Nasendusche im Test und Vergleich

Allergiker und Experten testeten Nasenduschen

Durch zunehmende Luftverschmutzung und Allergenbelastung ist die Pflege der Atemwege sehr wichtig geworden. Nasenspülungen sind eine in fernöstlichen Kulturkreisen seit einem Jahrtausend Tradition und werden regelmäßig durchgeführt. PureNature hat verschiedene Nasenduschen einem Vergleich und Expertentest unterzogen. Eindeutiger Testsieger wurde die praktisch zu handhabende Emcur Nasendusche. Beim Test wurden Handhabung, Effizienz, Hygiene und Preis bewertet. Der Testsieger überzeugte bei allen vier Testkriterien und was aus den Testberichten bei der Entscheidung zusätzlich überzeugte, war die wirklich kinderleichte Handhabung.

Nasenduschen im Vergleich

Für den Test wurden Nasenduschen verschiedener Hersteller angefordert und freiwillige Testpersonen eingeladen. Die Gruppe der Tester bestand aus 4 Allergikern, 3 Personen mit MCS (Chemikaliensensitivität) und 6 Gesundheitsbewussten. Die Testpersonen hatten für den Vergleichstest vier verschiedene Nasenduschen zur Auswahl: Netti Nasenspülkännchen aus Porzellan, Emcur Nasendusche und

Zwei weitere Nasenduschen von namhaften Markenherstellern. In der ersten Testrunde schieden zwei Produkte aus. Sie waren den Testpersonen zu unpraktisch in der Handhabung und in den Testberichten gaben sie an, dass ein Kunststoffgeruch störe.

Im zweiten Testdurchgang mussten die Tester die Testsieger aus der ersten Runde, die Emcur Nasendusche und das Netti Nasenspülkännchen aus Porzellan bewerten. Der eindeutige Testsieger, der aus den Testberichten der Testpersonen hervorging, war die Emcur Nasendusche.

Der Testsieger: Die Emcur Nasendusche

Die Testpersonen bevorzugten sie gegenüber dem Netti Nasenspülkännchen, weil sich die Nasenspülung leichter dosieren ließ und weil die Emcur Nasendusche preislich fast die Hälfte günstiger liegt. Ein weiterer Aspekt, der die Tester vom Emcur Produkt überzeugte, war die ergonomisch geformte Nasenansatzstück, die sich sehr dicht an die Nasenöffnung anpasst, und das Ventil, das eine optimale Dosierung erlaubt.

Einzig die drei chemikaliensensiblen Tester bevorzugten das Nasenspülkännchen aus Porzellan. Sie empfanden das neutrale Porzellan des Netti Nasenspülkännchens wesentlich angenehmer als das Kunststoffmaterial der Emcur Nasendusche. Dass die Nasendusche etwas unkomfortabler in der Anwendung ist, störte diese Testperson mit MCS nicht, für sie war das Material entscheidend. Alle anderen Testpersonen entschieden ganz klar: Testsieger was Handhabung, Hygiene, Effizienz und Preis betrifft, ist die Emcur Nasendusche. PureNature entschloss sich, beide Produkte, die Emcur Nasendusche und das Netti Nasenspülkännchen, im Sortiment aufzunehmen.

Nasendusche und Nasenspülkännchen, kinderleichte Anwendung

Wer die Nasendusche oder das Nasenspülkännchen bei einer Erkältung, bei Heuschnupfen oder zur Linderung bei trockener Luft ausprobiert hat, wird schnell von dieser natürlichen Methode zur Pflege der Atemwege überzeugt sein. Das Praktische daran ist die einfache Handhabung und dass die Nasenspülung überall, auch auf Reisen oder schnell zwischendurch auf der Arbeit, durchgeführt werden kann. Die Anwendung ist in wenigen Minuten durchgeführt und fühlt sich sofort wohltuend an.

Der Testsieger zum besonders günstigen Preis

Die Emcur Nasendusche ist bei PureNature als Komplettset erhältlich. Es besteht aus einer Emcur Nasendusche aus Kunststoff und wird inklusive zehn Beuteln Nasenspülsalz geliefert. Eine tägliche Nasenspülung reinigt die Nase von schädlichen Partikeln, Pollen, Stäuben, Schmutz und Krankheitserregern, die über die Atmung in die Nase gelangen. Die Nasenschleimhaut wird gereinigt und die natürliche Reinigungsfunktion unterstützt.

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Chemikalien in der Umwelt gefährden Impfschutz bei Kindern

PFC’s können für das Immunsystem giftiger als Dioxine sein

Wissenschaftler der Harvard Universität fanden in einer Studie heraus, dass perfluorierte Verbindungen (PFC’s) bei Kindern die Wirkung von Schutzimpfungen schwächen. Perfluorate sind langkettige, äußerst persistente Kohlenwasserstoffe, die in vielen Alltagsgegenständen enthalten sind. Die chemisch hergestellten Kunststoffe finden sich beispielweise in beschichteten Antihaft-Pfannen, wetterfester Kleidung und Fastfood Verpackungen. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass der Einfluss der Chemikalien auf das Immunsystem so stark ist, dass der Impfschutz bei Tetanus- und Diphterie gefährdet sein kann. Die Studie ist die erste ihrer Art, die dokumentiert, wie PFC’s, die über den Mutterleib auf das Ungeborene weitergegeben werden, als auch über die Umwelt und die Nahrungskette ihren Weg in unsere Körper finden, Impfschutz negativ beeinträchtigen können. Die Ergebnisse wurden in der Januar 2012 Ausgabe des medizinischen Fachjournal JAMA veröffentlicht.

“Routine Impfungen in der Kindheit sind eine tragende Säule der modernen Verhütung von Krankheiten. Die negativen Auswirkungen auf die Impfungen im Kindesalter durch PFC sollte als eine potenzielle Bedrohung für die öffentliche Gesundheit angesehen werden”, sagte der Hauptautor der Studie, Philippe Grandjean, Professor für Umwelt und Gesundheit an der Harvard School of Public Health .

PFC’s werden von der Industrie und in Tausenden von Fertigungsprozessen verwendet. Darin liegt das große Problem. Die Chemikalie hat sich dadurch in unserer Nahrungskette angereichert und in der Umwelt verbreitet. Sie ist im Körper von fast jedem in den USA oder in Europa nachweisbar. Frühere Tierversuchsstudien an Mäusen zeigten, dass PFC Werte ähnlich denen bei Menschen, mit geschwächter Immunantwort einhergehen. Nur dass die negativen Auswirkungen beim Menschen lediglich schlechter dokumentiert wurden.

Die Wissenschaftler analysierten Daten von Kindern, die im National Hospital in Torshavn, auf den Färöer Inseln im Zeitraum 1999-2001 geboren wurden. Insgesamt 587 Kinder nahmen bis zu den Nachuntersuchungen teil. Bei den Kindern wurden die Immunantwort gegen Tetanus und Diphtherie Impfungen im Alter von 5 und 7 Jahren getestet. PFC wurden im mütterlichen Serum während der Schwangerschaft und im Serum von Kindern im Alter von 5 gemessen, um prä-und postnatale Exposition zu bestimmen. Die höchsten Konzentrationen wurden bei PFC Perfluoroctansulfonat (PFOS) und Perfluoroctansäure (PFOA) ermittelt.

Die Ergebnisse zeigten, dass PFC Exposition mit niedrigerer Antikörper-Antwort auf Impfungen und einem erhöhten Risiko für geringere Antikörper-Werte einhergingen. Diese Antikörper sind erforderlich, um den Kindern langfristigen Schutz zu bieten. Ein zweifacher Anstieg von drei verschiedenen PFC’s war mit einem 49% Rückgang der Antikörper bei Diphterie und Tetanus bei Kindern im Alter von 7 Jahre verbunden.

Philippe Grandjean von der Harvard School of Public Health in Boston begleitet eine Kohorte von Kindern der Geburtsjahrgänge 1999/2001 seit der Schwangerschaft ihrer Mütter. Seine Daten dokumentieren die PFC-Exposition der Kinder seit ihrer pränatalen Phase. Die höchsten Konzentrationen erreichten dabei die PFC Perfluoroctansulfonat (PFOS) und Perfluoroctansäure (PFOA).

Grandjean zeigte sich extrem überrascht über die starken Auswirkungen der PFC’s auf das Immunsystem und kam zu dem Schluss, dass diese Erkenntnisse bedeuten können, dass PFC’s sich möglicherweise noch toxischer auf das Immunsystem auswirken, als die derzeitig vorhandenen Dioxinbelastungen. Die PFC-Konzentrationen, die im Rahmen der Studie gefunden wurden, liegen ähnlich oder leicht unter denen bei US-Frauen. Bedenklich ist, die meisten PFC Werte im Serum von färöischen Kindern im Alter von fünf Jahren, niedriger waren als die bei US-Kindern im Alter von 3 bis 5 Jahren, die in den Jahren von 2001 bis 2002 gemessen wurden. Antikörper-Konzentrationen im Serum sind ein Indikator für die gesamten Immunfunktionen bei Kindern.

 Im eigenen Umfeld vor PFC’s schützen

Der Einzelne kann sich nur sehr bedingt vor einer Belastung mit Perfluoraten schützen, wegen ihrer ubiquitären Verbreitung und weil sie in unserer Nahrungskette angelangt sind.

Im eigenen Umfeld sollte man auf Folgendes verzichten:

  • Alltagsgegenstände und Produkte mit Antihaft-Beschichtung
  • Eliminieren von Antihaft-Pfannen und Töpfen (Teflon)
  • Fast-Food, das in beschichtetem Papier verpackt ist
  • Wasserabweisend beschichtete Kleidung

Autor: Silvia K: Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 26.01.2012

Literatur:

  • Harvard School of Public Health, PFCs, chemicals in environment, linked to lowered immune response to childhood vaccinations, Jan, 24, 2012
  • Philippe Grandjean, Elisabeth Wreford Andersen, Esben Budtz-Jorgensen, Flemming Nielsen, Kare Molbak, Pal Weihe, Carsten Heilmann, Serum Vaccine Antibody Concentrations in Children Exposed to Perfluorinated Compounds, JAMA, January 25, 2012, Vol. 307, No. 4, pp. 391-397

Schimmelpilz im Haus, eine unterschätzte Gefahr

Ganze Familie krank durch Schimmelpilz

Ein Team amerikanischer Wissenschaftler und Experten untersuchte eine Familie, die krank wurde, nachdem sie in ein Haus zog, in dem Schimmelbefall durch Wasser- und Bauschäden vorlag. Bei der ganzen Familie, einschließlich des Hunds, wurden schwerste gesundheitliche Auswirkungen festgestellt.

Schimmelpilzbelastung in Wohnhäusern wird oft unterschätzt und kann vielfältige Beschwerden und Gesundheitsschäden hervorrufen. Analysen des Hauses auf Schimmelpilz- und Bakterienbefall erbrachten im nachfolgend beschriebenen Fall eindeutige Ergebnisse. Bei den Familienmitgliedern wurden u.a. Mykotoxine in Sammelproben von Urin und Nasensekret, Muttermilch, Plazenta und Nabelschnur entdeckt. Sehr umfangreiche medizinische Untersuchungen bestätigten den Zusammenhang zwischen den Gesundheitsbeschwerden und dem Schimmelpilz- und Bakterienbefall im Haus.

Gesunde Familie plötzlich krank

Eine fünfköpfige Familie zog mit Hund von Kanada nach Maui auf Hawaii, wo sie ein Haus anmieteten. Bevor die Familie umzog, waren alle völlig gesund gewesen. Kurz nachdem sie eingezogen, stellten sich bei allen Symptome ein. Das Haus, das sie an angemietet hatten, wies diverse Bauschäden auf, wodurch es zu Wasserschäden und Schimmelbefall kam. Davon wusste die Familie bei Einzug jedoch nichts. Erst als die Gesundheit der Familie sich immer dramatischer verschlechterte und Gutachten von Experten und Laboruntersuchungen erstellt wurden, kamen durch Ursachen des Gesundheitszerfalls zu Tage.

Ein kleiner, nicht vollständiger Abriss, wie es den Familienmitgliedern ging:

Der Vater (40 J.) litt u.a. permanenten Husten, Kopfschmerzen, Sinusitis, schwere Erschöpfung, Nasenbluten, neurologische Defizite, Libidoverlust, Haarverlust, Kurzzeit- und Langzeitgedächtnisverlust.

Seine Frau (39 J.) hatte ebenfalls ständigen Husten, Kopfschmerzen, Sinusitis, Libidoverlust, Gedächtnisverlust, Kurzatmigkeit und extreme Erschöpfung. Sie wurde schwanger und bekam drei Monate nachdem sie aus dem Haus ausgezogen waren ein Mädchen.

Die älteste Tochter (8 J.) hatte die gleichen Symptome wie ihre Eltern, nur dass sie zusätzlich unter Konzentrationsstörungen, Übelkeit und Appetitverlust litt.

Der 5-jährige Sohn hatte häufige Kopfschmerzen, war immer müde und erschöpft, seine Nase war ständig zu, er hatte oft Nasenbluten, der Hals war innen gerötet und entzündet, er war kurzatmig und konnte in der Schule dem Unterricht kaum folgen.

Das Neugeborene war am ganzen Körper pink-rot, was bis zur 10.-12. Lebenswoche anhielt. Danach trat diese Rötung immer wieder sporadisch auf. Das Mädchen hatte am ganzen Körper starke braune, fleckenartige Pigmentierung. Die Pigmentflecke waren auch im Alter von 2 Jahren noch präsent.

Der Hund der Familie hatte ungefähr 72 Hautläsionen (Talgdrüsen und Lipome) an den Beinen, am Rumpf und den Ohren. Ein Tierarzt bestätigte, dass solches massive Auftreten sehr selten ist.

Untersuchungen, Analysen

Die Familie wurde umfassenden medizinischen Untersuchungen unterzogen, u.a. laboranalytische Tests, neurologische und psychologische Tests, Kernspinn, Computertomographie, Biopsien und speziellen PCR-Tests. Untersuchungen des Blutes, Urin, der Muttermilch, Plazenta und Nabelschnur wiesen Mykotoxine in unterschiedlichen Konzentrationen auf.

Der Vater hatte 17 pathologische, neurologische Befunde, seine Frau ebenfalls. Die Tochter hatte Tremor, der mit den Schimmelpilzen und Mykotoxinen in Zusammenhang gebracht werden konnte. Vater und Tochter hatten Nasenpolyen und ödematöse Entzündungen der Nasennebenhöhlen, die eine Operation erforderten. Beide hatten schwere, chronische Rhinosinusitis, die mit höchster Wahrscheinlichkeit mit Mikroben (Bakterien und Pilzen) in Zusammenhang steht, wie man sie aus Häusern kennt, die Wasserschäden aufweisen.

Der Sohn hatte keine neurologischen Ausfälle, bei ihm wurde jedoch festgestellt, dass er Anzeichen für Autismus und/oder ADHS aufwies. Wenn er im Verlauf schimmelbelastete Umgebung betrat, bekam er Nasenbluten, Husten, Kopfschmerzen und Atembeschwerden. Alle hatten Sinusitis, was in der medizinischen Fachliteratur als Folge beschrieben wird. Durch den Nachweis von Mykotoxinen in Plazenta, Nabelschnur und Muttermilch konnte ermittelt werden, dass das Baby einer sehr hohen Belastung ausgesetzt gewesen war.

Ganze Familie krank. Ursache: Ein kontaminiertes Haus

Das Haus wurde von zwei unabhängigen Bausachverständigen auf Bauschäden hin untersucht und weitreichende Tests durchgeführt. Ein sehr schwerwiegendes Feuchtigkeits- und Schimmelproblem wurde im Kriechkeller unterhalb der Schlafzimmer festgestellt. Feuchtigkeit drang aus dem Fundament in die Wände ein. Die Belüftung des Kriechkellers hing am gleichen Lüftungssystem wie die Schlafzimmer und andere Wohnbereiche.

Die Sachverständigen stellten außerdem Eindringen von Feuchtigkeit durch eine Dusche, Sprinkler und zu feuchten Boden vor dem Innenausbau, sowie durch Mängel an den Dachrinnen fest. Der Kriechkeller wies muffigen Schimmelgeruch und sichtbare Schimmelflecken an der Decke auf. Rauchtests ergaben eine Kommunikation zwischen dem Kriechkeller und den Schlafzimmern über Steckdosen, elektrische Leitungen und Armaturen. Rohrleitungen ließen Kondenswasser aus dem Kellerhohlraum in die Betonwände dringen. Löcher in Wänden, die vom Verlegen der Rohrleitungen und anderen Versorgungsleitungen stammten, waren nicht richtig versiegelt.

Luft- und Materialproben wurden unter notarieller Aufsicht an ein Labor verschickt. Es wurden umfangreiche Analysen durchgeführt (ERMI Q-PCR 36). Je nach Areal im Haus wurden unterschiedliche Schimmelpilzkombinationen festgestellt, u.a. Aspergillus, Penicillium, Eurotium amstelodami, A. pullans, C. globosum, und viele weitere.

Diverse Materialproben wurden auf Bakterien und Endotoxine hin untersucht. Man nahm dazu unterschiedliche Materialien, um ein umfassendes Spektrum zu ermitteln, u.a. Schmutz aus dem Kriechkeller, Kies, Holz, Kunststoff und eine Sandale, die unter einem Bett gelegen hatte. Verschiedene Arten von Bakterien und Mykotoxine wurden festgestellt. Was bei all den Analysen ermittelt wurde, erklärte die gesundheitlichen Beschwerden der Hausbewohner.

Eindeutige Kausalität

Die Ergebnisse der medizinischen Untersuchungen, gemeinsam mit den Analyseergebnissen aus dem Haus, waren sehr eindeutig. Die Wissenschaftler und Experten befanden, dass Schimmelpilze, Bakterien und Abbauprodukte mit größtmöglicher Wahrscheinlichkeit für die Gesundheitsschäden der Hausbewohner verantwortlich seien. Alle Experten, die in den Fall involviert waren, legten ihre Ergebnisse und ihre fachliche Einschätzung bei Gericht dar.

Autor: Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 11. Januar 2012

Literatur:

Jack Dwayne Thrasher, Michael R. Gray, Kaye H. Kilburn, Donald P. Dennis, and Archie Yu, “A Water-Damaged Home and Health of Occupants: A Case Study,” Journal of Environmental and Public Health, vol. 2012, Article ID 312836, 10 pages, 2012. doi:10.1155/2012/312836

Volltext der Studie (engl.):

A Water-Damaged Home and Health of Occupants: A Case Study

 

Genetische Ursachen von Neurodermitis identifiziert

Drei neue Risikogene für Neurodermitis ermöglichen neue Ansätze zur Vorhersage und Prävention

Die bisher größte genetische Studie zu Neurodermitis hat drei Gene identifiziert, die entscheidend zum Entstehen der chronischen Hauterkrankung beitragen. Die Ergebnisse der vom Helmholtz Zentrum München initiierten internationalen Studie wurden am 25.12.2011 beim renommierten Fachjounal Nature Genetics veröffentlicht.

Das EAGLE-Konsortium (EArly Genetics and Lifecourse Epidemiology) hat drei neue Gene identifiziert, die das Risiko für Neurodermitis deutlich erhöhen. Zwei der Gene tragen dazu bei, die natürliche Hautbarriere aufrecht zu erhalten. Das dritte gefundene Gen hat Auswirkungen auf die Immunregulation und beeinflusst auch die Entstehung von Asthma und Allergien. Im Rahmen der bisher weltweit umfassendsten genomweiten Studie wurden über 10.000 Neurodermitis-Patienten und 40.000 gesunde Vergleichspatienten untersucht.

“Unsere Ergebnisse ermöglichen es, die genetischen Ursachen von Neurodermitis besser zu verstehen. Damit können wir nicht nur Tests für genauere Risiko- abschätzungen entwickeln, sondern auch neue Präventions- und Behandlungs- ansätze ableiten,” sagt Dr. Joachim Heinrich, Initiator des multizentrischen Forschungsprojektes und kommissarischer Leiter des Instituts für Epidemiologie I am Helmholtz Zentrum München. “Die gemeinsame statistische Auswertung der Daten von 26 Kohorten aus 12 Ländern, darunter Australien, Kanada, USA sowie neun europäischer Staaten stellte eine besonders anspruchsvolle Herausforderung dar”, sagt Marie Standl, die als Doktorandin am Helmholtz Zentrum München federführend die zentrale Datenanalyse erfolgreich durchführte. Das Verständnis der Entstehungsmechanismen von Volkskrankheiten und die Ableitung neuer Angriffspunkte für Diagnose, Therapie und Prävention sind Ziele des Helmholtz Zentrums München.

Weitere Informationen

Neurodermitis ist mit einer Häufigkeit von ca. 20 Prozent bei Kindern und ca. 5 Prozent bei Erwachsenen in westlichen Industrienationen eine der häufigsten chronischen Hauterkrankungen. Sie geht oft der Entwicklung von Heuschnupfen und Asthma voraus. Ein großer Teil des Risikos, Neurodermitis und Allergien zu entwickeln, wird vererbt. In Kombination mit Umwelteinflüssen kommt es zur Krankheitsentstehung.

Autor:

Helmholtz Institut, Drei neue Risikogene für Neurodermitis ermöglichen neue Ansätze zur Vorhersage und Prävention, Neuherberg, 27.12.2011.

Literatur:

L. Paternoster*, M. Standl* et al., Meta-analysis of genome-wide association studies identifies three new risk loci for atopic dermatitis. Nature Genetics 2011; Advance online publication; doi:10.1038/ng.1017.

Grippale Virusinfektion verschlimmert Hausstaubmilbenallergie und allergisch bedingtes Asthma

Patienten berichten, dass sie während einer Virusinfektion stärker auf Hausstaubmilben reagieren und dass allergisches Asthma auftritt. Mediziner gehen davon aus, dass Virusinfektionen der Atemwegen mit einem erhöhten Auftreten von allergischem Asthma in Verbindung stehen. Allerdings werden die Mechanismen, durch die Infektionen der Atemwege zu allergischer Atemwegerkrankung führen, bislang nur unvollständig verstanden. Eine im Journal of Immunology publizierte Studie brachte Aufschluss.

Allergie wirkt sich während Virusinfektion stärker aus

Eine kanadische Wissenschaftlergruppe der McMaster University stellte sich die Aufgabe, Näheres herauszufinden. Im Vorfeld ihrer aktuell veröffentlichten Studie hatte das Team herausgefunden, dass der Kontakt gegenüber einer geringen Konzentration Hausstaubmilben (HSM) eine Haustaubmilben-vermittelte, allergisch bedingte Entzündung der Atemwege verstärkt, und was in diesem Zusammenhang besonders wichtig ist, dass eine Hyperreaktivität der Atemwege nur bei Allergenkontakt während einer akuten Influenza-A-Infektion auftritt.

Hausstaubmilben induzieren Gene während Influenza

In der aktuellen Studie werteten die Wissenschaftler die Auswirkungen der gleichzeitigen Influenza-Infektion und Allergenexposition auf genomischer Ebene aus. Die ermittelten Daten zeigten, dass ein Kontakt gegenüber einer niedrigen Konzentration von Hausstaubmilben während einer Influenza-A-Infektion zu einem dramatischen Anstieg der Genexpression führt, vor allem von TLRs, C-Typ Lektin-Rezeptoren, mehreren Komplementkomponenten, sowie Fc ε R1. Darüber hinaus beobachteten die Kanadier ein erhöhtes Auftreten einer Reihe von Genen, Chemokinen und Zytokinen, die mit einem Anstieg von entzündungsfördernden Zellen in Zusammenhang stehen. Zusätzlich stellen sie fest, dass der Kontakt mit Hausstaubmilben im Rahmen einer Influenza-A-Infektion zu einer Induktion einzigartiger Gene, darunter Calgranulin A (S100A8) und TLR4-Agonist führt.

Verstärkte allergische Reaktionen

Die Erkenntnisse aus dieser Studie bringen Aufschluss darüber, dass eine Influenza-Infektion die Expression mehrerer Genklassen deutlich erhöht und dass diese dann in der Lage sind, auf Allergene zu sensibilisieren und anschließende entzündliche Immunreaktionen zu verstärken. Die kanadischen Wissenschaftler gehen davon aus, dass eine Influenza-A-Infektion die Umgebung in der Lunge in einer Weise „schärft“, dass die Schwelle zur Reaktionsfähigkeit auf Allergene herabgesetzt wird, wodurch dieser klinisch signifikante, allergische Phänotyp entsteht.

Autor: Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 19. Dezember 2011

Literatur:

Al-Garawi A, Husain M, Ilieva D, Humbles AA, Kolbeck R, Stampfli MR, O’Byrne PM, Coyle AJ, Jordana M.,Shifting of Immune Responsiveness to House Dust Mite by Influenza A Infection: Genomic Insights, J Immunol. 2011 Dec 14.

Wissenschaftlicher Durchbruch könnte Pollenallergikern helfen

Hilfe für Allergiker: Allergengehalt in Pollenextrakten ist zuverlässig messbar

Der Allergengehalt in Präparaten zur Diagnostik und Therapie kann stark schwanken. Das wirkt sich direkt auf Testergebnisse und Behandlungserfolge aus. Nach jahrelanger Forschung ist ein Durchbruch bei der Allergenbestimmung in Pollenextrakten erzielt worden. Auf einer Konferenz des Europäischen Direktorats für die Qualität von Arzneimitteln (EDQM) in Strasbourg stellten Wissenschaftler neue Methoden vor. Damit werden die wichtigsten Allergene in Birken- und Gräserpollen gemessen. Es handelt sich um Eiweißstoffe, auf die Allergiker überempfindlich mit lästigen Beschwerden an Augen, Nase und Bronchien reagieren.

Zur nachhaltigen Behandlung dient die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) mit Allergenpräparaten. Sie enthalten große Mengen vom Polleneiweiß, an die sich das Immunsystem bei wiederholter Gabe langsam gewöhnt. Allerdings ließen sich die Allergenextrakte bisher nicht vergleichen; zu unterschiedlich waren die verwendeten Einheiten, die in Deutschland das Paul-Ehrlich-Institut überwacht. Jetzt können die Hauptallergene, z.B. Bet v 1 aus Pollen der Warzenbirke (wissenschaftliche Bezeichnung Betula verrucosa), zuverlässig bestimmt werden. Prof. Stefan Vieths, Vizepräsident vom Paul-Ehrlich-Institut und Beirat der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) sieht darin einen Durchbruch: “Auf diesen Moment haben die Allergologen lange gewartet”. Sind die Tests erst Bestandteil des Europäischen Arzneibuches geworden, steht auf allen Birkenpollen-Präparaten der genaue Allergengehalt.

Literatur: Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI), Berlin, 16.12.2011

Stearinkerzen und Bienenwachskerzen besser für Allergiker und Asthmatiker

Herkömmliche Kerzen aus Paraffin und Duftkerzen setzen Schadstoffe frei

In der Winterzeit und besonders in der Weihnachtszeit bringen Kerzen romantische Stimmung ins Haus. Die im Handel angebotenen Kerzen bestehen fast ausnahmslos aus Paraffin, ein billiges Erdölprodukt. Außer den Schadstoffen, die durch das Paraffin in die Innenraumluft freigesetzt werden, tragen Duftstoffe zur Belastung von Luft und Gesundheit bei. Neuere Studien belegen, dass Aromaöle, die Kerzen duften lassen, unter bestimmten Bedingungen Schadstoffe bilden. Wissenschaftler stellten fest, Kerzen aus Sojaöl, Bienenwachs, Pflanzenstearin brennen rückstandsfrei ab, ohne die Luft mit Schadstoffen zu belasten.

Wissenschaftler weisen auf Schadstoffbelastung durch Paraffinkerzen hin

Auf ihrem 238. Kongress trugen Wissenschaftler der American Chemical Society vor, dass handelsübliche Kerzen aus Paraffin eine bislang wenig beachtete Schadstoffquelle darstellen. Besonders in kleinen Räumen und Zimmern mit geringer Ventilation stellen sich rasch Konzentrationen ein, die gesundheitsschädlich sein können. Es handelt sich u.a. um krebserregende Stoffe.

Alternativen aus der Natur

Bienenwachskerzen und Kerzen aus Pflanzenstearin brennen nicht nur besser ab, sie sehen auch wesentlich edler aus als schadstoffbelastete Paraffinkerzen. Ein weiterer Pluspunkt: Selbst wenn sie in der Anschaffung etwas teurer sind, so haben sie auch eine erheblich längere Brenndauer. Kauft man ökologische Kerzen, kann man sicher sein, dass der Baumwolldocht bleifrei ist. Bei konventionellen Kerzen aus Paraffin hingegen ist durch den meistens bleihaltigen Docht mit Bleieintrag im Raum zu rechnen.

Zusätzliche Schadstoffbelastung

Duftstoffe und Aromaöle werden durch bestimmte Umweltbedingungen in Schadstoffe umgewandelt. Selbst natürliche Duftöle bergen diese Gefahr und können sich zusätzlich als Reizstoffe für Allergiker herausstellen.

Herkömmliche Paraffinkerzen problematisch für Allergiker, Asthmatiker, Chemikaliensensible

Kerzen aus Paraffin und solche, die mit Duftstoffen oder Aromaölen versetzt sind, sind für Menschen, die unter Allergien, Chemikaliensensitivität (MCS) oder Atemwegsbeschwerden leiden, wie bspw. Asthma, besonders bedenklich. Sie sollen bei empfindlichen Personen Asthmaanfälle, Reizungen der Atemwege und sogar Hautallergien auslösen können, bestätigten deutsche Lungenfachärzte. Bei diesen Personengruppen können Kerzen, die aus Chemikalien hergestellt wurden oder damit versetzt sind, unmittelbar zu Beschwerden führen.

Manche Personen rätseln, weshalb es ihnen in bestimmten Räumen schlecht geht und denken an eine neue Allergie. Das ist meistens falsch, sagte der Studienleiter Prof. Hamidi, es sind die Schadstoffe, auf die diese Menschen reagieren. Deshalb sollte man in Gegenwart von hypersensibilisierten Personen am besten ganz auf Kerzen verzichten. Wenn man zu feierlichen Stunden, oder in der Weihnachtszeit, nicht ganz ohne Kerzen auskommen möchte, sind Kerzen aus Pflanzenstearin die sicherste Wahl. Sie brennen geruchsneutral und rückstandsfrei ab.

Autor:

Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 25.10.2011

Literatur:

R. Massoudi Ph.D., Amid Hamidi , Romantic, candle-lit dinners: An unrecognized source of indoor air pollution, American Chemical Society, 19. Aug. 2009

Lungenärzte im Netz, Paraffin in Duftkerzen kann die Atemwege reizen und Asthma hervorrufen, 15.11.2010

Silvia K. Müller, Vorsicht bei MCS: Kerzen können zu Schadstoffbelastung in Innenräumen beitragen, CSN, 13.12.2008

Herbstliche Kürbis-Kartoffelsuppe

Leckere Kürbis-Kartoffelsuppe, leichte Zubereitung

Eine rundum gesunde Suppe, die in einem ausgehöhlten Kürbis serviert, die Familie und Gäste überraschen wird.

Zutaten:

  • 700 g Kartoffeln
  • 300 g Kürbis (Hokaido)
  • 200 g Tomaten, gehäutet
  • 1 Möhre
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 2 mittelgroße Knoblauchzehen
  • 2 Liter Gemüsebrühe
  • Pfeffer (frisch gemahlen)
  • Salz (Meersalz)
  • 2 Lorbeerblätter oder 1 Chilischote
  • 50 g Crème fraîche oder Sahneersatz „Cuisine Chef Mandeln
  • 1 Handvoll angeröstete Kürbiskerne
  • 2 EL Öl (Kürbiskernöl)

Nehmen Sie möglichst ökologische Zutaten. Bei Allergien lässt sich dieses Rezept leicht abwandeln.

Zubereitung

Der Hokaidokürbis braucht nicht geschält zu werden, nur gewaschen und gewürfelt. Kartoffeln, Tomaten, Möhre, Zwiebel und Knoblauchzehen schälen und würfeln. Zwiebeln und Knoblauch in etwas Olivenöl anbraten. Mit der Gemüsebrühe ablöschen Gemüsewürfel hinzufügen. Mit frisch gemahlenem Pfeffer, Salz und Lorbeerblättern würzen und zugedeckt 20 Minuten köcheln lassen. Die Lorbeerblätter aus der Brühe nehmen und die Suppe mit einem Pürierstab pürieren. Anstatt Lorbeer eignet sich auch eine kleine Chilischote.

Die Suppe nicht mehr kochen lassen, nur warm halten und die Creme fraiche (oder Ersatz) unterziehen. Die Kürbiskerne in der Pfanne anrösten.

Die Suppe in Tellern anrichten, mit Kürbiskernen bestreuen und etwas Kürbiskernöl auf die Suppe träufeln.

Dekorationstipp:

Füllen Sie die Suppe in kleine ausgehöhlte Kürbisse oder in einen recht großen Kürbis. Dekorieren Sie den Tisch mit bunten Herbstblättern oder Kastanien.

Bekannteste Umweltmedizinerin aus den USA besucht Deutschland

Prof. Doris Rapp: Die Ursachen für Umweltkrankheiten müssen endlich realisiert werden

Die Ärztin und Wissenschaftlerin Doris Rapp gehört zu denen, die Umweltmedizin nicht nur praktizieren, sondern für die die Umweltmedizin der wichtigste Lebensinhalt ist. Zwei Wochen weilt die Amerikanerin in Deutschland. Das erneute Zusammentreffen mit der Umweltmedizinerin war äußerst produktiv, und nahezu nebenbei durften wir einen wunderschönen Tag an der Mosel verbringen. Ein kleiner Bericht darüber:

Wissenschaftlerin dokumentiert Umweltkrankheiten

Vor rund 18 Jahren traf ich Prof. Rapp zum ersten Mal auf einem Kongress in Bad Emstal. Es war ein Schlüsselerlebnis gewesen. Bei ihrem Vortrag zeigte die Umweltmedizinerin ein Video über eine Lehrerin, die durch schadstoffbelasteten Teppichboden in der Schule krank wurde. Die Lehrerin wurde während einer Reaktion auf Staub aus dem belasteten Teppichboden gefilmt. Sehr anschaulich wurde dem Betrachter vermittelt, was MCS ist, und wie eine Reaktion abläuft. Ich stand damals ganz am Anfang meiner Erkrankung und hatte ähnliche Reaktionen auf bestimmte Pestizide. Die Lehrerin bekam Schüttelkrämpfe und wurde bewusstlos, ich dachte „meine Güte, das bin ich, das ist wie bei mir, das ist, was du auch hast…“. Nach dem Vortrag sprach ich damals mit Prof. Rapp und es wurde der Beginn eines fortwährenden Austauschs und einer interessanten Freundschaft. Wir trafen uns immer wieder auf Kongressen in Deutschland, Holland, in den USA, besuchten uns gegenseitig in Deutschland und den USA und tauschten uns per E-Mail aus. Als ich sie in Scottsdale besuchte, zeigte sie mir eines ihrer Videoarchive. Tausende Videos von Kindern, die sie behandelt hatte, lagerten dort. Sie zeigten die Patienten während und nach der Therapie und bei Tests auf Nahrungsmittel, Schimmelpilzen, Pollen, Chemikalien oder Hausstaubmilben. Eindrucksvolle Beweise, die keine Zweifel an der Existenz von Umweltkrankheiten und Allergien aufkommen lassen.

Umweltkrankheiten nicht mehr ignorierbar

Für diesen Besuch war die Umweltmedizinerin von Dr. Binz und seiner Frau eingeladen worden. Eigentlich hatten wir uns für einen Ausflug entlang der Mosel verabredet, der vor dem Mittagessen losgehen sollte. Das Wiedersehen war herzlich und kaum hatten wir uns begrüßt, schon tauschten wir bereits Informationen aus und ehe wir uns versahen, waren wir mitten in Planungen für künftige Projekte.

„Ich bin jetzt über 80 und habe keine Kinder, eigentlich brauche ich all das nicht mehr und sollte mein Alter ganz in Ruhe genießen, aber ich sehe, was los ist, und kann einfach nicht schweigen. Wir haben so viele Chemikalien in unserer Umwelt, in der Nahrung, die wir essen, im Wasser, das wir trinken und in der Luft, die wir ständig einatmen. Sie beeinflussen jedes unserer Körpersysteme und das ist nicht mehr zu ignorieren. Fast jeder Zweite in meinem Land hat Krebs, das ist nicht hinnehmbar, “ sagte Doris Rapp.

„Die Politiker und die Öffentlichkeit muss realisieren, welchen Einfluss die Flut der Chemikalien auf uns hat und keiner sollte noch länger sagen, dass wir nicht wissen, woher all die Krankheiten kommen, die immer gehäufter auftreten. Die Beweise sind da. Wir haben Tierversuche, die sie belegen. Deshalb stelle ich als Medizinerin die Frage: „Wie viel muss noch passieren, bis wir die wahren Ursachen zugeben? Ich lasse es auch nicht durchgehen, dass man sagt: „Ja, aber da kann man nichts dagegen tun.“ Doch, denn man kann sich selbst schlau machen und man kann, zur Hölle nochmal, eine ganze Menge tun, “ sagte die über die derzeitige Situation erzürnte Wissenschaftlerin.

Lösungen sind oft sehr einfach

Doch Prof. Rapp ist niemand, der mit der Welt hadert und Lösungen außen vor lässt. Sie ist gerade dabei, ein weiteres Buch zu schreiben. „Es wird ein kleines Buch sein, nur 30 Seiten. Jeder Leser bekommt leicht verständlich aufgezeigt, wie man sein Umfeld gestalten sollte, um gesund zu bleiben. Die Tipps in diesem Buch werden niemanden ein Vermögen kosten, sie sind leicht und ohne großen finanziellen Aufwand umsetzbar. Es wird jedem helfen, der etwas ändern will und möchte, dass sein Gesundheitszustand sich verbessert. Die Medizinerin führt zwei Beispiele an:

„Viele reagieren auf Nahrungsmittel, manche wissen aber nicht auf welche. Teure Tests sind nicht unbedingt nötig. Ich rate, dass die Leute nachdenken, was sie am allerliebsten essen. Nahrungsmittel, auf die sie regelrecht süchtig sind. Erfahrungsgemäß sind das nämlich Nahrungsmittel, die sie jeden Tag essen und auf die sie reagieren. Die Lösung: Weglassen der verdächtigen Nahrungsmittel für eine Woche. Man kann ein Nahrungsmittel nach dem anderen so einem Verträglichkeitstest unterziehen. Das kostet nichts!“

„Manche Menschen wohnen in einem Haus, das mit Schadstoffen belastet ist oder durch Schimmel kontaminiert. Meine Erfahrung ist, dass fünf von sieben Leuten eine Verbesserung ihres Gesundheitszustandes um 70% erfahren, wenn sie sich einen qualitativ hochwertigen Luftreiniger beschaffen, der in der Lage ist mehrere Hundert Chemikalien aus der Wohnraumluft zu filtern. Ein solcher Luftreiniger kostet zwar etwas, aber ich habe nicht selten Patienten gesehen, denen es schon über Nacht besser ging. Es lohnt sich also, sich einen Luftfilter anzuschaffen, wenn man nicht direkt aus der Wohnung ausziehen kann.“

Das neue Buch wird noch in diesem Jahr erscheinen und Prof. Rapp hat mir die Autorisierung erteilt, es ins Deutsche zu übersetzen. Auch für ihre Videos und anderen Bücher gab sie die Genehmigung, diese in unsere Sprache zu übertragen, es beizutragen, dass Allergiker und Chemikaliensensible im deutschsprachigen Raum Wissen und Anleitungen zur Hand bekommen, die ihnen helfen, einen Weg zurück ins Leben zu erhalten.

Ein Ausflug entlang der Mosel

Auf der Fahrt zum historischen Moselweinort Bernkastel, nach Traben-Trabach und zurück nach Trier, sprühte Prof. Rapp vor innovativen Ideen, die wir in den nächsten Monaten realisieren werden und die auch den deutschen Umweltkranken in vielerlei Hinsicht zugutekommen werden.

Autor: Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 12. September 2011

Gazpacho schnell essen – Zutaten verlieren Vitamin C schon während der Zubereitung

Gazpacho nett angerichtet in Tonschale mit Sprossen garniert

Wissenschaftler empfehlen Gazpacho sobald sie hergestellt wurde zu essen

Im Sommer werden Gerichte wie Gazpacho, eine kalte Suppe aus rohem Gemüse, Brot, Olivenöl und Essig, gerne gegessen. Eine neue wissenschaftliche Studie hat ergeben, dass der Vitamin C-Gehalt der Zutaten, sowie der anderen organischen Säuren sich in der zubereiteten Mischung verringert, was bedeutet, dass die kalte Suppe sofort nach der Zubereitung gegessen werden sollte.

Stimmt es, dass Schneiden von Obst und Kochen von Gemüse Vitaminverlust verursachen? Eine neue Studie hat Gazpacho, eine der beliebtesten spanischen Sommergerichte, auf den Gehalt an Vitamin C (Ascorbinsäure und Dehydroascorbinsäure) und andere organische Säuren (Zitronensäure, Oxalsäure, Fumarsäure, Apfelsäure und Glutaminsäure) hin untersucht. Die Wissenschaftler ermittelten den Gehalt von jeder einzelnen Zutat vor der Zubereitung, dann hinterher in der fertigen Gazpacho und anschließend wurde beides miteinander verglichen.

“Wir haben festgestellt, dass die Gazpacho ein niedrigeres Ascorbinsäure / Dehydroascorbinsäure-Verhältnis hatte, als das Gemüse vor der Verwendung”, erklärt Elena María Rodríguez, Co-Autor der Studie, die von der Universität Complutense Madrid und der Universität von La Laguna (Santa Cruz de Tenerife) durchgeführt wurde. Sie fügte hinzu: “Dies deutet darauf hin, dass einiges von der antioxidativen Kapazität der Gemüse verloren geht.”

Die Wissenschaftler stellten bei ihren Untersuchungen fest, dass Paprika von den Zutaten den höchsten Gehalt an Vitamin C besaß, gefolgt von Tomaten, und dann folgte die Gazpacho an sich. Im Allgemeinen enthalten Tomaten und Knoblauch höchste Konzentration organischer Säuren, während Gurken den niedrigsten Gehalt davon aufwiesen. Knoblauch und Zwiebeln besaßen die höchsten Konzentrationen der wichtigsten organischen Säuren, Glutaminsäure und Zitronensäure, sie lagen weitaus höher als bei den anderen Gemüsen.

Die Autoren empfehlen deshalb Gazpacho unverzüglich, sobald sie hergestellt wurde, zu essen, oder “sie richtig zu konservieren, damit das Gemüse seine antioxidativen Eigenschaften beibehält.”

Gazpacho, ein prima Getränk bei Hitze

Gazpacho ist eine natürliche Quelle von Vitaminen (A, C und E), Kohlenhydrate, Phosphor, Eisen, Kalzium, Magnesium, Mangan, Zink, Kupfer, Kalium und Natrium. Die kalte Suppe bietet auch Ballaststoffe und Antioxidantien wie Lycopin, was Tomaten ihre rote Färbung gibt, und Carotinoide. Aufgrund ihres mineralischen Salzgehaltes ist davon auszugehen, dass sie isotonisch wirkt, was Überhydrierung im Sommer verhindert.

Obwohl es Rezepte für jeden Geschmack gibt, enthält Gazpacho in der Regel Brot, Olivenöl, Essig und rohes Gemüse (Tomaten, Paprika, Gurken, Zwiebeln und Knoblauch). Aufgrund ihres geringen Kaloriengehaltes, wird Gazpacho während der heißen Sommermonate normalerweise kalt serviert.

Literatur:

C.M. Verde Méndez, E.M. Rodríguez Rodríguez, C. Díaz Romero, M.C. Sánchez Mata, M.C. Matallana González y M.E. Torija Isasa. “Vitamin C and organic acid contents in Spanish ”Gazpacho” soup related to the vegetables used for its elaboration process”. CyTA – Journal of Food 9(1): 71, mayo de 2011.

Übersetzung: Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network