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Hyperaktivität bei Kindern

Hyperaktivität bei Kindern





Wie kann ein scheinbar liebenswürdiges süßes Kind plötzlich zu einem nicht zu bändigenden Monster werden? In den meisten Fällen wird dieser Umstand auf eine schlechte Erziehung geschoben. Da wäre ein Klaps von Nöten denkt mancher, wenn er einen solchen Ausbruch am Nachbartisch im Restaurant beobachtet. Das vielleicht der Geschmackverstärker in der Soße, der Zucker im Ketchup, Süßstoff in der Limonade oder Pestizidrückstände im Salat die Wurzel des Übels sein können, denkt kaum jemand.

Selbst Mediziner sind häufig überfragt, wenn ein Kind von einer Sekunde zur anderen zum Monster, Zappelphillip, oder zum verzweifelten vor sich hin schluchzenden häufchen Elend wird. Bei manchen Kindern verändert sich das Verhalten in Minutenbruchteilen nach Kontakt mit einer spezifischen Substanz. Sie werden depressiv oder schlagen, treten um sich, werden unflätig oder demolieren ihr Umfeld. Der Griff zum Rezeptblock mit beruhigenden Medikamenten ist meist schnell getan. Muss dies sein?

Prof. Dr. Rapp, die bekannte amerikanische Umweltmedizinerin und langjährige Beraterin von PureNature sagt: Nein, denn wenn man einen Nagel im Fuß hat, klebt man auch nicht zuerst ein Pflaster drüber. Man zieht besser erst den Nagel aus dem Fuß.

Was können die tatsächlichen Gründe für Hyperaktivität sein?
Mit Sicherheit sind u.a. Sensibilitäten oder Allergien häufig schon auf Spuren von bestimmten Nahrungsmitteln, Pollen, Schimmelpilze, Lebensmittelzusatzstoffe (Farb-, Aroma-, Konservierungsmittel, Fungizid- und Pestizidrückstände) und Umweltchemikalien als Ursachen zu benennen. Dies erforschte Dr. Rapp in ihrem Institut in Buffalo über Jahrzehnte.

Was kann man tun?
Werden Sie zum Detektiv und prüfen Sie was Ihr Kind eingeatmet, angefasst oder gegessen hat. Oft sind es wenige einfache Änderungen, die eine schnelle nachhaltige Linderung verschaffen.
Prof. Dr. Rapp zeigte bereits 1978 in einer Studie, dass eine spezielle Diät und eine Therapie mit individuellen Vaccinen konservierungsmittelfreier Allergenextrakte (PN nach Miller) bei etwa 65% der Kinder hilft, die vorher Medikamente bekamen. Bei der P/N Therapie wird ein verdünntes Allergen in den Oberarm injiziert oder bei Kleinkindern unter der Zunge verabreicht. Innerhalb von Minuten zeigen sich die bekannten Symptome des Kindes. Die Dosis wird soweit reduziert bis der Patient reagiert und dann nicht mehr reagiert. Diese Dosis wird therapeutisch zur akuten Symptombekämpfung und in der Langzeittherapie zur Desensibilisierung und Stabilisierung des Immunsystems eingesetzt. Videos von Prof. Dr. Rapp zeigen solche Reaktionen auf anschauliche Weise. Eine Rotations- Eliminationsdiät kann aufklären, auf welche Nahrungsmittel Ihr Kind reagiert. Bedenken Sie, dass eine Reaktion auch verspätet, manchmal bis zu Tagen später auftreten kann. In vielen Fällen ist das Lieblingsnahrungsmittel das schlimmste Allergen.




Eine weitere wirkungsvolle Maßnahme um Allergene aus der Nahrung und dem Umfeld zu identifizieren ist der Pulstest. Messen Sie den Puls im Ruhezustand und 15 Minuten nach dem Genuss eines Allergens oder Kontakt mit einem Schadstoff. Ein Kind ohne Allergien hat eine ähnliche Pulsfrequenz wie ein Erwachsener, ca. 80 Schläge pro Minute. Der Test ist einfach durchzuführen, man legt einfach die ersten drei Finger der rechten Hand um das linke Handgelenk auf den Puls. In der anderen Hand hält man eine Uhr. Zählen Sie den Pulsschlag eine Minute lang. Legen Sie eine Liste an, in der Sie die verschiedenen Kontakte mit Allergenen, Schadstoffe, etc. notieren, die Sie ursächlich für die Reaktion Ihres Kindes halten. Nach einigen Tagen werden Sie bereits ein klares Bild erhalten.

Ergänzend können Sie Ihr Kind auch vor, während und nach dem Allergenkontakt ein Bild malen oder seinen Namen schreiben lassen. Sie werden staunen!

Impressum:
Autor: Übersetzung Silvia Müller
Erstellt: 4/2001
Literatur/Leitlinien/EBM:
Rapp: Is this your child´s world, 1996






Die Informationen dürfen auf keinen Fall als Ersatz für professionelle Beratung oder Behandlung durch einen Arzt angesehen werden. Der Inhalt von PureNature kann und darf nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.