| Heuschnupfen bei Frauen | ![]() |
Heuschnupfen plagen vor allem junge Frauen
Deutlich mehr Frauen als Männer erkranken an Heuschnupfen, und der Anteil junger Menschen zwischen 19 und 29 ist größer als der älteren Jahrgänge. Das ist das Ergebnis einer schriftlichen Befragung von 555 Heuschnupfen-Kranken.
Etwa 43 Prozent der erwachsenen Allergiker in Deutschland, die noch keine 30 Jahre alt sind, leiden danach seit der Kindheit an Heuschnupfen. "Die allergischen Symptome brechen heute früher aus als noch vor einigen Jahren", schließt Dr. Dr. Christoph Keßler, Bereichsleiter Ophthalmika bei dem Unternehmen Dr. Mann Pharma, aus den Ergebnissen. Das Berliner Unternehmen hat das Hamburger Marktforschungsinstitut Ipsos beauftragt, die Befragung vorzunehmen.
Je jünger die Allergiker seien, desto größer sei die Wahrscheinlichkeit, dass sie bereits als Kinder die allergischen Symptome gehabt hätten, so Keßler. In der Altersgruppe der 30- bis 39jährigen hätten 37 Prozent angegeben, mit der Pollenallergie aufgewachsen zu sein. Bei den über 40jährigen nur 26 Prozent.
Zwar haben der Untersuchung zufolge mehr Frauen (58 Prozent) als Männer (42 Prozent) Heuschnupfen, doch leiden 40 Prozent der Männer schon seit der Kindheit an den allergischen Symptomen. Bei den Frauen haben nur knapp ein Drittel schon als Kind allergisch reagiert. Interessant ist auch, dass 48 Prozent der Allergikerinnen der Befragung zufolge vor allem morgens unter dem Heuschnupfen leiden, während dies nur 38 Prozent der
Männer angaben. Nachmittags ist es umgekehrt: 46 Prozent der männlichen Allergiker gaben an, dass sie die Beschwerden besonders stark stören, dagegen empfanden dies nur 29 Prozent der Frauen so.
Nach Angaben von Keßler ist dieses Ergebnis auch deshalb überraschend, weil die meisten Pollen morgens zwischen vier und sechs Uhr von den Pflanzen abgegeben würden. Eine mögliche Ursache für die unterschiedliche Häufigkeit des Heuschnupfens bei Frauen und Männern könnten hormonelle Unterschiede sein.
Impressum:
Autor: Sylvia Kossligk
Erstellt: 15.1.2003
Literatur/Leitlinien/EBM:
Meldung der Ärztezeitung 3.3.1999 (referriert)
Copyright: PureNature
Die Informationen dürfen auf keinen Fall als Ersatz für professionelle Beratung oder Behandlung durch einen Arzt angesehen werden. Der Inhalt von PureNature kann und darf nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
Deutlich mehr Frauen als Männer erkranken an Heuschnupfen, und der Anteil junger Menschen zwischen 19 und 29 ist größer als der älteren Jahrgänge. Das ist das Ergebnis einer schriftlichen Befragung von 555 Heuschnupfen-Kranken.
Etwa 43 Prozent der erwachsenen Allergiker in Deutschland, die noch keine 30 Jahre alt sind, leiden danach seit der Kindheit an Heuschnupfen. "Die allergischen Symptome brechen heute früher aus als noch vor einigen Jahren", schließt Dr. Dr. Christoph Keßler, Bereichsleiter Ophthalmika bei dem Unternehmen Dr. Mann Pharma, aus den Ergebnissen. Das Berliner Unternehmen hat das Hamburger Marktforschungsinstitut Ipsos beauftragt, die Befragung vorzunehmen.
Je jünger die Allergiker seien, desto größer sei die Wahrscheinlichkeit, dass sie bereits als Kinder die allergischen Symptome gehabt hätten, so Keßler. In der Altersgruppe der 30- bis 39jährigen hätten 37 Prozent angegeben, mit der Pollenallergie aufgewachsen zu sein. Bei den über 40jährigen nur 26 Prozent.
Zwar haben der Untersuchung zufolge mehr Frauen (58 Prozent) als Männer (42 Prozent) Heuschnupfen, doch leiden 40 Prozent der Männer schon seit der Kindheit an den allergischen Symptomen. Bei den Frauen haben nur knapp ein Drittel schon als Kind allergisch reagiert. Interessant ist auch, dass 48 Prozent der Allergikerinnen der Befragung zufolge vor allem morgens unter dem Heuschnupfen leiden, während dies nur 38 Prozent der
Männer angaben. Nachmittags ist es umgekehrt: 46 Prozent der männlichen Allergiker gaben an, dass sie die Beschwerden besonders stark stören, dagegen empfanden dies nur 29 Prozent der Frauen so.
Nach Angaben von Keßler ist dieses Ergebnis auch deshalb überraschend, weil die meisten Pollen morgens zwischen vier und sechs Uhr von den Pflanzen abgegeben würden. Eine mögliche Ursache für die unterschiedliche Häufigkeit des Heuschnupfens bei Frauen und Männern könnten hormonelle Unterschiede sein.
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Autor: Sylvia Kossligk
Erstellt: 15.1.2003
Literatur/Leitlinien/EBM:
Meldung der Ärztezeitung 3.3.1999 (referriert)
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