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Candida

Candida Hefepilz, Ursache vieler Beschwerden.

Mit einer gezielten Behandlung, bessern sich meist die Beschwerden. Oftmals verschwinden sie sogar gänzlich. Auch andere Patienten mit z.B. Neurodermitis, Morbus Crohn oder Multipler Sklerose profitieren von einer gezielten Behandlung des Hefepilzes. Es wurden sogar dasVerschwinden von Depressionen, Arthritis und in einem Fall sogar von Multipler Sklerose (Orion Truss, 1980) berichtet.


Was ist Candida?

Candida ist ein parasitärer Sprosspilz, der normalerweise in friedlicher Koexistenz mit den freundlichen Bakterien der Schleimhäute des Darmes und der Vagina lebt. Candida- Zellen finden sich gelegentlich auch bei Gesunden, sie sind jedoch kein Bestandteil der gesunden Darmflora. Der Hefepilz bildet Sprosszellen, Myzel und Pseudomyzel. Es kommt zu einem Befall der Haut, der Schleimhäute (Mund, Genitalien und Verdauungsorgane). Bei Minderung der körpereigenen Abwehr kann es durch Befall der inneren Organe (Herz, Nieren, Lunge, Gehirn), zu Endokarditis, Sepsis; ferner Endophthalmitis oder ZNS- Erkrankung kommen. Es sollte weiterhin immer bedacht werden, dass Candidainfektionen Provokations-, Komplikations- oder Verschlimmerungsfaktor bei allen immunassoziierten Erkrankungen sein können.

Hauptursachen für Candida
Die Einnahme von Antibiotika, Antibabypille und / oder Cortison prädisponieren für Candida. Immunsuppressiv wirkende Medikamente und langdauernde Verabfolgung von Antibiotika können auch zu einer übermäßigen Candidabesiedlung, vor allem der Schleimhäute führen. Dies tritt ein, wenn die Balance zwischen Schleimhäuten des Darms, der Vagina und freundlichen Darmbakterien gestört ist, da dies dem Hefepilz die Möglichkeit für eine abnormale Vermehrung gibt.


Candida & Antibiotika
Zahlenmäßig dürften Antibiotika zu den häufigsten Auslösern von Candida zählen.
Ein wahrer Teufelskreis beginnt, wenn nach Verabreichung von Antibiotika die geschwächte, bzw. veränderte Darmflora nicht wieder aufgebaut wird. Candidakeime wachsen an und bilden Nester, wodurch die Ökologie der Darmschleimhaut weiter gestört wird. Der lymphatische Teil des Immunsystems wird beeinträchtigt. Hierdurch treten Infekte häufiger auf. Normalerweise werden an diesem Punkt immer häufiger, in kürzeren Abständen Antibiotika verabreicht. Die Darmflora wird regelrecht systematisch ruiniert. Das Immunsystem wird immer weiter geschwächt, was meist in Folgeerkrankungen mündet.

Weitere Faktoren die zu Candida führen können:
Hormonschwankungen, Schwangerschaft, Diabetes mellitus, konsumierende Grundkrankheiten (z.B. AIDS), kongenitale oder erworbene Immunschwäche, Störungen des physiologischen Milieus (z.B. Hautfeuchtigkeit, pH- Erhöhung in der Scheide), falsche Ernährung mit viel Zucker und Nährstoffdefizite können das Auftreten von Candida fördern.

Die häufigsten Symptome bei Candida
Verstopfung, Durchfall, Erschöpfung, Depressionen, Gase, Arthritis in den Händen, Nahrungsmittelsensitivitäten, Umweltsensitivitäten, benebeltes Gefühl im Kopf, häufiges Grippegefühl, Muskelschmerzen, niedriger Blutzucker, premenstruelles Syndrom, Sensibilitäten gegenüber Parfüm, Zigarettenrauch, etc., Angstattacken, Verschlechterung an feuchten Tagen oder an Schimmel befallenen Orten, Schwäche und extreme Erschöpfung. Dies ist nur ein kleiner Teil von Symptomen, die durch Candida ausgelöst werden können

Candida - Diagnostik
Die klinische Diagnose jeder Mykose muss durch den Pilznachweis und möglichst die zusätzliche Differenzierung durch die Pilzkultur gesichert werden. Jedoch schließt negatives Nativpräparat (insbesondere bei nur einmaliger Untersuchung) eine Mykose nicht sicher aus! Antikörpernachweis (HAT, ELISA) und Antigennachweis ist daher unerlässlich, um einen Befall zu objektivieren. Kultureller Nachweis aus Blutkulturen und primär sterilen Materialien ist anzustreben. Nucleinsäure- Nachweis (PCR), sowie eine Resistenztestung kann eine weitere diagnostische Hilfe darstellen.

Als Pathogenitätsmerkmal kann bei c. albicans und c. tropicalis der Nachweis der sauren Proteinase gelten. Durch einen Candida Killingtest wird die spezifische Phagozytose Kapazität ermittelt.

Behandlung des Candida
Die Behandlung besteht in den meisten Fällen aus mehreren Behandlungsbausteinen: Diät, Pilzbekämpfung, Probiotikum und Aufbau des Immunsystems. Die Behandlung muss über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden.


Candidadiät
In jedem Fall muss eine spezielle Candida-Diät über einen längeren Zeitraum (mind. 3 Monate) durchgeführt werden, deren Umfang vom Schweregrad des Befalls und des übrigen Gesundheitszustandes abhängig ist. Im Normalfall ist dies eine Diät fast ohne Zucker, Hefe, Pilzen und Kohlenhydraten. Zucker sollte in jedem Fall weitgehend bis ganz aus der Diät gestrichen werden, da er den Candida wie Gras nach dem Regen wachsen lässt. Bei sehr schweren Fällen wird eine „Höhlenmensch Diät“ erforderlich, bei der über 1-2 Monate fast ausschließlich Gemüse auf dem Speiseplan steht.

Candidabekämpfung
Die Bekämpfung des Pilzes hängt ebenfalls vom Schweregrad und des übrigen Gesundheitszustandes ab. Bei schwerwiegenden Fällen ist auch eine medikamentöse Behandlung unumgänglich, um Folgeschäden auszuschließen.

Candida- Prävention
  • Ballaststoffreiche, ökologische Kost
  • Meidung von Zucker
  • Einnahme von wichtigen Spurenelementen
  • Alternativen zur Antibabypille wählen
  • Vermeidung von Vaginalduschen
  • Anwendung von Antibiotika nur nach absolut korrekter Indikation (weder als „Grippemittel, noch als „vorbeugendes Medikament“
  • Nach einer Antibiotikabehandlung Regenerierung des Darms mit Symbionten

    Eine intakte Darmflora, einschließlich der Verhinderung einer Candidabesiedlung ist unerlässlich für Menschen mit gestörtem Immunsystem, Allergien, Autoimmun-krankheiten, Tumorleiden und allgemeiner Infektneigung.

    Impressum:
    Autor: Silvia Müller
    Erstellt: 1. September 2004
    überarbeitet am 08.04.2013

    Literatur:

    William J. Rea; Chemical Sensitivity, Volume IV, Lewis Publishers, 1997
    Life Extension; Disease Prevention and Treatment Protocols, Life Extension Media, 1998
    James F. Balch, Phyllisa A. Balch; Prescription for Nutritional Healing, Avery Publishing Group, 1997
    Jacqueline Krohn M.D., France Taylor; Natural Detoxification, Hartley & Marks, 2000
    Linda G. Rector – Page; Healthy Healing, Healthy Healing Publications, 1992
    Elisabeth Lipski, Digestive Wellness, Keats Publishing, 1996

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