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Ohne Duft – Bessere Luft

Duftstoffe - wissenschaftliche Untersuchungen zur Gefährlichkeit
Manche Menschen glauben, ohne ihr geliebtes Parfum, After Shave, Eau de Toilette, Haarspray, parfümiertes Waschmittel, duftenden Weichspüler und betörendes oder belebendes Raumspray nicht leben zu können. „Ganz ohne, dass geht doch nicht“ - ist ein gängiger Kommentar. Duftstoffe sind ein ubiquitärer Teil unserer modernen Gesellschaft geworden.

Die Kehrseite der Medaille sind gesundheitsschädliche, z.T. toxische Chemikalien, aus denen diese Düfte kreiert sind und Menschen, die von geringsten Konzentrationen vielgeliebter Duftstoffe gesundheitliche Beeinträchtigungen, bis hin zu schwersten gesundheitlichen Reaktionen erleiden.

Die Bandbreite der Reaktionen kann vielfältig sein. Sie reicht von irrititativen, respiratorischen, dermalen bis zu neurologischen Beschwerdebildern. Betroffene berichten
u. a. über Benommenheit, rasenden Puls, Atemwegsbeschwerden, Asthmaanfälle, Kopfschmerzen, tränende, brennende Augen, Hautirritationen, Ekzeme, Taubheitsgefühle, Übelkeit, Müdigkeit, Abfall der Hör- oder Sehleistung, Aggressionen und Depressionen. Hypersensible Menschen klagen sogar über Erstickungsanfälle, Krämpfe und Bewusstlosigkeit, um nur einen Bruchteil der beobachteten Symptome aufzuzählen.

Allergische Reaktionen gehören zu den zahlreichsten gesundheitlichen Problemen, die durch Kosmetika verursacht werden und sie können durchaus lebensgefährlich sein (1). Das UBA erkennt die größte Problematik bei Kontaktallergien durch Duftstoffe vor allem darin, dass eine erworbene Sensibilisierung in der Regel ein Leben lang bestehen bleibt. Über eine Million Menschen reagieren laut UBA auf Duftstoffe und Duftstoff-Mischungen. Dem Betroffenen bliebe nur, sich vor dem Kontakt mit dem allergieauslösenden Stoff zu schützen (29). Im Alltag ist dies kaum zu realisieren. Schon das banale Anfassen eines Geländers, der Haltestange in der U-Bahn, der Ablage am Postschalter, etc. kann einen mit dem Allergen in Kontakt bringen und wie schnell lässt es sich abwaschen, wenn man unterwegs ist?

Für Chemikaliensensible im hypersensiblen Stadium ist die Situation noch schwerwiegender wie für Kontaktallergiker. Für diese Mensch ist soziales Leben kaum mehr möglich, da es heutzutage nicht mehr wie ehemals nur das Privileg der Reichen ist, sich zu beduften. Der Gang durch die Fußgängerzone wird für sie zum Spießrutenlauf, eine Fahrt mit der U-Bahn ist genauso unmöglich wie der Besuch eines Restaurants. Einige reagieren mit verminderter Produktivität an ihrem Arbeitsplatz, andere müssen ihn aufgeben, da sie durch die Lieblingsdüfte ihrer Kollegen nicht mehr funktionieren. Einige Hypersensible müssen sogar in völliger Isolation mit Luftfilter leben, andere können das Haus nur selten mit einer Aktivkohlemaske verlassen. Ein trauriges Relikt sind auch chemikaliensensible Kinder die ihre Intelligenz nicht vollständig entwickeln, oder am Unterricht teilnehmen können, da Schüler, wie Pädagogen nur noch selten "ohne" zur Schule kommen.

Soziale Isolation, Vereinsamung ist für Chemikaliensensible, Duftstoffallergiker und viele Asthmatiker traurige Realität. Akzeptanz finden sie kaum, häufig nicht einmal in den eigenen Familien, obwohl die Zahl der Beeinträchtigten hoch ist. Mehrere wissenschaftliche Studien aus den USA legen dar, dass bereits ungefähr ein Drittel der US - Bevölkerung unter leichter bis schwerer Chemikaliensensibilität gegenüber verschiedenen Chemikalien im Niedrigdosisbereich, darunter auch vor allem Duftstoffe, leidet (2,3,4,5,6,7,8). Das UBA geht alleine von über einer Million Kontaktallergikern auf Duftstoffe in Deutschland aus (29).

Was verbirgt sich in den wunderschönen Flakons, Tiegeln und Döschen, was manche Menschen in die Knie zwingen soll und andere bei regelmäßiger Anwendung krank macht? Keine teuren Essenzen aus Blüten, seltene Ingredienzien, oder echtes Moschus wie in früheren Jahrhunderten. Heute kommen statt erlesener Kostbarkeiten 5.000 verschiedene chemische Bestandteile in der Herstellung von Duftstoffkompositionen zum Einsatz. 30.000 Duftstoffe sind bekannt (29). Die Endprodukte in den wunderschönen geschliffenen Flakons sind zumeist komplexe toxikologisch ungetestete chemische Mixturen (10,11,29). Azeton, Ethanol, synth. Kampfer, Benzylalkohol, Ethylazetat, Isopropyl Alkohol, Methylchlorid, Terpentin, Toluol, Acrolein, Cyclohexan, sind u.a. Bestandteile, die in handelsüblichen Parfums je nach Komposition enthalten sein können (12). Die akut toxischen und chronischen Wirkungen einiger dieser Chemikalien sind aus der Toxikologie hinreichend bekannt und in anderen Bereichen der Industrie meist streng reguliert. Es ist wissenschaftlich belegt, dass sie z. T. dazu in der Lage sind Krebs, Geburtsdefekte, Fehlgeburten, allergische Reaktionen, schwere Sensibilisierung, Haut- und Augenirritationen, Erkrankungen des zentralen Nervensystems, etc. auszulösen. Über die Auswirkungen vieler nicht alltäglicher chemischer Bestandteile, die in Produkten mit Duftstoffen enthalten sind, hat man gegenwärtig noch keine langzeittoxikologischen Erkenntnisse.

Über die jeweilige Wechselwirkung der verschiedenen chemischen Stoffe untereinander und den daraus resultierenden gesundheitlichen Gefahren werden wir noch lange im Unklaren sein. Eine strenge Reglementierung nach dem Chemikaliengesetz würde dazu führen, dass viele der verführerischen Flakons in den Regalen der Parfümerien auf der Rückseite mit Gefahrenzeichen wie Totenkopf, Andreaskreuz, etc. gekennzeichnet sein müssten oder lange Beipackzettel beigelegt sein müssten.

Das Environmental Health Network in Kalifornien reichte 1999 bei der FDA zu diesem Thema eine Petition ein, weil das Parfum Eternity toxische Inhaltsstoffe enthält, sowie Inhaltsstoffe, deren Sicherheit nicht gesichert ist und eine solche Warnung auf der Verpackung fehlt (30). Das EHN bat das FDA weiterhin, dass man im Interesse von Millionen von Menschen, die unter körperlichen Erkrankungen und Verletzungen durch Exposition gegenüber Duftstoffen am Arbeitsplatz, in der Schule und in sozialen Einrichtungen leiden, handelt. Diese toxischen Chemikalien würden als gewaltige Barrieren auf Menschen, die wegen Asthma und Chemikaliensensibilität behindert sind, fungieren.

Die Bitte des EHN an die EPA kommt nicht von ungefähr, da Parfums und Colognes als zwei der am häufigsten erwähnten Asthmaauslöser gelten (13). Ein Bericht des National Research Council (Nationaler Wissenschaftsrat) in den USA führt an, dass Parfums reaktive Atemwegserkrankungen und Bronchospasmus bei Asthmapatienten auslösen können, was durch Provokationstests bestätigt wurde (14). Parfums und Duftstoffe sind die Ursache Nummer Eins für allergische und irritative Reaktionen gegenüber Kosmetika. Die zusätzlich darin enthaltenen Konservierungsstoffe gelten als Auslöser Nummer Zwei (15). Eine umfangreiche rezensierende Studie listete 101 gängigerweise als Duftstoffbestandteile verwendete Chemikalien als klassische sensibilisierende Substanzen auf (18). Amerikanische Wissenschaftler legten dar, dass bereits Parfumstrips in Zeitschriften ausreichend sind, um die Lungenfunktion bei Asthmatikern signifikant herabzusetzen. Das Parfum in dieser placebo-kontrollierten Studie hatte mindestens 29 verschiedene Bestandteile, wovon Isopropylalkohol (eines der häufigsten Bestandteile von Parfums) alleine schon in der Lage war, die Lungenfunktion zu beeinträchtigen. Andere nicht identifizierte Bestandteile des Parfums trugen zu maximaler respiratorischer Beeinträchtigung bei (16). Man bedenke, dass die meisten Parfums aus mehreren hundert chemischen Einzelsubstanzen, nicht nur aus 29 bestehen. Das für Chemikaliensensible, die ohnehin häufig starke Probleme mit Druckerzeugnissen haben, eine solche Zeitschrift ein real existierendes hohes gesundheitliches Risiko darstellt, wird damit für jeden leicht verständlich.

Eine französische Studie warnt, dass Parfums neben respiratorischen und dermalen, zusätzlich auch neurologische Erkrankungen verursachen können (10). Das amerikanische Office of Technology Assessment (OTA) bestätigte in seinem Bericht, dass das Zentralnervensystem besonders empfindlich auf toxische Substanzen reagiert, weil sich normalerweise Nervenzellen oder Neurone nicht wie andere Körperzellen regenerieren können, wenn sie erst einmal verloren sind. Toxische Schäden am Gehirn oder Rückenmark sind daher meist permanent. Selbst leichte Veränderungen in der Struktur oder Funktion des Nervensystems haben tiefgreifende Konsequenzen auf unser Verhalten, sowie neurologische - und sonstige Körperfunktionen. Aus diesem Grunde warnt das OTA, dass Konsumgüter generell keine neurotoxischen Substanzen enthalten sollten (17).

Statistisch signifikante, akut toxische Effekte wie sensorische Irritation, pulmonale Irritation und Verminderung der Atmung, wurden im Mäuseversuch mit männlichen Swiss-Webster Mäusen festgestellt. Mäuse wurden aus dem Grunde als Versuchstiere eingesetzt, weil sie weniger sensibel sind, als die meisten Menschen, um das Risiko für falsch positive Resultate zu minimieren. Die hervorragend, richtungsweisend entwickelte Studie von Anderson Laboratories, testete individuell 4 verschiedene Eau de Cologne und ein Eau de Toilette an 186 Gruppen von Mäusen. Durch 21 zusätzliche Shamtests (Scheintests ohne Parfum) an Kontrollgruppen, die nichts ausgesetzt wurden, stellte man weiterhin fest, dass in den Shamtests wiederholte Exposition keine verstärkte Symptomatik auslöste. Bei den wiederholten Expositionstests mit Parfums jedoch wurde demgegenüber offenbar, dass die duftstoffexponierten Mäuse eine Verstärkung der neurotoxischen Symptomatik zeigten. Aus dem Studienergebnis schlossen die Wissenschaftler, dass einige Menschen, wenn sie gegenüber diesen getesteten Parfums exponiert sind, eine Kombination von Irritationen von Augen, Nase und/oder Hals, respiratorischen Beschwerden, möglicherweise Bronchospasmus oder asthmaartige Reaktionen und Reaktionen des zentralen Nervensystems, einschließlich Schwindel, Koordinationsstörungen, Verwirrung, Erschöpfung entwickeln können (18).

Die Beeinflussung der persönlichen Stimmungslage, die von der Industrie durch gezielte Werbung in den Vordergrund gerückt wird, stellt ein zusätzliches weitreichendes Risiko dar. Durch bewussten Einsatz gewisser Chemikalien in einer Duftstoffkomposition wird das limbische System, welches unsere Gefühlswelt im Gehirn steuert, beeinflusst. Diese Beeinflussung kann sich jedoch je nach Disposition, sowohl positiv, u.a. als euphorisches Gefühl, wie auch durch negative Auswirkungen, wie z.B. Angstzustände, Panik, oder depressive Stimmung bemerkbar machen (19).

Selbst extrem geringe Expositionsmengen eines Parfums können Hirnfunktionen von gesunden Individuen, ohne zuvor vorliegende Allergien oder Chemikaliensensibilität, advers stören. Selbst Parfumkonzentrationen, die zu gering sind, geruchmäßig entdeckt zu werden, sind in der Lage, das Gehirn so sehr zu beeinträchtigen, dass es zu Störungen in den Hirnströmen, sichtbar werdend durch Veränderungen im EEG, führt (20). Lorrig et.al war durch seine Studien in der Lage zu zeigen, dass exponierte Individuen die doppelte Zeit brauchten, um eine visuelle Suchaufgabe zu lösen. Kognitiv evozierte Potentiale und ereignisabhängige Potentiale waren ebenso verändert. Daraus schlossen die Wissenschaftler, dass Gerüche bei Gesunden selbst in einer Dosis, zu gering, um geruchmäßig entdeckt zu werden, dazu in der Lage sind, zu Verwirrung zu führen, oder die Konzentration stark herabzusetzen (21). Bei Chemikaliensensiblen waren die Auswirkungen auf die Hirnströme durch geringe Dosen Parfum oder andere Expositionen weitaus profunder und zeigten durch klinische, inhalative Provokationstests, schwere Schädigungen, hervorgerufen durch die neurotoxischen Reaktionen gegenüber den Parfums. Geringste Dosen Parfum verursachten bereits Abnormalitäten in den Hirnströmen, die kognitive Symptome wie Veränderungen in der Merk-, Denk- und Konzentrationsfähigkeit und Sprachvermögen von Chemikaliensensiblen belegten. Die Wissenschaftler stellten zusätzlich organische Veränderungen des Gehirns fest, die übereinstimmend mit den Arealen sind, aus denen derartige adversen Symptome herrühren müssten (22,23). Weiterhin fanden sich bei Individuen mit Chemikaliensensibilität verlängerte P300 Latenzen (23).

Dass natürliche Parfums, bzw. ätherische Öle automatisch gesünder und sicherer sind, ist ein allgemeiner Trugschluss. "Natürlich" heißt nicht gleichzeitig ungiftig. Selbst Rohöl ist "natürlich". In einer amerikanischen medizinischen Fachzeitschrift wurden 81 übliche ätherische Duftöle aufgezählt, die nachweislich durch medizinische Fachliteratur belegt, Allergene darstellen, oder sensibilisierend wirken können (24). Im gleichen Atemzug muss man vor der Gefahr, ausgehend von anderen Duftstoffemittenten, wie Raumerfrischungssprays eindringlich warnen. Eine Studie von Anderson Laboratories demonstrierte, dass aus getesteten kommerziellen Raumsprays Chemikalien emittierten, die toxische Effekte bei Mäusen auslösten. Diese Effekte konnten unter den herkömmlichen allgemeinen Verwendung der Produkte demonstriert werden. Weiterhin wurde durch das Ergebnis der Studie deutlich, das die getesteten Raumsprays nicht zur Verbesserung der Raumluft beitrugen, sondern statt dessen zur Luftverschmutzung und Toxizität des Innenraumes beitrugen. Emissionen der Raumsprays verursachten sensorische Irritation, pulmorale, dermale Irritation, beobachtbare funktionale Verhaltensänderungen und in einigen Fällen Tod. Diese Feststellungen wurden in Shamtests (Scheintests ohne Raumspray) nicht observiert, woraus zu schließen ist, dass die Reaktionen, durch Raumsprays eintraten und nicht fälschlicherweise durch Kontaminationen, etc. die aus z.B. Laborapparaturen stammen konnten. Die Wissenschaftler schlossen aus den ermittelten Daten, Sicherheitsdatenblättern, Daten zu den einzelnen chemischen Inhaltsstoffen und Daten zur Toxizität, dass sich voraussagen ließe, dass einige Menschen, wenn sie Emissionen aus den untersuchten Raumsprays ausgesetzt sind, eine Kombination von Augen-, Nase- und Halsirritation, respirativen Beschwerden, Bronchospasmus, asthmaartige Reaktionen, sowie Reaktionen des zentralen Nervensystems (einschließlich Schwindel, Koordinationsstörungen, Verwirrung und Erschöpfung) entwickeln können (25).

Das deutsche Umweltbundesamt warnte erstmals im Frühjahr 2000 vor dem Einsatz von künstlichen - und natürlichen Riech- und Aromastoffen in Innenräumen. Zwei weitere Warnmeldungen folgten nach einem Expertengespräch im Frühjahr und Sommer 2004. Bei der Verwendung von Duft- und Aromastoffen seien gesundheitliche Probleme nicht auszuschließen, so die Kommission der Wissenschaftler, die Universitäten und Behörden des Bundes und der Länder, Anwender, Industrieverbänden und Hersteller angehören. Studien zeigen, dass Duft- und Aromastoffe eine mögliche Ursache für Allergien und allgemeine Befindlichkeitsstörungen sein können. Wenn Personen über Allergien, Befindlichkeitsstörungen und unspezifische gesundheitliche Symptome klagen, sollte auch an Riech- und Aromastoffe als mögliche Ursache gedacht werden. Im Zweifelsfall sollten diese Personen auf den Gebrauch von Riech- und Aromastoffen verzichten. Die Innenraumlufthygiene - Kommission des UBA rät weiterhin eindringlich davon ab, Riech- und Aromastoffe einzusetzen, um eine mangelhafte Qualität der Innenraumluft zu überdecken. Jeder Anwender sollte sich bewusst sein, dass er zur ohnehin bereits vorhandenen Innenraumluftverunreinigung, die er oft nur in einem eingeschränkten Maße beeinflussen kann, zusätzliche Verbindungen hinzufügt. Dies laufe den grundsätzlichen Empfehlungen zuwider, die Konzentration vermeidbarer Luftinhaltsstoffe auch in Innenräumen so gering wie möglich zu halten, um aus Gründen der Vorsorge die Wahrscheinlichkeit einer nachteiligen gesundheitlichen Wirkung zu verringern, stellt das UBA fest. Ein gesundes Innenraumklima ließe sich in der Regel durch ausreichendes Lüften und die Verwendung schadstoffarmer Möbel sowie Bauprodukte erreichen. Auf Raumluftverbesserer solle verzichtet werden (26,29). Das UBA weißt weiterhin darauf hin, dass bei Wasch- und Reinigungsmitteln teilweise nicht parfümierte Alternativen im Angebot seien (29).

Der Preis für ein "bisschen Duft" ist zu hoch, wie Wissenschaftler aus aller Welt beweisen und Behörden, wie durch die Presseerklärungen des UBA erkennbar, ebenfalls langsam befinden. Wir alle sollten beginnen, bedachtsamer mit Duftstoffen umzugehen. Wir sollten genau überlegen, ob es erforderlich ist, dass in "Allem" und "Jedem" Duftstoffe enthalten sind und wir damit unsere Gesundheit sowie die von Mitmenschen aufs Spiel setzen. Statt in jedem Haushaltsreiniger im Besenschrank ein anderen Geruch, Duftwunderbäume am Rückspiegel des Autos, künstliche Düfte wie "frische Brise, Erdbeere, Zitrone, etc." an der Tankstelle ins Wageninnere gepustet für ein paar Cent, automatische Duftspender an den Toilettentüren von Restaurants und Autobahn-Raststätten, duftende Bahnbillets in der Schweiz, Stadtbeduftung aus der Luft in Berlin (27), duftverströmende Plakate an den Haltestellen von Bus und U-Bahn, sowie zusätzlich jeden Morgen vor dem Verlassen des Hauses einen persönlichen "Hauch" Parfum, oder After Shave, doch eher Düfte nur noch zu besonderen Anlässen, mit Bedacht gewählt, nur dort wo es hin- oder hineinpasst und wohldosiert, wenn überhaupt. Denn das Konglomerat verschiedenster Chemikalien von den unterschiedlichsten Duftstoffquellen ausgehend, braut sich leicht zu einem regelrechten, nicht abschätzbaren Hexengebräu zusammen.

Freiwillige Solidarität gegenüber dem Teil der Bevölkerung, der bereits mit schweren physischen oder/ und psychischen Beeinträchtigungen auf Duftstoffe reagiert, bevor ändernde tiefgreifende gesetzliche Regelungen geschaffen werden, ist von Nöten. Der für 12. Mai 2004 angesetzte weltweite " IV. Breath of Fresh Air Day - Use Sense Not Scents", ein duftstofffreier Tag im Rahmen der Chemical Sensitivity Awareness Week vom 7.-13. Mai, 2004, war ein weiterer Schritt in Richtung des dringend erforderlichen Umdenkens

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Impressum:
Autor: Silvia Müller /CSN
Erstellt: August 2004
Referenzen:
1. DeGroot, A.C., Frosch, P.J., Adverse Reactions to Fragences: A clinical Review, Contact Dermatitis, 1997
2. Wallace, Nelson, Kollander, Leaderer, Bascom, Dunteman - Indoor air quality and work environment study. Multivariate statistical analysis of health, comfort and odor perceptions as related to personal and workplace characteristics. US Environmental Protection Agency vol. 4, EPA Headquarters Buildings. Atmospheric Research and Exposure Assessment Laboratory. 1991
3. Bell, Miller, Schwartz, Peterson, Amend - Neuropsychiatric and somatic characteristics of young adults with and without self-reported chemical odor intolerance and chemical sensitivity. Arch Envirn. Health. 1996
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6. Bell, Walsh, Goss, Gersmeyer, Schwartz, Kanof - Cognitive dysfunction and disability in geriatric veterans with self-reported sensitivity to environmental chemicals. J.Chronic Fatigue Syndrome. 1997
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26. Umweltbundesamt, Berlin, Duft- und Aromastoffe nicht unüberlegt in Innenräumen einsetzen, Pressemitteilung UBA Nr.14/00, 14.04.2000
27. Eine Tonne Parfum für die "Berliner Luft", Generalanzeiger Bonn, 27.Mai, 199828. Duftstoffe nicht wahllos einsetzen, Presse-Information Umweltbundesamt, 64 / 2004
29. Ein unterschätztes Problem: Umweltbedingte Kontaktallergien, Presse-Information Umweltbundesamt, 34 / 2004
30. Petition to have „Eternity eau de Parfum“ misbranded, Environmental Health Network an FDA (Food and Drug Administration,
22.05.1999

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