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Gefährlichkeit von Pockenimpfstoffen bei Neurodermitis

Pockenimpfung mit Nebenwirkungen





Eine generelle Pockenimpfung für alle Bundesbürger birgt für viele ein erhöhtes Risiko an unerwünschten Nebenwirkungen, insbesondere bei Neurodermitis.

Zum Schutz vor Bioterrorismus hat die Bundesregierung 24 Millionen Dosen Pockenimpfstoffe gekauft. US-Ärzte haben jetzt erneut vor den Risiken dieser alten Vakzinen, zu denen es heute allerdings keine Alternativen gibt, gewarnt.
"Schwere Impfnebenwirkungen sind bei Pockenimpfstoffen weitaus häufiger als bei allen anderen Vakzinen", sagt Professor John Neff vom Childrens Hospital in Seattle im US-Staat Washington. So sind bei einer Million Impfungen 15 lebensbedrohliche Erkrankungen und ein bis zwei Todesfälle zu erwarten.
Der Pädiater warnt davor, daß nicht nur für Impflinge, sondern auch für Kontaktpersonen Infektionsrisiken bestehen, weil das Vaccinia-Impfvirus über die Impfläsionen ausgeschieden wird (JAMA 288, 2002, 1901).
Nach Daten aus den 60er Jahren kämen zwei bis sechs Fälle von Kontakt-Vaccinia auf 100 000 Impfungen, die meisten seien jedoch unbedeutend.

Besonders gefährdet, sowohl durch Kontakt als auch durch Impfung, seien Menschen mit atopischer Dermatitis und anderen Ekzemen, bei denen ein potentiell tödliches "Ekzema Vaccinatum" mit Fieber, schweren Ausschlägen und Narben auftreten kann. Neff schätzt, daß die Zahl schwerer Schäden durch Pockenvakzine heute erheblich höher liegen würde: So habe sich die Prävalenz von atopischer Dermatitis seit 30 Jahren mehr als verdreifacht.
Da seither nicht gegen Pocken geimpft wird, sind Kontaktpersonen ungeschützt. Sehr gefährdet sind auch Immungeschwächte.

Impressum:
Autor: Sylvia Kossligk
Erstellt: 15.1.2003
Literatur/Leitlinien/EBM:
Meldung der Ärztezeitung 23.10.2002 (referriert)
Copyright: PureNature







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