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Die Milch und ihre Folgen
Milchprodukte begleiten uns von Kindesbeinen an und zu fast jeder Mahlzeit. Schulmilch ist uns allen bekannt, die einen liebten sie, die anderen denken mit Grausen daran zurück, weil sie gezwungen wurden sie zu trinken.
Allergien auf Milch sind weiter auf dem Vormarsch. Das Kuhmilch bei Kindern Hyperaktivität, ADHD (verringerte Aufmerksamkeit) und sogar Autismus auslösen kann, wurde durch die Medien publik. Laktoseintoleranz, ein Enzymdefizit ist so stark verbreitet, dass es bereits Kaffeehäuser gibt, die ihre Kaffeespezialitäten mit Sojamilch anbieten. Neue wissenschaftliche Studien weisen jedoch auf noch weitaus größere Gesundheitsgefahren durch Milchkonsum hin. Niemand hätte zuvor gedacht, dass Milch mit Parkinson, Morbus Crohn, Diabetes oder Multiple Sklerose in Zusammenhang stehen würde.
Schon zum Frühstück genießt fast jeder von uns am Tisch Milch. Die Kinder als Kakao, Milch oder Yoghurt im Müsli und die Erwachsenen als Butter, Quark und Kaffeesahne. Milch ist versteckt in vielen Nahrungsmitteln enthalten, sogar Gewürzmischungen enthalten Milch als Geschmacksverstärker.
Kuhmilch in verschiedenster Form begleitet uns somit von früh bis spät. Mancher nimmt sogar als Schlaftrunk ein Glas Milch mit Honig.
Milchallergie
Kuhmilch zählt zu den häufigsten Nahrungsmittel-allergenen. Die bekannteste Unverträglichkeit ist die Laktoseintoleranz. Symptome sind als Beispiel: Verstopfung, Durchfall, Hyperaktivität, Depressionen, Erbrechen, blutiger Durchfall, verstopfte und/ oder ständig laufende Nase, wiederkehrende Ohrinfektionen, Ausschlag, Übergewicht, Kopfschmerzen, Migräne und viele mehr. Koliken bei Babys sind oft Folge von Babynahrung auf Kuhmilchbasis oder weil die stillende Mutter davor Kuhmilch getrunken hat.
Parkinson
Wissenschaftler der Korean University fanden in einer Studie, die über 30 Jahre hinweg durchgeführt wurde heraus, dass ein oder zwei Gläser Milch pro Tag bei Männern im mittleren Alter, das Risiko an Parkinson zu erkranken ansteigen lässt. 7504 Männer wurden für die Studie auf ihren Milchkonsum und die Entwicklung von Parkinson untersucht. 14,9% der Männer, die regelmäßig Milch konsumierten litten unter Parkinson. Im Normalfall hätte man, errechnet aus dem Bevölkerungsdurchschnitt, 6,9 % erwartet.Das Risiko war somit um den Faktor 2,3 höher bei Milch trinkenden Männern. Warum dies so ist, konnte bisher noch nicht geklärt werden. Die Wissenschaftler sind sich nicht sicher, ob die Krankheit durch natürliche Inhaltsstoffe der Milch oder durch Schadstoffe, wie Pestizide oder PCB’s, die in der Milch eingelagert sind, entstand. Eines konnten sie durch vorherige Studien sagen, das in Milch enthaltene Kalzium scheidet als Risikofaktor aus. Interessant war auch, dass bei Frauen kein erhöhtes Parkinsonrisiko durch Milchkonsum festgestellt werden konnte.
Diabetes
In den letzten beiden Jahrzehnten stellten Wissenschaftler aus Kanada und Finnland fest, dass Diabetes in engem Zusammenhang mit Milchkonsum vor allem im Kindesalter steht. Auch andere Länder in denen große Mengen Kuhmilch konsumiert wird konnte bestätigt werden, dass Typ I Diabetes durch Milchtrinken im Babyalter und frühem Kindesalter eintreten kann. Dies kommt laut Studie wahrscheinlich durch bestimmte Molkeneiweiße und Kaseine, die Immunreaktionen und dadurch Diabetes I auslösen können. Amerikanische Forscher fanden heraus, dass viele Patienten mit Autoimmunerkrankungen und höherem Diabetesrisiko, eine erhöhte Anzahl Antikörper gegenüber spezifischen Kuhmilchproteinen aufweisen. 1994 stellte die American Academy of Pediatrics, die Amerikanische Akademie für Kinderärzte, ein Gremium zusammen, um diese Frage zu untersuchen. Sie kam zu dem Ergebnis, dass die Exposition gegenüber Kuhmilchproteinen in der Tat ein wichtiger Faktor sein kann, wenn es um die Entstehung von Diabetes geht. Auf der Grundlage der mehr als 90 Studien, die sich mit diesem Thema befasst hatten, gab die Akademie bekannt, dass empfindliche Personen den Ausbruch der Krankheit möglicherweise verzögern oder sie ganz vermeiden können, wenn sie auf Kuhmilch verzichten.
Multiple Sklerose
Kanadische Wissenschaftler stellten fest, dass MS hauptsächlich auf Industrieländer in denen Kuhmilch konsumiert wird, beschränkt ist. Sie fanden heraus, dass Typ I Diabetes und MS immunologisch nahezu identisch sind. Bei Diabetes Typ I und MS wirkt sich die Autoimmunreaktion sowohl auf die Bauchspeicheldrüse, wie auch auf das bei MS betroffene Nervengewebe aus. Bei beiden Erkrankungen konnten Immunreaktionen auf Kuhmilch festgestellt werden.
Impressum:
Zusammenfassung und Übersetzung Silvia K. Müller.
Erstellt: Mai 2005
Referenzen:
Winer S, Astsaturov I, Cheung RK, Schrade K, Gunaratnam L, Wood DD, Moscarello MA, O'Connor PW, McKerlie C, Becker DJ, Dosch HM, T Cells of Multiple Sclerosis Patients Target a Common Environmental Peptide that Causes Encephalitis in Mice. J Immunol 2001 Apr 1;166(7):4751-4756
Winer S, Astsaturov I, Cheung R, Gunaratnam L, Kubiak V, Cortez MA, Moscarello M, O'Connor PW, McKerlie C, Becker DJ, Dosch HM The Hospital For Sick Children, St. Michael's Hospital University of Toronto, Sunnybrook and Women's College Health Sciences Center University of
Toronto, Canada. Type I diabetes and multiple sclerosis patients target Islet plus central nervous system autoantigens; nonimmunized nonobese diabetic mice can develop autoimmune encephalitis. J Immunol 2001 Feb 15;166 (4):2831-41
Chen H, Zhang SM, Hernan MA, Willett WC, Ascherio A.
Department of Nutrition, Harvard School of Public Health, 665 Huntington Avenue, Boston. Diet and Parkinson's disease: a potential role of dairy products in men.
Ann Neurol 2002 Dec;52(6):793-801
Dahl-Jorgensen K, Joner G, Hanssen KF. Relationship between cows' milk consumption and incidence of IDDM in childhood. Aker Diabetes Research Center, Aker University Hospital, Oslo, Norway. Diabetes Care 1991 Nov;14(11):1081-3
Bodington in Diabetic Medicine: A Journal of the British Diabetic Association 1994 Aug-Sept; 11(7)
Jacqueline Krohn M.D., France Taylor, Erla Mae Larson; The Whole Way to Allergy Relief & Prevention, Hartley & Marks, 1991
William J. Rea; Chemical Sensitivity, Volume III, Lewis Publishers, 1996
Hypponen et al., Diabetes Care, Dezember 1999
Pediatrics, American Academy of Pediatrics Arbeitsgruppe Kuhmilchprotein und Diabetes Mellitus, 1994
Milchprodukte begleiten uns von Kindesbeinen an und zu fast jeder Mahlzeit. Schulmilch ist uns allen bekannt, die einen liebten sie, die anderen denken mit Grausen daran zurück, weil sie gezwungen wurden sie zu trinken.
Allergien auf Milch sind weiter auf dem Vormarsch. Das Kuhmilch bei Kindern Hyperaktivität, ADHD (verringerte Aufmerksamkeit) und sogar Autismus auslösen kann, wurde durch die Medien publik. Laktoseintoleranz, ein Enzymdefizit ist so stark verbreitet, dass es bereits Kaffeehäuser gibt, die ihre Kaffeespezialitäten mit Sojamilch anbieten. Neue wissenschaftliche Studien weisen jedoch auf noch weitaus größere Gesundheitsgefahren durch Milchkonsum hin. Niemand hätte zuvor gedacht, dass Milch mit Parkinson, Morbus Crohn, Diabetes oder Multiple Sklerose in Zusammenhang stehen würde.
Schon zum Frühstück genießt fast jeder von uns am Tisch Milch. Die Kinder als Kakao, Milch oder Yoghurt im Müsli und die Erwachsenen als Butter, Quark und Kaffeesahne. Milch ist versteckt in vielen Nahrungsmitteln enthalten, sogar Gewürzmischungen enthalten Milch als Geschmacksverstärker.
Kuhmilch in verschiedenster Form begleitet uns somit von früh bis spät. Mancher nimmt sogar als Schlaftrunk ein Glas Milch mit Honig.
Milchallergie
Kuhmilch zählt zu den häufigsten Nahrungsmittel-allergenen. Die bekannteste Unverträglichkeit ist die Laktoseintoleranz. Symptome sind als Beispiel: Verstopfung, Durchfall, Hyperaktivität, Depressionen, Erbrechen, blutiger Durchfall, verstopfte und/ oder ständig laufende Nase, wiederkehrende Ohrinfektionen, Ausschlag, Übergewicht, Kopfschmerzen, Migräne und viele mehr. Koliken bei Babys sind oft Folge von Babynahrung auf Kuhmilchbasis oder weil die stillende Mutter davor Kuhmilch getrunken hat.
Parkinson
Wissenschaftler der Korean University fanden in einer Studie, die über 30 Jahre hinweg durchgeführt wurde heraus, dass ein oder zwei Gläser Milch pro Tag bei Männern im mittleren Alter, das Risiko an Parkinson zu erkranken ansteigen lässt. 7504 Männer wurden für die Studie auf ihren Milchkonsum und die Entwicklung von Parkinson untersucht. 14,9% der Männer, die regelmäßig Milch konsumierten litten unter Parkinson. Im Normalfall hätte man, errechnet aus dem Bevölkerungsdurchschnitt, 6,9 % erwartet.Das Risiko war somit um den Faktor 2,3 höher bei Milch trinkenden Männern. Warum dies so ist, konnte bisher noch nicht geklärt werden. Die Wissenschaftler sind sich nicht sicher, ob die Krankheit durch natürliche Inhaltsstoffe der Milch oder durch Schadstoffe, wie Pestizide oder PCB’s, die in der Milch eingelagert sind, entstand. Eines konnten sie durch vorherige Studien sagen, das in Milch enthaltene Kalzium scheidet als Risikofaktor aus. Interessant war auch, dass bei Frauen kein erhöhtes Parkinsonrisiko durch Milchkonsum festgestellt werden konnte.
Diabetes
In den letzten beiden Jahrzehnten stellten Wissenschaftler aus Kanada und Finnland fest, dass Diabetes in engem Zusammenhang mit Milchkonsum vor allem im Kindesalter steht. Auch andere Länder in denen große Mengen Kuhmilch konsumiert wird konnte bestätigt werden, dass Typ I Diabetes durch Milchtrinken im Babyalter und frühem Kindesalter eintreten kann. Dies kommt laut Studie wahrscheinlich durch bestimmte Molkeneiweiße und Kaseine, die Immunreaktionen und dadurch Diabetes I auslösen können. Amerikanische Forscher fanden heraus, dass viele Patienten mit Autoimmunerkrankungen und höherem Diabetesrisiko, eine erhöhte Anzahl Antikörper gegenüber spezifischen Kuhmilchproteinen aufweisen. 1994 stellte die American Academy of Pediatrics, die Amerikanische Akademie für Kinderärzte, ein Gremium zusammen, um diese Frage zu untersuchen. Sie kam zu dem Ergebnis, dass die Exposition gegenüber Kuhmilchproteinen in der Tat ein wichtiger Faktor sein kann, wenn es um die Entstehung von Diabetes geht. Auf der Grundlage der mehr als 90 Studien, die sich mit diesem Thema befasst hatten, gab die Akademie bekannt, dass empfindliche Personen den Ausbruch der Krankheit möglicherweise verzögern oder sie ganz vermeiden können, wenn sie auf Kuhmilch verzichten.
Multiple Sklerose
Kanadische Wissenschaftler stellten fest, dass MS hauptsächlich auf Industrieländer in denen Kuhmilch konsumiert wird, beschränkt ist. Sie fanden heraus, dass Typ I Diabetes und MS immunologisch nahezu identisch sind. Bei Diabetes Typ I und MS wirkt sich die Autoimmunreaktion sowohl auf die Bauchspeicheldrüse, wie auch auf das bei MS betroffene Nervengewebe aus. Bei beiden Erkrankungen konnten Immunreaktionen auf Kuhmilch festgestellt werden.
Impressum:
Zusammenfassung und Übersetzung Silvia K. Müller.
Erstellt: Mai 2005
Referenzen:
Winer S, Astsaturov I, Cheung RK, Schrade K, Gunaratnam L, Wood DD, Moscarello MA, O'Connor PW, McKerlie C, Becker DJ, Dosch HM, T Cells of Multiple Sclerosis Patients Target a Common Environmental Peptide that Causes Encephalitis in Mice. J Immunol 2001 Apr 1;166(7):4751-4756
Winer S, Astsaturov I, Cheung R, Gunaratnam L, Kubiak V, Cortez MA, Moscarello M, O'Connor PW, McKerlie C, Becker DJ, Dosch HM The Hospital For Sick Children, St. Michael's Hospital University of Toronto, Sunnybrook and Women's College Health Sciences Center University of
Toronto, Canada. Type I diabetes and multiple sclerosis patients target Islet plus central nervous system autoantigens; nonimmunized nonobese diabetic mice can develop autoimmune encephalitis. J Immunol 2001 Feb 15;166 (4):2831-41
Chen H, Zhang SM, Hernan MA, Willett WC, Ascherio A.
Department of Nutrition, Harvard School of Public Health, 665 Huntington Avenue, Boston. Diet and Parkinson's disease: a potential role of dairy products in men.
Ann Neurol 2002 Dec;52(6):793-801
Dahl-Jorgensen K, Joner G, Hanssen KF. Relationship between cows' milk consumption and incidence of IDDM in childhood. Aker Diabetes Research Center, Aker University Hospital, Oslo, Norway. Diabetes Care 1991 Nov;14(11):1081-3
Bodington in Diabetic Medicine: A Journal of the British Diabetic Association 1994 Aug-Sept; 11(7)
Jacqueline Krohn M.D., France Taylor, Erla Mae Larson; The Whole Way to Allergy Relief & Prevention, Hartley & Marks, 1991
William J. Rea; Chemical Sensitivity, Volume III, Lewis Publishers, 1996
Hypponen et al., Diabetes Care, Dezember 1999
Pediatrics, American Academy of Pediatrics Arbeitsgruppe Kuhmilchprotein und Diabetes Mellitus, 1994








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