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Renovierungstipps für Allergiker

Den Wohnraum mit den richtigen Materialien renovieren kann für erhebliche Verbesserung der Wohnqualität in den eigenen vier Wänden sorgen. Besonders für Allergiker und chemikaliensensible Menschen ist es wichtig, bei der Auswahl der Materialien extrem kritisch zu sein. Genauso wichtig ist die richtige Vorgehensweise, und dabei sollen die nachfolgenden Tipps helfen. Gesunde Materialien
Renovierungsmaterialien sollten möglichst ohne Lösungsmittel, Terpene und Harze ausgewählt werden. Natürliche Farben und Baumaterialien sind die gesündeste Wahl, um den Wohnraum zu renovieren.

Bio – doch auch da die richtige Wahl treffen
Grundsätzlich sind biologische Baumaterialien konventionellen Materialien mit vielfach toxischen Inhaltsstoffen vorzuziehen. Es gibt jedoch auch bei biologischen Farben, Lacken, Ölen und Wachsen kritische Aspekte, an die ein Allergiker denken sollte. Biobaumaterialien enthalten häufi g Terpene und Harze, die sehr bedenklich für sensibilisierte Menschen sein können. Zitrusterpene bspw. sind in der Lage, Allergien und Sensibilitäten auszulösen oder zu verschlimmern. Auch gasen sie oft über einen sehr langen Zeitraum aus, was für den Allergiker ein Stressfaktor für seine Gesundheit bedeutet. Zusätzlich bilden solche Terpene mit Ozon (Außenluft oder durch Geräte) giftige Abbauprodukte, bspw. Formaldehyd, Acrolein und Feinstäube.

Tipps für die Renovierung
•Bei schweren Allergien oder auch Chemikalien-Sensitivität nicht selbst renovieren und am besten während der Renovierungsphase nicht im Wohnraum aufhalten. Auch nicht bei ausschließlicher Verwendung von Naturmaterialien, weil grundsätzlich alles sensibilisieren kann bei entsprechender Vorgeschichte.Kommt die Person mit Allergien erst nach der Trocknungsphase in die neu renovierten Räumlichkeiten, ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass neue Allergien eintreten.

•Alle Materialien, die zum Einsatz kommen, vorher austesten. (Materialprobe auf den Nachttisch legen, wenn Symptome entstehen, ist das Material nicht geeignet). Wer schwere Allergien oder Chemikalien-Sensitivität hat, kann Materialien durch einen LTT (Bluttest) beim Arzt austesten lassen.

•Gefährliche Materialien wie Asbest, Schimmel, Holzschutzmittel nur von einer Fachfi rma sanieren und entsorgen lassen.

•Bei Renovierungsarbeiten immer eine Staubmaske mit Aktivkohle tragen

•Staub vermeiden ist oberstes Gebot. Sollte doch Staub entstehen, ihn umgehend mit einem Staubsauger mit HEPA-Filter aufsaugen. Die Tür zum restlichen Wohnraum mit Folie staubdicht abkleben.

•Abschleifen von Böden nur mit einem Abschleifer, der den Staub sofort in einen Beutel saugt.

•Bei Neuverlegung von Böden, auf denen vorher Teppich, PVC oder Linoleum lag, Klebereste gründlich entfernen und den Estrich absaugen vor dem Aufbringen neuer Beläge.

•Beim Rausreißen von altem Teppichboden diesen vorher absaugen und mit Wasser befeuchten, um zu verhindern, dass kontaminierter Staub in die Luft gelangt.

•Tapeten gründlich durchnässen. Sie ziehen sich dadurch besser ab und es entsteht kein Staub.

•Tapeten-, Bodenbelagsreste und sonstige Renovierungsmaterialien sofort entsorgen, nicht in der Wohnung liegen lassen.

•Bei neuen Anstrichen die Trocknungszeit der ersten Phase beachten, da bei zu raschem Auftrag der zweiten Phase die Trocknungszeit erheblich verlängert wird.

•In der Trocknungsphase gut durchheizen und lüften im Wechsel, evtl. Ventilator einsetzen in Räumen, die schlecht belüftet sind.

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