaliensensibilität / MCS belegen wissenschaftliche Studien ein epidemiologisch ernstzunehmendes Problem.
In den USA trug eine Arbeitsgruppe bestehend aus Mitarbeitern verschiedener Ministerien epidemiologische Studien zusammen. Beteiligt waren Repräsentanten des Department of Defense, Department of Energy, Department of Health and Human Services (i.e., Agency for Toxic Substances and Disease Registry, National Center for Environmental Health, National Institute for Occupational Safety and Health, and National Institute of Environmental Health Sciences), Department of Veterans Affairs und die U.S. Environmental Protection Agency (EPA).
Eine weitere Auswertung epidemiologischer Studien wurde von MCS Referral and Resources, einer der größten MCS Organisationen in den USA erstellt.
Wir haben Ihnen Auszüge aus diesen Studien ins Deutsche übersetzt:
Die amerikanische Umweltschutz Behörde (EPA) berichtet, dass etwa ein Drittel der Personen, die in geschlossenen Gebäuden arbeiten, sich besonders sensibel gegenüber einer oder mehreren herkömmlichen Chemikalienexpositionen fühlen (USEPA 1991).
Bell et al untersuchten das Vorkommen von Chemikaliensensibilität in zwei Gruppen:
College Studenten und Personen über 50 Jahre.
Sie fanden heraus, das sich 15 % der College Studenten mittel bis schwer krank nach Exposition gegenüber 4 von 5 Alltagschemikalien (Pestizide, Farbe, Parfum, Autoabgase und neuer Teppichboden) fühlten. (Bell et al, 1993a). 22 % der College Studenten berichteten (Bell et al, 1993) über mittlere bis schwere Symptome nach Exposition gegenüber mindestens 3 der 5 Substanzen zu haben. 28 % hielten sich selbst für besonders sensibel gegenüber bestimmten Chemikalien".
Baldwin et al (1997) fand heraus, dass 22,7 % städtischer Angestellter über mittlere bis schwere Atemwegsbeschwerden nach Exposition von mindestens 3 von 5 Schadstoffen (Pestizide, Farbe, Parfum, Autoabgase, neuer Teppichboden) klagten.
Meggs et al (1996) leitetete eine unselektierte Telefonbefragung in der ländlichen Bevölkerung von North Carolina, um das ungefähre Vorkommen von Allergien und Chemikaliensensibilität zu ermitteln. Von 1027 Personen, die teilnahmen, berichteten 35% von Allergien und 33% über Sensibilität gegenüber Chemikalien (Parfum, Pestizide, frische Farbe, Zigarettenrauch, neuer Teppichboden, Autoabgase). 35% der Personen, die sensibel gegenüber Chemikalien sind, berichteten über Symptome die mindestens einmal pro Woche auftreten. Tägliche Symptome gegenüber Chemikalien wurden von 3,9 % der Befragten berichtet.
Das California Department of Health Services (CDHS) führte 1993 eine Fragebogenaktion mit 4000 Einwohnern Kaliforniens durch. Laut Kreutzer und Neutra zeigte das Ergebnis, dass 16% der Teilnehmer sensibel gegenüber Alltagschemikalien sind. 6% gaben an, von ihrem Arzt mit Multipler Chemikalien Sensibilität diagnostiziert zu sein.
Kipen et al (1995) schätzte über einen speziellen Fragebogen die Präsenz oder das Nichtvorhandensein von Chemikaliensensibilität. 4% der Fragebogenpatienten, 15% aus Berichten einer Arbeitsmedizinischen Klinik, 20% aus einer Medizinischen Klinik, 54% der Patienten einer Arbeitsmedizinischen Klinik mit Asthma und 69% MCS Patienten wurden eindeutig mit MCS-Symptomen identifiziert. Sie berichteten über Symptome nach Exposition gegenüber 23 oder mehr Substanzen.
1989 ermittelte die National Foundation for the Chemically Hypersensitive 6800 MCS Patienten, die behaupteten hypersensibel zu sein. Sie gaben an, genau zu wissen, "wann, wo, durch was und wie sie krank wurden". (zitiert in Ashford and Miller, 1991).
Impressum:
Autor: Übersetzung Silvia Müller
Erstellt: 4/2001
Literatur/Leitlinien/EBM:
siehe Text
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