Archiv der Kategorie ‘Gesund Leben‘

Thailändische Kokossuppe – schnell, delikat – einfach eine Lieblingssuppe

Thaisuppe

Schnell zubereitet und sehr delikat ist diese thailändische Kokossuppe. Man kann sie als Vorspeise in kleinen Tässchen zu einem Thaigericht servieren oder in einer schönen großen Schale als Hauptspeise.

Zutaten möglichst in Bioqualität:

  • 2 Gläser Hühnerbrühe
  • 2 Kokosmilch (low fat)
  • 2 Esslöffel Currypaste (wahlweise grün oder rot)
  • 1 – 2 Stengel Zitronengras
  • 2-3 cm Ingwerwurzel in Scheibchen schneiden
  • Option: etwas frische Galgantwurzel und/oder Kurkumawurzel
  • Option: Ein paar frische Champignons geschnitten
  • Einige Stückchen Chilischote
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 Esslöffel Limonensaft
  • Frische Korianderblätter

Zubereitung:

Das Zitronengras, Knoblauch und die Currypaste ganz kurz in der Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen. Das Zitronengras nicht klein schneiden, Stengel nur halbieren. Zusammen mit der Hühnerbrühe, Kokosmilch und dem Limonensaft erhitzen (nicht zu stark). Ca. 4 Minuten köcheln lassen. Kurz vor dem Servieren die Korianderblätter zugeben, noch ca. 2 Minuten ziehen lassen. Fertig!

Tipps zum Dekorieren der Suppe

Einige Korianderblätter darüber streuen

In weißem Porzellan oder in einer ausgefallenen Schale servieren, diese auf einen korrespondierenden Teller stellen, einen Stengel Zitronengras quer über die Schale legen und einem chinesischen Porzellan-Suppenlöffel neben die Schale.

Ich kann Euch versprechen, wenn Ihr die Suppe serviert, werdet Ihr ein „hmmm lecker!“ von Euren Lieben ernten.

Guten Appetit,

Eure

Patty Paris

Strikte Vermeidung – der beste Weg zur Behandlung und Prävention von Nahrungsmittelallergien?

Labor

Wissenschaftler einer renommierten amerikanischen Universität ermittelten kürzlich in einer Studie, ob strenge Allergenkarenz die am besten geeignete Strategie für den Umgang mit Nahrungsmittelallergien ist oder ob sie deren Verhütung dient. Herkömmlicherweise gilt die Karenz gegenüber den Lebensmitteln, die man nicht verträgt, als Standarttherapie bei Allergien auf Nahrungsmittel. Dieser Rat beruht in erster Line auf der Annahme, dass ein Kontakt in eine allergische Reaktion münden kann und dass Meidung die Genesung beschleunigt. Neuere Studien stellen diese Annahme in Frage.

Erhitzen tötet Allergene zum Großteil ab

Aktuelle Studien zeigen, dass die meisten Kinder mit Milch-Allergie und Ei-Allergie diese Lebensmittel dann tolerieren, wenn sie stark erhitzt wurden. Darüber hinaus belegen klinische Studien, dass Essen winziger Mengen des Nahrungsmittels, auf das reagiert wird, zu einer Desensibilisierung führen kann. An dieser Stelle muss angemerkt werden, dass dieses Procedere natürlich nur in Gegenwart eines Arztes oder in einer Allergieklinik durchgeführt werden darf, wenn ein Kind unter schweren allergischen Reaktionen leidet.

Spätes Einführen von Allergenen bietet keinen Vorteil

Kürzlich erschienene epidemiologische Studien unterstützten die bisherige Annahme nicht, dass eine verzögerte Einführung von hoch allergenen Lebensmitteln für Säuglinge und Kleinkinder eine Entstehung von Nahrungsmittelallergien verhindert. In der Tat legen die neueren Daten nahe, dass Verzögerungen die Risiken, eine Allergie zu entwickeln, sogar erhöhen können.

Biomarker könnten bessere Erkenntnisse liefern

Die neuesten Daten deuten darauf hin, dass strenge Allergenkarenz als Behandlung nicht immer notwendig ist. Exposition gegenüber einem speziellen Nahrungsmittel kann sogar eine therapeutische Maßnahme sein. Eine erweiterte Verzögerung bei der Einführung von Nahrungsmittelallergenen bei der Ernährung von Kleinkindern kann das Allergierisiko sogar erhöhen, teilen die Wissenschaftler in ihrem Bericht mit. In vielen Fällen sei die strikte Vermeidung für eine Behandlung jedoch eindeutig erforderlich, daher halten die Wissenschaftler des Mount Sinai Hospital weitere Studien für notwendig, um die Risiken und Vorteile der Exposition gegenüber Allergenen noch genauer zu ermitteln. Besonderen Stellenwert räumen sie der Identifizierung von Biomarkern für Patienten ein, die auf Nahrungsmittel reagieren.

Autor: Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 23. Februar, 2010.

Literatur:

Kim JS, Sicherer S., Should avoidance of foods be strict in prevention and treatment of food allergy?, Jaffe Food Allergy Institute, Mount Sinai School of Medicine, New York, New York, USA, Curr Opin Allergy Clin Immunol. 16. Februar 2010.

Gesetzesentwurf im Dänischen Parlament: Regelung von Duftstoffen im öffentlichen Bereich

Dänisches Parlament debattiert über Regelungen zu Duftstoffen

Seit einigen Jahren setzen sich zwei dänische MCS-Selbsthilfegruppen dafür ein, dass gesetzliche Regelungen für Duftstoffe und Parfüms im öffentlichen Bereich geschaffen werden. Insbesondere im Gesundheitswesen sollen Duftstoffe einer strikten Regelung unterzogen werden.

Durch ihre Chemikalien-Sensitivität (MCS) ist es den Mitgliedern der beiden Organisationen in der Regel nicht möglich, sich in ein Krankenhaus oder andere medizinische Einrichtungen zu begeben. Einer der Hauptgründe dafür sind Parfüms, After Shave, Weichspüler, Deo’s, Body Lotion’s und Raumduftsprays denen man überall begegnet. Schwere gesundheitliche Beschwerden sind für diese Erkrankten, als auch für Allergiker und Asthmatiker häufig die Folge.

Der mehrjährige massive Kampf durch die beiden dänischen Selbsthilfegruppen für Chemikaliensensible, MCS-SHG e.V. und MCS-Danmark trägt nun Früchte:

Im dänischen Parlament wurde am 23. Februar ein Gesetzesentwurf mit dem Titel: „Gesetzesentwurf zur Entwicklung von Richtlinien für Duftstoffe in Krankenhäusern und Kindertagesstätten“ debattiert.

Die von MCS-Danmark formulierte „Duftpolitik“ schuf die Grundlage für den Gesetzesentwurf. Diese Initiative erfolgte im Anschluss an eine Eingabe von MCS-Danmark vom November 2009 im dänischen Parlament. Die Eingabe war dem Ausschuss für Umwelt und Planung und dem Ausschuss für Gesundheit vorgelegt worden. Die beiden dänischen Organisationen ließen verlauten: „Wir sind superfroh, dass dieser Kampf nun endlich Früchte tragen wird!“

Einige der Vorstandsmitglieder von MCS-Danmark waren bei dieser ersten Behandlung des Gesetzesentwurfs anwesend.

Autor: CSN – Chemical Sensitivity Network, 23. Februar 2010

Rosmarin, ein Indikator für Schadstoffe der PCB Klasse

Rosmarin

Das Küchenkraut Rosmarin ist in erster Linie in den südlichen Ländern der Mittelmeerregion zuhause, aber auch in unseren Kräutergärten beheimatet. Für Lammgerichte ist es nahezu unendbehrlich. Wissenschaftler eines pharmakologischen Forschungsinstitutes in Italien fanden aktuell heraus, dass das beliebte Gewürzkraut Schadstoffe anreichert.

Das eigentliche Ziel der Studie, die italienische Wissenschaftler in der norditalienischen Region Mantua durchführten, war herauszufinden, ob die Bevölkerung durch Schadstoffrückstände in Obst und Gemüse erkranken kann. Die Region Mantua ist sehr industriereich und entsprechend ist die Belastung mit PCB’s und Furanen, die als Flammschutzmittel dienen. Beide Schadstoffklassen reichern sich im Körper an und gelten u.a. als krebserregend.

Die Konzentrationen der Schadstoffe, die von den Wissenschaftlern ermittelt wurden, waren gering und laut deren Einschätzung stellen sie keine direkte Gefahr für die Bevölkerung dar. Fast alle Gifte waren unter der Nachweisgrenze. Eines stellten die Forscher jedoch fest, nämlich, dass die PCB-Konzentrationen in Rosmarin viel höher waren als in jeder anderen Kultur, was darauf hindeutet, dass Rosmarin die Schadstoffklasse der PCB’s akkumuliert und dass diese Pflanze daher als “Wächter” zum Nachweis dieser Schadstoffe in der Umwelt vorgeschlagen werden kann.

Für den Verbraucher ist diese Studie eine Warnung, den Verbrauch von Rosmarin in der Küche dahingehend einzuschränken, dass man das Küchenkraut nur dann verwendet, wenn es aus schadstoffkontrolliertem Anbau kommt oder aus dem eigenen Garten, sofern man in einer unbelasteten Gegend und nicht in der Nähe von Industrie wohnt.

Autor: Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 16. Februar 2010

Literatur:

Grassi P, Fattore E, Generoso C, Fanelli R, Arvati M, Zuccato E.,(PCBs), polychlorinated dibenzo-p-dioxins (PCDDs) and dibenzofurans (PCDFs) in fruit and vegetables from an industrial area in northern Italy, Department of Environmental Health Sciences, Mario Negri Institute for Pharmacological Research, Chemosphere. 2010 Feb 10.

Oh, bloß keine Allergien zu Valentine verschenken!

Ich liebe Dich

„Ich liebe Dich!“ – wie sage ich diese drei Worte meiner Liebe des Lebens an Valentine? Die Kreativen unter uns haben es einfach, ihnen fällt immer etwas ein, mit dem sie ihre Liebe auf überwältigende Weise zum Ausdruck bringen. Die meisten werden allerdings bei Blumen oder Pralinen als Geschenk enden. Ein hübscher Strauß Blumen oder eine edle Auswahl Pralinen sind auch etwas Nettes über das sich jeder freut, außer denjenigen, die Allergien haben. Für diese „Valentines“ kann der Tag der Liebenden, wenn man das falsche Geschenk überreicht, mit laufender Nase, juckenden Augen, oder Kopf- und Magenschmerzen enden.

Allergisch auf Blumen und Gräser

Gerade in der Frühlingszeit geht es vielen Pollenallergikern schlecht. Hasel und Weide sorgen für die ersten Symptome. Die hübschen Frühlingsboten im Blumenladen sind normalerweise kein Problem, es sei denn, es sind Gräser oder Weidenkätzchen in den Strauß miteingebunden. Ist ein Pollenallergiker allerdings sowieso schon am reagieren, weil beispielsweise die Weiden ums Haus blühen, dann können die bunten Blumen aus dem Blumenladen zu weiterer Symptomverschlechterung führen. Auf jeden Fall sollte daher, wenn es Blumen zu Valentine sein sollen, die Wahl auf solche Blumen fallen, die nicht stark riechen und keine stark pollenbehafteten Blütenstempel haben. Von Gräsern, Weidenkätzchen und Haselzweige ist ganz abzusehen, lieber ein schönes Herzchen aus Keramik oder Holz.

Inhaltstoffe in Pralinen können Allergien auslösen

Allergien auf Schokolade sind äußerst selten anzutreffen. Bedenklich sind eher die sonstigen Inhaltsstoffe, vor allem Erdnuss und Soja. Erdnussallergiker müssen sehr aufpassen, denn schon Spuren von Erdnüssen können Reaktionen auslösen, die bis zu anaphylaktischem Schock reichen. Soll es doch etwas aus Schokolade sein, muss bei einer allergischen Person darauf geachtet werden, dass die bedenklichen Inhaltsstoffe unter Garantie nicht enthalten sind. Es gibt Hersteller die laktosefreie, sojafreie, glutenfreie oder nussfreie Schokolade anbieten. Das kann dann für einen „Valentine“, der immer Verzicht üben muss, eine ganz besondere Überraschung sein.

Parfüms – nichts für Allergiker, Asthmatiker und Chemikaliensensible

Sehr beliebt als Geschenk zu Valentine sind Parfüms. Neben der Tatsache, dass die meisten Parfums reine Chemikaliencocktails sind, muss bedacht werden, dass besonders Allergiker, Asthmatiker und Chemikaliensensible schwerste gesundheitliche Reaktionen erleiden können.  Ein duftfreies Cremebad oder eine pflegende hypoallergene Creme oder ein Nagellack für Allergiker ohne Lösungsmittel werden hingegen sicher sehr erfreuen.

Autor: Patty Paris, 11. Februar 2010

Allergien: Kreuzreaktionen zwischen Tomaten und Pflanzen und Früchten

Tomaten

Allergisch auf  Tomaten?

Über Kreuzreaktionen zwischen Früchten, verschiedenen Pollen und Fruchtarten untereinander wurde in der wissenschaftlichen Literatur bereits ausführlich berichtet. Oft sind sie dem Allergiker selbst unbekannt und sorgen für erhebliche gesundheitliche Beschwerden. In einer aktuell erschienen Studie untersuchten Wissenschafter aus Spanien insbesondere Kreuzreaktionen zwischen Tomaten und Pollen, Früchten und Latexextrakt. Sie setzen sich zum Ziel, auch die dabei involvierten Proteine zu identifizieren.

Gerade in der Mittelmeerregion treten Allergien auf Tomaten recht häufig auf. Doch auch in unserem Land ist diese Allergie recht verbreitet, weil Tomatenprodukte einen festen Platz in unserer Ernährung haben. So mancher isst Tomate täglich in irgendeiner Form und weißt nicht einmal, dass er darauf allergisch ist, weil er sie verzehrt, ohne eine akute Reaktion zu bemerken.

Um herauszufinden, ob Tomatenallergiker Kreuzreaktionen aufweisen, wurden die Studienteilnehmer Bluttests und Hauttest (Pricktest) unterzogen. Man testete sie außerdem auf 10 verschiedene Pollen, 12 Früchte und auf Latex. Es wurde für jedes einzelne Extrakt das IgE ermittelt. Das allergene Profil ermittelte man mittels verschiedener immunologischer Spezialuntersuchungen.

Das spanische Wissenschaftlerteam stellte bei den Studienteilnehmern das höchste spezifische IgE auf Gräser  fest. Die meisten Pollenextrakte zeigten eine ähnlich hohe kreuzallergene Kapazität. Beifuss und das weit verbreitete Wiesen-Rispengras waren sehr starke Kreuzallergieauslöser. Bei den Früchten, die mit Tomate korrespondierten, stellten Pfirsich, Kastanie, Melone und Haselnuss die größten Probleme dar. Pfirsich war unter den Früchten insgesamt gesehen der stärkste Allergieauslöser. Die Wissenschaftler stellten keine Kreuzreaktion zwischen Tomate und Latex fest.

Allergiker, die auf Tomaten reagieren, sollten diese Kreuzallergene möglichst meiden. Ein umfassender individueller Allergietest kann Aufschluss bringen, welche Pollen und Früchte im persönlichen Fall das größte Problem darstellen und speziell bei Konsum von Tomatenprodukten gemieden werden sollten.

Autor: Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, Dezember 2009

Literatur:

López-Matas MA, Ferrer A, Larramendi CH, Huertas AJ, Pagán JA, García-Abujeta JL, Bartra J, Lavín JR, Andreu C, Carnés J., In vitro cross-reactivity between tomato and other plant allergens, Ann Allergy Asthma Immunol. 2009 Nov;103(5):425-31.

Nahrungsmittel-Allergie bei Kindern – Allergisch gegen Weihnachten

Allergiekind

In der Weihnachtszeit haben es Kinder mit einer Allergie auf Nahrungsmittel besonders schwer, denn viele weihnachtliche Leckereien enthalten bedeutende Allergene. Für die meisten betroffenen Kinder sind dies Milch und Eier: 70 Prozent der Kinder mit einer Nahrungsmittel-Allergie reagieren allergisch auf Kuhmilch und 40 Prozent auf Hühnereier.1,2 Weitere wichtige Allergene im Kindesalter sind Erdnüsse, Haselnüsse und andere Nusssorten. Für Kinder mit einer Allergie gegen Milch oder Eier sind viele Backwaren und Süßspeisen tabu. Nussallergiker müssen auf nusshaltiges Gebäck, Nougat und Krokant verzichten.

„Wenn ein Kind nach dem Essen bestimmter Nahrungsmittel über Jucken oder Brennen im Mund oder ein Kloßgefühl im Hals klagt oder ein Nesselausschlag, Schwellungen oder Atembeschwerden auftreten, sollte ein allergologisch ausgebildeter Kinder- und Jugendarzt die Auslöser feststellen“, sagt Professor Dr. Albrecht Bufe, Vorsitzender der Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie (GPA) und Kinder- und Jugendarzt an der Universitätsklinik in Bochum. Bufe warnt davor, sich bei einer Nahrungsmittel-Allergie auf die Ergebnisse von IgG-Labortests zu verlassen, die im Internet oder in Werbeanzeigen angeboten werden: „Die Tests auf IgG- oder IgG4-Antikörper sind völlig ungeeignet, um eine allergische Reaktion auf bestimmte Nahrungsmittel zu erkennen. Sie spiegeln nur eine normale Immunreaktion wider, die keinen Krankheitswert hat.“ Die deutschsprachigen und europäischen Allergie-Gesellschaften lehnen die Bestimmung von IgG-Antikörpern gegen Nahrungsmittel einstimmig ab.3 Leider lassen sich aufgrund der sinnlosen Testergebnisse immer wieder Patienten auf unnötig einschränkende Diätempfehlungen ein.

Laut Professor Dr. Bodo Niggemann, dem Sprecher der Arbeitsgruppe Nahrungsmittel-Allergien der GPA, sind auch andere unkonventionelle Methoden wie Bioresonanz oder Kinesiologie nicht geeignet, um eine Allergie auf Nahrungsmittel festzustellen. Eine seriöse Diagnostik von Nahrungsmittel-Allergien bei Kindern erfolgt durch ein ärztliches Gespräch, bei dem die individuelle Krankengeschichte des kleinen Patienten erfragt wird (Anamnese). Zusätzliche Informationen gewinnt der Allergologe durch den Nachweis spezifischer IgE-Antikörper, durch Haut-Prick-Tests oder – als sicherste Methode – eine orale Nahrungsmittelprovokation, bei der die Patienten unter kontrollierten Bedingungen verdächtige Nahrungsmittel erhalten.

„Die Allergie auslösenden Nahrungsmittel müssen strikt gemieden werden. Bei einer solchen Eliminationsdiät ist die Beratung durch eine allergologisch erfahrene Ernährungsfachkraft sehr wichtig, weil für einen Ersatz der fehlenden Nährstoffe gesorgt werden muss“, erläutert Niggemann. Zudem sei nach 12 bis 24 Monaten eine Überprüfung der Ernährungsempfehlungen notwendig, da vor allem kleine Kinder die Allergie auslösenden Nahrungsmittel nach einigen Jahren oftmals wieder vertrügen.4

In Deutschland leiden etwa vier Prozent der Kinder an einer Nahrungsmittel-Allergie. Kinder mit Neurodermitis sind allerdings wesentlich häufiger betroffen: Bis zu 30 Prozent der kleinen Neurodermitiker vertragen bestimmte Nahrungsmittel nicht. Ältere Kinder mit einer Pollenallergie haben ebenfalls häufiger Probleme mit bestimmten Nahrungsmitteln, sie leiden an einer so genannten Kreuzallergie. Denn viele pflanzliche Nahrungsmittel enthalten Proteine, die das Immunsystem nicht von denen aus Pollen unterscheiden kann. Eine Kreuzallergie kann bei Kindern mit einer Baumpollenallergie durch den Verzehr von Äpfeln, Mandeln, Hasel- oder Walnüssen und Nougat auftreten. Bei einer Allergie gegen Gräserpollen kann es zu Kreuzreaktionen mit Getreideprodukten oder Erdnüssen kommen.

Die Eltern allergiekranker Kinder müssen sehr genau darauf achten, was die Kleinen naschen. Das ist nicht immer leicht, obwohl inzwischen viele Allergene auf Lebensmittel-Verpackungen deklariert sind. Da die Rezepturen der Hersteller sich ändern können, müssen die Zutatenlisten auf den Verpackungen immer wieder sorgfältig gelesen werden. Für Kinder mit einer Nahrungsmittel-Allergie sollten rechtzeitig vor dem Fest allergenfreie Leckereien besorgt werden. Eine gute Alternative für Kinder mit einer Allergie gegen Erdnüsse oder Baumnüsse sind beispielsweise selbst gebackene Plätzchen ohne diese Zutaten.

Eine Nussallergie kann langfristig bestehen bleiben. Dagegen besteht bei Kindern mit einer Allergie gegen Milch oder Eier eine sehr gute Chance, dass diese Lebensmittel nach einiger Zeit wieder vertragen werden. „Nahrungsmittel-Allergien bei Kindern bessern sich oft oder verschwinden sogar über die Jahre. Daher ist es sinnvoll, die Allergie in regelmäßigen Abständen zu überprüfen. Hierzu sind am besten orale Provokationstests geeignet“, rät Niggemann.

Autor:

Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie, Nahrungsmittel-Allergie bei Kindern,  Hamburg, 30. November 2009.

Literatur:

  1. Weißbuch Allergie in Deutschland, 2. Auflage. DGAKI, ÄDA, DAAU (Ring J, Fuchs T, Schultze-Werninghaus G, Hrsg.), Urban und Vogel, München 2004. ISBN 3-89935-182-7 
  2. Lange L, Pädiatrische Allergologie, Sonderheft Nahrungsmittelallergie 2009;12:7-9. 
  3. Kleine-Tebbe, Jörg et al. Keine Empfehlung für IgG und IgG4-Bestimmungen gegen Nahrungsmittel. Leitlinie der deutschsprachigen Allergiegesellschaften (DGAKI, ÄDA, GPA, ÖGAI und SGAI). Allergo Journal 2009;18(4):267-73. 
  4. Niggemann B, Pädiatrische Allergologie, Sonderheft Nahrungsmittelallergie 2009;12:5-7.

Fachärzte Umweltmedizin warnen vor Schweinegrippen-Impfung bei Risikogruppen

SchweinegrippeimpfungDer „Schweinegrippe-Impfstoff“ ist für Patienten mit chronischen Multisystem-Erkrankungen ungeeignet – hierzu zählen auch die Umweltkrankheiten MCS – Multiple Chemical Sensitivity und CFS – Chronic Fatique Syndrome. Diese Warnung sprach der Deutsche Berufsverband der Umweltmediziner in seiner Pressemitteilung vom 26. 10. 2009 aus: 

Pandemrix® stellt wegen fehlender Sicherheitsnachweise ein erhebliches Gesundheitsrisiko bei Massenimpfungen dar. Wegen der Haftungsfreistellung des Herstellers durch die Bundesregierung liegt das Risiko von Nebenwirkungen und/oder bleibenden Schäden durch den Impfstoff letztlich beim Patienten.

Der Deutsche Berufsverband der Umweltmediziner dbu hat trotz der in den Medien von Seiten der Regierung, des Paul-Ehrlich-Instituts wie des Herstellers geäußerten Unbedenklichkeitsbeteuerungen ernsthafte Bedenken gegen den von der Bundesregierung als einzigem für die breite Massenimpfung gegen die „neue Grippe“ zur Verfügung gestellten Pandemieimpfstoffes „Pandemrix®“ der Fa. GlaxoSmithKline (gsk).

Der dbu diskutiert an dieser Stelle weder den medizinischen Nutzen von Impfmaßnahmen im Allgemeinen noch die Notwendigkeit solcher Maßnahmen im bisher eher milden Verlauf der Schweinegrippepandemie.

Unsere Kritik richtet sich allein gegen die Pandemievaccine Pandemrix®.

  • Es bestehen erhebliche Zweifel an der Wirksamkeit des Impfstoffes: in der Zulassungsphase wurde ein Impfstoff mit einem um 40% höheren Anteil an Virusantigen (5,25 µg) als die jetzt ausgelieferte Vaccine (3,75 µg) getestet. Es besteht noch kein eindeutiger Konsens ob die Impfung einmalig oder zweimalig pro Saison erfolgen soll!!!
  • Es bestehen erhebliche Zweifel an der Unbedenklichkeit des adjuvantierten Wirkverstärkers, da dieser erstmals verwendet wird. Der Impfstoff enthält 27,4 mg AS03, eine Emulsion aus Polysorbat, Squalen und Tocopherol. Ausreichende Studien dazu fehlen, da in der Erprobungsphase als Surrogatkriterium lediglich der Aufbau von Antikörpertitern bestimmt wurde und nicht etwaige Nebenwirkungen.
  • Hersteller wie amtliche Stellen verschweigen, dass Squalen im Gegensatz zur oralen Aufnahme (Squalen ist u.a. als Naturstoff z.B. in Olivenöl enthalten) bei subkutaner oder intramuskulärer Anwendung ein proinflammatorisches immunaktivierendes Immunogen ist.
  • Autoimmunkrankheiten können damit provoziert, bereits bestehende aktiviert werden. Squalen wird mit der Entstehung eines Guillan-Barré-Syndroms (GBS) in Zusammenhang gebracht und gilt heute als der Auslöser des Golf-Krieg-Syndroms (GWS). In Tierversuchen hat Squalen das Krankheitsbild einer rheumatoiden Arthritis ausgelöst.
  • Squalen aus Nahrungsquellen wird im Organismus v.a. in Membranen eingebaut. Eine impfbedingte Bildung von Squalenantikörpern löst an den Membranen chronische Entzündungen aus, die Erkrankungen wie GWS, aber auch degenerative Nervenerkrankungen wie MS, ALS, CIDP und GBS erklären.
  • Die Auslieferung des Impfstoffes in Mehrfachdosenampullen ist obsolet. In Einzeldosenampullen wären Quecksilber haltige Konservierungsstoffe wie das in Pandemrix enthaltene Thiomersal überflüssig. Auch Quecksilber löst erwiesenermaßen Autoimmunkrankheiten aus.
  • Da der Impfstoff weder an Kleinkindern noch an Schwangeren erprobt wurde (Einspruch der Ethikkommission), stellt die Forderung, gerade diese besonders gefährdete Bevölkerungsgruppe in der ersten Impfphase bevorzugt zu impfen, einen unzulässigen Feldversuch dar.
  • Für Umweltpatienten und Immunsupprimierte (z.B. AIDS)  stellt der Impfstoff ein höheres Risiko als die Schweinegrippe selbst dar.
  • Der Hersteller GlaxoSmithKline (gsk) ist laut Vertrag mit der BRD weitgehend von der Haftung freigestellt. Im Falle eines Impfschadens wird der betroffene Impfling statt gegen gsk gegen die Regierung und somit gegen den deutschen Staat klagen müssen, ein im Regelfall aussichtsloses Unterfangen.
  • Um nicht selbst in die Haftungsfalle zu geraten, muss der die Impfung durchführende Arzt den Patienten über alle Risiken der Impfung und des Impfstoffes sorgfältig aufklären. Es empfiehlt sich, diese Aufklärung im Beisein einer Helferin durchzuführen und mit einer Unterschrift vom Impfling bestätigen zu lassen. Die Aufklärung sollte auch die haftungsrechtlichen Besonderheiten umfassen. Auch der Hinweis darauf, dass andere, risikoärmere Impfstoffe in Europa existieren, diese aber wegen einer Fehlentscheidung der Bundesregierung für die deutsche Bevölkerung zur Zeit nicht zur Verfügung stehen, sollte in diesem Aufklärungsgespräch nicht fehlen.

Wegen den vorgenannten Gründen gibt der Vorstand des Deutschen Berufsverbandes der Umweltmediziner folgende Empfehlung heraus:

 

Aus allgemeinmedizinischen und umweltmedizinischen Überlegungen heraus rät der dbu dringend von der Durchführung einer Impfung mit Pandemrix® ab!

Pressemitteilung des Deutschen Berufsverbandes der Umweltmediziner, Dr.med. Hans-Peter Donate, am 26. 10. 2009, für den Vorstand des dbu, ViSdPG

Wie sieht die Sonne aus?

Nacht-in-Wüste

Klimawandel ist das Thema zu dem heute über 7000 Blogger weltweit für den diesjährigen Blog Action Day Artikel geschrieben haben. Täglich melden die Tageszeitungen neue Belege, dass unser Klima sich immer weiter verschiebt. Die Taten dies zu ändern sind bescheiden. Noch immer sind unsere Handlungen in erster Linie auf Gewinnmaximierung ausgerichtet. Können wir so weitermachen? Wie wird es in der Zukunft sein, was werden die Menschen dann ihren Kindern erzählen? Was werden die Kinder ihre Eltern fragen? Werden sie fragen…

Wie sieht die Sonne aus?

„Es war einmal vor sehr langer Zeit, man sagt, vor Tausend Jahren. Da war der Himmel blau, die Sonne schien vom Himmel, weiße flauschige Wolken zogen am Himmel entlang und Vogelschwärme zogen ihre Bahnen in der Luft. In den Tälern zwischen den mit Gletschern bedeckten Bergen wuchsen saftige grüne Wiesen, auf denen viele bunte Alpenblumen blühten. Schmetterlinge tanzten in der Luft und an den Waldrändern ästen die Rehe. Die Menschen hatten sich bequeme Häuser errichtet. An warmen Tagen setzten sie sich einfach vor ihr Haus, tranken Kaffee und aßen Kuchen oder sie lasen in ihren Büchern und Zeitungen.“

„Das ist aber ein komisches Märchen“, unterbrach Miko die Märchenerzählerin und richtete seine Stirnlampe auf das Gesicht der achtundzwanzigjährigen weißhaarigen Frau, um sie in der Dunkelheit des Untertageklubraumes der unterirdischen Stadt besser sehen zu können.

„Wie sieht die Sonne aus? Für was ist sie eigentlich da? Was ist ein blauer Himmel? Was sind Wiesen und …“

„Stopp, stopp – Miko. Ich verstehe ja, dass Du viele Fragen hast“, versuchte die Märchenerzählerin den Eifer des blassen Jungen zu beruhigen und fuhr – an alle Kinder gewandt – fort: „Wisst Ihr, die Erde war nicht immer so, wie sie heute aussieht und was ich Euch erzählen wollte, ist ausnahmsweise einmal kein Märchen. Es gab wirklich einmal eine Zeit, da sah es auf der Erde so aus, wie ich eben beschrieb und die Menschen konnten ganz ohne Schutzanzüge sich einfach so vor ihren Häusern setzen. Das war die Zeit, bevor die Erdoberfläche der Erde durch die Schuld unserer Vorfahren unbewohnbar wurde…“

Doch Miko hörte die Worte der Märchenerzählerin nicht mehr. Er war vor Erschöpfung eingeschlafen. Seine Eltern hatten kein Geld mehr, um für ihr einziges Kind Wachhaltestimulanzen zu kaufen. Er wird wohl nicht die Prüfung vor dem Großen Planetarischen Rat bestehen, der die Kinder auswählt, die von den ersten überdachten Siedlungen aus, die Erde wieder bewohnbar machen und dort oben Familien gründen sollen. Mikos Eltern hatten sich so sehr gewünscht, dass ihr Kind nicht mehr ein Leben in feuchtheißer Dunkelheit verbringen und mit etwa fünfunddreißig Jahren eines vorzeitigen Todes sterben muss. Nun sind alle Hoffnungen begraben, dass jemals Nachfahren der Familie das Licht der Erdoberfläche erblicken und wie die Menschen früher vor  über tausend Jahren, auf der Erde leben  und dabei über siebzig Jahre alt werden können.

Aber wer weiß – es ist immer noch nicht erwiesen, ob die Erdoberfläche wirklich für die Menschen wieder bewohnbar gemacht werden kann… 

Blog-Day-1Autor: Gerhard Becker, CSN – Chemical Sensitivity Network, Blog Action Day 2009, Copyright Gerhard Becker

Glutenfreie Ernährung reduziert Knochenprobleme bei Kindern mit Zöliakie

Gesunde, glutenfreie Ernährung ist bei Kindern mit Zööliakie wchtig

Zöliakie ist eine angeborene Darmstörung, die durch eine lebenslange Intoleranz gegenüber der Nahrungsaufnahme von Gluten charakterisiert wird. Gluten ist ein Protein, das in Weizen, Roggen und Gerste gefunden wird. Zölliakie kann in jedem Alter eintreten, aber meist tritt die Intoleranz während der frühen Kindheit auf (zwischen dem 9. und 24. Lebensmonat). Häufig wird bei Personen, die unter Zölikakie leiden, eine verminderte Knochendichte festgestellt. Ein aktuell erschienener Artikel in der medizinischen Fachzeitschrift Nutrition Reviews überprüfte die existierende Literatur über das Thema und deckte auf, dass eine glutenfreie Ernährung die Genesung bei Kindern stark beeinflussen kann.

Zöliakie kann Knochendichte reduzieren

Metabolisch bedingte Knochenerkrankungen gehören zu den signifikanten und häufig auftretenden Komplikationen bei Zöliakie. Verminderte mineralische Knochendichte kann bei Kindern dazu führen, dass sie nicht in der Lage sind, eine optimale Knochenmasse zu entwickeln, und im Erwachsenenalter zu Knochenschwund. Beides steigert das Risiko, Osteoporose zu entwickeln. Außerdem besteht für Menschen mit Zöliakie ein zusätzliches Risiko für Knochenbrüche.

Glutenfreie Ernährung kann zu Genesung führen

Jedoch besteht Evidenz, dass eine glutenfreie Ernährung einen Anstieg der mineralischen Knochendichte rasch fördert. Dies kann zu einer vollständigen Genesung der Knochenmineralisierung bei Kindern führen. Eine glutenfreie Ernährung verbessert die mineralische Knochendichte auch bei Erwachsenen, eine Normalisierung ist dann jedoch selten. Kinder können eine normale Knochenmasse erlangen, wenn die Diagnose und Behandlung vor der Pubertät erfolgten. Dadurch wird auch die Entwicklung einer Osteoporose im späteren Lebensalter verhindert. 

Außerdem scheinen Nährstoffkomplexe, die Calcium und Vitamin D enthalten, die mineralische Knochendichte bei Kindern und Erwachsenen, die unter Zöliakie leiden, zu verbessern.

Fazit:

“Unsere Ergebnisse stärken die Wichtigkeit einer strikten glutenfreien Diät, was derzeit die einzige wissenschaftlich erwiesene Behandlung zu sein scheint, die es bei Zöliakie gibt”, sagten die Studienautoren. “Frühe Diagnose und Therapie sind entscheidend, um Komplikationen durch Zöliakie, wie reduzierte Knochendichte, zu verhindern.”

Übersetzung: Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 10. Oktober 2009

Literatur:  Wiley-Blackwell, Gluten-free diet reduces bone problems in children with celiac disease, October 8, 2009