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Hausstaubmilben-Allergie

Ein Test-Set, mit dem Sie zehn Hausstaubproben untersuchen können, gibt Aufschluss über den Belastungsgrad mit Hausstaubmiben und deren allergenhaltigen Ausscheidungen.


Ratschläge für Schlaf- und Kinderzimmer:
  • Latex- und Schaumstoffmatratzen sind gut, aber nicht ausreichend. Deshalb: Matratzen mit einem milbenallergendichten Überzug verschließen! Gleiches gilt für Kopfkissen und Oberbett. Doppelbetten komplett einhüllen!
    Achten Sie auf ausreichende Lüftung unter Matratze und Bett!
    Reduzieren Sie Kuscheltiere im Bett, oder verwenden Sie nur solche, die waschbar (60 Grad) oder aus allergendichtem Material sind! Tipp: Legen Sie Stofftiere ins Eisfach! Milben sind sehr temperaturempfindlich; eine Nacht in der Tiefkühltruhe überleben sie nicht.
    Bevorzugen Sie bei der Einrichtung des Schlaf- und Kinderzimmers eine wischbaren Fußboden gegenüber einem Teppichboden!
    Verwenden Sie keine Luftbefeuchter, sondern achten Sie auf regelmäßiges Lüften (5 bis 10 Minuten)! Ideal ist eine Luftfeuchtigkeit zwischen 45 und 55 Prozent! Eine Hydrokultur ist unproblematisch.
    Rauchen Sie auf keinen Fall in der Wohnung!
    Um zu verhindern, dass eine Allergie gegen Hausstaubmilben sich ausweitet (was häufig passiert), ist es auch ratsam, sowohl auf das Halten von Haustieren als auch auf Pflanzen (Ausnahme: Hydrokultur) im Kinderzimmer zu verzichten.


Ratschläge für Hausstaubmilben-Allergiker allgemein:
Die richtige Sanierung des Bettes - Milben lieben alle Matratzen
In der Vergangenheit wurde häufig als erste Maßnahme zur Sanierung des Bettes eine Schaumstoffmatratze angeschafft, in der Hoffnung, die Milben würden diese weniger lieben als eine Federkern- oder Rosshaarmatratze. Leider machen Milben hier keinen Unterschied, und Gleiches gilt auch für die Besiedlung von Kopfkissen und Oberbett: Egal, was drin ist - Milben machen sich breit.
Grundsätzlich ergeben sich zwei Möglichkeiten, gegen die Hausstaubmilbe vorzugehen: einen Kontakt mit ihren Ausscheidungen zu verhindern oder sie selbst zu vernichten.


Den Kontakt zur Milbe verhindern - Matratze, Kopfkissen und Oberbett umhüllen
Eine Lösung aus allergologischer Sicht stellt das Umhüllen (engl. "Encasing") von Matratze, Kopfkissen und Oberbett mit einem Bezug dar, der die Allergene im Inneren zurückhält. Dieser sollte aber wasserdampfdurchlässig sein, damit nicht als Nebeneffekt etwa Schimmel entsteht.
Ergebnisse einer ersten vergleichenden Untersuchung von Encasing-Produkten - nachzulesen im Sonderdruck "Hausstaubmilbenallergie", Pädiatrische Allergologie in Klinik und Praxis 1/1998 - haben ergeben, dass die Produkte ACb Improved und ACb Perfect Novo Allergen-Partikel gut zurückhalten, dabei aber zugleich gut durchlässig für Wasserdampf sind.


Bezüge sollten idealerweise auch die folgenden Eigenschaften haben:
  • Sie müssen die Matratze völlig umschließen.
  • Ihre Nähte sollten verschweißt oder vernäht sein.
  • Sie müssen bei 60 Grad waschbar sein und die Milbendichtigkeit trotz regelmäßiger Wäsche (alle drei Monate!) behalten.
  • Sie sollten aus wieder verwertbarem Material bestehen.
    Die Kosten für das Encasing der Matratzen übernehmen bei nachgewiesener relevanter Hausstaubmilbenallergie einige Krankenkassen.


Milben vernichten - alle drei Monate wiederholen

Milbenvernichtungsmittel haben sich allenfalls für den "Siedlungsraum Fußboden" bewährt, nicht für den "Milbenwohnraum Bett". Bei der Verwendung von Acariziden auf Teppichböden etwa konnte eine Reduktion der Hausstaubmilben nachgewiesen werden. Voraussetzung für den langfristigen Erfolg: regelmäßige Anwendung, mindestens alle drei Monate, denn die Milben besiedeln den Boden nach kurzer Zeit erneut.

Chemische Reinigungsverfahren für hausstaubmilbenbelastete Materialien basieren auf Benzylbenzoat und Tanninsäure. Angeboten werden Produkte in Pulver-, Schaum- sowie in flüssiger Form. Sie sind wirksam und können die Milben auch nach einmaliger Anwendung abtöten. Der Tod der ungebetenen Mitbewohner allein bedeutet aber noch nicht ein Verschwinden der Allergene, die sich ja weiterhin etwa im Teppich befinden können. In Schlafräumen sollten Sie deshalb eine radikale Lösung ins Auge fassen: die komplette Entfernung des Teppichbodens. Auf einem Holzboden, der leicht zu reinigen ist, haben Milben keine Chance.


Klimaverschlechterung für Milben herbeiführen - aber dabei nicht übertreiben

Die Milbe liebt Temperaturen über 20 Grad Celsius und eine Luftfeuchtigkeit über 55-60 Prozent. Bei einer Raumtemperatur von 25 Grad fühlt sich die Milbe am wohlsten. Senken Sie also die Temperatur in Schlafräumen unter diese Marke, aber übertreiben Sie hierbei nicht, denn sonst kann es passieren, dass Kondenswasser entsteht, und das wiederum würde eine weitere Allergenquelle freuen: den Schimmelpilz. Ziel der Temperaturabsenkung sollte nicht der Kältetod der Milbe sein, sondern nur deren Umzug an einen anderen, möglichst entlegenen Ort.

Mit einer besseren Erfassung der Allergenkonzentrationen in der Wohnung werden eine bessere Diagnostik und dementsprechend eine konsequentere Therapie möglich. Darauf verweist C. P. Bauer von der Fachklinik Gaißach der LVA Obb. und Kinderklinik Schwabing der Technischen Universität München im Topic "Hausstaubmilbenallergie - Aspekte zur Sensibilisierung und Allergenreduktion" (Sonderdruck aus: Pädiatrische Allergologie in Klinik und Praxis, 1/1998, 6-13).

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